März

25

By Ursel

So, 25.3.12 – Tag 11

Low Bay_Barbuda vom Mast-1120016

Low Bay_Barbuda vom Mast-1120016

Regenschauer sind in der Karibik immer nur kurz. Am Sonntagmorgen sind nur noch wenige Wolken am Himmel und wir machen einen Ausflug mit dem Zodiak. Wir fahren entlang der Küste, wo es ein Nobelhotel gibt, bis zur Einfahrt in die im nördlichen Teil von Mangroven gesäumte Codrington Lagune. Hier soll es die größte Fregattvogelkolonie der Erde geben. Da die Paarungszeit, bei der die Männchen ihren roten Kehlsack aufblasen, auch erst im August beginnt, sehen wir nur wenige der schwarzen Vögel.

Fischreiher-0746

Fischreiher-0746

Chonch-Muschelberg-1277

Chonch-Muschelberg-1277

In Barbudas einziger Ortschaft, Codrington, gehen wir an Land um auszuklarieren. Es gibt wenige nicht sehr ansprechende Häuser, und das Büro ist geschlossen, da alle in der Kirche sind.

So fahren wir mit Speed an der Küste entlang zu „blu:kat“ zurück.

Speedbootfahrt am Strand-1301

Speedbootfahrt am Strand-1301

Matthias und Reinhard wollen lieber 7 km in der Mittagshitze am Strand entlang spazieren.

Strandwanderer-1297

Strandwanderer-1297

Strandwandrung Low Bay_Barbuda-1000256

Strandwandrung Low Bay_Barbuda-1000256

Etwas erschöpft aber glücklich kommen sie eine gute Stunde später an.

Strandwandrung Low Bay_Barbuda-1000261

Strandwandrung Low Bay_Barbuda-1000261

Da der Sonnenstand jetzt günstig ist, fahren wir nochmals Schnorcheln zum Tuson Rock-Riff: Rotfeuerfisch, Einsiedlerkrebs, Rochen und viele überdimensional große Weichkorallen.

Bevor wir um 18.00 zu einer weiteren Nachtfahrt nach St. Barth aufbrechen, essen wir noch von Martin schon mittags vorbereitete Spaghetti Bolognese.

Es ist 21.00, die zweite Wache hat schon begonnen und wir segeln mit
5 Kn.

März

26

By Ursel

Mo, 26.3.12 – Tag 12

POS 24.00 MOZ 17 45,28N und 062 20,81W unter Segeln mit Gr I + Ge, KÜG 280, FÜG 5,5 Kn bei Wind aus 090 mit 13 Kn

Nacht-Segeln „platt vor dem Laken“ bei achterlichem Wind und leichter See ohne besondere Vorkommnisse.

Nachtsegeln nach St Barth-1000277

Nachtsegeln nach St Barth-1000277

Nachtsegeln nach St Barth-1000281

Nachtsegeln nach St Barth-1000281

08:10 Ankern vor Les Gros Ilets (Reede St. Barth) auf 10m WT.

Auch diese Insel wurde wohl von Kolumbus entdeckt, er benannte sie nach seinem Bruder Bartolomeo. 55 Jahre später landeten die ersten französischen Siedler hier, sie wurden aber von den Kariben, indianischen Kannibalen, vernichtet!! Bei einer zweiten Landung waren die Franzosen die Sieger und nahmen die Insel in Besitz. Später verkauften die Franzosen an Gustav III. von Schweden, woran der Name der Hauptstadt Gustavia erinnert. Seit 1879 ist St. Barth nun fest in französischer Hand.

Bei der Ansteuerung von St. Barth erblicken wir einen malerischen Hafen, eingebettet in hügelige grüne Landschaft und gefüllt mit Yachten aller Art.

St Barth-751

St Barth-751

Während einer Inselrundfahrt mit dem Taxi sehen wir einige der herrlichen Strände, die die Insel umgeben. St. Jean Beach mit dem Eden Rock Hotel ist das Paradies der Reichen und Schönen.

Inselrundfahrt St Barth-1000313

Inselrundfahrt St Barth-1000313

Ursprünglicher ist es am östlichen Pointe Lorient oder an der Grand Fond Beach, wo die steilen Felsen an die Atlantikküste Frankreichs erinnern.

Inselrundfahrt St Barth-1000290

Inselrundfahrt St Barth-1000290

Inselrundfahrt St Barth-1000308

Inselrundfahrt St Barth-1000308

Bei einem anschließenden Bummel durch die Gassen von Gustavia mit Lacoste und Prada Geschäften, reservieren wir noch ein Restaurant für den Abend. Zurück an Bord müssen wir für einige Zeit im Meerwasser untertauchen. Dabei finden wir ein Wrack mit echten Skeletten und einigen Barrakudas direkt in der Nähe.

In einem Lokal direkt an der Uferpromenade genießen wir französisch-kreolisches Essen zu französischen Preisen umgeben von vielen Franzosen.

Abendessen Gustavia auf St Barth-769

Abendessen Gustavia auf St Barth-769

Abendessen Gustavia auf St Barth-770

Abendessen Gustavia auf St Barth-770

März

27

By Ursel

Di, 27.3.12 – Tag 13

Noch vor dem Frühstück motoren wir zu der kleinen unbewohnten Ile Fourche. Fünf unbewaldete Hügel umgeben eine windgeschützte Bucht, die mit ihrem glasklaren Wasser unser letztes Schnorchelrevier ist. Aber zuerst gilt das Interesse dem Wrack eines gestrandeten Katamarans.

Wrack Ilet Fourche-1321

Wrack Ilet Fourche-1321

Wrack Ilet Fourche-1337

Wrack Ilet Fourche-1337

Ilet Fourche-1333

Ilet Fourche-1333

Zurück auf „unserem“ Katamaran motoren wir nach einem kleinem Mittagsimbiss die letzten 13 sm bis nach St. Martin, wo wir in der Simpson Bay im holländischen Teil den Anker fallen lassen.

Die ersten Flugzeuge vom nahen Princess Juliana Airport erinnern uns an das nahe Ende eines erlebnisreichen vier bzw. zwei-wöchigen Törns durch die karibische Inselwelt.

Sonnenuntergang in der KAribik-773

Sonnenuntergang in der KAribik-773

März

28

By Ursel

Mi, 28.3.12 – Tag 14 – Törnende

Vor der Brückendurchfahrt in die Lagune und weiter in die Marina Port la Royal nach Marigot (französischer Teil von St. Martin) geht’s noch mal ins türkise karibische Wasser.

Pünktlich 09.30 öffnet die Brücke und wir fahren mit einigen anderen Yachten durch. Kurz nach 10 sind dann die Leinen fest und es geht ans packen – schade auch denn auch dieser Törn war wieder sehr abwechslungsreich, harmonisch und schön.

14.00 Uhr heißt es dann Abschied nehmen, von „blu.kat“ und Martin.

Uns erwartet das Taxi zum, Flughafen – Martin die nächste Crew für den Atlantik.

 

Crew 05-2012-1120037

Crew 05-2012-1120037

Bis zum nächsten Mal: Blogautor Ursel und Crew Renate, Matthias, Ingo und Reinhard.

Crew 05-2012-1120039

Crew 05-2012-1120039

März

28

Tortola - St Martin März 2012

Link zum Törnblog: Tortola - St Martin März 2012

Angelaufene Häfen/Buchten:

British Virgin Island:
Road Town und Cane Garden Bay  auf Tortola
Gorda Sound  auf Virgin Gorda,

Saba, Sint Eustatius – Oranjestad

Antigua – St. John
Barbuda – Litehouse Bay

St. Barth und Ilet Fourche

St. Martin – Simpson Bay mit Brückendurchfahrt
und Marigot Lagoon, Marina Port la Royal

Gesegelte Strecke:  350sm
Max. Boot-Speed: 6,8 Kn
Max Wind: 24Kn

Bemerkungen:
bestes Schnorchelrevier:
NE-Ecke Mosquito Island im Gorda Sound
Sehenswert: Insel Saba

Wetter:
außergewöhnlich für diese Jahreszeit;
wenig Wind und teilweise aus E bis SE –lichen Richtungen

Apr.

4

Diese Mail erreichte mich heute von einem Atlantiktörnteilnehmer 2011:

Am 04.04.2012 10:42, schrieb Rainer:

Hallo Martin,

vielen Dank für den newsletter. Da ich den Törn des Gewinnspieles gewinnen werde , entweder zu zweit oder allein ( ich will mich da nicht beschränken ) sehen wir uns also im nächsten Jahr wieder 🙂

Ich hoffe es geht dir gut? Ich habe deine karibikzeit verfolgt und muss sagen, es wurde mehr Fisch gegessen, Alkohol getrunken und Wasserski gefahren. Also alles Dinge die ich mal noch auf der blu:kat machen werde.

 

Unsere Fahrt ist mir noch sehr präsent und hat weiterhin eine Auswirkung auf mein Leben. Sowohl privat als auch beruflich bewegt sich viel und wird sich verändern. Gut Ding brauch Weile aber kommt.

Ich wünsche dir immer ausreichend aber nicht zuviel Wind über den Atlantik. Wieviele Gäste hast du an Bord?

Komme gesund an und Grüsse an die Jura Kaffeemaschine.
Rainer

Apr.

7

Das Wetter passt, und ich beschließe heute mit dem Zodiac eine Inselrundfahrt um St. Martin zu machen um mir die Buchten anzuschauen, die wir noch nicht besegelt hatten.

Inselrundfahrt-1120213

Inselrundfahrt-1120213

Einige nette Ankerplätze habe ich entdeckt und sie stehen auf dem Törnplan für nächstes Jahr. Lasst euch überraschen.

Und Natürlich war ich mal endlich am Flughafen um mir das Spektakel von See aus anzusehen. Schon krass, aber im Web kursieren noch weitaus mehr Bilder und Filme dieser Art.

Inselrundfahrt-11120250

Inselrundfahrt-11120250

Inselrundfahrt-11120254

Inselrundfahrt-11120254

Apr.

9

30.3.-9.4.12

Die letztem Tage in der Marina Port La Royal in Marigot auf St. Martin (FWI) habe ich mit kleinen Einkäufen, Wartungs-und Pflegearbeiten sowie kleineren Reparaturen verbracht, die schon in Vorbereitung auf die Atlantikrückfahrt nötig waren.

Unter anderem waren das Großsegel und die Fock für ein paar Nähte zum Nachnähen beim Segelmacher. Die „neue“ gefundene Notpinne musste etwas umgebaut werden, damit sie auf meine Ruderwellen passt.

Zwischendurch hatte ich die Gasflasche beim Füllen.

Gasflasche-1120287

Gasflasche-1120287

Und die Steuerplatinen von der Fahrschaltung für meine Azipropps (E-Motoren) haben nun endlich auch ein passendes Gehäuse bekommen und sind so der Salzluft nicht weiter ausgesetzt und geschützt.

Steuerplatinen-1120290

Steuerplatinen-1120290

Ab morgen wird es dann „ernst“, denn Bodo, mein Mitsegler über den Atlantik kommt am Nachmittag via Paris aus München.

Apr.

10

In der Früh heißt es noch eben klar Schiff und alles sauber machen.

Dann hole ich Bodo mit dem Zodiac vom Flughafen ab.

Gleich nach dem „häuslichen“ Einrichten gibt’s ein paar Dinge gemeinsam zu erledigen: Fock und Großsegel müssen wieder angeschlagen werden.

Danach lassen wir den Abend beim Essen in Marigot ausklingen.

Apr.

11

11.4. – Tag 2- Standort Marina Port La Royal in Marigot auf St. Martin (FWI)

Frühes Frühstück und EK-Liste schreiben. Diesmal soll es an nichts fehlen. Die Zucker und Mehlbestände werden doppelt geprüft – alles passt und ein Taxi bringt unsere wertvolle Fracht direkt ans Boot.

Danach folgen und letzte Checks und Wasser tanken.

Auch für heute lassen wir uns noch mal in einer einheimischen Kneipe mit Karaoke-Gesang essenstechnisch verwöhnen.

Apr.

12

… zurück ins Mittelmeer.

Atlantik-2012

Atlantik-2012

Start ist geplant für den 11.4.2012 mit erstem Zwischenziel

SEVILLA am Guadalquivir, Spanien

und dann weiter über Mallorca zunächst bis Lefkas, Ionische Inseln (Griechenland)

 

Für diese Erste, ca. 3400sm lange Etappe sind kanpp 5 Wochen bis zum 16.Mai geplant

 

In dieser Zeit

Apr.

12

12.4. Tag 3

Wir sind startklar! Nach dem wir noch frische französische Baguettes an gros gekauft und eingefroren haben, kann wohl nichts mehr schiefgehen.

Baguette Vorräte-1120292

Baguette Vorräte-1120292

Baguette Vorräte-1120293

Baguette Vorräte-1120293

Danke an Dream Yacht-Charter, die haben unsere Landstromrechnung freundlicherweise übernommen :.
Ansonsten haben wir grade beim Hafenmeister ausgecheckt und warten auf dessen Hilfe um 10.00 MOZ beim Ablegen von den langen Bojenleinen.
11.00 MOZ macht auf der holländischen Seite die Brücke auf und dann geht’s also richtig los.
11.00 MOZ oder 15.00 UTC ist also unser offizielles Startdatum zu unserem Gewinnspiel. Einsendeschluss der Mails ist demnach der 15.4.2012 um 15.00 UTC.

Und noch ein Tipp für die Schätzung:
Wir legen noch einen kleinen Badestopp von ca. 2 Stunden nach der Brücke ein.
Vielleicht melden wir uns noch mal von der Abfahrt nach dem Badestopp, denn in dieser Bucht gab es immer ein freies W-Lan ins Internet.

Baie Longue-3143.JPG (bild folgt später)

Ansonsten bis bald zurück im Mittelmeer und ab und an von Unterwegs über Funkmail.

Mit dem letzten Tageslicht haben wir am Vorabend Anguilla und das Seal Island Reef passiert.
Dann gabs Brotzeit im Cockpit und die erste Wache für Martin. Bodo ist dann erst in 6 Stunden dran.
Nun segeln wir hinaus in die erste Nacht und wollen versuchen östlich vor der Front zu bleiben um den dort herrschenden S-SE Wind zu erwischen.

Skipper Martin und Crew Bodo

POS 00:00 UTC 18 23,0N und 062 57,0W
Kurs 040, FÜG 4,5 Kn mit Gr und Ge bei Wind aus 130 Grad mit 9 Kn
Loggestand 38423

Apr.

13

13.4.12, Tag 3

POS 12:00 UTC 19 09,2N und 062 05,1W
Kurs 060, FÜG 6 Kn mit Gr I und Ge bei Wind aus 150 Grad mit 12 Kn
Loggestand 38.492 sm

Die erste Nacht war ruhig ohne besondere Vorkommnisse.
Von Osten haben wir ein recht hohe alte Dünung, die eine fette Welle aufs Vorschiff klatschen lässt. Leider war Bodos Luke nicht zu – jetzt hatte er kurzfristig ein Wasserbett . Aber die Sonne hat tagsüber alles wieder gut trocknen lassen.
In der Früh haben wir dann auch den ersten fliegenden Fisch an Deck gehabt – fast schon Standard auf dem Atlantik.
Der Segelmacher auf St. Martin hat leider nicht wirklich gut gearbeitet, denn eine frisch genähte Naht von 20 cm ist leider wieder aufgerissen > also zunächst das 1. Reff ins Groß und nachnähen!
Zum Abend gesellt sich ein „Blinder Passagier“ zu uns: eine Seeschwalbe, sie macht es sich auf dem Davit bequem, während wir gemütlich Abendessen unter den Sternen haben.

POS 00:00 UTC 19 42,6N und 061 07,8W
Kurs 060, FÜG 5,5 Kn mit Gr und Ge bei Wind aus 150 Grad mit 9 Kn
Loggestand 38.556 sm

Apr.

14

14.4.12, Tag 4

POS 12:00 UTC 20 12,3N und 060 19,4W
Kurs 060, FÜG 5 Kn mit Motor bei Wind aus 170 Grad mit 3 Kn
Loggestand 38.612 sm

Heute am 15.4. um 15.00 UTC oder 17.00 deutsche Zeit ist Einsendeschluss in Sachen 40.000 sm – Verlosung!
Also nicht vergessen rechtzeitig den Tipp per Mail an toerns(at)blu-venture.de abzugeben – toi, toi, toi!

In der Nacht war es fast sternenklar aber mit Sonnenaufgang ist der Himmel voll mit dunklen Gewitterwolken, die jedoch bisher alle an uns vorüberziehen ohne Wind und Regen abzugeben.
Bis zum Nachmittag scheint dann sogar fast durchgehend die Sonne.

Eine nette Geste ist der Funkanruf auf Kanal 16 mit der Nachfrage ob bei uns alles ok ist – merci AIGRAN-D und gute Fahrt ebenso.
AIS-Report: UTC:14.04.2012 15:45:17
Tanker „AIGRAN-D“ MMSI #: 245196000
(Length: 126m, Width: 19m, Draft: 7,3m)
Lat: 20°27.580’N, Long:060°04.278’W,
RNG: 6.471NM, SOG: 13,5kn, COG: 42,7
Dest: ANTWERP

Zwei weitere Frachter passieren uns noch in weitem Abstand bevor es dunkel wird. Für den vorhergesagten Wind mit bis zu 25 Kn aus nördlichen Richtungen ziehen wir das Groß im 2. Reff und die kleine Fock hoch. Damit dürften wir eine ruhige Nacht haben.

Bis Morgen wieder, die Atlantikcrew 2012.

POS 24:00 UTC 20 35,5N und 059 31,5W
Kurs 045, FÜG 4,5 Kn mit Gr II und Fo bei Wind aus 320 Grad mit 18 Kn
Loggestand 38.664 sm

Apr.

15

15.4.12, Tag 5

POS 12:00 UTC 20 36,7N und 058 36,0W
Kurs 090, FÜG 5 Kn mit Gr II und Fo bei Wind aus 035 Grad mit 22 Kn
Loggestand 38.718 sm

Pünktlich kurz vor Mitternacht, wie vorhergesagt, kam der Wind nach dem Frontdurchgang mit ein wenig Regen daher. Anfangs etwas mehr mit bis zu 28 Kn und ein wenig chaotischen Wellen. Später dann und im Laufe des Tages hat er sich auf 20- 24Kn eingependelt und auch das Wellenbild wurde gleichförmiger und länger. Nur leider nicht aus der optimalen Richtung, aber mit Kurs Ost kommen wir gut weiter.

Noch vor der Abfahrt von St. Martin habe ich den Törnplan für 2012 ein wenig umgestellt (es betrifft aber im wesentlichen nur die Seemeilentörns, genaueres steht unter www.blu-venture.de) und dadurch wieder eine etwas längere Pause auf Kreta eingeplant.
Knapp 3 Wochen um zum einen München einen Besuch abzustatten und zum anderen nun doch endlich das Unterwasserschiff mit einer neuen Antifoulingfarbe zu versehen, nachdem es auf Guadeloupe nicht geklappt hatte.

POS 24:00 UTC 20 24,6N und 057 40,1W
Kurs 095, FÜG 4,5 Kn mit Gr II und Fo bei Wind aus 030 Grad mit 24 Kn
Loggestand 38.773 sm

Apr.

16

16.4.12, Tag 6

POS 12:00 UTC 20 29,6N und 056 57,8W
Kurs 340, FÜG 5 Kn mit Gr I und Fo bei Wind aus 040 Grad mit 16 Kn
Loggestand 38.820 sm

Wieder mal viele fliegende Fische am Morgen auf Deck, die aber immer schon „brettle-hart“, steif sind und fürchterlich nach Fisch stinken. Man sagt ihnen nach sie seien die einzigsten Fische, die auch im Wasser nach Fisch riechen

Frühstück gab’s heute wieder auf der Sonnenterasse und danach den ersten Job für heute:
Wende über BB mit Kurs NW um etwas nördlicher zu kommen – in den Tiefausläufer mit dem NW-Wind zu kommen.

So ging’s gemütlich den ganzen Tag bei viel Sonnenschein dahin. Für morgen versprechen die Wetterprognosen passenderen Wind um wieder direkt anliegen zu können. Wir werden sehen

POS 24:00 UTC 21 16,7N und 057 34,0W
Kurs 315, FÜG 5,5 Kn mit Gr I und Fo bei Wind aus 020 Grad mit 14 Kn
Loggestand 38.880 sm

Apr.

17

17.4.12, Tag 7

POS 12:00 UTC 21 48,4N und 057 52,3W
Kurs 050, FÜG 4,5 Kn mit Motor bei Wind aus 040 Grad mit 2 Kn Loggestand 38.924 sm

Heute am Morgen lagen weder viele fliegende Fische an Deck, die von der hohen Dünung scheinbar auf ihrer Flucht vor großen Fischen hochgespült werden. Wir hatten bisher noch nicht das nötige Anglerglück und versorgen uns aus den immer noch reichhaltigen und kompletten Vorräten.

Seit dem hell werden hat uns der Wind verlassen und wir Motoren in Richtung NE, auf der momentan kürzesten direkten Route.
Außer dass es den ganzen Tag über schön sonnig und warm war ist nichts Besonderes passiert.

Noch gut 1000 sm und wir „knacken“ die 40.000 dann sicher unter Segeln.
Wir sind schon gespannt, wer von den vielen Mitspielern am nächsten dran liegt mit seiner Schätzung.

POS 24:00 UTC 22 26,3N und 057 11,2W
Kurs 040, FÜG 4,5 Kn unter Motor mit nur 4Kn Wind aus 160 Grad Loggestand 38.978 sm

Apr.

18

18.4.12, Tag 8

POS 12:00 UTC 23 08,5N und 056 57,7W
Kurs 045, FÜG 4,5 Kn mit Motor bei Wind aus 230 Grad mit 5 Kn Loggestand 39.037 sm

Jetzt sind es nur noch knapp 1000 sm bis zur 40.000-er Marke.

Wird spannend werden, denn Eure Tipps liegen alle recht nah bei einander und es gibt sogar zwei gleiche Tipps – wovon aber einer von beiden zwei Tage früher kam.

Nach einem Tag unter Maschine können wir wieder Segeln: platt vor dem Laken; anfangs nur mit knapp 10 Kn Wind, der im Laufe des Tages etwas auffrischte.

Heute haben wir nach knapp einer Woche die ersten Angelversuche gestartet – hatten wir bisher vergessen ;-), weil es ja noch genug anderes gab – sie blieben erst mal erfolglos.
Dafür waren die Steaks ziemlich saftig.

Eine kleine Reparatur musste heute auch noch erledigt werden:
der Wasserpumpenimpeller von der Salzwasserpumpe bei beiden Generatoren wurde getauscht.

POS 24:00 UTC 23 42,7N und 055 43,1W
Kurs 040, FÜG 5,5 Kn mit Gr und Ge bei Wind aus 230 Grad mit 14 Kn Loggestand 39.095 sm

By Martin

Apr.

19

19.4.12, Tag 9

POS 12:00 UTC 24 43,2N und 055 00,2W
Kurs 035, FÜG 6,5 Kn mit GR + Ge bei Wind aus 260 Grad mit 14 Kn
Loggestand 39.169 sm

Bodo hat einen lesenswerten Artikel über Kojencharter von Wolfgang Weber (ehemals Skipper von JOJO – auch zu meiner Zeit dort) mitgebracht.
Wer ihn nachlesen möchte findet ihn im YACHTING-BLUE Segelmagazin von 1-12 oder unter diesem Link: Yachting-blue.de/?p=872

Übrigens liegen Eure Schätzungen bezüglich der 40.000sm-Marke recht weit auseinander. 19.4. und 1.5.12 – irgendwo dazwischen in der Mitte wird es sein, denke ich.
Dort liegen auch die meisten Schätzungen recht dicht beieinander.

POS 24:00 UTC 25 41,6N und 054 14,4W
Kurs 050, FÜG 6,5 Kn mit Gr und Ge bei Wind aus 240 Grad mit 15 Kn
Loggestand 39.244 sm

Apr.

20

20.4.12, Tag 10

POS 12:00 UTC 26 27,0N und 053 12,5W
Kurs 045, FÜG 6-7 Kn mit GR + Ge bei Wind aus 260 Grad mit 16 Kn
Loggestand 39.316 sm

Heute waren wir in leichten Zick-Zack-Kursen unterwegs, weil immer wieder mal gelegentliche fette Regenwolken die Windrichtung um mehrere Grad geändert hatten. Aber immerhin hatten wir heute als schnellste Fahrt auch mal knapp über 10 Kn auf der Logge stehen!

Schon gestern hatten wir ja ein Etmal von knapp 150 sm – heute dürften wir ähnlich liegen, obwohl zum Abend jetzt der Wind ziemlich nachgelassen hat.
Gegen 21:30 UTC haben wir die erste Zeitzone gen Osten überschritten; jetzt sind es nur noch 3 Stunden Unterschied zu UTC oder 5 Stunden zu Deutschland – wir holen auf!
Bis Griechenland haben wir euch dann locker überholt

POS 24:00 UTC 27 01,8N und 052 06,2W
Kurs 090, FÜG 5 Kn mit Gr und Ge bei Wind aus 350 Grad mit 12 Kn
Loggestand 39.388 sm

Apr.

21

21.4.12, Tag 11

POS 12:00 UTC 27 20,5N und 051 28,4W
Kurs 060, FÜG 4 Kn mit GR + Ge bei Wind aus 310 Grad mit 8 Kn
Loggestand 39.430 sm

Hallo liebe Leute – wo bleiben denn Eure Kommentare zu unserem Trip hier so weit draußen auf dem Atlantik.
Ihr dürft gerne schreiben!

Wir hatten heute mal wieder die Angel im Wasser, aber leider, leider gab’s außer Seegras nichts weiter.
Wir haben auch tagsüber kaum fliegende Fische gesehen, nur einmal zwei Seeschwalben.
Aber in der Kombüse haben wir ja noch genug Vorräte – es fehlt uns also an nichts (noch ) und wir können uns gut versorgen.

Heute Nacht war Neumond hier bei uns und ich denke auch bei euch zu Hause Wir hatten fast einen wolkenfreien Himmel und konnten ein Lichtermeer von Sternen sehen.
Nur schade, dass er Wind fast völlig eingeschlafen ist und wir ein Stück des Weges motoren.

POS 24:00 UTC 27 35,60N und 050 42,6W
Kurs 050, FÜG 4 Kn mit Motor bei Wind aus 330 Grad mit 5 Kn
Loggestand 39.467 sm

Apr.

22

22.4.12, Tag 12

POS 12:00 UTC 27 56,5N und 050 02,0W
Kurs 070, FÜG 4 Kn mit GR + Ge bei Wind aus 325 Grad mit 10 Kn
Loggestand 39.520 sm

Nach der Nacht unter Motor Segeln wir wieder mit leichter Briese.

Am Nachmittag mussten wir das Großfall oben im Masttop klarieren, weil es sich verklemmt hatte und das Segel nicht mehr hätte geborgen oder gerefft werden können.
Also kletterte Bodo mutig den Mast hinauf, natürlich nicht ohne sich immer wieder mit den Gurten zu sichern und hat alles wieder gerichtet.

Schon mittags gab’s auch eine kleine Reparatur.
Die beiden rostigen Eckrohre vom Sonnensegelgestell sind gegen neue Niorohre ausgewechselt worden.

Jetzt um 22.00 hatten wir ein leckeres Abendessen: Gemüseeintopf mit Hackfleischeinlage, dazu passend ein Radler um gut zu schlafen.
Zumindest für den der erst später wieder Wache hat.

Für morgen verspricht der Wetterbericht endlich etwas mehr Wind aus südöstlichen bis östlichen Richtungen – das würde gut passen.

POS 24:00 UTC 28 02,5N und 049 19,9W
Kurs 090, FÜG 3 Kn mit GR + Ge, Wind aus 350 Grad mit 5 Kn
Loggestand 39.560 sm

Apr.

23

23.4.12, Tag 13

POS 12:00 UTC 28 15,2N und 048 45,3W
Kurs 070, FÜG 2 Kn mit GR + Ge bei Wind aus 320 Grad mit 4 Kn
Loggestand 39.595 sm

Seit dem späten Vormittag herrscht leider totale Flaute so dass wir wieder ein Stück motoren.

Irgendwie schein sich die Wetterfrösche beim amerikanischen Hydrografischen Institut zu irren.
Wenn Ihr auch sehen wollt, auf welche Prognosen wir uns verlassen hier ist der Link einer 48-Stunden Vorhersage (www.opc.ncep.noaa.gov/shtml/A_48hrbw.gif).
Per Internet bekommt ihr die in Sekunden, bei uns auf dem Atlantik via Wetterfax dauert es knapp 10 Minuten bis das Bild komplett ist – aber Zeit haben wir ja hier draußen

Den ganzen Tag über war rings um uns Öliges Wasser.
Nur zwei fette kurze Regenschauer inklusive Doppelregenbogen veränderten das Bild kurzfristig.

Wenn wir weiter in der Flaute motoren müssen, dann werden wir einen kleinen stopp zum Tanken auf einer der Azoren-Inseln einlegen.

POS 24:00 UTC 28 39,2N und 048 00,7W
Kurs 045, FÜG 4,5 Kn mit Motor, Wind aus 020 Grad mit 3 Kn
Loggestand 39.642 sm

Apr.

24

24.4.12, Tag 14

POS 12:00 UTC 29 11,4N und 047 20,1W
Kurs 050, FÜG 4 Kn mit Motor bei Wind aus 030 Grad mit 4 Kn Loggestand 39.690 sm

Seit 16:30 UTC können wir weder Segel setzen und kommen seit dem wieder etwas schneller voran.

Mal sehen ob die Wetterfrösche für die nächsten Tage richtig liegen, dann haben wir bald die 40.000 geschafft.

Merci auch für die beiden Kommentare von Rainer und Manni – es ist wie ihr richtig bemerkt alles beim alten – man merkt ihr sprecht aus Erfahrung!
Süßwasser satt und auch noch heiß, genau wie der Kaffee aus der Jura und lecker Essen sowieso 😉

Bis auf bald sonnige Grüße nach Deutschland Martin und Bodo

POS 24:00 UTC 29 51,1N und 046 54,1W
Kurs 020, FÜG 5,5 Kn mit Gr + Ge, Wind aus 095 Grad mit 10 Kn Loggestand 39.740 sm

Apr.

25

25.4.12, Tag 15

POS 12:00 UTC 30 58,1N und 046 33,5W
Kurs 015, FÜG 5 Kn mit GRI + Ge bei Wind aus 090 Grad mit 10 Kn Loggestand 39.811 sm

Wir hatten einen weiteren schönen Segeltag mit konstanten Winden und einem ganz guten Etmal von 140 sm.
Jetzt sind es nur noch 120 sm bis zur 40.000-er Marke.
Es wird spannend werden!

Danke auch an Uschi für ihren langen und netten Kommentar.

POS 24:00 UTC 32 05,7N und 046 22,3W
Kurs 025, FÜG 4,5 Kn mit Gr + Ge, Wind aus 100 Grad mit 9 Kn Loggestand 39.880 sm