Mai

26

… macht eine Woche Pause und kommt wieder mit neuen Blogberichten zum

Törn Marquesas – Tuamotus – Papeete

 

Bis auf bald dann

Skipper Martin und VAVA-U

Mai

26

Törn Zusammenfassung

Galapagos-Marquesas im MAi 2018

Angelaufene Häfen/Buchten:

PAZIFIK-Querung
Ayora auf Isla Santa Cruz (Galapagos)
Taiohae, Nuku Hiva
Anaho Bucht – Hakatea Bucht  (Nuku Hiva)
Ua Pou: Hakahetau
Tuhuata: Vaitahu und Hanamoenoa
Hiva Oa: Atuona

Gesegelte Strecke:  3300 sm, davon unter Segeln: 3045 und 255 unter Maschine
Max. Boot-Speed 12,6 Kn
Max Wind 25 Kn aus ESE

Bemerkungen:
stetiger ESE Passat ca. 120sm SSW der Galapagos bis Nuku Hiva

Wetter:
Temperaturen um die 28 Grad, tags und nachts
Wasser um die 30 Grad

Mai

25

Arne

Der letzte Tag bricht an.

Wir haben eine Inselrundfahrt mit Führung gebucht.
John und sein Sohn kutschieren uns über die Insel. Neben der wunderschönen Landschaft gibt es ein paar alte im Wald versteckte Tikis (polynesische Steinstatuen) und eine restaurierte Kultstätte, angeblich mehrere tausend Jahre alt, zu besichtigen.

 

 

Die Straße an der Nordküste ist gewöhnungsbedürftig. An der Steilküste zieht sich eine Schotterpiste hoch und runter, schneller als 20 km/h sind hier nicht drin. Das Panorama ist aber einzigartig und sehenswert.

Zurück in Atuona trinken wir noch etwas bei MAKE MAKE, der einzigen Bar des Ortes, nutzen das WLAN und lassen uns mit einem Privat-Taxi zum Schiff zurückfahren.

Robert hat VAVA-U bereits am Vormittag verlassen um seinen Flug nach Papeete zu erreichen. Arne geht morgen früh von Bord. Markus und Felix haben auch den nächsten Törn gebucht und möchten die Woche die zwischen beiden Törns liegt, hier in Hiva Oa verbringen.

So geht eine lange, sehr abwechslungsreiche Reise langsam zu Ende.

 

Zurückgelegt haben wir ca. 3300sm, fast ausschließlich unter Segeln. Von den Naturwundern der Galapagosinseln über ein 17 Tage lang immer gleich aussehendes Meer zu den wunderschönen Marquesas Inseln die zu besuchen man nur jedem empfehlen kann.

Also dann bis zum nächsten Mal.

Blogschreiber Arne, Skipper Martin und die Crew der VAVA-U.

Mai

24

Arne

Gegen Mittag müssen wir diese schöne Bucht verlassen und Motoren etwa eine gute Stunde nach Atuona auf Hiva Oa.

Hier endet der Törn. Der Hafen ist ziemlich voll, da hier einer der beiden Orte auf den Marqueseas ist, in denen Segler einklarieren können.

Atuona ist ein kleiner Ort mit etwa 1500 Einwohnern. Bekannt ist er als Wohnort zweier sehr berühmter Persönlichkeiten, Paul Gauguin der hier seine letzten Lebensjahre verbrachte und den belgischen Chansonnier Jacques Brel.

Brel flog in den 70ger Jahren des letzten Jahrhunderts mit seinem Flugzeug zwischen den Inseln franz. Polynesiens herum – transportierte Post und Passagiere (meist gratis) und war hier sehr glücklich. Als seine Krebserkrankung soweit fortgeschritten war, das auch in Europa keine Chance mehr auf Heilung bestand, kehrte er auf die Marquesas zurück und starb hier 1978.

Die Gräber von Gauguin und Brel kann man auf dem kleinen Friedhof von Atuona besuchen.

Beiden ist hier eine kleine Ausstellung gewidmet, wobei es äußerst schade ist, dass nicht ein Original von Gauguin hier ausgestellt ist. Das Museum enthält ausschließlich Kopien seiner Gemälde.

Abendessen gibt’s im Restaurant und gegen 21:30 sind wieder an Bord.

Mai

23

Arne

Strand – bzw. Badetag.

Jeder füllt den Tag mit der Art zu faulenzen, die ihm am liebsten ist.

Auf dem Boot rumhängen, schnorcheln, am Strand liegen, mit dem Kanu Paddeln….

 

Zum Thema Strand:

Überall hört und liest man über die berüchtigten Nonos. Wahre Monstermücken die am Strand in Horden über einen herfallen, einem das Blut aussaugen und einen furchtbaren Juckreiz hinterlassen. Entweder ist das ein Märchen wie das vom Graf Dracula, ein Running Gag der Einheimischen um die Touristen vom Strand wegzuhalten oder die NONOS sind gerade Urlaub.
Wir haben jedenfalls keine gesehen, geschweige denn gespürt.

Was es dagegen in Mengen gibt sind Fische.

In dieser Bucht lohnt sich das Schnorcheln wirklich, das Wasser ist klar und voller Korallen.

Neben den üblichen „Aquariumsfischen“, sahen wir Kugefische, Seenadeln, Muränen und einen mittelgroßen Hai.

Hinter dem Sandstrand liegen die Grundstücke einiger Bauern.

Sie kommen jeden Tag mit dem Motorboot aus Vaipaee und ernten Kokosnüsse, Obst und Gemüse.

Da gerade Schulferien sind, sind auch ihre Kinder dabei. Sie haben einen Riesenspaß dabei mit unseren Kanus herumzufahren, nachdem sie höflich gefragt haben, ob sie es einmal ausprobieren dürften.

Sie verbringen den ganzen Tag im Wasser, bevor sie abends mit den Eltern wieder heimfahren.

Wir bestreiten heute das Abendessen aus den letzten frischen Resten und können immerhin 3 verschiedene Salate und frischen Radi servieren…

Leider gibt es immer noch keine Cocktailbar am Strand…

 

Mai

22

Arne

Am Morgen liegen wir vor dem grünen Tal bei Vaitahu, einem kleinen Örtchen.

Mit dem Dinghy machen wir uns auf zum kleinen Anleger und laufen etwas im Dorf herum.

Viel ist heute hier nicht los und weil wir nichts einkaufen müssen und der Buchtstrand aus großen schwarzen Kieseln besteht, die nicht wirklich zum Baden einladen, fahren wir weiter in die Nachbarbucht nach Hanamoenoa.

Diese Bucht liegt 2sm entfernt und ist wiedermal eine Südseebucht wie aus dem Katalog.

Wir beschließen, bis zur Weiterreise nach Hiva Oa hier zu bleiben und einfach nur Badeurlaub zu machen. Leider gibt es keine Cocktailbar am Strand…

Mai

21

Arne

Nächstes Ziel ist Ua Huka.

Wir wollen südlich um Ua Pou herumfahren und dann auf nordöstlichem Kurs den Ort Vaipaee ansteuern.

Das klappt nur teilweise, denn der Wind kommt genau aus der angepeilten Richtung und wir müssten lange nach Vaipaee kreuzen.

Also entschließen wir uns zur Kursänderung und segeln nach Tahuata.

Diese Insel liegt etwas südlich von Hiva Oa und dem Ort Atuona, unserem Endpunkt des Törns.

Auch auf diesem Kurs müssen wir etwas kreuzen und benötigen 18 Stunden für die Überfahrt.

Um 02.00 fällt dann der Anker in der dunklen Bucht nach einem schönen Segeltag.

Mai

20

Arne

Für diesen Tag ist Wandern angesagt. Die ersten 30 Minuten führen uns zum einem Wasserfall, Markus und Arne baden und duschen und lassen sich vom starken Wasserstrahl massieren.

Martin und Robert wandern zum Boot zurück, der Rest erreicht nach weiteren 30 Minuten „Manfredville“.

Hier hat sich vor etwa 28 Jahren ein deutscher Aussteiger niedergelassen  und sein kleines Paradies aufgebaut.

Es gibt fast alles aus Selbstanbau. Spezialität ist die selbstgemachte Schokolade. Er erzählt lange und ausführlich aus seinem Laben, ist aber bestens informiert und die riesige Satellitenschüssel auf seinem Dach erklärt, warum.

Er bietet in seinem kleinen Reich auch Schlafplatze für Rucksacktouristen (im Zelt) an und hat einen kleinen Pool.

Weiter gehts auf einem immer steiler werdenden Weg durch den Dschungel bis auf ca. 700m Höhe an.

Wir stehen direkt vor den Vulkan-„Zähnen“, verzichten aber auf deren Besteigung.

 

Sie ragen wirklich fast senkrecht und glatt in die Höhe. Das sind die Überreste eines früher kegelförmigen Vulkans. Die Kanäle, über die die Lava aus der Tiefe nach oben geflossen ist, bestand am Ende des Ausbruchs aus anderem (festerem) Gestein. Der umgebende Kegel ist mittlerweile wegerodiert, so dass nur noch diese imposanten Spitzen übrig geblieben sind.

Durch dichtes Grün geht es wieder steil nach unten und wir erreichen unseren Ausgangsort nach insgesamt ca. 5 Stunden erlebnisreicher Wanderung.

Das sehr leckere Abendessen gibt es wie verabredet im Restaurant. Und zusätzlich freuen wir uns über ein, wenn auch recht langsames WIFI und kehren satt und zufrieden zur VAVA-U zurück.

 

Markus wandert noch einmal zu Manfred, den er zu später Stunde wecken muss, um doch noch etwas Schokolade zu kaufen.

Die konnten wir ja vormittags nicht mitnehmen in der Hitze.

Für seine Fahnensammlung erhält Manfred zwei etwas ausgefranste aber weitgereiste Fahnen der VAVA-U.

Schwarz-Rot-Gold und die Bayernfahne!

 

 

 

Mai

19

Arne

Diesmal schon früh am Morgen, nachdem ein Teil der Mannschaft an Land frisches Baguette, Bananen und Käse besorgt hat,
heben wir den Anker uns setzen die 25sm nachUa Pou über.

 

In der Bucht von Hakahetau liegen wir nach knapp 3 Stunden schon vor Anker und genießen den Blick auf die spitzen Vulkanreste, die der Insel eine einzigartige Silhouette geben.

Später marschieren wir ein paar Schritte durch den Ort und reservieren im einzigen „Restaurant“ für den nächsten Tag einen Tisch und stellen fest, dass der Supermarkt wegen Ausverkauf geschlossen hat – also kochen abends an Bord.

Mai

18

Arne

Um 8:00h holen wir das vorbestellte Auto und begeben uns auf die Inseltour.

Erstes Ziel ist das östlich gelegene Taipivai. Dort besichtigen wir ein riesiges Kultgelände der Insulaner, das aber nicht wirklich antik ist, und den Strand.

Wir durchqueren den Ostteil der Insel und landen in Hatiheu, einem kleinen Ort in der Nähe der Bucht Anaho, die wir bereits vor zwei Tagen mit dem Bot besucht hatten.

Kurz vor dem Ort liegen im Wald versteckt die Überreste einer alten antiken Siedlung. Teilweise sind die Gebäude rekonstruiert, die meisten aber überwuchert. Es erinnert etwas an das Dschungelbuch…

Nach einem Kaffee in der einzigen Kneipe von Hatiheu, beuchen wir das kleine Museum des Ortes. Die Wirtin, gleichzeitig Bürgermeisterin, muss es extra für uns aufsperren!

Viel zu sehen gibt es nicht – trotzdem ist es liebevoll hergerichtet. Die meisten archäologischen Funde der Inseln sind in Völkerkundemuseen in der ganzen Welt zu sehen. Hier haben die Finder leider wenig zurückgelassen.

Kurz nach dem Ort beginnt eine abenteuerliche 30 km lange Schotterpiste an der Nordküste entlang, die unseren Bandscheiben und dem Auto einiges abverlangt.

Dafür sind die Aussichten phänomenal! Das Geschaukel dauert etwa 2 Stunden, dann kommen wir wieder auf die befestigte Straße.

Wir fahren noch zum Flughafen, den wir annähernd menschenleer vorfinden.

Außer einem französischen Rucksacktouristen, der auf das morgige Flugzeug wartet und zwei Flughafenmitarbeiter, die mit Aufräumen beschäftigt sind ist niemand da.

Wir fahren weiter und kommen von der äußerst karg bewachsenen Nord-West-Ecke der Insel durch alle Vegetationszonen der Insel. Die Straße geht hinauf bis auf 1200m, dort oben fahren

wir durch dichte Kiefernwälder und stoppen immer wieder um die atemberaubende Aussicht zu genießen. 20km vor Taiohae gabeln wir einen einsamen deutschen Wanderer auf der eigentlich die

Wasserfälle finden wollte, jedoch den falschen Weg genommen hatte und froh ist auf unserer Ladefläche nach Hause zu kommen.

So endet ein wunderschöner und erlebnisreicher Tag, der seinen Abschluss in der Pizzeria findet.

NukuHiva_Ausflug

NukuHiva_Ausflug

Mai

17

Arne

Um halb acht am Morgen fahren mit dem Dinghi an Land um bei der Wanderung zu den Wasserfällen nicht in die größte Hitze zu kommen. Wir bezahlen den „Eintritt“ für das Tal beim zuständigen

Bauern und verabreden mit den Nachbarbauern auch gleich noch ein Mittagessen nach unserer Rückkehr.

Das ist wahrscheinlich auch besser so, denn ein mit Macheten „bewaffneten“ und wild tätowierten „Krieger“, dessen Hof es ist, nicht zu provozieren.

Dann marschieren wir los.

Zunächst geht es flach durch die Gärten der dort lebenden Bewohner. Es schaut alles sehr gepflegt und ordentlich aus, frische Früchte findet man überall in Hülle und Fülle.

Später steigt der Weg an und wird zu einem Trampelpfad durch den Dschungel.

Ab und zu muss ein Fluss oder Bach überquert werden. Es ist aber gerade wohl nicht Regenzeit, sie führen nicht viel Wasser.

Das sehen wir dann auch am Wasserfall – da fällt nicht viel!

Trotzdem ist es ein beeindruckender Ort. Am Ende einer Schlucht mit 350 Meter hoch, steil aufragenden Felswänden können wir schwimmen und uns unter einem kleineren Wasserfall duschen.

Das Wasser ist angenehm kühl. Nicht alle von uns wollen das erleben, sie haben angeblich im Teich eine Muräne (im Süßwasser?) gesichtet und verzichten aus Angst um ihre Zehen;-))

Martin filmt die Umgebung mit der Drohne und nach ca. einer Stunde machen wir uns auf den Rückweg.

Am Dorf angekommen wartet auf uns bereits das Mittagessen. Es gibt gegrillte Schweinestücke mit Reis und Gemüse.

Das absolute Highlight ist der frisch gemachte und eisgekühlte Mango Saft. Dickflüssig wie ein Smoothie und so lecker das wir gar nicht genug davon bekommen können.

Wir kehren aufs Boot zurück und fahren noch die wenigen Seemeilen nach Taioahe, wo wir für morgen ja ein Auto reserviert haben.

Mai

16

Arne

Als erstes ins Meer! Dann Frühstück und dann mit dem Dinghi an Land und zu einem in der nächsten Bucht gelegenen Bauernhof wandern – das ist der Plan für heute Vormittag.

Wir bekommen dort Pampelmusen, Gurken, Tomaten Auberginen etc., alles frisch geerntet und für hiesige Verhältnisse sehr günstig.

Der Strand, der sich dann vor uns ausbreitet ist wieder einmal atembraubend. Keine Menschenseele ist dort, nur einige Vögel und jede Menge Krabben. Außerdem dümpeln in der Brandung Hunderte kleine Portugisische Galeeren, eine Quallenart die äußerst giftige Tentakeln hinter sich her zieht, die bei Kontakt (mit ausgewachsenen Exemplaren) durchaus einen Menschen ernsthaft schaden können.
Vor diesen hatten uns gestern abend auch schon Einheimische gewarnt, wir wollten aber hier sowieso nicht schwimmen.

Zurück auf dem Schiff springen alle noch einmal ins Wasser und putzen etwas die Bordwände, die auf, und seit Galapagos ziemlichen Bewuchs von Muscheln und Algen erhaten haben.
Mit wieder weißen Bordwänden und glattem unterwasser Schiff heben wir den Anker und machen uns auf den Weg nach Hakatea.
Hier wartet morgen eine 4-stündige Wanderung zu einem der höchsten Wasserfälle der Welt!

Wir erreichen die Bucht nach etwa 5 Stunden und ankern wieder einmal vor spektakulärer Kulisse.
Aus den frisch erworbenen Lebensmitteln wird das Abendessen zubereitet – dass es uns schlecht gehen könnte, kann niemand behaupten.
Sogar Bier, Wein und Rum ist noch genug da!

Mai

15

Arne

In der Früh geht es zum zum Einkaufen auf´s Land. Frisches Baguette, Käse etc., wir sind immerhin in Frankreich!
An der Mole stehen ein paar Fischer und zerlegen den Fang der Nacht, mehrere große Thunfische. Die Reste werfen sie ins Meer das, sobald ein Stück geflogen kommt, heftig in Bewegung gerät.
Einige ausgewachsene Schwarzspitzenhaie prügeln sich um jedes Stück.

Als wir alle Erledigungen beendet, lecker gefrühstuckt, und auch sonst alles weitere erledigt haben, geht der Anker auf und wir starten zu unserem nächsten Ziel, der Bucht Anaho, etwa 25sm von Taiohae entfernt.

Wir haben beschlossen dort schon heute hinzufahren, da für Dienstag kein Leihwagen verfügbar war.
In den nächsten Tagen wollen wir die Insel komplett umrunden und am Freitag dann das Landesinnere mit dem Auto abklappern.

Die Fahrt nach Anaho dauert knapp 4 Stunden.
Wenn das Paradies nicht hier ist, dann kann es nicht weit weg sein! Eine solche Bucht, mit steil aufragenden Vulkanfelsen, weißem Sandstrand und üppiger Pflanzenwelt, findet man sicher auch in der Südsee selten.

Leider ist das Wasser etwas aufgewühlt. Beim Schnorcheln ist also nicht allzuviel zu sehen.

Zu Abendessen köpfen wir die letzte Flasche Sekt (Arne hat heute Geburtstag) und grillen Hühnchen im Backrohr.
Wir liegen äußerst geschützt, das Wasser ist glatt und es wird eine Nacht ohne Geschaukel.

Mai

14

Arne

Der Tag beginnt mit einem Bad im Meer und einer Dusche aus dem Himmel.
Es gießt wie aus Eimern. Gott sei Dank legt sich der Regen aber schnell wieder.
Wir frühstücken und setzen mit dem Dinghi an Land über. An er Mole hängen schon 20 weitere Dingis.

Alle Segler haben sich schon wieder in der Hafenbar vesammelt und strapazieren das WLAN.

Wir machen uns zur Gendarmerie auf den Weg, wo schon einige andere Ankömmlinge des Wochenendes warten.
Als wir an der Reihe sind, werden wir von einem überaus freundlichen ‚Flic‘ bedient, der äußerst gut gelaunt seine Stempelchen setzt und Formulare ausfüllt.
Wenn man als Polizist aus Frankreich hierher versetzt wird, was soll man sonst sein, als bester Laune?

Danach macht jeder was er will. Treffen dann natürlich wieder in der Hafenbar zum Austauschen von Geschichten mit anderen Seglern sowie Kommunikation mit dem Rest der Welt.
Abendessen gibt es in der Pizzeria (!) und gegen 22:00h fahren wir zurück aufs Boot und gehen schlafen.
Im Ort ist schon lange nichts mehr los.

Mai

14

Wir haben Bilder der letzten Wochen hochgeladen, was ziemlich zeitaufwendig ist hier auf dieser kleinen grünen Insel mitten im PAzifik.

 

Mehr geibt es dann die nächsten Tagen,

bis dahin viel Spaß damit

wünscht die Crew der VAVA-U

Mai

13

Arne

Es wird hell und vor uns zeigt sich Land!
Die erste Abwechslung beim Blick auf den Horizont seit über 2 Wochen! Wir passieren die Insel Ua-Hoku.
Direkt vor uns läuft das Versorgungsschiff ARANUI 5, das die Inseln regelmäßig anläuft und auf dem man sich auch als Passagier einbuchen kann, in den kleinen Hafen Vaipaee der Insel ein.
Ein komisches Schiff, vorne Frachter, hinten Kreuzfahrtschiff.

Bis zum Ziel sind es noch etwa 30sm. Für die benötigen wir knapp 6 Stunden und lassen um 13:15h Ortszeit den Anker fallen.
Geschafft! 16 Tage und 23 Stunden haben wir für knapp 3070 sm benötigt und sind glücklich, endlich angekommen zu sein.

Wir köpfen eine Flasche Prosecco und trinken auf die völlig problemlose Überfahrt. Die ganze Zeit blies uns der Wind aus dem Rücken gleichmäßig voran. Nicht mal ein Gewitter mussten wir über uns ergehen lassen, geschweige denn einen Sturm! Glück gehabt.

Wir springen endlich mal wieder ins Meer, machen uns landfein und lassen das Dinghi ins Wasser.
Die Bucht von Taiohae ist wunderschön, von steilen Vulkanwänden eingerahmt und üppig grün. Auch der Ort macht einen sehr netten Eindruck und wir freuen uns auf morgen, die Gegend zu erkunden.

Weil Sonntag ist, hat alles geschlossen, außer der Hafen“bar“.
Wir laufen etwas über die „Strandpromenade“, stehen auch bei der Gendarmerie vor verschlossenen Türen und verschieben alles auf morgen.
Also setzen wir uns in die Bar mit WLAN, daddeln mit unseren Handys herum und essen zu Abend.

Um 19:30 ist Zapfenstreich!
Alle anderen Segler sind schon zurück auf ihren Booten und so machen wir es auch.

Mai

12

Arne

Langsam steigt die Spannung.
Am Morgen sind wir noch knapp 300sm von unserem Zeil entfernt. Da der Wind keine Anstalten macht einzuschlafen,
sondern uns weithin zügig Richtung Marquesas schiebt, rechnen wir mit der Ankunft am Sonntag gegen 14h.

Den Tag über lassen wir den Spinnaker noch oben, holen Ihn dann aber gegen 19:00h ein und segeln nur mit der Genua weiter.
Die Nachtwachen halten nach Land kräftig Auschau, da der Mond aber in dieser Nacht erst gegen 5:00h aufgeht ist es stockfinster und demnach nichts zu erkennen.

Mai

11

Arne

Außer einen paar kleinen Winddrehern und daraus resultierenden Kursänderungen – um den Spinnaker im Wind zu halten – passiert auch in dieser Nacht gar nichts.

Wir sind mit etwa 7kn unterwgs und haben am Morgen noch etwa 380sm nach Taiohae unseren ersten Zielort.
Davor liegt noch die Insel Ua Huka, wir werden also vorher schon Land sehen.
Da wir aber dort nicht einklarieren können, werden wir sie erst einmal passieren.

Der Seegang ist, wie der Wind, ebenfalls geringer geworden, so kann man sich jetzt ohne Wasser abzubekommen vorn auf dem Netz aufhalten. Man liegt oder sitzt dort und schaut
in die Wellen, denkt an irgendetwas oder auch nicht und lässt die Zeit vergehen.

Es ist so wie am Lagerfeuer, in das man auch stundenlag hineinstarren kann, ohne dass einem langweilig wird.
So eine lange Überfahrt ist eine wunderbare Erfahrung und jedem zu empfehlen der dem Alltagstress einmal komplett entfliehen will.

Niemanden interessiert, welcher Tag es heute ist, die Uhrzeit sehen wir nur für die Wachwechsel nach,
und – tatsächlich – es geht auch ohne Spiegel-Online, Facebook und sogar Fußball.

Mai

10

Arne

Der Morgen bringt wieder ein paar neugierige Delfine die das Schiff ein paar Minuten begleiten.
Wir frühstücken, nehmen dann das Groß herunter und segeln nur noch mit dem Spinnaker bei achterlichem Wind.
Da dieser etwas nachgelassen hat sind wir nicht mehr so flott unterwegs wie zuvor, was wir an der immer weiter sinkenden Durchschnittsgeschwindigkeit sehen.
Der Rest des Tages verläuft im gewohnten Trott und wir zählen die Seemeilen bis nach Nuku Hiva herunter.
520 – 510 – 500 …

Mai

9

Arne

Nachdem wir die Nacht über mit mäßigem Wind gesegelt sind, kommt am Morgen ein kleiner Regenguß auf. Der Wind dreht etwas und wird wieder stärker.
Vor uns spannt sich ein wunderschöner Regenbogen und bleibt etw 15 Minuten sichtbar.

Nach dem Frühstück setzen wir das Groß auf Reff 2, holen die Genua ein und setzen den Spinnaker.
Auf Kurs 260° machen wir jetzt zwischen 9 und 10kn Fahrt, direkt auf unser Ziel zu. Da wir kurz beigedreht hatten, hat sich die Angelschnur unter dem Boot verheddert.
Da muß wohl vor dem nächsten Motoren einer ins Wasser…. Um den Köder ist es nicht wirklich schade, der wurde ohnehin tagelang von sämtlichen Fischen ignoriert.

Den ganzen Tag begleitet uns ein Vogel, der wohl froh ist, soweit draußen notfalls landen zu können. Oder wartet er nur auf ein paar Essensreste?
Immer wieder fliegt er knapp über die Wasseroberfläche, greift mit den Krallen hinein, bringt aber nichts für uns sichtbares heraus. Mangels ornithologischer Kenntnisse wissen wir auch nicht, was es für eine Vogelart ist, aber ihn zu beobachten vertreibt die Zeit. Unglaublich, dass sich dieses Tier über 1000 km vom nächsten Land entfernt aufhält.

In der Dämmerung freuen wir uns über ein paar vor dem Bug schwimmende und springende Delfine, von denen wir bis jetzt leider nur wenige gesehen haben, essen zu abend und lassen die Nachtwachen beginnen.

Mai

8

Arne

Wieder ist die Nacht über alles ruhig geblieben.
Der Wind kommt aus Ostsüdosten und treibt uns konstant voran. Irgendwann, wenn wir auf gleicher Breite wie Nuku Hiva, der ersten Marquesas-Insel die wir anlaufen werden, sind, müssen wir noch etwas auf Westkurs abfallen.

Ein Fisch hat seit Tagen nicht mehr gebissen. Im Wechsel gibt es Nudeln, Kartoffeln oder Reis mit Fleisch aus der Tiefkühltruhe oder enfach nur Gemüse.
Ansonsten läuft alles nach dem üblichen Trott.
Wache gehen, dösen/schlafen/lesen und als Highlights des Tage Frühstücken/Essen.

.

Mai

7

Arne

Die Nächte sind jetzt spektakulär.
Der Mond geht erst sehr spät auf und der südliche Sternenhimmel breitet sich in voller Breite vor uns aus.
Leider bewegt sich das Boot im Seegang, so dass man mit dem Fernglas nicht so gut beobachten kann.

Mittlerweile haben wir auch die 2000sm-Marke geschafft und der Wind und somit auch unser Tempo, haben wieder etwas zugenommen.
Unsere Prognosen von der Abfahrt scheinen alle unterboten zu werden, am optimistischsten war Robert, mit 17 Tagen.

Momentan sieht es nach 16 aus… Egal, der Sieger (am nächsten an der benötigten Zeit) bekommt ein Original Südsee-Tattoo, das weiß er bloß noch keiner 🙂

Mai

6

Arne

Wind, Welle, Kurs – alles bleibt, wie es die ganze Zeit vorher auch schon war. Weil Sonntag ist gibt es, von Martin gebackenen, Bananen-Apfelkuchen zu dem wir uns – etwas verspätet – den „Halbe-Strecke-Schampus“ gönnen. Wir fangen langsam an uns auf die Marqueseas einzustimmen.
Wenn uns jetzt nicht noch eine massive Flaute erwischt, sind wir am Sonntag da.
Es bleiben dann noch 2 Wochen um die diversen Inseln zu erkunden.

Unsere Abende sehen mittlerweile so aus:
Kochen, Essen, einen kleinen Absacker trinken und dann verziehen sich, bis auf die Wache, alle in die Kojen.

Mai

5

Arne

9. Tag auf See.
Der Wind ist etwas schwächer geworden, wir können aber den Spinnaker setzten, ohne den Kurs ändern zu müssen.
So bleibt das Tempo in etwa gleich.

Am Mittag stellen wir die Uhr wieder eine Stunde zurück.
Gegenüber Deutschland haben wir jetzt eine Zeitveschiebung von 10 Stunden.
Bis zu den Marquesas müssen wir sie noch zweimal korrigieren.
Dort ist die Zeitverschiebung 11 1/2 Stunden.

Fische gehen uns derzeit nicht an die Angel. Leider ist der Köder mit dem wir zweimal erfolgreich waren abgerissen und der Neue schaut wohl für die Thunfische und Goldmakrelen die wir angeln wollen, nicht so appetitlich aus.

Aber wir probieren weiter – ansonsten müssen die Reserven aus dem Tiefkühlschrank ran.

Mai

4

Arne

Heute erwarten wir die Hälfte der Strecke hinter uns zu bringen.
Das Tempo ändert sich nur geringfügig. Weiterhin sind wir schneller unterwegs als gedacht.

Wieder wird die Position nach Sextant bestimmt. Diesmal ist die Länge genauer als die Breite.
Hier muss wohl noch geübt werden.

Mittlerweile sind wir über eine Woche auf See und haben seit Tagen nichts anderes mehr gesehen als blaues Meer und blauen Himmel, fliegende Fische und ein paar Delfine – kein einziges Schiff weit und breit.

Gegen 20.00 MOZ haben wir dann die Hälfte der Strecke zu den Marquesas geschafft.