Normalerweise ist es am Morgen der Kaffeeduft, der nach und nach alle aus ihren Kabinen lockt. Heute allerdings lag noch ein ganz anderer Duft in der Luft: Knoblauch und Zwiebeln. Der Skipper persönlich stand am Herd und bereitete seine berühmte Bolo vor. Das ganze Boot roch inzwischen wie eine italienische Trattoria.


Gut, dass Kaffee und Tee bereits fertig waren. Das Frühstück war zwar noch in Vorbereitung, aber Obstsalat und Avocado standen schon bereit.
Beim Frühstück machte Martin den Vorschlag, gleich weiter nach Antiparos zu fahren. Susi hatte gestern Abend schließlich angemerkt, dass die ursprünglich geplante Bucht vielleicht etwas langweilig werden könnte, wenn dort nun ja gar nichts ist. Dem Vorschlag stimmten alle zu. Schließlich konnten wir in Antiparos nicht nur ankern, sondern auch die Stadt besuchen.
Nach dem Frühstück hieß es für das Ankerteam: „Anker auf!“ und los ging’s Richtung Antiparos. Auch in der Küche wurde alles ordentlich gesichert. Jeder nahm wieder seine gewohnte Position ein , ob liegend oder sitzend. Denn die Wellen waren heute durchaus nicht ohne und so mancher bevorzugte die etwas horizontalere Variante.
Bald kam die Küste von Paros in Sicht , unser Ziel für Samstag und leider auch schon unsere Endstation für den ersten Törn. Aber bis dahin haben wir ja noch zwei Tage.





Entlang der Küste waren zahlreiche Kitesurfer unterwegs, die den kräftigen Wind ordentlich ausnutzten. Das sah fast ein bisschen aus wie am Gardasee , nur mit deutlich mehr Griechenland drumherum.


Schließlich erreichten wir eine wunderschöne Bucht mit glasklarem, smaragdfarbenem Wasser. Einige Crewmitglieder ließen sich nicht lange bitten und sprangen sofort ins erfrischende Nass. Das Wasser selbst war erstaunlich angenehm , der kalte Wind danach eher weniger.


Nachdem alle wieder trocken waren, machten sich Christine, Lorenz, Susi, Martin und ich mit dem Dinghi auf den Weg an Land. Unser Ziel: die Altstadt von Antiparos. Ein bisschen bummeln, Beine vertreten und natürlich schauen, was es dort so zu entdecken gibt.
Zunächst mussten wir uns allerdings durch trockenes Gestrüpp kämpfen, bevor wir endlich auf einen richtigen Weg kamen. Aber die kleine Mühe wurde sofort belohnt: Schon am Hafen reihten sich schnuckelige kleine Tavernen aneinander.






Und genau so ging es weiter. Ein kleines Lädchen neben dem anderen – Souvenirs, Keramik, Kleidung und allerlei Dinge, von denen man vorher gar nicht wusste, dass man sie unbedingt braucht. Dazwischen leuchteten riesige Bougainvilleas in kräftigen Farben vor den typisch weißen Häusern. Einfach wunderschön.
Susi sorgte außerdem für den kulinarischen Höhepunkt des Nachmittags: Sie hatte hier die teuerste Kugel Eis ihres Lebens gegessen – für stolze 3,50 Euro. Wir übrigens auch.
Wir machten einen Zeitpunkt aus, zu dem wir uns alle wieder treffen wollten, und dann konnte jeder noch ein bisschen auf eigene Faust bummeln.





Martin und ich schlenderten gemütlich durch die wunderschönen kleinen Gassen . Dann entdeckte er einen Barbershop. Da grad niemand im Laden war ließ er sich rasieren und rund herum noch aufhübschen. Der Shop war etwas skurril , aber ein total netter Friseur oder sagt man tatsächlich „ Barber“ ? Dann kauften wir noch etwas frisches Obst. Um kurz nach sechs trafen wir Lorenz, Susi und Christine wieder in einer kleinen Taverne am Hafen.




Danach ging es zurück zum Dinghi und von dort wieder aufs Boot. Stefan, Werner und Johannes warteten bereits gespannt auf unsere Rückkehr und lauschten neugierig unseren Erzählungen.


Währenddessen war der Skipper schon wieder fleißig: Martin bereitete seine Bolo zu und schmeckte sie noch ein letztes Mal ab. Dazu gab es einen riesigen Topf Spaghetti und den leckeren griechischen Salat von Christine.
Was will man mehr?


Alle langten kräftig zu – und als wäre das Essen allein noch nicht genug, bekamen wir dazu ein perfektes Abendrot serviert. Der Himmel färbte sich in allen Tönen. Einfach ein perfekter Abend.
Die Stimmung an Bord ist jedenfalls großartig. Und das ist schon etwas Besonderes, wenn die Altersspanne von 23 bis 84 Jahren reicht. Es passt einfach.
Nach dem Aufräumen wurde es dann noch gemütlicher. Bei einem Glas Rotwein entwickelten sich tiefgründige Gespräche, die bis tief in die Nacht gingen.


Und so ging wieder ein erlebnisreicher, wunderschöner Tag zu Ende.





































































































































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