Feb.

27

Irgendwie waren heute Morgen schon alle ziemlich früh wach außer unser Skipper. Die einen sprangen gleich ins Wasser und schwammen ums Boot rum, die anderen genossen in Ruhe den ersten Kaffee. Dann frühstückten wir ziemlich zeitig, bevor es kurz vor neun hieß, Anker auf Richtung Huahine. Hartmut setzte das Segel und los ging’s. Martin schaltete den Autopilot ein, aber Hartmut fragte, ob er steuern darf.

Der Rest der Crew suchte sich irgendwo Liegemöglichkeiten im Schatten für die nächsten Stunden. Hartmut blieb die Hälfte der Zeit am Steuer. Da wir recht langsam vorankamen, schaltete Martin schließlich die Motoren an.

Ich hab noch einen Kuchen gebacken während der Schaukelei. Als wir gegen halb drei den Pass von Huahine erreichten, wurden alle wach , nahmen vorne am Bug Platz und genossen entspannt noch die restliche Fahrt in den Norden Huahines bis zum Hotel Le Mahana. Wir waren das einzige Boot, so konnte Martin die vorderste Boje anpeilen. Das Ankerteam Hartmut, Leo und Ludwig angelten mit dem Bootshaken nach der Boje und kurz drauf nach gemeinsamer Teamwork waren wir fest. Der Platz wurde von der Crew für sensationell befunden und sie waren begeistert . Beim Kaffeetrinken erzählte Martin ein bisschen über die Insel ,welche Sehenswürdigkeiten es gibt und empfahl der Crew , ein Auto zu mieten.
Als wir um kurz vor halb sechs zum Sundowner mit dem Dinghi ins Hotel fuhren, machten Leo, Hartmut, Christine, Isabel, Ludwig und Annemarie zuerst das mit den Mietautos an der Rezeption klar.

Da es kein passendes Fahrzeug für alle gibt, wird es wohl so sein, dass die Jungs ein Auto mieten und die Mädels auch extra ein Auto haben. So können die verschiedenen Bedürfnisse abgedeckt werden. Nachdem das geklärt war bestellten wir unsere Sundowners Maitai, Pina Colada, Chichi und für mich eine frische Kokosnuss. Manuia.


Zurück auf dem Boot übernahmen die Männer das Regiment in der Küche. Es gab einen großen Topf mit leckerem Hühnchen Huahine und eine Schüssel gemischten Salat.


Christine und Annemarie machten nach dem Essen wieder klar Schiff in der Küche.
Da diese Nacht eine bestimmte Sternenkonstellation zu sehen war, haben alle am Bug Sterne geschaut, bevor sie sich in die Kojen zurück gezogen haben.

Feb.

26

Nach einer regenfreien Nacht kitzelte die Sonne die Außenschläfer wach. Das Wasser bot sich gleich zum Schwimmen an. Ich bereitete schon mal das Frühstück vor und der erste Kaffee wurde dankend angenommen. Am Frühstückstisch erklärte Martin den kommenden Tagesablauf.

Es sollte zu dem Mare Taputapuātea gehen. Eine zweite Schwimmrunde musste noch sein, bevor es um zehn Uhr hieß…Anker auf zurück nach Raiatea zur Kultstätte.

Der Marae Taputapuātea, der als das wichtigste und größte Heiligtum in Französisch-Polynesien anerkannt ist, liegt im Herzen des „Polynesischen Dreiecks“ auf der Insel Ra’iātea. Die Stätte beherbergt mehrere Strukturen mit ganz unterschiedlichen Funktionen. Als Überbleibsel aus fast 1000 Jahren Mā’ohi-Zivilisation ist die Stätte heute Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Diese dem Kriegs- und Fruchtbarkeitsgott Oro geweihte heilige Stätte gilt als der Ort, an dem die Welt der Lebenden an die der Vorfahren grenzt. Es gibt in Polynesien sehr viele Marae, auf denen sich die Bevölkerung bei kulturellen, sozialen und politischen Ereignissen versammelte.


Nach zweieinhalb Stunden ließ unser rocking Ankerman Hartmut den Anker runter- Das Dinghi wurde abgelassen und die ganze Crew, bis auf Christine und mich, setzte über an Land. Christine wollte lieber eine Runde schwimmen, da sie schon eine Besichtigung vom Marae hatte. Ich machte derweil Kaffee. Kuchen war schon fertig, wie immer, ein Mitternachtsprodukt.


Danach motorten wir weiter mangels Wind zu unserem nächsten Ankerplatz. In das klare herrliche Wasser musste man einfach gleich reinspringen. Ca 1,5 km entfernt lag das Motu Oatara, bei Google als Vogelinsel beschrieben. Martin ließ sich wieder von mir mit dem SUP auf die Insel chauffieren. Die war leider privat und das Betreten verboten. Einen Blick haben wir doch riskiert. Vögel haben wir keine gesehen. Die Crew schnorchelte derweil zu einem schönen Spot mit einigen Korallen und bunten Fischen.


Zurück auf dem Boot wurde ein bisschen geratscht und gechillt. Isabel kochte heute ein leckeres Chilly , Martin bereitete die mitgebrachte Brotfrucht und ich machte für die Vorspeise einen bunten Salat.
Nach dem Essen meldeten sich die Jungs Leo, Hartmut und Ludwig als Küchenhelfer und spülten das Geschirr ab.


Dann war es endlich soweit, die Crew wurde in unser Lieblingskartenspiel Wizard eingeweiht. Annemarie schaute nur zu und Ludwig wollte nicht mitspielen. Martin erklärte den Spielverlauf und los ging es. Das erste Spiel war noch etwas holprig, aber die Revanche Runde klappte schon ganz gut. Wir haben ja noch ganz viel Zeit. Müde schlüpften danach alle in die Kojen.

Feb.

25

Am frühen Morgen hat es mal kurz geregnet, deswegen mussten die Aussenschläfer zurück ins Boot. Schlafen konnte dann irgendwie keiner mehr so richtig. Ich hab schon Kaffee und Tee gekocht, dann machten sich Isabel, Ludwig, Leo und ich nochmal Richtung Super U auf, um noch die restlichen Sachen, wie Milch und verschiedenes Obst zu kaufen.
Dann gab es ein leckeres erstes Frühstück. Anschließend gab es von Martin die Sicherheitseinweisung mit Bootsführung.

Derweil hab ich einen Kuchen für den Nachmittag vorbereitet. Um halb zehn ging es los. Die Boys von der Marina starteten den Motor und fuhren die Rasdu aus dem Hafen, dann übernahm Martin und der dritte Törn in Folge kann beginnen. Um halb zwölf erreichten wir unseren Badestop vor der schönen Privatinsel in glasklarem türkisen Wasser. Als Martin die Motoren ausmachte, hörten wir die Wasserpumpe laufen, aber alle waren an Deck. Alle Wasserhähne wurden kontrolliert, die aber alle zugedreht waren. Aus Christines Kabine hörten wir Geplätscher. Irgendein Schlauch war gerissen und das Wasser lief unkontrolliert aus dem Tank. Der war nun fast leer. Martin schaltete die Pumpe aus und telefonierte mit der Basis. Violetta konnte den Techniker nicht erreichen und deswegen entschied Martin, in die Marina zurückzukehren. Nach einem kurzen Badestop hieß es Anker auf und zurück in die Marina. Um 14.00 Uhr holten uns die Boys wieder ab und parkten in der Marina ein. Unten baute einer den Schrank aus und wechselte den Schlauch unterm Wasserhahn.

Derweil füllten Ludwig und Leo die Wassertanks wieder auf.
Kaffee und Kuchen wurden heute ein bisschen vorgezogen, denn um 15.00 legten wir wieder ab Richtung Südostseite Taha’a, an den schönen Ankerplatz, wo wir schon am Mittag waren. Dort konnte dann endlich der Urlaub beginnen . Auf dem Weg dorthin haben uns sogar Delfine begleitet, wenn das mal kein Glück bringt.


Christine hat sich heute für das Abendessen bereit erklärt und bereitete mit Annemarie als Schnippelhilfe ein leckeres Curry zu. Hartmut war für den Salat zuständig. Auf die Bioabfälle freuten sich die Haie und viele Fische unter dem Boot. Nachdem Abwasch in der Küche holte Hartmut endlich seine E Gitarre und wir saßen alle um den Tisch und sangen mit. So endete der erste Urlaubstag ganz entspannt.

Feb.

24

Heute hieß es nach einem letzten leckeren Frühstück Abschied nehmen von unserer Gute Laune Crew. Sylvia bleibt noch ein paar Tage auf Moorea, Melanie noch in Papeete , für Helene und Walde geht’s direkt abends zurück in die Heimat. Aber ein Treffen ist geplant. Dann musste das Boot sauber gemacht und die Betten überzogen werden, damit wir am Nachmittag die neue Crew willkommen heißen können.
Isabel hat fleißig geholfen, die kam schon am Vortag aufs Boot.
Um kurz vor 14.00 Uhr kamen Leo, Hartmut und Ludwig aus München und Christine aus Aachen, die Annemarie aus LA mitbrachte.
Perfekt zum Kaffee und Kuchen und frischem Obst wurde die neue Crew begrüßt.

Danach wurde die Einkaufsliste besprochen und wir schwärmten wieder aus in Richtung SuperU. Wir füllten nacheinander zig Einkaufswägen mit Getränken, Basics, Obst und Gemüse usw.
Es gab wieder keine Eier. Ich schaute noch im Carrefour, aber auch da waren die Regale leer. Leo hat dann noch noch in einem kleinen Supermarkt Eier ergattern können.

Zurück ging es mit einem vollbeladenem Taxi und unser Skipper und mittlerweile erprobtes Verstaugenie verräumte alles in die vorgesehenen Plätze. Kühl und Gefrierschrank wurden wieder prall gefüllt. Am Anfang denkt man immer, wer soll das denn alles essen, aber meistens ging es gut aus.
Für den Abend haben wir im Fish and Blue reserviert und alle waren wieder begeistert von der Location. Wir saßen direkt am Wasser. Den Sonnenuntergang haben wir leider knapp verpasst, aber dennoch waren tolle Farben vom Abendrot am Himmel zu sehen. Das Essen war wieder sehr lecker.

Was dieses Mal nicht so schön war, dass wir das Gefühl hatten, nach dem Essen müssen wir gehen. Kein Dessert bestellt, dafür gleich die Rechnung gebracht. Ansonsten war alles top. Zurück auf dem Boot machte sich bei den meisten noch der Jetlag bemerkbar und sie verzogen sich in die Kojen oder auf die Außenschlafplätze.
Martin, Isabel und ich spazierten noch in die Stadt, weil wir da laute Trommeln und Musik hörten. Als wir da waren, haben wir gesehen, das auf der Aranui 5 ein richtiges polynesisches Spektakel aufgeführt wurde. Die Gäste hatten Spaß, wir mussten leider draußen bleiben und konnten nur zuhören. Max vom Le Raie Gate meinte zwar, wir dürfen rein, aber wir wurden sehr freundlich abgewiesen. Dann spazierten wir gemütlich zurück aufs Boot und gingen in die Kojen.

Feb.

24

Törnzusammenfassung

Angelaufene Häfen/Buchten:

Raiatea, Tahaa, Maupiti, BoraBora, Tahaa, Huahine, Raiatea

Gesegelte Strecke: 250,5 sm
Max. Speed: 7,2 Kn
Max Wind: 32 Kn bei kurzzeitigem Frontdurchgang
Bemerkungen: überwiegend Sonnig und sehr warm mit ab und an kurzen Regenschauern, meist in der Nacht. Wassertemperatur zwischen 28 und 30 Grad

Meist schwach windig, oft aus NE-E um die 5-12 Kn.