März

12

Zweiter Versuch, die Mantas zu sehen. Christine und ich schwärmten kurz nach sieben quasi als Vorhut aus. Christine vom Wasser aus und ich vom SUP. Eine gute halbe Stunde kreisten wir um die Korallen, wo sie sich putzen lassen. Leider war wieder nichts zu sehen.

Martin meinte, das war zu früh. Ok, dann frühstückten wir erst, dann bin ich eine halbe Stunde später nochmal los. Ich musste auch erst wieder ein bisschen schauen, bis ich einen großen schwarzen Schatten unter dem SUP schweben sah. Ich fuchtelte mit dem Paddel, wedelte mit den Armen und rief , aber von der Crew rührte sich nichts. Dann hängte ich das SUP an die Boje und suchte die Mantas. Zwischendurch rief ich wieder nach der Crew, aber keiner reagierte. Endlich hab ich sie entdeckt, wie graziös sie unter mir schwammen. Inzwischen, vielleicht von meinem Lärm angelockt, kamen immer mehr Touriboote. Endlich sah ich das Schlauchboot kommen und deutete auf die Stelle unter mir. Martin blieb im Schlauboot sitzen und ließ Annemarie, Christine, Isabel, Ludwig und Hartmut raus springen. Gottseidank konnten sie alle die beiden Mantas sehen. Christine und Annemarie machten sogar noch schöne Videos und Fotos, bevor sich die Mantas wieder in tiefere Gewässer zurück gezogen haben.

Alle freuten sich über das Highlight und kamen gutgelaunt wieder aufs Boot zurück. Isabel hat einen Kuchen gebacken, die anderen tauschten Fotos aus und sonst wurde bei strahlendem Sonnenschein gechillt und endlich das tolle Wasser und Wetter genossen in der schönen Lagune. Hartmut versuchte sich auf dem SUP und machte dabei gar keine so schlechte Figur.


Martin und ich fuhren mal ganz langsam die Lagune ab auf der Suche nach dem bei dem Sturm verloren gegangenen Paddel. Leider haben wir es nicht mehr gefunden, obwohl das Wasser und die Sicht glasklar war. Zurück auf dem Boot wollte ich mit dem SUP auf das kleine Motu Pitiahe, dann meldete sich Annemarie, sie würde auch gerne mit auf die Insel kommen.

Hartmut und Isabel auch. Also packten wir auf die beiden SUPs jeweils zwei Leute und los ging’s. Wir wollten einfach nur ein bisschen laufen, entdeckten aber immer neue Sache und so umrundeten wir fast die ganze Insel.

Wir machten recht lustige Fotos und kamen bei der Dschungeldurchquerung bei den Dackelbesitzern wieder raus. Er fragte uns, ob wir genügend zu trinken hätten ……. auf dem Boot ja, aber jetzt nicht. Da hat er uns gleich eine Kokosnuss zum trinken aufgeschlagen und hat uns ein Kokosherz zum probieren gegeben.

Martin kannte das und meinte, das schmeckt wie süßes Styropor. Wir paddelten zurück und auf dem Boot gab es Kaffee und Isabels leckeren Birnenstreuselkuchen. Bis um fünf war Pareowaschtag. Die Farbe musste noch im Salzwasser fixiert werden und danach wurden die Pareos rund um die Reeling zum Trocknen aufgehängt. Ich hab schon gewartet, ob einer kommt und fragt, was die Pareos kosten😂.

Die waren ja schnell trocken und um fünf fuhren wir mit dem Dinghi in unser Highlight, zum Sundowner ins Papahani.

Leider haben wir noch soviel zum Essen an Bord, dass übrigens der Skipper schon alles geschnippelt hat, dass wir leider das schöne Buffet hier ausfallen lassen mussten. Aber die Crew war total begeistert von diesem tollen Platz und es gab sogar sogar noch einen mega Sonnenuntergang.

Leider müssen wir auch von hier für heuer unseren Abschied nehmen. Die Sonne hat es sich nicht nehmen lassen und sich am letzten Tag von ihrer besten Seite gezeigt. So wie überhaupt der letzte Tag auf Maupiti.

Isabel bereitet das Abendessen zu, das Martin schon hergerichtet hat . Es gab Resteessen, Hackfleischgemüse Pfanne mit Kartoffelbrei. Es war super lecker und es wurde fast alles aufgegessen. Ich hab noch einen Kuchen für morgen gebacken und Christine hat einen Thunfisch für die lange Überfahrt gemacht. Martin hat gemeint, wir müssen spätestens um sechs los und wir brauchen bestimmt 8 Stunden für die 50 Seemeilen.. Irgendwie war nach dem heißen Tag heut die Luft raus und die Crew hat auf der Flybridge oben bei einem Plausch den Tag Revue passieren lassen. Eine Runde Wizard ging dann doch noch.

März

11

Um halb drei mitten in der Nacht zog ein heftiges Gewitter über die Lagune, dass kurzzeitig fast alle wach waren auf dem Boot. Es donnerte und heftige Blitze zogen über den Kat.

Gewitter über Maupiti

Die Blitze zogen sich durch bis am frühen Morgen. Eigentlich wollten wir zu den Mantas, aber gegen halb acht kam noch einmal eine Gewitterfront durch.

Das muss man auch mal erlebt haben. Also doch erst Frühstück und abwarten. Mittlerweile machte ein Taucherboot an der Boje fest, der hatte das letzte Mal Martin verboten, das Dinghi an der Boje festzumachen. Deswegen gingen ein paar von der Crew in den Wellen schwimmen und schnorcheln. Dann müssen wir die Mantas eben auf morgen verschieben. Es kreisten immer noch Gewitterwolken um die Lagune und es regnet immer wieder. Schade, dass sich mein persönliches kleines Paradies von so einer finsteren Seite zum Abschluss zeigt. Aber das Wasser glitzert trotzdem noch in einem intensiven Türkis. Nach einem chilligen Vormittag hieß es vom Skipper um eins, Anker hoch Richtung Vai‘ea, dem Hauptort von Maupiti. Dort wollen wir uns heute ein bisschen sportlich betätigen und eine Radtour um die Insel machen. Martin traute dem Wetter nicht so richtig, weil als wir am Ankerplatz ankamen, schon wieder dunkle Wolken aufzogen. So beschloss Martin, lieber an Bord zu bleiben. Also, den Platzregen noch abwarten, dann gehts los, oder auch nicht. Das Dinghi hatte heut einen Streiktag. Martin versuchte zig mal, den Motor zu starten, aber durch den Starkregen in der Nacht war vielleicht Wasser in den Motor gelangt. Die Crew stand fertig zum Einsteigen bereit, dann entschieden wir, zu paddeln. Martin rechts und Leo links, Hartmut machte die Motorgeräusche dazu. Wenigstens hatte die Crew was zum Lachen. Da paddelt man echt ganz schön, wenn das Dinghi voll besetzt ist. Drüben am Steg angekommen, wollte ich den Gästen zeigen, wo der Fahrradverleih ist. Oh menno, auch das noch. Die Dame mit den schönen, neuen bunten Rädern hatte zu. Hartmut versuchte noch, sie per Handy zu erreichen. Also, dann auf zu den ollen vintage Bikes. Die Crew hat schon gelacht, wäre ja zu schön gewesen. Als alle ihre Fahrräder hatten, mit und ohne Makel, wünschte ich ihnen noch viel Spaß und ging zu Martin zum Dinghi zurück.

Ich musste schon grinsen, die ganzen Dorfkids hatten sich bei ihm im Bötchen versammelt und sprangen von da aus ins Wasser. Leider hab ich mein Handy vergessen, das wäre ein lustiges Foto geworden. So paddelten wir beide zurück und was passierte nach dem Kaffeetrinken auf dem Kat?? Martin baute den ganzen Motor vom Dinghi auseinander, suchte und fand natürlich die Ursache und nach ein paar ganz leisen Flüchen sprang der Motor tatsächlich wieder an. Er ist einfach ein Alleskönner ❤️, auf Deutsch ein Genie.

Um kurz nach fünf meldete sich Christine, dass sie mit der Runde fertig sind und am Steg warten. Als sie alle wieder zurück auf dem Boot waren, gab’s für einige noch Kaffee und Kuchen und alle waren begeistert von der kleinen Inselrundfahrt und tolle Fotos wurden in die Gruppe gestellt. Es ist erstaunlich, dass jede Gruppe andere Fotos gemacht hat. Da sieht man auch die verschiedenen Wahrnehmungen. Wir fuhren kurz vor dem Sonnenuntergang nochmal zu unserem vorigen Ankerplatz, von wo aus wir hoffentlich morgen die Mantas sehen werden.


So langsam war es Zeit, das Abendessen vorzubereiten. Heute gab es von mir Shrimps in Limetten/Knoblauch/Weissweinsosse mit Kokosmilch, Pasta und einen bunten Salat von Isabel.

Das Küchenteam Ludwig und Leo machte klar Schiff in der Küche.

März

10

7.00 Uhr früh und alle sitzen schon am Frühstückstisch. Um acht wollte Martin los nach Maupiti. Also Leinen los, durch den Pass und bye bye Bora Bora, dieses Mal ein Abschied nicht nur für die Crew, sondern auch für Martin und mich.

Leider wieder mit Motor mangels Wind. Zwischendurch wurde dann doch die Genua gesetzt . Mit Unterstützung von den Motoren schaukelten wir dann so mit durchschnittlich um die 6 Knoten Richtung Maupiti.

Isabel hat auf der Überfahrt einen Kürbiskuchen gebacken.
Die Einfahrt, der schmale Pass von Maupiti war heute gar nicht so einfach wegen den Wellen. Martin hatte ordentlich zu tun.

„Schnelldurchlauf“

Um kurz nach eins fiel der Anker im türkisen Wasser. Die Crew war total begeistert, auch weil sich schon einige Rochen am Grund treiben ließen. Dauerte nicht lange und die Badeleiter fiel, damit die ersten ins Wasser springen konnten und mit der Kamera bewaffnet Jagd auf Sting und Eaglerays machten.

Martin setzte ein Brot an.

Um drei gab’s Kaffee und Isabels leckeren Kürbiskuchen mit Zimt/Rumsahne. Nach dem Kaffee hörten wir schon Donnergrollen. Es kamen kurzzeitig richtige Sturmböen und Wellen hier in dieser schönen kleinen Bucht. Der Himmel war total dunkel und es fing zu regnen an.

Um die Zeit zu überbrücken, spielten Hartmut, Christine und Annemarie zu dritt eine Wizard Runde, die sich bis zum Abendessen hinzog. Da von gestern Spaghetti übrig war, hat Isabel noch eine Pfanne Gemüse gebraten, die es dazu gab. Nach dem Essen spielte Hartmut wieder ein paar Oldies auf seiner Gitarre. Hoffentlich ist das Wetter morgen besser und wir können die Mantas sehen.

März

9

„Aufwachen im Paradies“ könnte den Start in unseren Tag beschreiben. Während ich das Frühstück zubereite, drehen Isabel und Hartmut wieder die ersten Runden im Wasser und Annemarie und Ludwig genossen den ersten heißen Kaffee . So nach und nach wurden alle anderen auch wach. Über dem Piti Aau Motu sind heute ein paar dicke Wolken und es geht ein bisschen Wind. Das tut richtig gut. Nach dem reichhaltigen Frühstück gehen alle nochmal in das unfassbar türkise Wasser, bevor es heißt Abschied nehmen und Leinen los von der Mooring . Dafür musste Ludwig heute nicht ins Wasser. Das Großsegel wurde noch hochgezogen und als wir dort wegfuhren, zog sich der Himmel total zu und es fing zu regnen an , so als ob der Himmel weint. Ciao Ciao Paradies , auch für Martin und mich das letzte Mal in dieser Saison.

Wir wollen nach Vaitape, in den Hauptort von Bora Bora um noch ein paar Sachen zu kaufen, die wir für die letzten Tage noch zum Kochen benötigen. Um halb eins machten wir vor dem Bora Bora Yachtclub fest und Hartmut und ich peilten von dort aus zu Fuß den Super U gegenüber vom St. James an. Ludwig wollte noch ein paar Kilometer joggen und lief erstmal in die andere Richtung los. Mit dem Einkaufszettel bewaffnet erreichten wir gerade noch vor einem Wolkenbruch den Supermarkt. Ich weiß ja nicht, wo die Einheimischen ihre Sachen kaufen, aber der Markt war halb leer. Kein Yoghurt, keine Auswahl an Obst und Gemüse und keine Eier. Ludwig war inzwischen auch angekommen. Zu dritt suchten wir die Regale ab. Dann warteten wir den Schauer noch ab und machten uns auf den Weg zum ChinLee, einem chinesischen Supermarkt 5 Minuten weiter. Dort ergatterten wir wenigsten ein paar Zwiebeln und einen Yoghurt. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite stehen normalerweise einige Frauen, die Obst verkaufen. Heute war nur eine da, die Auswahl war dementsprechend wenig. Aber ein paar grüne Bananen, zwei Pomelos und Maracujas für 1000xpf wanderten in unsere Tasche, dafür bekamen wir noch eine Avocado geschenkt. Dann liefen wir im Gänsemarsch die zwei Kilometer wieder zurück zum Yachtclub, wo uns Martin einsammelte. Ich hab noch schnell die Einkäufe verstaut und setzte das Kaffeewasser auf. Währenddessen machten die Jungs die Leinen los und Martin steuerte das Motu Toopua an, wo wir auch festmachen wollen. Da ist es recht schön zum Schwimmen und zum Schnorcheln. Endlich schafften wir es heute, mit Isas Geburtstagssekt nach 4 Tagen anzustoßen. Den haben wir immer vergessen. Zum Kaffee gab es Isabels leckeren Quarkkuchen mit Pfirsichen. Ratzeputz war die Kuchenplatte wieder leer.

Egal, die Kalorien wurden gleich im Wasser wieder abgestrampelt. Erst ein bisschen spooky, dann voll begeistert schnorchelten Annemarie, Christine, Ludwig und Hartmut den Blacktipp Haien hinterher, die sich ums Boot tummelten. Später chillten die Jungs vorne am Bug und Annemarie und Christine waren nicht aus dem Wasser zu kriegen. Isabel und ich machten es uns auf der Flybridge gemütlich. Martin ging auch nochmal schnorcheln. Als er zurück kam, mixte er für die Crew einen tollen Sundowner und servierte ihn persönlich.

Aber vor lauter Haien verpasste die Crew den tollen Sonnenuntergang, den wir heute hatten. Zum Abendessen kocht heute auch der Skipper, so langsam müssen wir unsere Vorräte aufbrauchen.
Martin hat es gut gemeint und einen Riesentopf leckere Spaghetti Carbonara gekocht. Die Crew langte zwar kräftig zu, aber der Topf wurde nicht leerer. Dann gibt’s eben morgen nochmal Nudeln. Das eingespielte Küchenteam Leo und Annemarie sorgte für eine saubere Küche danach.


Leo hat sich heute Bordkino gewünscht und zwar Mamma Mia. War sehr lustig, obwohl alle den Film kannten. Solche Filme kann man immer wieder anschauen. War ein schöner, abwechslungsreicher Tag.

März

8

Vielleicht lags am Sonntag, aber heute war es lange ruhig an Bord . Die Flybridge bietet sich bei dem
tollen Wetter als Morgentreffpunkt an. Isabel und Hartmut drehten schon die ersten Runden im türkisfarbigem Wasser ums Boot rum, bevor es heute etwas später ein leckeres Frühstück mit Rührei vom Skipper gab. Das wird ein relaxter Sonntag, da wir den Tag heute noch hier verbringen. Um elf fuhren wir alle gemeinsam, außer Hartmut, er wollte noch ein bisschen Gitarre üben, mit den SUPs im Schlepptau zu Ari.

Fast wie ein Überfallkommando stürmten alle in die Küche. Wir wollten doch das Ferkel (namens Steve) im Erdofen sehen, wenn er es ausgräbt. Ari hat uns erklärt, dass er das Ferkel doch im Smoker macht. Ein wenig enttäuscht, weil doch alle mal einen Erdofen sehen wollten,aber trotzdem voll Vorfreude auf das Barbecue heute Abend, besetzten wir die Schattenliegen. Leo meinte, da steht er heut nimmer auf. Martin, Isabel und ich liefen mal die Seite ab, die wir noch nicht gesehen hatten. Auf einem schneeweißen Sandstrand mit herrlichen Palmen gesäumt spazierten wir vorbei an schönen Unterkünften, teilweise total mit Muscheln, Muschelketten, Muschelmobile usw geschmückt, wir trafen nette Einheimische, aber wir sahen auch verlassenen Bretterbuden. Eigentlich so schade um die schönen Grundstücke direkt am Wasser.

Als wir wieder zurück bei Ari ankamen, waren nur noch Leo und Ludwig da. Christine und Annemarie erkundeten die andere Seite von dem Motu. Martin und ich fuhren mit dem SUP zurück aufs Boot.

Der Rest der Crew genoss das Südsee Strandfeeling, das schöne Wasser und das Hinano Bier.

Um fünf holte uns Ludwig mit dem Dinghi ab. Die Crew war schon sehr lustig und bestellte nach unserer Ankunft zwei Flaschen Rumpunsch. Die Gespräche wurden immer entspannter und es wurde viel gelacht. Die Zeit verging wie im Flug und endlich war es soweit.

Ari blies das Horn oder besser gesagt die Muschel, erklärte die Speisen und das Buffet wurde eröffnet.

Es gab Poisson cru, verschiedene Gemüse, ein Curry, Fisch, Fleisch und Hühnchen. Als Nachtisch süßen Kürbis.

War ein lustiger Abend mit reichlich Essen und Getränken. Unter einem fantastischen Sternenhimmel fuhren wir mit dem Dinghi im Dunkeln aufs Boot zurück. Und wie soll es anders sein, wenn der Virus grassiert? Die Wizardkarten wurden ausgepackt. So ging ein schöner Tag im Paradies zu Ende.