Gesegelte Strecke: 265 sm Max. Speed: 7,9 Kn Max Wind: 40 Kn bei kurzzeitigem Frontdurchgang Bemerkungen: überwiegend Sonnig und sehr warm mit ab und an kurzen Regenschauern, meist in der Nacht. Wassertemperatur zwischen 28 und 30 Grad
Meist schwach windig, oft aus NE-E-SE um die 5-12 Kn.
Der allerletzte Morgen auf dem Boot. Der SuperU öffnete heute um 5.30 Uhr. Wie versprochen machte ich mich im Morgengrauen, die Sonne lugte ganz leicht schon am Horizont, auf den Weg nach Uturoa und holte noch zum Abschluss ein paar frische Croissants für die Crew . Als ich zurück kam, waren schon alle wach. Heute war Selbstbedienung angesagt. Jeder checkte nochmal sein Gepäck, der Abfall wurde noch weggeräumt und um halb acht fuhren die Jungs von der Marina die Rasdu an die Tankstelle. Knapp 400 Liter Diesel, eine Gasflasche und das Dinghi wurde noch getankt, bevor es wieder zurück in den Hafen ging.
Martin hat fast auf den Cent genau ausgerechnet, was noch zu zahlen war. So konnten wir gestern noch vor Isabels Abreise die Splidabrechnung machen. Olivier hat gleich die Endabnahme zusammen mit Martin gemacht, und es hat alles gepasst. Um kurz vor neun kam unser Taxi. Wir fuhren alle mit zum Flughafen, obwohl Leo, Hartmut und Ludwig den späteren Flieger hatten. Sie nahmen dann einfach in der Snackbar noch Platz und genehmigten sich noch ein zweites Frühstück. Annemarie und Christine waren im gleichen Flieger nach Papeete, sie nehmen aber die Fähre nach Moorea und lassen den Urlaub dort noch drei Tage ausklingen.
Wir sind heute und morgen in Papeete, bevor es morgen Abend nach fast 10 Wochen French Polynesien heißt…Nana…Good bye…Au revoir…auf Wiedersehen . Nach der Ankunft am Flughafen in Papeete wünschten wir Annemarie und Christine noch einen tollen Aufenthalt auf Moorea und verabschiedeten uns von einander. Wir wurden vom Hotelshuttle abgeholt. Das Fare Suisse liegt mitten in der Stadt, somit alles fußläufig erreichbar. Letztes Jahr hatten wir ein Auto und schon eine Inselrundfahrt gemacht. Nach einer kleinen Erfrischung auf der Terrasse erkundeten wir ein bisschen die Stadt. Es war alles geschlossen. Am Hafen gab’s ein Eis für Martin, ansonsten heute nur Kunst und Kultur.
Für abends haben wir im Hotel einen Tisch reserviert. Da der Hotelbesitzer auch Schweizer Botschafter ist, ist auch die Speisekarte dementsprechend. Von Käsefondue, Raclette (das haben hier erstaunlicherweise viele gegessen) Käsespätzle, über Currywurst usw gabs hier viele Alpenspezialitäten und zum Dessert sogar einen mega leckeren Kaiserschmarrn.
Und typisch deutsch haben wir den Sonntag Abend mit dem Münsteraner Tatort von Martins Laptop ausklingen lassen, damit wir uns gleich wieder an zuhause gewöhnen. Montag Vormittag war richtig viel los in der Stadt. Eine solche Geräuschkulisse kennen wir gar nicht mehr. Zuerst waren wir im Perlenmuseum von Robert Wan, dem Perlentycoon von French Polynesien. Das ist wunderschön gemacht. Dort sieht man die Geschichte der Perlen und deren Herstellungsprozess anhand von Videos richtig schön. Und man sieht wunderschöne Perlen in allen Formen und Farben. Die größte Einzelperle mit einem Durchmesser vom 18mm und von der Qualität AAA1 kostet knapp 60000 Euro. Dann gingen wir weiter zum Markt. Zuerst war Martin noch ganz tapfer beim Powershopping dabei, dann hat er sich in ein Café gesetzt und gemeint, ich soll ihn später wieder abholen. Damit war uns beiden geholfen😂.
Bevor wir zurück aufs Zimmer gingen, haben wir noch Halt in einer Eisdiele gemacht. Um sechs Uhr geht unser Shuttle zum Flughafen, wo hoffentlich unsere Maschine pünktlich um 21.30 Uhr Richtung LA abheben wird. Am Airport treffen wir dann Leo, Hartmut und Ludwig wieder, die sich die 1 1/2 Tage die Insel mit einem Auto angeschaut haben. Damit sind wir mit unserem Segelblog in French Polynesien fertig und der Blog macht die nächsten 4 Wochen Pause, bevor es in Frankreich auf Martins Hausboot Vlinder wieder weitergeht. Herzlichen Dank an euch fleißigen Leser, ich hoffe, wir haben euch wieder ein bisschen mitgenommen ins Paradies. Vielleicht seid ihr mal selber dabei, wenn es heißt….Anker auf Richtung Bora Bora. Einen herzlichen Dank auch an unsere Mitsegler, es waren wirklich drei wunderschöne, erlebnisreiche Törns mit euch. Nana..Good bye…Au revoir und Auf Wiedersehen🙋♀️ Vielleicht sehen wir uns sogar mal im Sommer auf Martins Hausboot oder im Herbst auf dem Kattörn in Griechenland. Sonnenuntergang, Wizard und gute Gespräche inklusive! Ein paar Termine sind noch frei. Euer Skipper Martin und Sylvia
Heute am letzten Tag legte sich der Skipper nochmal richtig ins Zeug. Es gab frisch gebackene Semmeln von ihm zum Frühstück und danach hat er noch einen Kuchen gebacken.
Bei strahlendem Sonnenschein ankerten wir nochmal um zu einem wunderschönen letzten Badestopp. Dort im türkisen Wasser ließ es sich die Crew nicht nehmen, ein letztes Mal ausgiebig das Wasser und die Sonne zu genießen. Um halb zwei gab es dann den letzten Kaffee und Martins leckeren Pfirsichkuchen an Bord, dann hieß es Anker auf Richtung Uturoa . Pünktlich um halb vier holten uns die Jungs von der Marina ab zur Tankstelle. Die hatte leider schon zu, also doch zurück in die Marina. Ups, jetzt stand schon der erste Koffer im Cockpit. Isabels Flug ging heute Abend zurück nach Papeete, weil sie morgen ganz früh von dort nach Hause fliegt. Wir machten noch ein lustiges Abschiedsfoto , bevor das Taxi kam.
Dann hieß es Abschied nehmen, aber sie kommt uns ja bald auf der Vlinder besuchen. Auf dem Boot begann die Aufbruchstimmung und es wurde begonnen, die Reisetaschen zu packen. Martin räumte in der Pantry alles zusammen was übrig war. Wir haben echt gut gehaushaltet, lediglich ein paar Dosen und Wasserflaschen waren zuviel.
Die Crew wollte nochmal ins Fish and Blue zum Abendessen. Die Reise hört dann dort auf, wo sie begann. Das ist einfach eine tolle Location, mit tollem Essen und einem freundlichen Service.
Als wir zurück an Bord waren, wurde ein bisschen geratscht, der letzte Rum getrunken, bevor alle müde in die Kojen gegangen sind.
Der Skipper hat gesagt, um kurz vor sechs bei Sonnenaufgang wird gestartet.
Hartmut und Leo standen schon bereit, als es hieß Anker auf. Auch dieses Mal ein Abschied von meiner Lieblingsinsel Maupiti. Vor uns liegen 50 Sm bis Taha’a. Wind war natürlich ungünstig von vorne, wir kamen trotzdem unter Motor zügig voran. Hinter uns gab es noch mal den Blick auf BaoraBora.
Die Schattenplätze waren , wie bei jedem längeren Schlag, heiß begehrt . Wir erreichten unser Ziel, die Love Here Pearl Farm kurz vor ein Uhr. Ludwig fuhr uns mit dem Dinghi rüber. Wir wurden wie immer sehr nett begrüßt und eine Dame erklärte uns den Entstehungsprozess vom den schwarzen Tahiti Perlen. Die schwarze Farbe der Tahiti Perlen entsteht hauptsächlich durch die Perlmuschelart, in der sie wachsen. Das ist die schwarze Lippen-Perlauster . Auf einer Perlenfarm dauert die Zucht einer Tahitiperle normalerweise etwa 18 Monate bis 3 Jahre. Nach den Erklärungen gingen wir zum Shop. Da haben die Augen geleuchtet. Ist ein tolles Gefühl, in der großen Perlenschatulle zu wühlen. Jeder wurde fündig und nahm etwas mit, wie z. Bsp. lose Perlen , Muschelschalen oder Armbändchen. Zum Schluss bekamen wir jeder noch eine kleine Perle geschenkt.
Zurück auf dem Boot reservierte Martin für den polynesischen Folklore Abend heute . Dann ging’s noch einmal um die halbe Insel, bis wir in der Faa‘a Bucht ankamen. Der Bojendienst Hartmut, Leo und Ludwig fischten zum letzten Mal für diesen Törn eine Boje aus dem Wasser und befestigten die Leinen daran.
Wir hatten noch gut Zeit zum Schwimmen, chillen usw. Um halb sieben stiegen wir alle fein rausgeputzt in das Dinghi zur polynesischen Folklore Show mit Buffet. Wir wurden schon mit Musik empfangen, dann hielt der Chef vom Happy Village eine Willkommensrede und anschließend durften wir ans Buffet. Es gab Poisson Cru, Hähnchen, Schwein, natürlich den Mahi Mahi und leckere Beilagen.
Zum Nachtisch stand ein fluffiges Bananenbrot und frische Früchte bereit. Nach dem Buffet zeigte eine junge Dame die Wickeltechniken von Pareos, der Opa Tattoo die Bindetechniken für Pareos für Männer und danach kamen die Folklore Tanzvorführungen der hübschen Mädchen. Auch die Gäste durften mittanzen und konnten ihr Geschick im tahitianischen Hüftschwung zeigen. Die Feuershow zeigte wieder Opa Tattoo . Bei fetziger Discomusik, die für den Chef vom Happy Village zu seinem Geburtstag gespielt wurde, verließen wir gut gelaunt die Location. Da es ein langer Tag war, gingen gleich alle müde in die Kojen.
Zweiter Versuch, die Mantas zu sehen. Christine und ich schwärmten kurz nach sieben quasi als Vorhut aus. Christine vom Wasser aus und ich vom SUP. Eine gute halbe Stunde kreisten wir um die Korallen, wo sie sich putzen lassen. Leider war wieder nichts zu sehen.
Martin meinte, das war zu früh. Ok, dann frühstückten wir erst, dann bin ich eine halbe Stunde später nochmal los. Ich musste auch erst wieder ein bisschen schauen, bis ich einen großen schwarzen Schatten unter dem SUP schweben sah. Ich fuchtelte mit dem Paddel, wedelte mit den Armen und rief , aber von der Crew rührte sich nichts. Dann hängte ich das SUP an die Boje und suchte die Mantas. Zwischendurch rief ich wieder nach der Crew, aber keiner reagierte. Endlich hab ich sie entdeckt, wie graziös sie unter mir schwammen. Inzwischen, vielleicht von meinem Lärm angelockt, kamen immer mehr Touriboote. Endlich sah ich das Schlauchboot kommen und deutete auf die Stelle unter mir. Martin blieb im Schlauboot sitzen und ließ Annemarie, Christine, Isabel, Ludwig und Hartmut raus springen. Gottseidank konnten sie alle die beiden Mantas sehen. Christine und Annemarie machten sogar noch schöne Videos und Fotos, bevor sich die Mantas wieder in tiefere Gewässer zurück gezogen haben.
Alle freuten sich über das Highlight und kamen gutgelaunt wieder aufs Boot zurück. Isabel hat einen Kuchen gebacken, die anderen tauschten Fotos aus und sonst wurde bei strahlendem Sonnenschein gechillt und endlich das tolle Wasser und Wetter genossen in der schönen Lagune. Hartmut versuchte sich auf dem SUP und machte dabei gar keine so schlechte Figur.
Martin und ich fuhren mal ganz langsam die Lagune ab auf der Suche nach dem bei dem Sturm verloren gegangenen Paddel. Leider haben wir es nicht mehr gefunden, obwohl das Wasser und die Sicht glasklar war. Zurück auf dem Boot wollte ich mit dem SUP auf das kleine Motu Pitiahe, dann meldete sich Annemarie, sie würde auch gerne mit auf die Insel kommen.
Hartmut und Isabel auch. Also packten wir auf die beiden SUPs jeweils zwei Leute und los ging’s. Wir wollten einfach nur ein bisschen laufen, entdeckten aber immer neue Sache und so umrundeten wir fast die ganze Insel.
Wir machten recht lustige Fotos und kamen bei der Dschungeldurchquerung bei den Dackelbesitzern wieder raus. Er fragte uns, ob wir genügend zu trinken hätten ……. auf dem Boot ja, aber jetzt nicht. Da hat er uns gleich eine Kokosnuss zum trinken aufgeschlagen und hat uns ein Kokosherz zum probieren gegeben.
Martin kannte das und meinte, das schmeckt wie süßes Styropor. Wir paddelten zurück und auf dem Boot gab es Kaffee und Isabels leckeren Birnenstreuselkuchen. Bis um fünf war Pareowaschtag. Die Farbe musste noch im Salzwasser fixiert werden und danach wurden die Pareos rund um die Reeling zum Trocknen aufgehängt. Ich hab schon gewartet, ob einer kommt und fragt, was die Pareos kosten😂.
Die waren ja schnell trocken und um fünf fuhren wir mit dem Dinghi in unser Highlight, zum Sundowner ins Papahani.
Leider haben wir noch soviel zum Essen an Bord, dass übrigens der Skipper schon alles geschnippelt hat, dass wir leider das schöne Buffet hier ausfallen lassen mussten. Aber die Crew war total begeistert von diesem tollen Platz und es gab sogar sogar noch einen mega Sonnenuntergang.
Leider müssen wir auch von hier für heuer unseren Abschied nehmen. Die Sonne hat es sich nicht nehmen lassen und sich am letzten Tag von ihrer besten Seite gezeigt. So wie überhaupt der letzte Tag auf Maupiti.
Isabel bereitet das Abendessen zu, das Martin schon hergerichtet hat . Es gab Resteessen, Hackfleischgemüse Pfanne mit Kartoffelbrei. Es war super lecker und es wurde fast alles aufgegessen. Ich hab noch einen Kuchen für morgen gebacken und Christine hat einen Thunfisch für die lange Überfahrt gemacht. Martin hat gemeint, wir müssen spätestens um sechs los und wir brauchen bestimmt 8 Stunden für die 50 Seemeilen.. Irgendwie war nach dem heißen Tag heut die Luft raus und die Crew hat auf der Flybridge oben bei einem Plausch den Tag Revue passieren lassen. Eine Runde Wizard ging dann doch noch.
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