Feb.

1

Früh um sieben hieß es Anker auf Richtung Bora Bora. Bye bye Paradies. Leider meinte es der Wettergott nicht so gut mit uns. Es scheinte zwar die Sonne, aber der Wind kam von der falschen Seite. Martin musste die ganze Strecke motoren. So tuckerten wir bei ca. 5-8 Kn Wind die 5 Stunden nach Bora Bora gegenan und konnten mittags im Hafen Vaitape anlegen.

Kaum waren die Leinen fest, schwärmte die Crew aus. Leider waren alle Geschäfte heute am Sonntag geschlossen, das war schon ein bisschen ärgerlich. Der Bora Bora Yachtclub hatte geöffnet, dort trafen sich dann später alle . Martin und ich hüteten das Boot. Da es ausnahmsweise keinen Kuchen gab, hab ich dem Skipper Pfannkuchen gemacht. Gegen Abend beschloss Martin, doch zum Bora Bora Yachtclub an die Mooring zu fahren, da die Fähren ganz schön Welle machten und das Boot an der Kaimauer ganz schön umherschaukelte. Ich wollte gerade der Crew Bescheid geben, da war Waltraud schon am Telefon und teilte mir mit, dass alle im Taxi Richtung Boot fuhren. Als dann alle an Bord waren, Ute kam noch zu Fuß gelaufen, legten wir vom Hafen ab und tuckerten zur Mooringboje am Yachtclub.
Das eingespielte Team machte souverän an der Mooring vor dem Yachtclub fest. Eine tolle Kulisse unterhalb vom Mount Otemanu. Waltraud bereitete ein Curry mit den Shrimps und es gab noch die Reste vom Vortag.

Dann bewunderten wir noch den schönen Vollmond. Irgendwie sind alle immer kaputt und huschen zeitig in die Kojen. Ich hab noch einen Kuchen gebacken und bin danach auch schlafen gegangen.

Jan.

31

Ein weiterer Tag im Paradies vor Maupiti. Die Jungs fuhren nochmal mit dem Dinghi auf Mantasuche. An Bord wurde derweil das Frühstück vorbereitet und Katrin schwamm im glasklaren Wasser, als sich ein großer schwarzer Schatten näherte. Zuerst dachten wir , ein Rochen, aber das war tatsächlich ein großer Manta, der da an ihr gemütlich vorbei schwebte. Die Schnorchler hatten heute kein Glück.

Nach dem Frühstück hieß es Anker auf an den nächsten Ankerplatz direkt vor dem Hauptort. Dort wollten einige ein Fahrrad mieten und um die Insel fahren. Waltraud, Norbert und Matthias sind zu Fuß gegangen. Wir machten eine Uhrzeit und einen Treffpunkt aus, wo wir uns später wieder treffen .
Martin, Götz, Katrin , Ute und ich suchten uns jeder ein Fahrrad aus. Zuhause würde der TÜV die Dinger aus dem Verkehr ziehen.

Das Wetter war perfekt, schon fast ein bisschen zu warm. Unser erster Halt war das Künstlerhaus. Ist leider wieder geschlossen, aber man kann auch gut von außen ein paar Kunststücke sehen.

Weiter ging es auf der Straße zu dem öffentlichen Strand. Martin und Götz sammelten noch Mangos auf der Straße. Die Bäume hängen so voll, das war letztes Jahr nicht.

Nachdem wir uns die Füße in dem weißen Puderzuckerstrand vertreten haben, ging es bergauf. Wir schoben alle, außer Martin, der ist noch ein ganzes Stück hochgefahren. Seine Kette war schon kurz vorm Reißen.

Aber die Aussicht von da oben belohnte jede Anstrengung. Alle Farben von schneeweiß bis dunkelblau. Der Pazifik leuchtete in allen Grün und Blautönen.

Aus den Häusern klang überall Inselmusik. Nahezu perfekt, bis auf mein Radl. Das klapperte und schepperte bei jedem Tritt. Auf dem Rückweg fanden wir einen kleinen Laden, wo wir gekühlte Getränke kaufen konnten. Dann setzten wir uns noch kurz an den Strand, bis Martin sah, dass sich jemand auf dem Boot befand. Kurze Aufregung. Wir versuchten Waltraud oder Matthias zu erreichen .
Waltraud meldete sich daraufhin bei Martin und sagte, dass sie sich aufs Boot bringen ließen. So hat sich das aufgeklärt.
Martin und ich brachten die Räder zurück, da gesellte sich ein süßer Vierbeiner zu uns. Katrin, Ute und Götz wollten noch bis 14.00 Uhr bleiben. Dann entschieden sich Katrin und Götz, doch mit aufs Boot zu kommen. Mogli, ich finde, der Name passte zu ihm, legte sich neben uns und wartete auch geduldig auf die beiden.


Um 14.00 Uhr, als wir wieder komplett waren, ging es zurück an den schönen Ankerplatz im glasklaren Wasser, das alle gleich für ein ausgiebiges Bad nutzten. Götz schnappte sich das SUP, Martin und ich spielten Wasserball. Bis zum Abendessen chillten wir an Bord. Götz hatte schon eine leckere Bolognese vorbereitet und kochte Spaghetti dazu. Danach gab’s einen Bordkinoabend mit Hidden Figures, unerkannte Heldinnen. Der Film handelte von einer wahren Begebenheit in den USA. Danach gingen alle müde in die Kojen, da wir morgen schon um 7.00 Uhr Richtung Bora Bora losfahren wollen.

Jan.

30

Eine Strophe von Achim Reichels Song Aloha he heißt “ Ich hab das Paradies gesehen “
Dann müsste er hier vor Maupiti gewesen sein. Wenn es ein Paradies gibt, dann hier und wir sind mitten drin. Ein Traum.

Heute Früh noch vor dem Frühstück sind wir mit dem Dinghi an den Mantaspot gefahren. Ich hab das SUP genommen. Dinghi und SUP wurden an der Boje fest gemacht und dann ging es auf die Suche.

Das Wasser war etwas trüb. Martin hatte den Platz entdeckt, wo sie sich meistens putzen lassen, aber da war keiner. Die anderen kreisten auch um die Stelle und plötzlich rief Götz…hier ist einer.

Schnell schwammen wir zu der Stelle und in ca 5-6 Meter Tiefe gleitete wirklich ein großer Manta durchs Wasser. Matthias hat noch einen zweiten gesehen und folgte ihm. Wir blieben bei dem einen und beobachteten ihn fasziniert. Martin tauchte runter und hat ein paar tolle Aufnahmen von ihm gemacht. Das war unser erstes Highlight des Tages. Dann hatten wir ein leckeres Frühstück vor einer traumhaften Kulisse. Highlight Nr 2 . Diese Farben kann kein Foto festhalten. Danach schnappten Martin und ich ein SUP, um auf das MOTU Tiapaa zu paddeln. Der Chef hat sich natürlich wieder durch das glasklare türkise Wasser chauffieren lassen.

Auf dem Motu wurde fleißig gearbeitet. Die kleinen Chalets, die sie letztes Jahr angefangen hatten, waren fast fertig. Die sehen wirklich schön aus. Wir sind noch ein bisschen weiter spaziert. Auf einer HÄngematte saß ein Einheimischer und genoss einfach den wunderschönen Blick .

Dann kamen wir an einer Bar an, die sich als Pension Papahani entpuppte. Das wäre doch die perfekte Location für einen Sundowner. Martin fragte nach, ob wir heute Abend auf einen Drink vorbeikommen können. Perfekt, das wird Highlight Nr 3.


Ich paddelte den Skipper zurück aufs Boot und wir erzählten von dem Plan. Da meinte Katrin, wenn das schon so eine schöne Location ist, könnten wir doch auch dort essen. Alle waren einverstanden. Also zurück aufs SUP, dieses Mal mit Ute als Passagier. Am Restaurant angekommen, nahmen sie gerade die Fische aus, die es am Abend geben sollte. Zwei schöne große MahiMahi wurden fachgerecht zerlegt. Ute sprang derweil ins Restaurant und reservierte uns einen Tisch.


Zurück an Bord gab’s Kaffee und Kuchen . Danach sprangen alle ins Wasser, das war einfach zu verlockend. So klar und warm wie in der Badewanne. Ab und zu kreisten ein paar Rochen ums Boot.


Um 17.00 Uhr setzten wir mit dem Dinghi über an Land ins Restaurant und bestellten schon mal einen leckeren Rumpunsch als Sundowner.

So nach und nach kamen die Hotelgäste und bewunderten auch den schönen Sonnenuntergang. In der Zeit wurde das Buffet aufgebaut. Alle Gäste wurden zu dem großen Tisch gebeten. Die Chefin und die Köchin erklärten die leckeren Gerichte. Dann wurde noch ein Gebet gesprochen und die Musik begann zu spielen.

Jetzt durften die Gäste ans Buffet. Viel frischen Fisch. Alles war so lecker. Das Highlight Nr 4. Als Nachtisch gab es einen fluffigen Kuchen. Glücklich und zufrieden fuhren wir mit dem Dinghi aufs Boot zurück. Katrin und Götz wollten draußen schlafen und zogen sich aufs Oberdeck zurück. Martin hatte noch am Laptop zu tun und ich fasste unsere tollen Erlebnisse für den Blog zusammen. Ein wundervoller Tag mit vielen Highlights im Paradies ging zu Ende.

Jan.

29

Um acht hieß es Leinen los von der Boje. Über der Bucht wölbt sich bei unserer Abfahrt ein Regenbogen und so fuhren wir dem Regenbogen entgegen.

Wir hatten 42 Seemeilen vor uns . Wind passte und wir segelten gemütlich bei durchschnittlich 8-12 Knoten Wind aus NE auf halb bis raum über den Pazifik. Martin startete erneut einen Versuch mit der Schleppangel.

Schattenplätze waren heiß begehrt, da sich bei dem ersten längeren Schlag einige einen Sonnenbrand geholt haben. Am Steuer wurde sich immer wieder abgewechselt.


Nachmittags zog dann auf einmal kurzzeitig eine kleine Wolkenfront mit Windböen von bis zu 22 Kn auf. Das Segel wurde gerefft. Martin meinte, das ist nur kurzzeitig. Und so war es auch. Nach gut 20 Minuten war der Spuk vorbei und der heftige Seegang beruhigte sich auch wieder.
Dann war es nach ca 8 Stunden endlich soweit. Die spektakuläre Einfahrt vom Pass von Maupiti.

Alle kamen an Deck und zückten die Handys und Fotoapparate. Links und rechts die Brandung und schon waren wir durch. Die Ankermannschaft stand schon parat.

Wir ankerten vor dem Motu Pitiahe im glasklaren, türkisfarbigen Wasser auf 1,6m WT. Es war also nicht tief. Alle konnten stehen, außer mir🤷‍♀️. Den Badespaß haben wir uns alle verdient nach dem langen Schlag. Zuerst spielten wir Wasserball, dann beschlossen Martin und ich mit dem SUP auf die Insel zu fahren. Mal schauen, ob der Dackel vom letzten Jahr noch da ist. Der Chef ließ sich natürlich liegend auf dem SUP chauffieren. Und tatsächlich, als wir auf der Insel ankamen, liefen uns schon zwei kleine Dackel schwanzwedelnd entgegen. Wir haben uns später mit dem Besitzer der Hunde unterhalten, der hier im Paradies lebt. Das Dackelmädchen war letztes Jahr schon da und sie sei die „Schwimmerin“.

Er sagte uns auch, dass wir quer durch die Insel laufen können. Vereinzelt ist uns jemand begegnet, ansonsten fühlten wir uns fast wie Robinson und Freitag.
Als wir aufs Boot zurück kamen, waren in der Küche die Vorbereitungen zum Abendessen schon im vollen Gang. Katrin, Ute und Götz haben Bohnen mit Speck und Kartoffeln zubereitet.
Das war sehr lecker. Nach dem Abendessen haben wir noch über den Tag philosophiert und dass wir hier nahe am Paradies sind . Martin, Waltraud und ich spielten noch zwei Runden Kniffel, die der Skipper für sich entscheiden konnte.

Jan.

28

Da die Crew heute eine Halbtagestour mit Vanilla Tours machen wollte, war Frühstück schon um halb acht angesagt. Ich hatte ja gestern schon Geburtstagsgirlanden aufgehängt und heute Morgen den Tisch schön gedeckt . Gut, dass das Wetter gehalten hat, die Sonne strahlte auch schon am Himmel. Perfektes Geburtstags und Ausflugswetter. Alle waren schon oben als Katrin aus ihrer Kabine kam. Ein Geburtstagsständchen tönte aus Martins Musikbox. Nachdem alle gratuliert haben, gab es Frühstück. Katrin war total überrascht und hat sich sehr gefreut.


Danach ging’s los. Martin fuhr die Truppe an Land und unterhielt sich noch mit Noah, dem Tourguide.
Wir wollen dann die Tour mit dem nächsten Törn machen .
Derweil probierte ich Bananenchips aus den Kochbananen. Die waren schon sehr reif, sind aber trotzdem gut geworden. Die leichte Schärfe vom Chili und die Süße der Banane sind eine gute Kombination. Katrin hat sich heut Abend eine Brotzeit gewünscht. Deswegen habe ich noch einen Krautsalat und einen Tomaten/Feta Salat gemacht. Waltraud und Norbert machen wieder den Thunfischdip, wenn sie von der Tour zurück sind. Nachdem ich in der Küche fertig war, hat Martin sein Skipperbrot gebacken.

Am frühen Nachmittag kam die Crew total begeistert zurück aufs Boot. Der Tourguide Noah war so toll, hat sehr viel über Flora und Fauna der Insel erzählt, über die Vanilleproduktion und er hat sie über die Bestäubung per Hand aufgeklärt.

Zum Schluss hielten sie in der Pari Pari Rum Destillerie. Der war so gut, dass Matthias und Waltraud kleine Flaschen mit Vanille und IngwerRum gekauft haben.


Um drei gab’s dann Kaffee und Käsekuchen. Während der schönen Sonnenuntergangsstimmung haben wir nochmal auf Katrin mit Sekt angestoßen und es gab einen kleinen Snack dazu.


Später hat sie sich ja eine Brotzeit gewünscht .


Vor dem Abendessen hüpften einige noch ins Wasser und Götz paddelte mit dem SUP durch die Bucht. Unsere Nachbarn von Huahine, die überfallen wurden, lagen jetzt wieder neben uns . Götz fragte , wie die Sache ausging. Das wird im Sand verlaufen, da wird nichts rauskommen.
Nach dem Abendessen holten Waltraud und Matthias ihre Rumschätzchen aus den Kabinen und luden zum Rumtasting ein. Fazit..die Vanille ist schön weich im Geschmack, der Ingwer übertrumpft den Rumgeschmack. Die meisten gingen müde in die Kojen . Kein Wizzard heute vom harten Kern 😊