Feb.

3

Viel Wind blies uns heute Morgen um die Ohren. Beim Frühstück erklärte Martin den Tagesablauf. Auf dem Programm stand schnorcheln mit Rochen und Haien am einer Fütterungsstation und am Nachmittag schnorcheln an einem Felsen, um den ganz viele bunte Fische zu sehen sind. Zuerst hieß es mal abwarten, bis die Ausglugsboote zu sehen sind. Die füttern nämlich die Rochen und die Haie an. Um zehn war es dann soweit, alle bis auf Katrin und ich, fuhren mit dem Dinghi zu der Stelle, an der man stehen konnte.

Da ein Kreuzfahrtschiff im Hafen lag, war zu erwarten, dass auch viele Touris da sind. Auf den Fotos waren zumindest sehr viele Beine zu sehen. Egal, spannend und aufregend war es trotzdem. Schnorcheln macht müde, so denkt die Crew. Jedenfalls haben sich alle zum chillen auf dem Boot verteilt. Da es immer noch so stürmisch war, hat der Wind Waltrauds Badetuch mit über Bord geblasen. Martin wollte am Nachmittag auf die Suche gehen. Um kurz nach eins fuhr ein kleinerer Teil der Crew mit Brille und Schnorchelflossen an den schönen Schnorchelspot. Die waren vorher schon total nass wegen dem Spritzwasser vom Dinghi. Für mich war Waschtag, die ganzen Geschirrtücher mussten mal durchgekocht werden. Bei dem Wind waren sie ratzfatz wieder trocken. Um kurz vor drei kamen die Schnorchler wieder zurück, pünktlich zum Kaffee und Kuchen.

Norbert hat vorher schon das Boot umrundet und auch das Handtuch gesichtet. Nach dem Kaffee machten sich Martin und Götz auf die Suche nach dem vermissten Handtuch. Der Skipper hat es entdeckt und aus ca 5 Meter Tiefe hoch geholte. Zum Abendessen gab es heute nochmal Brotzeit mit Waltrauds Thunfischsalat, Krautsalat, Wurst und Käse. Alles so lecker, dass man fast nicht aufhören kann zu essen. Danach spielten wir in unserer alten Konstellation Wizzard, das Waltraud für sich entscheiden konnte.

Feb.

2

Gleich in der Früh um 7.00 Uhr kam der MooringManager zum Kassieren mit seinem Jetski vorbei. Einige hüpften noch zur Erfrischung vor dem Frühstück ins Wasser. Waltraud brutzelte wieder Rühreier für alle.

Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Dinghi zum Yachtclub. Heute war Landgang angesagt.

Ute wollte sich ein Radl mieten, Götz und Katrin haben sich ein MietAuto zum Yachtclub bestellt, Waltraud und Norbert haben sich Vaitape, die Inselhauptstadt von Bora Bora, angeschaut und Martin und ich wollten uns einen Roller mieten. Da hat sich Matthias mit drangehängt. Zu Fuß liefen wir die knapp 3 km in die Stadt.

Heute hatte wirklich alles offen, da gestern Abend noch ein Kreuzfahrtschiff in die Bucht von Bora Bora gekommen ist. Es war auch ein geschäftiges Treiben auf den Straßen und unheimlich viel Verkehr. Wir hatten schon Bedenken, ob wir überhaupt noch einen fahrbaren Untersatz bekommen würden. Bei Alberts wurden wir fündig und Martin und Matthias erledigten noch die geschäftlichen Dinge, wie Führerschein , Versicherung usw . Dann probierten wir die passenden Helme und los ging’s Richtung Matira Beach. Ein wunderschöner Strandabschnitt, der zu einer kleinen Pause einlud.

Dann fuhren wir weiter. Das Hinterland von Bora Bora ist nicht wirklich Hochglanzbroschürentauglich. Viele Schrottautos und einen Schrottplatz sahen wir auf dem Weg, sowie viele Bootsleichen und Wellblechhütten. . Auch leere Openwater Bungalows von geschlossenen Hotels. So schade, dass man das so vergammeln lässt, statt zu renovieren. Ca 30 km ist die Inselrundfahrt, die hatten wir im eineinhalb Stunden durch.

Der Mount Otemanu sah aus jeder Perspektive anders aus. Martin war schon voller Vorfreude auf die italienische Eisdiele. Leider standen wir dort vor verschlossener Türe. Die schien für immer geschlossen zu sein. Waltraud und Norbert hätten sich auch gerne ein Eis gegönnt. Wir fuhren dann eben weiter zu einem Obststand, der eine schöne große Auswahl hatte.

Voll bepackt, sämtliche Verstaumöglichkeiten von den beiden Rollern wurden ausgenutzt, um das Obst zu verstauen, überlegten wir, wo wir am besten einen Kaffee trinken konnten. Auf dem Weg in den Ort haben wir bei Arc and Ciel Leute draußen sitzen sehen. Also zurück zu dem Café, dass eigentlich ein Perlenshop ist. Die hatten eine kleine Cafeteria dabei, wo Martin und Matthias auch ein leckeres Eis zum Kaffee bekamen. Ich hab mir eine frische Kokosnuss ausgesucht.

Um eins mussten die beiden Roller zurück gebracht werden. Martin fuhr mich in den Yachtclub und fuhr mit Matthias an die Tankstelle und zu Albers wegen den Rollern. So nach und nach trafen alle im Yachtclub ein. Nach einer kleinen Erfrischung ging’s zurück aufs Boot und an den anderen Ankerplatz im Mooringfeld beim Motu Toopua. Pünktlich um drei zur Kaffeezeit machten die Jungs an der Boje fest. Das klappt mittlerweile wie am Schnürchen. Zum Kaffee gab es einen Mandarinen Käsekuchen. Ums Boot schwammen 3 Blacktipps, die Haie mit der schwarzen Spitze auf der Rückenflosse. Zuerst waren alle ein bisschen skeptisch, aber wir waren alle mutig und sprangen ins Wasser.

Ute hat derweil das Essen vorbereitet. Sie kochte ein Zitronen Hühnchen mit Kokos Mango Soße und Gemüse .
Nach dem leckeren Abendessen spielen wir endlich mal wieder Wizzard. Da Götz recht müde war ist Norbert für ihn eingesprungen.

War recht lustig. Als alle ins Bett gegangen sind, hab ich noch einen Aprikosenkuchen gebacken.

Feb.

1

Früh um sieben hieß es Anker auf Richtung Bora Bora. Bye bye Paradies. Leider meinte es der Wettergott nicht so gut mit uns. Es scheinte zwar die Sonne, aber der Wind kam von der falschen Seite. Martin musste die ganze Strecke motoren. So tuckerten wir bei ca. 5-8 Kn Wind die 5 Stunden nach Bora Bora gegenan und konnten mittags im Hafen Vaitape anlegen.

Kaum waren die Leinen fest, schwärmte die Crew aus. Leider waren alle Geschäfte heute am Sonntag geschlossen, das war schon ein bisschen ärgerlich. Der Bora Bora Yachtclub hatte geöffnet, dort trafen sich dann später alle . Martin und ich hüteten das Boot. Da es ausnahmsweise keinen Kuchen gab, hab ich dem Skipper Pfannkuchen gemacht. Gegen Abend beschloss Martin, doch zum Bora Bora Yachtclub an die Mooring zu fahren, da die Fähren ganz schön Welle machten und das Boot an der Kaimauer ganz schön umherschaukelte. Ich wollte gerade der Crew Bescheid geben, da war Waltraud schon am Telefon und teilte mir mit, dass alle im Taxi Richtung Boot fuhren. Als dann alle an Bord waren, Ute kam noch zu Fuß gelaufen, legten wir vom Hafen ab und tuckerten zur Mooringboje am Yachtclub.
Das eingespielte Team machte souverän an der Mooring vor dem Yachtclub fest. Eine tolle Kulisse unterhalb vom Mount Otemanu. Waltraud bereitete ein Curry mit den Shrimps und es gab noch die Reste vom Vortag.

Dann bewunderten wir noch den schönen Vollmond. Irgendwie sind alle immer kaputt und huschen zeitig in die Kojen. Ich hab noch einen Kuchen gebacken und bin danach auch schlafen gegangen.

Jan.

31

Ein weiterer Tag im Paradies vor Maupiti. Die Jungs fuhren nochmal mit dem Dinghi auf Mantasuche. An Bord wurde derweil das Frühstück vorbereitet und Katrin schwamm im glasklaren Wasser, als sich ein großer schwarzer Schatten näherte. Zuerst dachten wir , ein Rochen, aber das war tatsächlich ein großer Manta, der da an ihr gemütlich vorbei schwebte. Die Schnorchler hatten heute kein Glück.

Nach dem Frühstück hieß es Anker auf an den nächsten Ankerplatz direkt vor dem Hauptort. Dort wollten einige ein Fahrrad mieten und um die Insel fahren. Waltraud, Norbert und Matthias sind zu Fuß gegangen. Wir machten eine Uhrzeit und einen Treffpunkt aus, wo wir uns später wieder treffen .
Martin, Götz, Katrin , Ute und ich suchten uns jeder ein Fahrrad aus. Zuhause würde der TÜV die Dinger aus dem Verkehr ziehen.

Das Wetter war perfekt, schon fast ein bisschen zu warm. Unser erster Halt war das Künstlerhaus. Ist leider wieder geschlossen, aber man kann auch gut von außen ein paar Kunststücke sehen.

Weiter ging es auf der Straße zu dem öffentlichen Strand. Martin und Götz sammelten noch Mangos auf der Straße. Die Bäume hängen so voll, das war letztes Jahr nicht.

Nachdem wir uns die Füße in dem weißen Puderzuckerstrand vertreten haben, ging es bergauf. Wir schoben alle, außer Martin, der ist noch ein ganzes Stück hochgefahren. Seine Kette war schon kurz vorm Reißen.

Aber die Aussicht von da oben belohnte jede Anstrengung. Alle Farben von schneeweiß bis dunkelblau. Der Pazifik leuchtete in allen Grün und Blautönen.

Aus den Häusern klang überall Inselmusik. Nahezu perfekt, bis auf mein Radl. Das klapperte und schepperte bei jedem Tritt. Auf dem Rückweg fanden wir einen kleinen Laden, wo wir gekühlte Getränke kaufen konnten. Dann setzten wir uns noch kurz an den Strand, bis Martin sah, dass sich jemand auf dem Boot befand. Kurze Aufregung. Wir versuchten Waltraud oder Matthias zu erreichen .
Waltraud meldete sich daraufhin bei Martin und sagte, dass sie sich aufs Boot bringen ließen. So hat sich das aufgeklärt.
Martin und ich brachten die Räder zurück, da gesellte sich ein süßer Vierbeiner zu uns. Katrin, Ute und Götz wollten noch bis 14.00 Uhr bleiben. Dann entschieden sich Katrin und Götz, doch mit aufs Boot zu kommen. Mogli, ich finde, der Name passte zu ihm, legte sich neben uns und wartete auch geduldig auf die beiden.


Um 14.00 Uhr, als wir wieder komplett waren, ging es zurück an den schönen Ankerplatz im glasklaren Wasser, das alle gleich für ein ausgiebiges Bad nutzten. Götz schnappte sich das SUP, Martin und ich spielten Wasserball. Bis zum Abendessen chillten wir an Bord. Götz hatte schon eine leckere Bolognese vorbereitet und kochte Spaghetti dazu. Danach gab’s einen Bordkinoabend mit Hidden Figures, unerkannte Heldinnen. Der Film handelte von einer wahren Begebenheit in den USA. Danach gingen alle müde in die Kojen, da wir morgen schon um 7.00 Uhr Richtung Bora Bora losfahren wollen.

Jan.

30

Eine Strophe von Achim Reichels Song Aloha he heißt “ Ich hab das Paradies gesehen “
Dann müsste er hier vor Maupiti gewesen sein. Wenn es ein Paradies gibt, dann hier und wir sind mitten drin. Ein Traum.

Heute Früh noch vor dem Frühstück sind wir mit dem Dinghi an den Mantaspot gefahren. Ich hab das SUP genommen. Dinghi und SUP wurden an der Boje fest gemacht und dann ging es auf die Suche.

Das Wasser war etwas trüb. Martin hatte den Platz entdeckt, wo sie sich meistens putzen lassen, aber da war keiner. Die anderen kreisten auch um die Stelle und plötzlich rief Götz…hier ist einer.

Schnell schwammen wir zu der Stelle und in ca 5-6 Meter Tiefe gleitete wirklich ein großer Manta durchs Wasser. Matthias hat noch einen zweiten gesehen und folgte ihm. Wir blieben bei dem einen und beobachteten ihn fasziniert. Martin tauchte runter und hat ein paar tolle Aufnahmen von ihm gemacht. Das war unser erstes Highlight des Tages. Dann hatten wir ein leckeres Frühstück vor einer traumhaften Kulisse. Highlight Nr 2 . Diese Farben kann kein Foto festhalten. Danach schnappten Martin und ich ein SUP, um auf das MOTU Tiapaa zu paddeln. Der Chef hat sich natürlich wieder durch das glasklare türkise Wasser chauffieren lassen.

Auf dem Motu wurde fleißig gearbeitet. Die kleinen Chalets, die sie letztes Jahr angefangen hatten, waren fast fertig. Die sehen wirklich schön aus. Wir sind noch ein bisschen weiter spaziert. Auf einer HÄngematte saß ein Einheimischer und genoss einfach den wunderschönen Blick .

Dann kamen wir an einer Bar an, die sich als Pension Papahani entpuppte. Das wäre doch die perfekte Location für einen Sundowner. Martin fragte nach, ob wir heute Abend auf einen Drink vorbeikommen können. Perfekt, das wird Highlight Nr 3.


Ich paddelte den Skipper zurück aufs Boot und wir erzählten von dem Plan. Da meinte Katrin, wenn das schon so eine schöne Location ist, könnten wir doch auch dort essen. Alle waren einverstanden. Also zurück aufs SUP, dieses Mal mit Ute als Passagier. Am Restaurant angekommen, nahmen sie gerade die Fische aus, die es am Abend geben sollte. Zwei schöne große MahiMahi wurden fachgerecht zerlegt. Ute sprang derweil ins Restaurant und reservierte uns einen Tisch.


Zurück an Bord gab’s Kaffee und Kuchen . Danach sprangen alle ins Wasser, das war einfach zu verlockend. So klar und warm wie in der Badewanne. Ab und zu kreisten ein paar Rochen ums Boot.


Um 17.00 Uhr setzten wir mit dem Dinghi über an Land ins Restaurant und bestellten schon mal einen leckeren Rumpunsch als Sundowner.

So nach und nach kamen die Hotelgäste und bewunderten auch den schönen Sonnenuntergang. In der Zeit wurde das Buffet aufgebaut. Alle Gäste wurden zu dem großen Tisch gebeten. Die Chefin und die Köchin erklärten die leckeren Gerichte. Dann wurde noch ein Gebet gesprochen und die Musik begann zu spielen.

Jetzt durften die Gäste ans Buffet. Viel frischen Fisch. Alles war so lecker. Das Highlight Nr 4. Als Nachtisch gab es einen fluffigen Kuchen. Glücklich und zufrieden fuhren wir mit dem Dinghi aufs Boot zurück. Katrin und Götz wollten draußen schlafen und zogen sich aufs Oberdeck zurück. Martin hatte noch am Laptop zu tun und ich fasste unsere tollen Erlebnisse für den Blog zusammen. Ein wundervoller Tag mit vielen Highlights im Paradies ging zu Ende.