Der Tag begann mit dem Abschied von Richard und Andrea. Nach dem Frühstück machten sie sich auf den Heimweg, damit sie der größten Mittagshitze entgehen konnten. Schön war es wieder mit den beiden. Das nächste Mal sehen wir uns auf Zanzibar.

Anschließend schwangen wir uns auf die Fahrräder und fuhren nach Brumath. Die Stadt hat typisch elsässischen Charakter mit deutsch-französischer Geschichte und Kultur. Brumath ist einer der wenigen Orte im Elsass, in denen eine mehr als 6000 Jahre währende Siedlungsgeschichte nachgewiesen ist . Wer sich dafür interessiert, kann die nette kleine Stadt mal googeln. Dort schlenderten wir ein wenig durch die Altstadt. Die vielen hübschen Fachwerkhäuser verleihen dem Städtchen einen ganz besonderen Charme.










Zurück auf dem Schiff hieß es dann: Leinen los! Kaum waren wir unterwegs, kamen uns zahlreiche Radfahrer entgegen. Viele von ihnen winkten uns freundlich zu. Martin antwortete natürlich mit einem Hupen, was bei den Radlern immer für Freude sorgt.
An der ersten Schleuse saßen die bekannten älteren Herren unter den schattenspendenden Bäumen. Sie begrüßten uns wieder herzlich . Einer von ihnen war früher Frachtschiffer und ist sogar bis nach Rotterdam gefahren, wie er Martin bereits gestern erzählt hatte. Solche Begegnungen machen die Fahrt auf dem Kanal immer wieder besonders.
Unterwegs entdeckten wir dann einige Jungs, die von einer Brücke ins Wasser sprangen. Auch sie winkten und grüßten freundlich. Bei den Temperaturen kann man die Lust auf eine Abkühlung natürlich verstehen. Allerdings wäre das Kanalwasser nicht unbedingt meine erste Wahl für einen Sprung ins kühle Nass.


Vor uns lagen heute fünf Schleusen bergauf. Angesichts der anhaltenden Hitze denkt man unweigerlich an Wasserknappheit. Umso erstaunlicher ist es, wie viel Wasser hier durch die Schleusen fließt, teilweise scheint es, dass sie fast überlaufen. Die heutige Strecke führte uns durch eine idyllische Landschaft mit viel Grün, weiten Feldern und immer wieder hübschen kleinen Dörfern in der Ferne.





Unser Sonnendach hat sich übrigens als echtes Multitalent erwiesen. Nicht nur, dass es angenehmen Schatten spendet – als Wäschetrockner funktioniert es ebenfalls hervorragend. Bei diesen Temperaturen ist die frisch gewaschene Wäsche im Handumdrehen wieder trocken.

Angelegt haben wir wieder an dem Anliegeplatz in Hochfelden. Da es aber so heiß war , haben wir heute nicht mehr viel unternommen. Am späten Nachmittag hielt ein erschöpfter Radfahrer neben dem Boot und fragte , ob wir Wasser hätten, ob er seine beiden Flaschen auffüllen dürfe. Na klar, ich gab ihm eine große Flasche aus dem Kühlschrank. Da war er sehr dankbar. Er erzählte, dass er 200km am Tag fährt und am Samstag müsse er in Brügge sein. Schon ein bisschen wahnsinnig bei knapp 40 Grad.
Den Abend ließen wir ganz locker ausklingen und genossen die schöne Abendstimmung.















































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