Kurz nach acht Uhr morgens legten wir ab und machten uns auf den Weg nach Saarburg. Über der Saar lag noch ein leichter Nebelschleier, der dem Fluss eine fast schon herbstliche Stimmung verlieh. Die Luft war frisch, der Himmel strahlend blau ,ein wunderschöner Start in den Tag.
Ganz gemütlich fuhren wir durch die Saarschleife. Der Blick hinauf zum Baumwipfelpfad war bei diesem klaren Wetter besonders beeindruckend.






Die heutige Etappe war knapp 30 Kilometer lang und führte uns durch zwei große Schleusen. Zuerst passierten wir die Staustufe Mettlach mit ihrer imposanten Fallhöhe von 11 Metern. Sie ist ein bedeutendes Bauwerk der Saarschifffahrt und verfügt über eine Großschleuse für die Berufsschifffahrt sowie eine kleinere Schleuse für Sportboote.

Wenig später erreichten wir die Staustufe Serrig, Deutschlands größte Flussstaustufe mit 14,5 m Fallhöhe, an einem natürlichen Flusslauf. Als wir rausfuhren, warteten bereits sieben Boote auf die Schleusung , vermutlich alle auf Wochenendausflug.





Gegen 13 Uhr liefen wir schließlich in Saarburg ein. Unser tägliches Fahrradprogramm durfte natürlich auch heute nicht fehlen. Da wir das Auto bereits nach Mettlach gebracht hatten, radelten wir zunächst rund 25 Kilometer am Fluss entlang zurück, holten das Auto und fuhren anschließend wieder nach Saarburg zum Boot. Unterwegs erledigten wir noch einen Einkauf.


Als wir zurückkamen, hatte hinter der VLINDER ein weiteres Boot festgemacht. Sein Aufbau ähnelte unserem erstaunlich. Wenig später kamen die Besitzer vorbei. Sie stammen aus Kalifornien und wir kamen sofort ins Gespräch. Wie schön, dass man auf dem Wasser so unkompliziert Menschen aus aller Welt kennenlernt.

Am Abend radelten Martin und ich noch in die Altstadt. Direkt am Wasserfall kehrten wir in die Zunftstube ein und gönnten uns einen leckeren Flammkuchen. Eine klare Empfehlung von uns: gutes Essen, schneller Service und eine ausgesprochen freundliche Bedienung. Zum Abschluss durfte natürlich noch ein Eis für Martin nicht fehlen.



Doch das eigentliche Highlight des Tages wartete erst auf dem Rückweg. Direkt hinter unserem Boot kämpfte ein Angler mit einem großen Fisch. Nach einiger Zeit tauchte der Grund auf: ein Wels von etwa 1,20 Metern Länge! Gemeinsam mit Martin gelang es ihm schließlich, den Fisch aus dem Wasser zu holen. Da der Angler eigentlich lieber einen Zander mit nach Hause nehmen wollte, entfernte er vorsichtig den Haken und setzte den beeindruckenden Wels (verbotenerweise)wieder in die Saar zurück.



Was für ein Tag! Traumhaftes Wetter, eindrucksvolle Schleusen, nette Begegnungen und zum Abschluss noch ein großer Fisch. Langweilig wird es eigentlich nie.




















































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