Gesegelte Strecke: 265 sm Max. Speed: 7,9 Kn Max Wind: 40 Kn bei kurzzeitigem Frontdurchgang Bemerkungen: überwiegend Sonnig und sehr warm mit ab und an kurzen Regenschauern, meist in der Nacht. Wassertemperatur zwischen 28 und 30 Grad
Meist schwach windig, oft aus NE-E-SE um die 5-12 Kn.
Der Skipper hat gesagt, um kurz vor sechs bei Sonnenaufgang wird gestartet.
Hartmut und Leo standen schon bereit, als es hieß Anker auf. Auch dieses Mal ein Abschied von meiner Lieblingsinsel Maupiti. Vor uns liegen 50 Sm bis Taha’a. Wind war natürlich ungünstig von vorne, wir kamen trotzdem unter Motor zügig voran. Hinter uns gab es noch mal den Blick auf BaoraBora.
Die Schattenplätze waren , wie bei jedem längeren Schlag, heiß begehrt . Wir erreichten unser Ziel, die Love Here Pearl Farm kurz vor ein Uhr. Ludwig fuhr uns mit dem Dinghi rüber. Wir wurden wie immer sehr nett begrüßt und eine Dame erklärte uns den Entstehungsprozess vom den schwarzen Tahiti Perlen. Die schwarze Farbe der Tahiti Perlen entsteht hauptsächlich durch die Perlmuschelart, in der sie wachsen. Das ist die schwarze Lippen-Perlauster . Auf einer Perlenfarm dauert die Zucht einer Tahitiperle normalerweise etwa 18 Monate bis 3 Jahre. Nach den Erklärungen gingen wir zum Shop. Da haben die Augen geleuchtet. Ist ein tolles Gefühl, in der großen Perlenschatulle zu wühlen. Jeder wurde fündig und nahm etwas mit, wie z. Bsp. lose Perlen , Muschelschalen oder Armbändchen. Zum Schluss bekamen wir jeder noch eine kleine Perle geschenkt.
Zurück auf dem Boot reservierte Martin für den polynesischen Folklore Abend heute . Dann ging’s noch einmal um die halbe Insel, bis wir in der Faa‘a Bucht ankamen. Der Bojendienst Hartmut, Leo und Ludwig fischten zum letzten Mal für diesen Törn eine Boje aus dem Wasser und befestigten die Leinen daran.
Wir hatten noch gut Zeit zum Schwimmen, chillen usw. Um halb sieben stiegen wir alle fein rausgeputzt in das Dinghi zur polynesischen Folklore Show mit Buffet. Wir wurden schon mit Musik empfangen, dann hielt der Chef vom Happy Village eine Willkommensrede und anschließend durften wir ans Buffet. Es gab Poisson Cru, Hähnchen, Schwein, natürlich den Mahi Mahi und leckere Beilagen.
Zum Nachtisch stand ein fluffiges Bananenbrot und frische Früchte bereit. Nach dem Buffet zeigte eine junge Dame die Wickeltechniken von Pareos, der Opa Tattoo die Bindetechniken für Pareos für Männer und danach kamen die Folklore Tanzvorführungen der hübschen Mädchen. Auch die Gäste durften mittanzen und konnten ihr Geschick im tahitianischen Hüftschwung zeigen. Die Feuershow zeigte wieder Opa Tattoo . Bei fetziger Discomusik, die für den Chef vom Happy Village zu seinem Geburtstag gespielt wurde, verließen wir gut gelaunt die Location. Da es ein langer Tag war, gingen gleich alle müde in die Kojen.
Zweiter Versuch, die Mantas zu sehen. Christine und ich schwärmten kurz nach sieben quasi als Vorhut aus. Christine vom Wasser aus und ich vom SUP. Eine gute halbe Stunde kreisten wir um die Korallen, wo sie sich putzen lassen. Leider war wieder nichts zu sehen.
Martin meinte, das war zu früh. Ok, dann frühstückten wir erst, dann bin ich eine halbe Stunde später nochmal los. Ich musste auch erst wieder ein bisschen schauen, bis ich einen großen schwarzen Schatten unter dem SUP schweben sah. Ich fuchtelte mit dem Paddel, wedelte mit den Armen und rief , aber von der Crew rührte sich nichts. Dann hängte ich das SUP an die Boje und suchte die Mantas. Zwischendurch rief ich wieder nach der Crew, aber keiner reagierte. Endlich hab ich sie entdeckt, wie graziös sie unter mir schwammen. Inzwischen, vielleicht von meinem Lärm angelockt, kamen immer mehr Touriboote. Endlich sah ich das Schlauchboot kommen und deutete auf die Stelle unter mir. Martin blieb im Schlauboot sitzen und ließ Annemarie, Christine, Isabel, Ludwig und Hartmut raus springen. Gottseidank konnten sie alle die beiden Mantas sehen. Christine und Annemarie machten sogar noch schöne Videos und Fotos, bevor sich die Mantas wieder in tiefere Gewässer zurück gezogen haben.
Alle freuten sich über das Highlight und kamen gutgelaunt wieder aufs Boot zurück. Isabel hat einen Kuchen gebacken, die anderen tauschten Fotos aus und sonst wurde bei strahlendem Sonnenschein gechillt und endlich das tolle Wasser und Wetter genossen in der schönen Lagune. Hartmut versuchte sich auf dem SUP und machte dabei gar keine so schlechte Figur.
Martin und ich fuhren mal ganz langsam die Lagune ab auf der Suche nach dem bei dem Sturm verloren gegangenen Paddel. Leider haben wir es nicht mehr gefunden, obwohl das Wasser und die Sicht glasklar war. Zurück auf dem Boot wollte ich mit dem SUP auf das kleine Motu Pitiahe, dann meldete sich Annemarie, sie würde auch gerne mit auf die Insel kommen.
Hartmut und Isabel auch. Also packten wir auf die beiden SUPs jeweils zwei Leute und los ging’s. Wir wollten einfach nur ein bisschen laufen, entdeckten aber immer neue Sache und so umrundeten wir fast die ganze Insel.
Wir machten recht lustige Fotos und kamen bei der Dschungeldurchquerung bei den Dackelbesitzern wieder raus. Er fragte uns, ob wir genügend zu trinken hätten ……. auf dem Boot ja, aber jetzt nicht. Da hat er uns gleich eine Kokosnuss zum trinken aufgeschlagen und hat uns ein Kokosherz zum probieren gegeben.
Martin kannte das und meinte, das schmeckt wie süßes Styropor. Wir paddelten zurück und auf dem Boot gab es Kaffee und Isabels leckeren Birnenstreuselkuchen. Bis um fünf war Pareowaschtag. Die Farbe musste noch im Salzwasser fixiert werden und danach wurden die Pareos rund um die Reeling zum Trocknen aufgehängt. Ich hab schon gewartet, ob einer kommt und fragt, was die Pareos kosten😂.
Die waren ja schnell trocken und um fünf fuhren wir mit dem Dinghi in unser Highlight, zum Sundowner ins Papahani.
Leider haben wir noch soviel zum Essen an Bord, dass übrigens der Skipper schon alles geschnippelt hat, dass wir leider das schöne Buffet hier ausfallen lassen mussten. Aber die Crew war total begeistert von diesem tollen Platz und es gab sogar sogar noch einen mega Sonnenuntergang.
Leider müssen wir auch von hier für heuer unseren Abschied nehmen. Die Sonne hat es sich nicht nehmen lassen und sich am letzten Tag von ihrer besten Seite gezeigt. So wie überhaupt der letzte Tag auf Maupiti.
Isabel bereitet das Abendessen zu, das Martin schon hergerichtet hat . Es gab Resteessen, Hackfleischgemüse Pfanne mit Kartoffelbrei. Es war super lecker und es wurde fast alles aufgegessen. Ich hab noch einen Kuchen für morgen gebacken und Christine hat einen Thunfisch für die lange Überfahrt gemacht. Martin hat gemeint, wir müssen spätestens um sechs los und wir brauchen bestimmt 8 Stunden für die 50 Seemeilen.. Irgendwie war nach dem heißen Tag heut die Luft raus und die Crew hat auf der Flybridge oben bei einem Plausch den Tag Revue passieren lassen. Eine Runde Wizard ging dann doch noch.
Um halb drei mitten in der Nacht zog ein heftiges Gewitter über die Lagune, dass kurzzeitig fast alle wach waren auf dem Boot. Es donnerte und heftige Blitze zogen über den Kat.
Gewitter über Maupiti
Die Blitze zogen sich durch bis am frühen Morgen. Eigentlich wollten wir zu den Mantas, aber gegen halb acht kam noch einmal eine Gewitterfront durch.
Das muss man auch mal erlebt haben. Also doch erst Frühstück und abwarten. Mittlerweile machte ein Taucherboot an der Boje fest, der hatte das letzte Mal Martin verboten, das Dinghi an der Boje festzumachen. Deswegen gingen ein paar von der Crew in den Wellen schwimmen und schnorcheln. Dann müssen wir die Mantas eben auf morgen verschieben. Es kreisten immer noch Gewitterwolken um die Lagune und es regnet immer wieder. Schade, dass sich mein persönliches kleines Paradies von so einer finsteren Seite zum Abschluss zeigt. Aber das Wasser glitzert trotzdem noch in einem intensiven Türkis. Nach einem chilligen Vormittag hieß es vom Skipper um eins, Anker hoch Richtung Vai‘ea, dem Hauptort von Maupiti. Dort wollen wir uns heute ein bisschen sportlich betätigen und eine Radtour um die Insel machen. Martin traute dem Wetter nicht so richtig, weil als wir am Ankerplatz ankamen, schon wieder dunkle Wolken aufzogen. So beschloss Martin, lieber an Bord zu bleiben. Also, den Platzregen noch abwarten, dann gehts los, oder auch nicht. Das Dinghi hatte heut einen Streiktag. Martin versuchte zig mal, den Motor zu starten, aber durch den Starkregen in der Nacht war vielleicht Wasser in den Motor gelangt. Die Crew stand fertig zum Einsteigen bereit, dann entschieden wir, zu paddeln. Martin rechts und Leo links, Hartmut machte die Motorgeräusche dazu. Wenigstens hatte die Crew was zum Lachen. Da paddelt man echt ganz schön, wenn das Dinghi voll besetzt ist. Drüben am Steg angekommen, wollte ich den Gästen zeigen, wo der Fahrradverleih ist. Oh menno, auch das noch. Die Dame mit den schönen, neuen bunten Rädern hatte zu. Hartmut versuchte noch, sie per Handy zu erreichen. Also, dann auf zu den ollen vintage Bikes. Die Crew hat schon gelacht, wäre ja zu schön gewesen. Als alle ihre Fahrräder hatten, mit und ohne Makel, wünschte ich ihnen noch viel Spaß und ging zu Martin zum Dinghi zurück.
Ich musste schon grinsen, die ganzen Dorfkids hatten sich bei ihm im Bötchen versammelt und sprangen von da aus ins Wasser. Leider hab ich mein Handy vergessen, das wäre ein lustiges Foto geworden. So paddelten wir beide zurück und was passierte nach dem Kaffeetrinken auf dem Kat?? Martin baute den ganzen Motor vom Dinghi auseinander, suchte und fand natürlich die Ursache und nach ein paar ganz leisen Flüchen sprang der Motor tatsächlich wieder an. Er ist einfach ein Alleskönner ❤️, auf Deutsch ein Genie.
Um kurz nach fünf meldete sich Christine, dass sie mit der Runde fertig sind und am Steg warten. Als sie alle wieder zurück auf dem Boot waren, gab’s für einige noch Kaffee und Kuchen und alle waren begeistert von der kleinen Inselrundfahrt und tolle Fotos wurden in die Gruppe gestellt. Es ist erstaunlich, dass jede Gruppe andere Fotos gemacht hat. Da sieht man auch die verschiedenen Wahrnehmungen. Wir fuhren kurz vor dem Sonnenuntergang nochmal zu unserem vorigen Ankerplatz, von wo aus wir hoffentlich morgen die Mantas sehen werden.
So langsam war es Zeit, das Abendessen vorzubereiten. Heute gab es von mir Shrimps in Limetten/Knoblauch/Weissweinsosse mit Kokosmilch, Pasta und einen bunten Salat von Isabel.
Das Küchenteam Ludwig und Leo machte klar Schiff in der Küche.
7.00 Uhr früh und alle sitzen schon am Frühstückstisch. Um acht wollte Martin los nach Maupiti. Also Leinen los, durch den Pass und bye bye Bora Bora, dieses Mal ein Abschied nicht nur für die Crew, sondern auch für Martin und mich.
Leider wieder mit Motor mangels Wind. Zwischendurch wurde dann doch die Genua gesetzt . Mit Unterstützung von den Motoren schaukelten wir dann so mit durchschnittlich um die 6 Knoten Richtung Maupiti.
Isabel hat auf der Überfahrt einen Kürbiskuchen gebacken. Die Einfahrt, der schmale Pass von Maupiti war heute gar nicht so einfach wegen den Wellen. Martin hatte ordentlich zu tun.
„Schnelldurchlauf“
Um kurz nach eins fiel der Anker im türkisen Wasser. Die Crew war total begeistert, auch weil sich schon einige Rochen am Grund treiben ließen. Dauerte nicht lange und die Badeleiter fiel, damit die ersten ins Wasser springen konnten und mit der Kamera bewaffnet Jagd auf Sting und Eaglerays machten.
Martin setzte ein Brot an.
Um drei gab’s Kaffee und Isabels leckeren Kürbiskuchen mit Zimt/Rumsahne. Nach dem Kaffee hörten wir schon Donnergrollen. Es kamen kurzzeitig richtige Sturmböen und Wellen hier in dieser schönen kleinen Bucht. Der Himmel war total dunkel und es fing zu regnen an.
Um die Zeit zu überbrücken, spielten Hartmut, Christine und Annemarie zu dritt eine Wizard Runde, die sich bis zum Abendessen hinzog. Da von gestern Spaghetti übrig war, hat Isabel noch eine Pfanne Gemüse gebraten, die es dazu gab. Nach dem Essen spielte Hartmut wieder ein paar Oldies auf seiner Gitarre. Hoffentlich ist das Wetter morgen besser und wir können die Mantas sehen.
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