Vor uns liegen heute 13 Schleusen auf 10 Kanalkilometern und dann nochmal 12 Km bis zum Anlegeplatz in Gondrexange. Das heißt mal wieder relativ früh los. Aber vorher gemütlich Frühstücken und Wasser nachtanken.
Dann gings los, pünktlich zum Dienstbeginn der Schlausen um 09:00. Angekommen sind wir dann um kurz vor 17:00. Mit der neunen „Schleusentechnik“ sprich: es fällt das Bedienen der blauen Stange aus, weil das jetzt auch mit der FErnbedinung geht. Daker legt die VLINDER jetzt immer an STB-Seite an, was leichter ist wegen dem Radeffekt. Hat alles prima geklappt.
Wie fast immer gings dann noch mit den Radeln zurück zum Auto nach Mittersheim – immer am Kanal lang, also 22Km. Mit dem Auto zurück waren es 32Km weil wir um die großen Seen herummfahren mussten und noch einen kleinen Einkaufsabstecher gemacht haben.
Isabel hat währenddessen sich das kleine Dorf angesehen. Leider war die Kirche abgesperrt. Am Boot hatte Isabel schon einiges zum Abendessen hergerichtet., was ziemlich lecker war.
Bis zum Schlafengehen haben wir noch ein paar Bilder geschaut und den Blog aktualisiert. Morge gehts dann nach „CHINA“ – also nach Xouaxange ;-))
Sylvia und ich, wir waren ja Samtag und Sonntag beim Andi in Bernau zu dessem 60. Geburtstag.
VLINDER lag aber nicht allein die beiden Tage sonder wurde von Isabel und Götz bewacht.
Sie hatten aber auch Ihren Spaß, weil am Samtag gabe es eine Kulturveranstaltung im Hafen, besser gesagt sogar auf dem Wasser. Chanson mit Klavierbegleitung, Lichteffektem und einem „Froschmann“, der die Wasserbühne durchs Hafenbecken drehte. Eine coole Nummer, wie die Beiden berichteten.
Und dann waren sie noch mit den Radeln unterwegs. Erst in einem alten Dorf zum Sightseeing.
In Mittersheim haben sie noch den „Tankwart“ in Mittersheim besucht, der in seiner Garage alte Autos herrichtet und so ziemlich alles was es sonst noch gibt an exotisch-technischen Gegeänständen. Alles nur aus Spaß und für sich selber in seiner großen Garage.
Ein bisschen frisch war es heute morgen, daher gabs das Frühstück im Steuerhaus.
Dann fuhren wir die heutigen acht Kilometer mit drei Schluesen nach Mittersheim und fanden dort wieder „unseren“ alten Platz längsseits. VLINDER wird ja hier bis Montag eine kleine Pause einlegen, weil Sylvia und ich zum Geburtstag an den Chiemsee eingeladen sind.
Da morgen hier außerdem noch ein Fest im Hafen satttfinden soll und daher ab Nachmittag gesperrt ist, hatte ich schon gestern in Erfahrung gebracht, dass das Liegenbleiben trotzdem erlaubt ist.
Mit Götz hatte ich dann wieder das Auto geholt und Sylvia fuhr mit Isabel noch was zum einkaufen fürs Wochenende.
Um 17:30 sind wir dann los zum Müller nach Harskirchen. 14 Km durch den Wald immer kleine Hügel hoch und runter. Beim Müller gibt es nämlich jeden Freitag Flammkuchen. Das ist eine Spezialität hier, vorallem weil der Müller dazu sein eigenes Mehl benutzt. Wir hatten ja schon Mittwoch bei der Besiochtigung der Mühle für heute reserviert. Allerdings mussten wir draussen sitzen, weil innen schon alles voll war. Machte aber gar nix, weil es super lecker und Lustig war.
Zurück auf der VLINDER gabs noch ne Runde Wizzard und dann ab in die Kojen. Morgen ist es mit knappen 550Km recht weit und lang bis zum Chiemsee.
Diesmal fuhren wir nur knappe sieben Km mit einer Schleuse zum nächsten Liegeplatz. Der war mitten im Grünen, noch kurz vor der Schleuse 16, zusammen diesmal mit der Diogene, die wir schon seit Luxemburg kennen.
Hier stand ja schon das Auto, weil wir es gestern schon vorgefahren hatten. So konnten wir die Zeit nutzen um nach Mittersheim zu radeln. Das sind nur sieben Km oneway – also easy immer ma Kanal lang.
In Mittersheim soll VLINDER dann ab morgen bis Montag Pause machen. Dort ist dann auch für Samtag ein Kulturprogramm geplant für das der Hafen gesperrt wird. Also nutzte ich die Gelegenheit und habe direkt bei VNF nachgefragt, ob das Liegen erlaubt ist. In der Schleusenzentrale für den Saarkanal ist die gesamte Überwachung aller Schleusen untergebracht und der freundliche Schleusenwärter gab mir für VLINDER und das Liegen in Ittersheim grünes Licht.
Zurück auf VLINDER nach unserem Ausflug gab es wie eigentlich immer am Nachmittag: Kaffee und Kuchen.
Dann haben wir noch diverse Brombeeren gepflückt, die hier zu hauf wachsen.Leider waren schon recht viele vertrocknet. Aber die, die es in unsere Schüsseln geschaft haben wurden später zu Marmelade verarbeitet – super Lecker!
Und dann gab es heute noch einen Programmpunkt: Das Interview via Götz mit Kamera, Micro und Licht von Sylvia und Martin für die filmische Reportage.
Heute Morgen hat Götz eine wunderbare Nachricht erhalten. Ein Dokumentarfilm von seiner Frau Katrin und ihm wurde in Los Angeles mit einem Award ausgezeichnet. Da hat er sich ganz arg gefreut und wir haben ihm alle gratuliert. Isabel hat sich den Teaser des Films von „Als ich aufwachte, war ich tot“ auf Götz’s Tablet angeschaut. Sehr interessant , spannend und unglaublich zugleich.
Zum Frühstück gab’s wieder frische Croissants und wir konnten uns raus setzen, aber es war schon ganz schön frisch, wenn man noch an die Temperaturen von letzter Woche denkt.
Isabel hat seit heute Schleusendienst, weil ich schon nach Hause fahre. Dann ist für mich die Hausboot Saison für dieses Jahr beendet, aber in drei Wochen geht es ja in Griechenland weiter. Da freue ich mich schon , den einen oder anderen auf den Törns wiederzusehen. Heute war die Fahrerei nicht ganz so zäh, weil auf dem Abschnitt ein bisschen mehr Wasser ist. Wir konnten sogar ohne Mühe einem kleinen Hausboot , dass uns entgegen kam, ausweichen und fuhren über die Kanalbrücke.
Nach dem Anlegen in Bissert fuhren wir in die Mühle Roeser, da waren Martin und ich vor ein paar Wochen schon mal. Götz wollte das mit in seinen Film einbinden. Herr Roeser erwartete uns schon und erklärte uns die ganzen Abläufe , die Maschinen und er führte uns bis in den vierten Stock hinauf. Die Mühle ist vom 15. Jahrhundert, mit funktionierendem Mühlrad , und der Müller, Herr Roeser, hat das 1975 von seinem Großvater übernommen. Mittlerweile ist er 71 und sucht einen Nachfolger. Das wird schwer, denn da muss man noch richtig körperlich arbeiten. Nach der interessanten Führung lud er uns sogar noch auf eine Erfrischung ein.
Für das Flammkuchenessen jeden Freitag hätte er keinen Platz mehr, weil man muss 3 Wochen im voraus reservieren. Das soll der beste im Umkreis sein und jetzt dürfen wir doch noch dazu kommen. Da freu ich mich schon sehr.
Auf dem Rückweg erledigten wir noch einen Einkauf und auf dem Boot gab es verspätet Kaffee und Kuchen. Danach war chillen angesagt, bevor Martin und Götz das Auto wieder zur nächsten Anlegestelle voraus gefahren haben und schön am Radweg vom Saarkohlekanal mit den Rädern zurück aufs Boot gekommen sind. Ich hab derweil die Fleischpflanzerl vorbereitet und Isabel hat die Kartoffeln geschält. Um acht gab es oben an Deck das Abendessen , Fleischpflanzerl mit Kartoffeln und einer Gemüsepfanne. Danach lauschten wir wieder den spannenden Geschichten von Götz
Kommentare