Juli

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Es war ein tolles, wenn auch viel zu kurzes, Wochenende auf dem Bergfest in Aspach mit vielen lieben Freunden bin ich gestern Abend wieder nach Sarreguemines auf die Vlinder zurückgekehrt.

Derweil gaben sich die Reiher ein Stelldichein am Kanal.


Am Morgen machten wir uns dann auf den Weg Richtung Saarbrücken. Martin war bereits am Samstag mit dem Fahrrad dort gewesen und hatte sich nach einem geeigneten Liegeplatz umgesehen. Im kleinen Hafen war leider kein Platz, aber am Stadtpark war noch alles frei.
Vom Saarkohlekanal fuhren wir direkt auf die Saar. Kurz vor der deutsch-französischen Grenze passierten wir das stillgelegte Kohlekraftwerk Großbliederstroff. Der riesige, markante Schornstein ist schon von Weitem zu sehen und erinnert an die industrielle Vergangenheit der Region. Nach der dritten Schleuse waren wir wieder in Deutschland. Hier begegneten uns auch deutlich mehr Freizeitboote.


Je näher wir Saarbrücken kamen, desto mehr wich die ländliche Idylle den ersten urbanen Ausläufern. Auffällig waren vor allem die unzähligen Graffitis. Graffiti gehört zu den sichtbarsten und sicher auch meistdiskutierten Ausdrucksformen der Jugendkultur. Während es in vielen Städten vor allem als Sachbeschädigung gilt, stellt Saarbrücken bewusst legale Flächen für diese Kunstform zur Verfügung. Besonders bekannt ist die 4560 Graffiti Hall of Fame, eine riesige Mauer gegenüber dem Stadtpark Staden, auf der Künstler beeindruckende Werke gestalten. Natürlich werden illegale Graffitis dennoch konsequent geahndet.


Martins Zeitplan ging wieder einmal perfekt auf: Pünktlich zum Nachmittagskaffee mit leckerem Zwetschgenkuchen legten wir bei strahlendem Sonnenschein am Stadtpark an. Der Liegeplatz ist zwar schön gelegen, allerdings verläuft direkt gegenüber die Stadtautobahn , entsprechend laut ist es dort.


Kurz nach dem Festmachen schwangen wir uns wieder auf die Fahrräder und fuhren zurück nach Sarreguemines, um das Auto zu holen. Bei dem herrlichen Wetter waren die Wege entlang des Wassers voller Spaziergänger, Radfahrer und Menschen, die den Sommertag genossen. Als wir später wieder aufs Boot zurückkamen, saßen noch immer viele Besucher im Park genossen den Feierabend.
Unser Abendessen hatten wir nicht auf Deck, der Verkehrslärm war einfach zu laut. Den Tag ließen wir schließlich ganz gemütlich mit einer französischen Komödie ausklingen.