Jul

31

Jutta

Martin und Nick müssen zeitig raus heute, um pünktlich um 9.30 Uhr am Treffpunkt zu sein, von dem aus die Wal-Watching Tour startet. Ich werde indes einen gemütlichen Strandtag einlegen und paddle mit dem Kanu hinüber auf die Insel (Uoleva). Als erstes möchte ich mir das Resort ansehen und treffe dort auf Maria, die Besitzerin – eine gebürtige Amerikanerin. Beim anschließenden Strandwalking erliege ich einer meiner Leidenschaften, dem Muschel-Sammeln.

Das Meer hat hier einiges an den Strand gespült. Neben den zerkleinerten Überresten von Korallen auch Muscheln in ausgefallenen Farben, Mustern und Formen. Das klare, türkisblaue Wasser hat eine angenehme Temperatur, die zum Schwimmen einlädt. Irgendwann sehe ich das Boot, das Martin und Nick von ihrer Tour zurück bringt.

Wal-Watching:

Währende wir mit dem großen Boot raus in die Bucht fahren und schon die ersten „Blasen“ sehen werden wir instruiert von unserem Guide, einer zierlichen Amerikanerin polnischer Abstammung, die auch schon auf Hawaii Erfahrung mit Walen machen konnte. Unser Skipper sucht die Kimm nach Blasen ab und wir steuern auf so manche zu, haben aber immer Pech weil die Wale dann doch lieber auf Tauchstation gehen als sich anschauen zu lassen, bzw. zu warten dass wir sie im Wasser besuchen. So vergehen ein zwei Stunden auf der Suche wobei wir immer wieder doch einige zu Gesicht bekommen.

Doch dann nach dem Mittagssnack an Bord haben wir das erste mal Glück und steigen behutsam 30-50m von einem Wal entfernt ins Wasser und schnorcheln los bis wir den riesigen Schatten und dann den Wal erkennen. Leider nur ein recht kurzer Besuch, eben so wie die drei folgenden. Beim letzten Mal erspähen wir eine Walmama mit ihrem Kalb und kommen für einen kurzen Augenblick auch auf 5-6m ran. Das ist schon sehr beeindruckend wie so ein großes Tier schwerelos im Wasser schwebt. Das Kalb ganz nah über dem Rücken, ein kurzer Blick, doch dann wollen sie wohl ungestört sein und tauchen ab in die Tiefe.

Walmama mit Kalb

Trotz der vier kurzen Augenblicke die wir die Wale im Wasser sahen war es mehr als beeindruckend und insgesamt ein schöner Ausflug bei dem unser Skipper immerhin etwas über 30 Meilen auf der Suche war.

In weiser Voraussicht haben wir heute Morgen eine Packung Hühnerbrust aus der Tiefkühltruhe geholt. Denn so eine Wal-Watching Tour bzw. so ein Strandtag macht ordentlich hungrig. Hähnchengeschnetzeltes mit Ananas in Kokossoße, Brokkoli und Reis wird es geben und Martin stellt einmal mehr seine Kochkünste unter Beweis. Gut gesättigt wollen wir heute das von Nick mitgebrachte Spiel einweihen: Munchkin. Die Zeit vergeht dabei wie im Flug und wir haben viel Spaß im Erlernen dieses komplexen Karten-Rollenspiels. Natürlich gewinnt Nick…

Jul

30

Jutta

Heute wollen wir auf Entdeckungsfahrt gehen. Von 2010 bis 2011 hat ein deutsches Paar auf einer einsamen tonganischen Insel (innerhalb der Ha’apai Gruppe, wo wir uns gerade befinden) verbracht und ein Buch darüber geschrieben. Der Titel lautet „Eine Insel nur für uns“. Den Namen der Insel verraten sie jedoch nicht, doch es gibt einige Hinweise, die Martin ausgewertet hat. So ist eine Insel „in der engeren Auswahl“, die auf unserer heutigen Wegstrecke liegt und die wir in Augenschein nehmen wollen.

Es ist ein Segeltag wie aus dem Bilderbuch mit Blick auf den Kao-Vulkan. Die leichte Brise reicht für den Einsatz des Großsegels und der Genua aus und wir gleiten mit etwa fünf Knoten auf dem von den Sonnenstrahlen glitzernden Wasser dahin. Beim Ablegen von Ha’afeva zeigt sich nur ein paar Meter hinter der VAVA-U ein Wal. Unterwegs sehen wir noch einige mehr, die in der weite des Meeres zwischen den paradiesischen Inselatollen wie aus dem Nichts auftauchen und wieder verschwinden. Schließlich erreichen wir die „mögliche“ Aussteigerinsel und setzen mit dem Dinghy über zu einem kleinen Bilderbuch-Atoll.

Schnell stellen wir jedoch fest, dass dies nicht die Insel sein kann, die wir suchen. Trotzdem ein lohnenswerter Ausflug. Zurück auf der VAVA-U stürzt sich Nick noch zu einem Schnorchelgang in das glasklare, türkisblaue Wasser beim Ankerriff. Als er allerdings einem Hai begegnet, ist er doch etwas erschrocken und kommt flugs zurück aufs Schiff.

Bis wir Uoleva erreichen, sehen wir noch ein paar Wale. Martin und Nick fahren nach dem Ankern gleich hinüber ins Resort, um ein kühles Bier an der Bar zu trinken und sich fürs Wale-Watching anzumelden. Mit einer reichhaltigen Mahlzeit (Restepfanne) an Bord und anschließendem Bordkino geht der Tag zu Ende.

Jul

28

Jutta

Zum Glück behält meine Wetter-App nicht recht und es erwartet uns ein strahlender Sonnenaufgang. Nach einem gemütlichen Frühstück macht Martin das Dinghy bereit und wir fahren zum Anlegesteg hinüber nach Ha’afeva. Von dem dort liegenden großen Fischerboot winkt uns ein Mann zu und deutet uns an, bei ihm festzumachen. Viel Unterhaltung ist leider nicht möglich, da er und auch der zweite Mann an Bord kaum Englisch sprechen. Aber mit Händen und Füssen klappt die Verständigung dann doch ganz gut. Der Steg mündet in eine Straße (es ist eher ein Weg). Um zum Dorf zu kommen, müssen wir quer über die Insel, da es auf der anderen Seite liegt. Der Weg führt durch einen dichten, grünen Dschungel aus Palmen, Mango-, Brotfrucht- und Drachenbäumen.

Wir passieren eine kleine Bananenplantage und immer wieder entdecken wir ein Spinnennetz mit der dort heimischen und sehr großen Spinnenart. Ein Picup mit ein paar jungen Männern und Säcken voller Kokosnüssen auf der Ladefläche kommt vorbei, hält kurz an. Wir erfahren, dass die Fähre heute hier anlegt. An einer Stelle ist der Weg komplett mit dem Regenwasser der letzten Tage überschwemmt und wir müssen uns durch das Gestrüpp schlagen. Ein großes Schwein mit vielen Ferkeln kreuzt ebenfalls unseren Weg und bis wir uns versehen, haben wir das kleine Dorf auch schon erreicht. Die Einwohner sind recht zurückhaltend, einige grüßen und winken und von den Kids hört man ein „by by“. Zwei, drei Kirchen, eine Schule, vielleicht dreißig Wohnhäuser. Der langgezogene Strand ist übersäht mit Korallen- und Muschelresten.

Zurück auf der VAVA-U halten wir Ausschau nach der Fähre, die gegen 15 Uhr in der Ferne dann endlich auszumachen ist und sich schnell nähert. Von allen Seiten kommen kleine Boote angefahren und halten auf die Fähre zu, die inzwischen vor Ha’afeva geankert hat. Ein emsiges Aus- und Einladen beginnt.

Martin und Nick sehen sich das Spektakel aus der Nähe an, als sie mit dem Dinghy hinaus zu einem an der Riffkante liegenden Schiffswrack fahren, um dort zu schnorcheln. Eine Fülle von Korallen gibt es dort außer dem Wrack, welches knapp unter der Wasseroberfläche liegt, zu sehen und die Unterwasseraufnahmen machen das Ausmaß deutlich. Die beiden kommen sichtlich begeistert von ihrem Ausflug zurück.

Zur Feier des Tages hat Martin Steaks aufgetaut, die es mit Bohnengemüse und Kartoffelbrei zum Dinner gibt. Danach ist noch eine Runde Bordkino angesagt.

Jul

27

27.7.2019 19:00 MOZ
Jutta
Nachdem uns ab Samstag Nacht 24 Stunden Dauerregen beschert war und der Tag sich somit lediglich zum Abhängen bzw. einer weiteren Bordkino-Vorstellung eignete, waren wir am Sonntag Morgen dann doch froh, dass sich die Sonne wieder zeigte. So konnten wir endlich unseren Ausflug hinüber nach Nomuka Iki starten. In den frühen Morgenstunden gab es allerdings noch einen Schreckmoment. Der Anker hatte sich durch den drehenden Wind gelöst. Zum Glück ist Martin jedoch mit einem siebten Sinn ausgestattet, der ihn selbst im Schlaf nicht im Stich lässt und so wachte er auf und konnte die Lage schnell und souverän in den Griff bringen.
Bei unserem Ausflug nach Nomuka Iki wurden wir freudig vom Inselhund empfangen und nach einigem Rufen erschien auch Mathew (der junge Typ der uns vor zwei Tagen von seinem Kajak aus begrüßt und eingeladen hatte). Wir sind erstaunt, wie ordentlich hier alles aussieht. Es gibt ein paar liebevoll angelegte Beete sowie zwei Häuser und ein größeres zeltartiges Gebäude, in dem sich die Küche befindet.

Mathew berichtet uns vom Nomuka Iki Insel-Projekt, das 2015 (vom Royal Nomuka Yacht Club) ins Leben gerufen wurde und mit Unterstützung von Kronprinz Tupouto’a’Ulukalala seitdem am Aufbau arbeitet. Neben einer Segelschule für Kinder ist u.a. ein Meeresforschungszentrum geplant und ein Erholungsort für Touristen, der sich dem Erhalt der umgebenden Meeresumwelt zum Ziel gesetzt hat. Mathew empfiehlt uns, den kleinen Bush-Trail entlangzuwandern, um die Insel zu erkunden, was wir dann auch machen. Ein wirklich schönes, friedliches Flecken! Da wir heute noch weiter nach Ha‘afeva segeln wollen, beenden wir die Inseltour und machen die VAVA-U startklar zum Ablegen.


Das gute Wetter bleibt uns treu und wir haben sogar ein wenig Wind. Allerdings reicht er zum Segeln nicht aus und wir müssen den Motor mitlaufen lassen. Gut vier Stunden brauchen wir für unsere Wegstrecke. Auf den letzten Meilen bekommen wir sogar noch einen Fisch an die Angel. Allerdings ist es ‚nur‘ ein Barracuda, der laut Martin nicht so gut schmeckt.

So schenken wir ihm die Freiheit wieder… und Martin bereitet statt der fast-Fischmahlzeit ein schmackhaftes Abendessen mit Brotfrucht-Pommes und Hühnerschenkel aus dem Backofen.
Das obligatorische Backgammon-Abend-Duell – zwischen Martin und Nick – darf dann natürlich nicht fehlen.
POS 27.7.2019 06:00 UTC: 19 56.456 S und 174 42.943 W

Jul

25

26.07.2019 12:30 MOZ
Jutta
Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt und kurz nachdem wir den Anker eingeholt haben, tuckern wir geradewegs einem sagenhaften Sonnenaufgang entgegen. Die ersten Meilen in Richtung der Ha’apai Inselgruppe müssen wir aufgrund des fehlenden Windes motoren. Kurz nach unserem Start sehen wir in der Ferne bereits den ersten Wal. Das Glück ist uns wohlgesonnen und es soll nicht der einzige bleiben. Dank des inzwischen auffrischenden Windes kommen dann doch noch Groß und Genua zum Einsatz. Das Tempo bleibt mit vier bis fünf Knoten zunächst gemütlich und die See zeigt sich heute von ihrer sanften Seite. Wie ich so sitze und das Meer betrachte, werde ich plötzlich von diesem typischen „Blase-Geräusch“ eines Wals aufgeschreckt. Ich sehe seinen großen Körper nur wenige Meter von der VAVA-U entfernt und rufe Martin und Nick herbei. So nah ist uns bisher noch keiner gekommen und wir schauen ihm lange nach, bis er in der Ferne nicht mehr zu sehen ist. Wenig später ist dann noch ein Buckelwal ebenfalls fast neben uns und dann sichtet Nick in einiger Entfernung nochmals eine Fontäne. Durch das Fernglas machen wir eine riesengroße Schwanzflosse aus, dahinter eine kleinere, die sich aus dem Wasser hebt und senkt. Offenbar eine Walmutter mit ihrem Nachwuchs und zwar ein riesiges Exemplar, der Schwanzflosse nach zu urteilen.

Unser anvisiertes Ziel, Kelefisia, ist bald erreicht. Leider ist jedoch die Brandung rund um die Insel zu stark, um dort zu ankern, so dass wir unsere Pläne ändern und weiter segeln. Nomuka Iki Island heißt das neue Ziel, das wir dann zwei Stunden später und in sehr gemächlichem Tempo erreichen. Auf den letzten Meilen werden wir noch kurz von einer Schule Delfinen begleitet.


Martin und Nick stürzen sich nach dem Ankern vor einem wieder paradiesischen Eiland gleich ins Wasser, um das Riff zu erkunden. Später taucht wie aus dem Nichts ein Kanu auf, das Kurs auf die VAVA-U nimmt. Ein junger Mann grüßt herüber und stellt sich als Bewohner – der EINZIGE Bewohner – von Nomuka Iki vor. Er lädt uns ein, ihn morgen drüben zu besuchen. Um das Tagesprogramm abzurunden, zaubert Martin pünktlich zum Sonnenuntergang, der sich einmal mehr in seiner vollen Pracht zeigt, einen Sundowner und anschließend noch ein leckeres Abendessen mit Scampi in Kokosnuss/Currysoße mit Erbsen-Reis.


Bilder ´, auch zum letzten Blogeintrag folgen wenn wir wieder Netz haben 😉
POS 25.07.2019 23:30 UTC: 20 16.647 S und 174 48.275 W

Jul

24

Jutta

Nachdem wir gestern noch die restlichen Einkäufe auf dem Markt in Nuku’alofa erledigt und das Mietauto zurückgegeben haben, war für den restlichen Tag Entspannung bzw. Wassersport (Paddeln und Schwimmen) angesagt. Zumindest für mich und Nick. Martin muss noch etwas am Schiff reparieren und nimmt auch die Zubereitung des Abendessens später noch in die Hand: den Gemüse-Hackfleisch-Auflauf mit Brotfrucht. Den lassen wir uns zum Dinner schmecken und beenden den Abend mit dem Tom-Hanks-Movie „Terminal“.

Bevor wir Tongatapu den Rücken kehren, müssen noch ein paar Formalitäten erledigt und Geld gewechselt werden. Dann holen wir nach einem entspannten zweiten Frühstück den Anker ein, um die sagenhaften vier Meilen Tagesetappe zur Insel Fafá hinüber zu motoren.

Dort befindet sich ein kleines Luxusresort, das von Deutschen geleitet wird. Von unserem ersten Ankerplatz werden wir wieder „vertrieben“. Anker also nochmal hoch und eine halbe Runde weiter das Inselriff, dort Anker wieder runter. Der Tag lädt zum Sonnenbad ein und auch das Paddelboot kommt wieder zum Einsatz. Martin erkundet die „Umgebung“ schnorchelnd. Später geht es mit dem Dinghy auf die Insel. Wir sprechen mit der deutschen Geschäftsführerin und unterhalten uns mit ein paar Deutschen, die als Tagesgäste auf die Insel gekommen sind. Wir sind überrascht, wie viele Gäste auf der Insel sind. Das kleine Paradies ist schnell umrundet und auch der Bush-Trail quer durch die Insel in maximal 10 Minuten durchwandert. Alles ist sehr hübsch angelegt. In den Bäumen entdecken wir drei farbenprächtige Papageien, die zu einer sehr seltenen Gattung gehören.

Da die Tageszeit gerade günstig ist – die Sonne beginnt sich zu verabschieden und der Himmel hat sich schon gelb-orange eingefärbt – bietet sich ein Sundowner vor Ort an. Zumal die Karte hier auf der Insel reichlich Auswahl bietet. Die farbenprächtigen Drinks mit exotischer Deko sind dann zusätzlich noch ein Augenschmaus.

Zurück auf der VAVA-U brauchen wir dann nur die Reste vom Vortag aufzuwärmen und können unsere knurrenden Mägen mit dem restlichen Auflauf von gestern zufrieden stellen, bevor wir den Abend gemütlich ausklingen lassen.

Jul

22

Jutta

Nach einem ziemlich verregneten und auch wegen der sonntäglichen Ruhe relaxten Sonntag beginnt der Montag für uns bereits um 7 Uhr morgens. Nach dem Frühstück wollen wir gleich hinüber nach Tongatapu, um einen Mietwagen zu organisieren. Im Air Newzealand Büro, das sich in Hafennähe befindet, haben wir Glück und können das einzige, für den heutigen Tag noch verfügbare, Fahrzeug übernehmen. Die Formalitäten sind schnell erledigt und um 10 Uhr können wir unsere geplante Inseltour starten.

Das erste Ziel sind die Blow Holes am Houma Beach, denn in zur Hochwasserzeit ist dieses Naturschauspiel am spektakulärsten anzusehen. Und wir werden nicht enttäuscht. Über eine Länge von fünf Kilometern erstreckt sich dieser Küstenabschnitt, an dem die Brandung stellenweise mit einer solchen Gewaltigkeit herein prescht, dass einen der Sprühnebel noch in weiter Entfernung „abduscht“. Immer wieder bäumt sich die Gischt meterhoch auf. Das Wasser donnert mit lautem Getöse gegen die Felsen und drückt sich fontänenartig zwischen den Lücken und Löchern im Felsgestein hoch. Ein einzigartiges Schauspiel und es fällt schwer, sich davon loszureißen.

Blowholes Tonga

Doch das nächste Tagesziel wartet: Tsunami Rock. Der fast kugelrunde, neun Meter hohe und 1600 Tonnen schwere Felsbrocken, den einst ein Tsunami an diese Stelle befördert haben soll, ist weltweit der größte seiner Art.

Auf unserer Weiterfahrt um den nord-westlichen Küstenabschnitt passieren wir ein Beach-Resort, welches im traditionellen Baustil errichtet wurde und sehr einladend aussieht aber ausgestorben wirkt. Zumindest sehen wir keine Gäste. Unsere Hoffnung vielleicht hier oder in einem der anderen zwei oder drei ausgeschilderten Resorts, die an unserer Strecke liegen, etwas zu Essen zu bekommen, erfüllt sich leider nicht. Entweder sind sie ‚closed‘ oder es gibt nur Dinner bzw. dies auch nur an bestimmten Tagen.

Wir hoffen auf später und fahren weiter zum Aussichtspunkt am Abel Tasman Landing Point. Einzig der mit Getränkedosen aller Art bis zum Rand befüllte Riesen-Sammelbehälter dort zeugt davon, dass hier wohl hin und wieder Menschen vorbeikommen. Wir setzen unsere Fahrt abseits der Hauptstraße fort und müssen feststellen, dass die hiesigen Nebenstrecken nicht sehr gut ausgebaut sind. Immer wieder stellen sich uns Riesenpfützen in den Weg oder tiefe Schlaglöcher zwingen uns dazu das Fahrtempo zu drosseln. Wegweiser gibt es nicht und auch Google Maps vermag uns nicht zu unserem nächsten Ziel, der Natural Landing Bridge, zu lotsen. Dafür stoßen wir auf einen atemberaubend schönen Küstenstreifen, der uns einmal mehr die eindrucksvolle Gewaltigkeit des Meeres vor Augen führt. Als wir uns den steilen, meterhohen Klippen nähern, müssen wir uns gegen den Wind stemmen, der einen umzublasen droht. Das Donnern der sich an den Felsen brechenden Brandung ist gewaltig und das Schauspiel wirklich außergewöhnlich. Interessant sind dann auch die Anahulu Höhlen mit Süßwasserpool, die man für ein kleines Eintrittsgeld besichtigen kann.

Unser Hunger – und vor allem der Durst – ist inzwischen nicht weniger geworden und als auch nach diesem weiteren Highlight nichts „Cafe-mäßiges“ auftaucht, steuern wir einen der Mini-Markets an, um uns wenigstens mit Wasser zu versorgen. Am Ha’amonga’a Maui Steintor, das ein bisschen an Stonehenge erinnert, verkaufen ein paar Tonganerinnen Souvenirs. Etwas essbares ist leider nicht dabei. Allerdings teilt die freundliche Frau ihren letzten kleinen Krapfen (schmeckt tatsächlich wie ein ungefüllter Krapfen) mit uns. Weil sie so nett war und die Sachen auch ganz schön sind, kaufen Nick und ich dann noch eine Kette bzw. ein Armband bei ihr.

Zurück in der Stadt steht nun noch der Großeinkauf für die nächsten zweieinhalb Wochen an. Mit drei vollen Einkaufswagen verlassen wir den ersten Supermarkt, in dem wir aber nicht alles finden, was wir brauchen. Im zweiten Supermarkt sind es dann „nur“ noch zwei Einkaufswagen. Es passt alles geradeso in unser kleines Auto hinein.

Die Cafe-Pause, im schon bekannten und guten Friends Cafe, haben wir uns nun wirklich verdient und lassen es uns bei Cappuccino und Kuchen (Martin) bzw. Kürbissuppe (Jutta) und Süßkartoffel-Pommes (Nick) gut gehen, bevor wir die Einkäufe an Bord schaffen und den Tag gemütlich ausklingen lassen.

Jul

20

Jutta

Gestern hat sich die Crew für den nächsten Törnabschnitt vervollständigt, nachdem sich Spüli und Hannah tags zuvor verabschiedet haben und schon mal gen Fidschi gestartet sind. Der Jetlag sitzt dem einen oder anderen heute noch in den Gliedern, was die Frühstückszeit an diesem Morgen etwas ausdehnt.

Gegen 12.30 Uhr hat dann aber jeder sein Frühstück eingenommen und wir können unser Tagesprogramm starten. Mit dem Dinghy düsen wir hinüber auf die Hauptinsel, um ein paar Lebensmittel zu besorgen und uns wegen eines Mietautos zu erkundigen. Leider haben die Car-Rentals, an denen wir vorbeikommen, bereits geschlossen.

cof

TouristInfo

Im Friedly Cafe mit Touristeninfo bekommen wir in Sachen Mietauto Hilfe angeboten. Eine der Angestellten dort will sich am Montag in der Früh um ein Auto für uns kümmern. Wir beschließen dennoch, vorher nochmal selbst zu eruieren. Das Cafe sieht so einladend aus und hat verlockende Kuchenstücke im Angebot, dass wir uns erst einmal eine Kaffee-Pause genehmigen. Wir werden nicht enttäuscht. Sowohl Kuchen wie auch Cappuccino schmecken vorzüglich und man sitzt sehr gemütlich dort.

Strassenmarkt Nukualofa


Nukualofa-Impressionen

Irgendwann müssen wir uns dann aber doch losreißen, um die Einkäufe zu erledigen. Der Markt ist ganz in der Nähe und bietet eine gute und reichhaltige Auswahl an frischem Gemüse und Obst. Gleich gegenüber befindet sich auch ein größerer, gut ausgestatteter Supermarkt. Lediglich ungesalzene Butter ist Mangelware bzw. gar nicht erhältlich.

Mit unseren Einkäufen beladen laufen wir zurück zum Hafen und befördern unsere Fracht sowie uns selbst im Dinghy zurück zur VAVA-U. Martin macht sich sodann an die Arbeit, um die Waschmaschine zu reparieren, da mit Nick auch das letzte fehlende Ersatzteil eingetroffen ist.

WA-MA-Reparatur

Zum Abendessen wollen wir heute hinüber auf die Insel Pangaimotu, vor der wir ankern. Uns wurde das Essen dort sehr empfohlen. Es gibt zwar nur vier verschiedene Gerichte und wir entscheiden uns geschlossen für den gegrillten Yellow Tuna mit Pommes und Salat, welcher wirklich köstlich schmeckt! Für den treu blickenden Hund der Restaurantbesitzer bleibt leider kein Krümelchen übrig.

Auch die Atmosphäre stimmt und bei Sonnenuntergangsstimmung kommen wir mit den anderen Gästen am Nebentisch ins Gespräch. Einem Belgier, der in Atlanta lebt, dessen Frau Tonganerin ist und die mit ihren zwei Kindern jedes Jahr zwei Monate hier in ihrem Haus verbringen. Zum Ausklang des Abends gibt es zurück auf der VAVA-U noch ein Backgammon-Duell zwischen Martin und Nick.

Jul

18

Törn Zusammenfassung

Samoa-Tonga_Juli 2019

Angelaufene Häfen/Buchten:

POLYNESIEN

Samoa-West:
Upolu-Apia, Savaii-Matautu Bay

Königreich TONGA:
Niuatoputapu
Vava’u Groupe
Ha’apai Groupe
Nukualofa-Tongapatu

 

Gesegelte Strecke:  660 sm, davon unter Segeln: 590 und 70 unter Maschine
Max. Boot-Speed 11,5 Kn
Max Wind 35 Kn aus ESE zwischen Vava’u und Ha‘apai

Bemerkungen:

Wetter:
Temperaturen um die 25 Grad, tags und nachts
Wasser um die 24 Grad
Tags und meist aber Nachts heftige, aber kurze Regenschauer, sehr hohe Luftfeuchtigkeit

Jul

18

Gästebuch 09-2019

 

Via Hand gegen Koje von Spüli

Traumhaft
  • Törn im Juli 2019, Seegebiet/Strecke: Samoa, Apia bis Tonga, Nuku’alofa

Ich bin vorher noch nie richtig gesegelt, vom Seegang her, aber dieser Törn trotz nicht immer perfektem Wetter war traumhaft oder gerade deswegen. Am Ende sahen wir jede Insel bei schönem Wetter, die Crew war perfekt zusammen gewürfelt und ergänzte sich optimal, obwohl unser Skipper eigentlich niemanden benötigt, keinen Koch, Handwerker oder Reiseleiter. Fast schon zu perfekt gestaltete er unsere drei Wochen, so daß ich definitiv wieder komme – hoffentlich lesen das nicht zu viele !!!
Gegen Seekrankheit gibt es Pillen, hatte danach erst richtig Spaß! Regenkleidung und schnell trocknende Sachen sollte man einpacken, für alles andere ist die VAVA’U perfekt ausgestattet. Vielen Dank für das krönende Highlight meiner längeren Reise.

Jul

17

Jutta

Da es gestern beim Ankern schon dunkel war, konnten wir nur erahnen, welch schönen Liegeplatz wir uns ausgesucht haben. Das Morgenpanorama zeigt dann, dass wir eine sehr gute Wahl getroffen haben. Wir sind begeistert! Das Meer zeigt sich heute spiegelglatt, glitzert in der Morgensonne und es liegt eine unendliche Stille über der Szenerie.

Nukualofa Pangaimotu

In unmittelbarer Nähe zu unserem Ankerplatz können wir die vom Rost durchlöcherte Bugspitze eines versunkenen Wracks sehen, welches offensichtlich als Werbetafel für die auf Pangaimotu befindliche Strandbar dient. „Big Mama Yachtclub 2019“ steht drauf. In der Ferne machen wir weitere fünf Schiffswracks aus und beschließen, uns diese nach dem Frühstück näher anzusehen. Mit dem Dinghy drehen wir die Runde. Auf fast allen der mehr oder weniger verrotteten Schiffsüberresten haben sich Krebse angesiedelt, die eifrig dort herumtummeln. In einem der Wracks hat sich der mit Meerwasser vollgelaufene Schiffsbauch zu einem schwimmenden Aquarium verwandelt, in dem bunte Fische schwimmen. Das Ganze wirkt etwas surreal aber wir finden, es hat was.

Wir steuern die „Big Mama“ Strandbar an, die bei genauer Betrachtung eher einer Bretterbude gleicht, die aber durchaus Charm ausströmt. Wir sind die einzigen Gäste und das Personal wirkt noch etwas verschlafen. Wenig später trifft dann ein Ausflugsboot am Steg ein und spukt eine Handvoll Besucher aus. Plötzlich ist Leben auf der Terrasse mit den bunten Lounge-Stühlen. Noch ein kurzer Strandspaziergang und wir kehren auf die VAVA-U zurück. Dort wartet der restliche Apfelkuchen darauf, verspeist zu werden.

VAVA-U Crew

Martin und Hannah machen sich nach kurzer Pause per Dinghy auf den Weg hinüber nach Nuku’alofa, um Formalitäten zu erledigen und etwas Obst einzukaufen. Spüli beschließt, mit dem Kanu eine kleine Paddeltour hinüber zur „Big Mama“-Bar zu unternehmen, um das Fischgericht dort zu kosten und noch ein Schwätzchen mit den anderen Gästen zu halten. Als er von seinem Ausflug zurückkommt, versuche ich das mit dem Paddeln auch noch und stelle fest: das macht richtig Spaß! Spüli versucht sich im Standup Paddeln.

So vergeht auch der Nachmittag wie im Fluge und schon senkt sich die Sonne und ein grandioser Sonnenuntergang kündigt sich an.

Zum Törnende haben wir uns nochmals Kaiserschmarrn gewünscht. Leider vergisst Martin aber im Eifer des Gefechtes, die Eier zu trennen und so werden es Eierkuchen. Die schmecken aber – zusammen mit dem Rhabarber-Apfelmus – mindestens genauso gut! Ein letztes Mal fordert Hannah Martin zum Backgammon Duell heraus. Es geht unentschieden aus. Zumindest ziemlich.

Jul

16

Jutta

Nach dem Frühstück lichten wir den Anker. Zuvor bäckt Martin aber noch schnell einen Apfelkuchen für später.

Wir haben heute die Insel Kelefisia zum Ziel, die 15 Seemeilen entfernt ist. Leider macht uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung und auch die Windverhältnisse meinen es nicht gut mit uns. Bereits kurz nachdem wir gestartet sind, fängt es auch noch zu nieseln an. Ich habe bis 14 Uhr Wache an Deck und kann beobachten, wie das Grau des Himmels immer dichter wird, der Niederschlag zunimmt und sich die Sicht extrem verschlechtert. Wir starten mit etwas Wind und der Genua. Später kommt auch das Groß zum Einsatz. Allerdings nicht dauerhaft, da der Wind heute ordentlich seine Spielchen mit uns treibt und schließlich total einschläft. Also hilft es nichts und wir müssen doch den Motor anwerfen. Kelefisia lassen wir links liegen und starten durch zur Hauptinsel Nuku’alofa.

Wenigstens haben sich die schlechte Sicht und die grauen Wolken am frühen Nachmittag schon verflüchtigt und der Himmel wird immer blauer. So schaukeln wir bei angenehmen Temperaturen gemütlich dahin. Später wärmt Martin die Reste vom Vortag auf und zaubert noch einen leckeren Krautsalat und ein paar kleine Häppchen. Wie immer schmeckt das Essen köstlich!

Richtig schön wird es dann noch, als die Sonne untergeht und sich direkt gegenüber der Mond hoch arbeitet. Es ist Vollmond heute und die große runde Kugel zeichnet sich scharf vom dunklen Firmament ab und wirft ihren leuchtenden Schein auf die Wasseroberfläche. Überzieht sie mit goldenem Glanz. Mit Martins Manövrierkünsten schlängeln wir uns durch die für mich verwirrenden Lichter überall und ankern schließlich neben zwei Schiffen vor einer kleinen Vorinsel Pangaimotu von Nuku’alofa.

Jul

15

15.07.2019 22:00 MOZ
Spüli
Beim gemeinsamen Frühstück um 9 Uhr besprechen wir das Tagesprogramm, die Sonne hatte sich vor einer Stunde bereits durch die Wolken gedrückt. Nach halbstündiger Dinghy-Fahrt erreichen wir Hihifo auf Lifuka, wo wir uns beim Customs-Büro an- und direkt wieder abmelden müssen. Eigentlich will Martin auf geradem Weg zum Hafen schippern, ändert allerdings die Route, weil die Wassertiefe nicht ausreichend ist. Ein kleiner Bogen um dann dem markierten Pass zur Marina zu folgen, wo wir einen Einheimischen nach dem Weg fragen. Ich frage einen Local, warum alles dekoriert ist und die einheitlich gekleideten Schulkinder an der Hauptstraße warten.

Tonga-König

Der König wird minütlich erwartet um morgen das große jährlich stattfindende Fest „Agricultural Show“ zu besuchen.
Diese Veranstaltung findet nach und nach auf allen Hauptinseln des Königreichs-Tonga statt. In diesem Rahmen werden inseltypische Kunsthandwerke, Speisen, Früchte sowie Meeresgetiere präsentiert.
Wir schlendern die Paradestrecke entlang und grüßen die Kinder mit Malol e lelei – Hallo auf Tongaisch, was diese mit einem Lächeln quittieren. Nach dem offiziellen Papierkram suchen wir in Supermärkten nach Obst und Gemüse. Als die Kinder angewiesen werden sich ordentlich aufzustellen, reihen wir uns mit ein, denn es naht die Eskorte des Königs. Zügig huscht er winkend bei geöffnetem Seitenfenster an uns vorüber. Hannah und Martin kaufen im letzten Chinesenmarkt doch noch ein paar Äpfel. Orangen und Karotten aus Australien, was anderes hatte auch vorher keiner im Angebot. Am Pier fragt uns Martin etwas überrascht „Wo ist mein Boot?“. Berechtigte Frage, nicht mehr dort wo er es vorhin festgebunden hatte. Aber genauso schnell die Auflösung, alle Boote waren weiter nach links an das nächste Pier gelegt worden. Hier erklärt uns ein Fischer, dass das ganze Obst und Gemüse für das morgige Fest samt Agrarshow gehortet ist und direkt nach dem Rundgang des Königs verkauft wird. Martin will sich nochmal Wetter und Wind anschauen, aber wir sind noch weit von Nuku’alofa entfernt.

Beim Schnorcheln um die VAVA’-U bemerken wir, dass sich die Ankerkette unter einem Felsen eingeklemmt hat. Martin löst sie durch Manövrieren des Bootes und Einholen des Ankers. Mit dem Hauptsegel Motoren wir im Bogen zuerst nach Westen, dann mit zusätzlichem Focksegel ohne Motor geht es südlich gen Insel Lalona.

Heute sehen wir drei Boote auf unserem Törn, auf allen bisherigen zusammen kein einziges. Zum späten Mittagessen gibt es die Reste von gestern aufgewärmt. Gegen 16 Uhr 30 sehen wir die erste der 4 Inseln, welche im Halbkreis liegen, die dritte ist unser Ziel. Zum Sundowner um 18 Uhr ankern wir vor Lalona und genießen den Ausblick von unserer Terrasse. Kurz nach 19 Uhr verteilt Martin das Kürbis-Mousaka à la Lalona, wiedermal eine gelungene Kreation. Nach dem Mahl suchen wir auf der Karte eine einsame Insel, auf der ein deutsches Paar ein Jahr lang wie Robinson Crusoe gelebt hatten. In ihrem Buch „Eine Insel für uns“ hatten sie mehrere Hinweise gegeben, aber irgendwie passt keine Insel hundertprozentig auf die Beschreibungen und Fotos.

Die Backgammon-Partien zwischen Hannah und Martin verlaufen nun immer ausgeglichener, Martin verfügt aber über mehr Erfahrung und Routine, wie beim Segeln. Morgen steuern wir Kelefesia an, dort in der Nähe könnte die einsame Insel liegen!
POS 15.07.2019 09:00 UTC 20 20,846 S und 174 31,534 W

Jul

14

Jutta
Um 6.30 Uhr früh stehen wir an Deck, um den Anker zu lichten. Auf geht’s zu unserem nächsten Ziel, zur Ha’apai Inselgruppe. Sie besteht aus 62 Inseln, von denen knapp die Hälfte bewohnt sind. Die Gesamteinwohnerzahl beträgt gerade mal 8300 Menschen. Interessant ist, dass ganz in der Nähe der Hauptinsel Tofua 1789 die Meuterei auf der Bounty stattfand.

Ha’apai-Groupe

Ob wir die gut 50 Seemeilen, die wir bis dorthin vor uns haben, bis zum Einbruch der Dunkelheit schaffen, ist noch fraglich. Das Wetter meint es heute gut mit uns. Zumindest beim Start… Innerhalb der nächsten Stunde sollen wir aber erleben, wie schnell sich die Wetterlage auf See ändern kann. Der Wind frischt deutlich auf und die Strecke auf dem Wasser wird zu einem Ritt auf ungestüm sich aufbäumenden Wellen. Nicht nur einmal prescht ein gehöriger Schwall Wasser quer über das Deck und manchmal auch über uns.


Trotz der wilden See sind wir alle guter Dinge. Neben einem Wal bekommen wir dann auch einen Hai zu sehen, der in der Nähe vom Schiff auftaucht. Und am Himmel erscheint immer wieder ein quietschbunter Regenbogen. Auf halber Strecke wird die See dann auch deutlich ruhiger. Der Wind peitscht uns jetzt mit zeitweise 10 Knoten voran, was ein flottes Vorwärtskommen bedeutet. Bereits um 15.30 Uhr erreichen wir bei bester Wetterlage unser Ziel: die Insel Uoleva, wo wir den Anker werfen. Dann alle Luken auf, die feuchten Sachen an die Wäscheleine und gemütlich eine Latte geschlürft. Es bleibt noch reichlich Zeit für eine Inselerkundung also machen Martin, Hannah und Spüli sich dem Dinghy los. Auf der Insel gibt es ein Resort und traumhaften, endlos langen Sandstrand. Ein weiteres Südseeparadies zeigt sich von seiner schönsten Seite!


Kurz vor Sonnenuntergang treibt der Hunger die Drei dann zurück aufs Schiff und Martin und Hannah stürzen sich sogleich in die Kombüse, um den Kürbis aufzuschneiden und ein bestimmt wieder köstliches Mahl zuzubereiten. Kürbisrisotto!

Jul

13

Spüli

Kurz vor 8 Uhr wache ich durch sehr nahes Vogelgeschrei auf, Hunderte von Vögeln kreisen und fischen direkt hinter uns – Video, Foto und weiterschlafen. Nach dem gemeinsamen Frühstück gegen 9 Uhr ist Freizeit angesagt und jeder geht seiner Lieblingsbeschäftigung nach. Als ich zufällig mal über das Wasser schaue, fällt mir eine kleine Nebelwolke knapp über der Oberfläche in nicht mal 200 Metern Entfernung auf. Ich rufe die Anderen, da taucht der gleiche oder ein Zweiter bereits schon wieder auf und holt Luft. Beim Abblasen staubt eine Fontäne auf, die sich wieder rasch verflüchtigt. Dies wiederholt sich in kurzer Zeit mehrfach und scheint auch räumlich versetzt, so dass wir von mehreren Buckelwalen ausgehen. Nach 15 Minuten tauchen sie ungefähr an derselben Stelle in gleicher Richtung auf, als seien sie einen Kreis geschwommen. Danach verschwinden sie gen Westen, wir sehen immer wieder die kleinen Fontänen bis sie nahe der nächsten Insel verschwinden – lucky, lucky !!!

Viele Touristen machen eine Tagestour und sehen keinen einzigen und bei uns schwimmen sie in Sichtweite mit Ehrenrunde vorbei. Nach 14 Uhr schippern wir bei Sonnenschein mit dem Dinghy um unsere Insel Ovalau herum zum dahinter gelegenen Mounu Island Resort. Kristy, die Inselbesitzerin, erlaubt uns einen Rundgang zu machen, wir sollen nur Abstand zu den Gästehütten halten. Das Resort-Schild hängt an einem Rippenknochen, man geht durch aufgestellte Flossenkonchen und dahinter liegen die Wirbel eines Buckelwales – sehr beeindruckend.

In einer Viertelstunde umrunden wir das süße Eiland mit Puderzucker-Sand und verschieden farbigen Riffen, die zum Schnorcheln einladen. Wir ordern Getränke und Martin erkundigt sich nach dem Essen, da er hier ja noch einmal vorbeikommt.

Sie zeigt uns Bilder auf ihrer Instagram-Seite, das Überraschungsmenü wird in Abhängigkeit des Fangs und der Vorratskammer zusammengestellt. Ihr Hund gehörte dem letzten König, der mit ihrem Vater eng befreundet war und ihn nach dessen Tod geschenkt bekam. Wir bezahlen und kehren zurück, damit wir Kaffee und Kuchen nicht verpassen, die tief stehende Sonne lässt uns nochmal ihre ganze Kraft fühlen.

Martin verzurrt das Beiboot reisefertig und checkt VAVA-U für morgen früh. Nach dem Sundowner um halb sieben werden die Spaghetti Bolognese zubereitet, für die vorher das Hackfleisch in der Sonne aufgetaut wurde. Nach dem Essen vermöbelt Hannah unseren Skipper beim Backgammon und ich schreibe beim Kiebitzen die Erlebnisse von diesem schönen Tag auf. Morgen früh um 6 Uhr 30 wird der Anker gehievt und Segel gesetzt für unseren nächsten Törn, träumt was Schönes.

Jul

12

Wir haben ein Hölen-Schnorchel-Video von der Swallow Höle gemacht und auf Youtube hochgeladen

Vava’u Karte – Swallow Cave

Swallo Cave-Schnorchel-Video

Jul

12

Jutta

Der Morgen ruft zu neuen Zielen! Die Vava’u Gruppe besteht aus so vielen Inseln und wir wollen uns noch ein paar davon ansehen. Zunächst gönnen wir uns aber ein gemütliches und stärkendes Frühstück, während sich immer mehr die Sonne hinter den restlichen Wolkenfetzen hervor arbeitet.

Gegen 11 Uhr hissen wir dann das Segel und holen den Anker ein, um in die Bucht von Ovalau zu segeln, die ca. 7 Seemeilen von unserem jetzigen Standort entfernt liegt. Bei gemütlicher Fahrt genießen wir den Ausblick auf die an uns vorbeiziehenden Inseln, die allesamt saftig grün bewachsen sind, und können schon bald in der Ferne den strahlend weißen Strand unserer Ziel-Insel ausmachen.

Dieses an paradiesische Südseeträume erinnernde Eiland ist von türkisblauem Wasser umgeben und je näher wir kommen, desto begeisterter werden unsere Gesichter angesichts dieses herrlichen Plätzchens. Kaum haben wir geankert, drängt es Martin, Hannah und Spüli bereits nach der Erforschung des unbewohnten Eilands.Ist es wirklich unbewohnt? Aus der Entfernung sehen wir … einen Hund?… Bei näherer Betrachtung durch das Fernglas stellen wir fest, dass es sich um eine Ziege handelt. Und dann sind es plötzlich drei Ziegen.

Mit Schnorchel und Flossen bestückt, schwimmen Martin, Hannah und Spüli hinüber und schlendern wenig später den Strand entlang. Später sehe ich sie etwas durch die Luft werfen. Das sieht nach einer Kokosnuss aus, oder ist es ein Ball? Später erzählen sie, dass sie versucht haben mit einer Kokosnuss eine andere Kokosnuss herunterzuholen. Hat aber nicht geklappt. Der Ausflug hat sich trotzdem gelohnt und zumindest Hannah hat ein paar wunderschöne Muscheln gefunden. Martin ein Fischgebiss, das sehr skurril aussieht.

Nach dieser anstrengenden Erkundungstour gibt es erst mal Kaffee und Kuchen – dann sind alle etwas müde und es ist Siesta angesagt.

Alle außer Martin, muss es korrekt heißen. Der bastelt derweilen ein YouTube Video von der gestrigen Höhlenerkundung
(Swallo Cave Youtube-Video)
schrubbt ein bisschen das Schiff unter Wasser und bereitet schon mal alles für den Sundowner und das Abendessen vor. Pünktlich zum Abendessen wachen dann auch alle auf. Aus den Resten des Vortags überrascht uns Martin mit einem leckeren Mahl und alles wird bis auf zwei verbleibende Kartoffelpuffer restlos verdrückt. Spüli ist von der Nahrungsaufnahme – oder hat er zu viel Sonne abbekommen? – dermaßen erschöpft, dass er sich gleich wieder aufs Ohr legt und Hannah und Martin drängt es nach dem abendlichen Backgammon-Duell.

Jul

11

Jutta

In der Nacht hat es wieder einmal geregnet. Der Morgen zeigt sich vielversprechend und wie geplant fahren wir noch vor dem Frühstück mit dem Dinghy hinüber zum Riff, um eine Runde bei Niedrigwasser zu schnorcheln.

Rifflandschaften Vava’u

Wir haben Glück und die Sonne kommt heraus, so dass wir das Riff mit seiner bunten Vielfalt an Meeresbewohnern in seiner ganzen Farbenpracht bewundern können. Besonders die Clownfische (Nemos), die gelben Trompetenfische und Seesterne in den tollsten Schattierungen beeindrucken uns.

Der Schnorchel Trip hat uns ordentlich hungrig gemacht und es wird Zeit für ein ausgiebiges Frühstück.

Da am Horizont Wolken aufziehen, nutzt Martin dann noch schnell das Rest-Sonnenlicht, um mit seiner Drohne das Inselparadies von Vava’u von der Luft aus filmisch festzuhalten. Damit nicht genug, bäckt er im Anschluss mal eben zwei Kuchen – mit Hannahs tatkräftiger Unterstützung. Da das Wetter doch besser bleibt als angenommen, starten Martin, Spüli und Hannah zu einem weiteren Trip mit dem Dinghy, um die beiden Höhlen in der Nähe zu erkunden. Allerdings erst, nachdem wir uns den frisch gebackenen Kuchen inklusive Latte haben schmecken lassen. Martin hat sich wieder mal selbst übertroffen und jeder greift sich noch ein zweites Stück, so dass kein Krümel übrigbleibt. Zum Glück gibt es ja noch einen zweiten für morgen…

Die erste Höhle „Swallow’s Cave“ erweist sich als sensationelles Ausflugsziel. Mit dem Dinghy kann man in die 30 Meter hohe Höhle hineinfahren und alleine schon die Farben der Felsen begeistern. Der Schnorchelgang ist ein weiteres Highlight. In den Tiefen des „Höhlenwassers“ wimmelt es nur so von Fischen. Hunderte sind es und alle „von der gleichen Sorte“. Sobald jemand durch ihren Schwarm hindurch schwimmt, bilden sie immer wieder neue Formationen, was herrlich anzusehen ist.

Swallos CAve Vava’u

Nach dem Ausflug und nach einer Erholungspause, als sich der Tag dem Ende zuneigt und die Mägen zu knurren beginnen, bereitet Martin mal auf die Schnelle ein köstliches Abendessen zu. Es gibt: Shrimps in einer Mischung aus Zwiebeln und Knoblauch angedünstet und mit grüner Currypaste sowie Weißwein und Sahne verfeinert, dazu in Kokosmilch gekochter Reis mit Erbsen. Zufrieden und satt lassen wir alle Viere grade sein bzw. können es sich Martin und Hannah nicht verkneifen, sich erneut ihrer Backgammon-Leidenschaft zu widmen.

Jul

11

Es gibt wieder mal neue Bilder vom Törn hier im Blog.

Und der gesamte Blog Samoa-Tonga in chronologischer Reihenfolge hier

 

Jul

10

Spüli alias Stephan

Morgens um 6 Uhr läuft die Fähre ein und später brechen die Anglerboote auf. Wir frühstücken gegen 9 Uhr gemütlich und schippern danach an Land um notwendige Dinge zu erledigen. Bojen-Gebühr, Müllentsorgung, Einkauf und beim Customer-Amt die fertigen Papiere abholen, bevor wir uns im Mango für WLAN-Arbeiten treffen.

Wir machen die Leinen los und tuckern raus zum Japenese Coral Garden, wo wir über Nacht ankern werden. Später schnorcheln wir eine Runde um die VAVA-U und erblicken hunderte von Seesternen und Fischen, einige Anemonen und eine Moräne!

Die Hähnchen-Schenkel brutzeln im Ofen, die Kartoffeln kochen, ich schreibe Berichte, Hannah und Martin duellieren sich beim Backgammon und Jutta muss ihren Wespenstich kühlen. Zum Sonnenuntergang steht bereits wieder ein Getränk auf dem Tisch und die Locals singen gegenüber in der Kirche, hat schon was. Die Schlegel in der eigenen Sauce, Kartoffel-Kokosnussbrei und Karotten-Gemüse mit Knobi, Zwiebeln und Kokosnuss, unsere Schiffsköche Martin und Hannah könnten auch auf jedem Luxusdampfer anheuern, es schmeckt sensationell!!! Wir gehen zeitig in die Kojen, da alle sehr müde sind. Ich schlafe draußen wie immer in dieser herrlichen Natur. Einige Boote passieren uns noch in der Dunkelheit, da wir genau auf der Verbindungsstrecke zwischen zwei Dörfern mitten in der Bucht liegen. Zwischendurch ist das Meer glatt wie ein Baby Popo und der Mond spiegelt sich darin.

 

Übrigens: unsere aktuelle Position findet Ihr auf auch auf sailblogs.com/member/vava-u

Jul

9

Spüli

Morgens um 4 Uhr beginnt es stark zu Regnen und füllt das Dinghy bis nach dem Frühstück fast zum Überlaufen an. Nach dem Auslenzen setzen wir zur MangoBar  über und erkundigen uns im Tropicana Café bezüglich Infos und Touren. Der australische Besitzer erklärt uns auch den Feiertag am 4.7., Geburtstag des Königs, dieses Datum steht seit Jahrzehnten fest und wird nicht verändert. Auch andere Feiertage werden am 4.ten eines Monats gefeiert, ein ungeschriebenes Gesetz. In einer Taxizentrale vereinbaren wir 13 Uhr für eine Inseltour, der Fahrer will uns am Mango abholen.

Mango Bar/Restaurant

Dort bestellen wir 3 x spanisches Omelett und einmal Fisch und Chips, alles sehr lecker und Riesenportionen, die Kaffeemaschine ist leider defekt. Ferner gibt es hier kostenloses WLAN, was auch noch fix funktioniert, nachdem wir zu viert saugen wie die Verrückten. Pünktlich um eins erscheint der Taxifahrer, ich entscheide mich nicht mitzufahren und so starten Jutta, Hannah und Martin zur Inselrunde. Ich probiere die lokalen Biersorten durch und arbeite meine Tagesberichte auf, wo ich stark hinten dran bin.

Jutta

Unser Taxifahrer hat seine Frau und seinen zweieinhalb jährigen Sohn mit dabei. Seine Frau spricht sehr gutes Englisch und wird uns auf der Fahrt alles erklären. Unser erstes Ziel ist der Botanische Garten. Auf dem Weg dorthin erfahren wir alles über die Flora und Fauna und über die Pflanzen, welche auf den umliegenden Feldern angebaut werden bzw. von selbst dort wachsen. Vor allem ist dies die Kava Pflanze und Yams. Als wir uns nach dem Vanille-Anbau erkundigen, halten wir an einem Resort an. Voll Stolz zeigt uns der dortige Chef einen Plastiksack voller Vanilleschoten. Die neue Ernte – fertig vorbereitet und gebündelt für den Export nach Neuseeland. Es sind vier Kilogramm Vanilleschoten.

Der Botanische Garten ist wegen des schlechten Wetters leider geschlossen. Wir erfahren außerdem, dass man sich vorher anmelden muss, um eine Führung zu bekommen. So amüsieren wir uns mit zwei Welpen, die dort herumtollen, schwatzen etwas mit der Angestellten im Souvenir-Shop, die gebürtig aus Fiji kommt und machen ein paar Fotos vom Strand. Dann setzen wir unsere Fahrt fort und passieren Dörfer mit ihren Kirchen und Schulen, kommen am Gefängnis sowie am Flughafen vorbei und stoppen kurz am Krankenhaus. Weiter besichtigen wir die königliche Plantage, eine Höhle in Strandnähe und genießen den Blick über die Inselwelt von einem Aussichtspunkt aus. Zum Abschluss schauen wir uns noch ein schickes Beach-Resort an, das „Tongan Beach Resort“. Was wir auf der Fahrt immer wieder sehen sind zahlreiche freilaufende Schweine in allen Größen und Farbschattierungen, die bestens mit dem Straßenverkehr vertraut sind und immer schön zur Seite gehen, wenn ein Auto in ihre Nähe kommt. Nach vier Stunden Rundtour sind wir angefüllt mit zahlreichen neuen Eindrücken.

 

Zurück auf der VAVA-U genehmigen wir uns dann erst einmal einen Sundowner bzw. Cappuccino und Kekse, um uns anschließend über die Reste des Vortags (Kartoffel-Bohnen-Auflauf) herzumachen. Fürs abendliche Freilichtkino wählen wir heute: Fluch der Karibik, den wir mangels genug Akkuladung jedoch nicht ganz bis zum Ende sehen können.

Jul

8

Jutta:

Morgens um 9 Uhr läuft die VAVA-U in die Gewässer ein, deren Inselgruppe sie ihren Namen verdankt. Vava’u, auch die „Kronjuwelen Tongas“ genannt, ist ein einzigartiges Labyrinth aus über 50 Inseln, Inselchen und Atollen, getrennt durch fjordähnliche Wasserstraßen.

Auf den letzten Seemeilen schlängeln wir uns auf unserem Weg zur Bucht von Neiafu, der Hauptinsel, zwischen den versprengten Inseln entlang. Im Hafen „Puerto del Refugio“ machen wir an einer der Mooring-Bojen fest. Mit uns liegen hier etwa 50 weitere Yachten, die sich in der großen Bucht gut verteilen.

Wir fahren mit dem Dinghy hinüber ans Ufer, um die Formalitäten zu erledigen und um uns etwas umzusehen. Da die Insel bei Seglern als beliebtes Ziel gilt, hat sich die Tourismusbranche dem angepasst und es gibt entlang der Hauptstraße mehrere Geschäfte, Bars, Cafés, Banken und auch eine Tourist-Office. Alles wirkt trotzdem sehr ursprünglich, der koloniale Charakter hat sich erhalten, und entlang der Hauptstraße laufen sogar ein paar Schweine frei vor den Häusern herum und manchmal auch über die Straße. Viele der Einheimischen (Frauen wie Männer) tragen den traditionellen „Rock“ aus Bastgeflecht.

Nach den Zollformalitäten relaxen wir in einem der Cafés, dem „Tropicana“, und lassen uns zum Cappuccino ein Stück Lemoncake bzw. Brownie schmecken. Sehr lecker! Danach geht’s einmal über den Markt, um Obst zu besorgen und anschließend wieder hinüber auf die VAVA-U. Nach kleiner Pause – in der Martin schnell mal den Teig für ein paar seiner köstlichen Brote fertig macht – geht es dann noch auf Erkundungstour mit dem Dinghy. Vom Boot aus lassen wir uns in den Bann dieser Inselwelt ziehen. Und es ist nicht übertrieben zu behaupten, dass die Vava’u Inselgruppe zumindest meiner Vorstellung vom Paradies sehr nahe kommt.

Hungrig kommen wir von unserem Ausflug zurück und bereiten flugs einen Kartoffel-Bohnen-Auflauf zu, den es gleich zum Abendbrot geben wird. Als Vorspeise, und um den größten Hunger zu zähmen, essen wir den Rest der gestrigen Kürbissuppe. Gut gesättigt sind wir nun bereit für eine Runde Freiluftkino an Deck der VAVA-U. „Julie und Julia“ mit Meryl Streep steht auf dem Programm.

Jul

7

Spüli

Gegen halb Sieben tuckern wir durch den Pass von Niuatoputapu los, die sehr ursprüngliche Insel und ihre herzlichen Bewohner verabschieden uns mit einem sonnigen Lächeln. Mit Groß- und Focksegel in einem Bogen in westlicher Richtung zwischen den kleinen Inseln durch, legt Martin unseren Kurs nach Süden auf Vava’u an. Der Seegang von 4 bis maximal 7 Meter hohen Wellen fühlt sich sehr ruppig an, das Ruckeln und Schwanken entsteht durch Wellen, die aus unterschiedlichen Richtungen kommen. Das Auftreffen von zwei Wellen gleichzeitig verursacht Deckduschen und/oder Erschütterungen und Verwindungen der VAVA’U, die einen trocken bis feucht aufschrecken. Dank der Pillen gegen Seekrankheit geht es der ganzen Besatzung bestens, zwischen den Ruderwachen schläft jeder schon mal für die Nachtwachen vor. Auf der gesamten Überfahrt sehen wir kein einziges anderes Schiff, nur vereinzelt fliegende Fische und Wellen, Wellen, Wellen in allen Variationen. Tagsüber kommen wir mit 7 bis 8 Knoten sehr flott vorwärts. Zum Abendessen gibt es eine von innen wärmende Kürbissuppe mit Kochbananen und Wursteinlage. Martin stört der Seegang nicht mal beim Kochen, sehr bemerkenswert. Gegen Abend und in der Nacht wird der Wind immer zahmer, da sind wir unserem Ziel aber bereits ein gutes Stück nähergekommen.

Bilder noch von Niuatoputapu

Jul

7

07.07.2019 18:45 MOZ
Schon über die Hälfte der Strecke nach Vava’u haben wir seit heute früh um 07.00 geschafft.
Der Wind hat zwar jetzt schon wie vorhergesagt etwas nachgelassen. Trotzdem sind wir immer noch flott unterwegs.
Mit 6-7 Knoten Fahrt auf Amwind Kurs mit gerefftem Groß und der Fock schiebt sich VAVA-U durch die recht hohe Dünung von bis zu 4-5 Metern. Aber die Wellen sind lang und daher bleibt auch der Topf mit der Kürbissuppe brav auf dem Herd stehen.
Vielleicht bekommen wir morgen dann schon eine W-LAN connection und können die Bilder der letzten Tage hoch laden.
Gute Nacht nach Europa und guten Morgen.
POS 07.07.2019 05:45 UTC 17 21.567 S und 173 58.431 W

Jul

6

06.07.2019
Jutta
Man steht morgens auf, geht an Deck und das erste, was einen blendet sind diese intensiven Farben: das Türkisblau des Wassers, das Grün des tropischen Inselbewuchses. Die Südsee ist ein Ort an dem kitschige Farben Realität werden und nicht mehr kitschig sind, sondern wunderschön.
Nach dem Frühstück wollen wir heute mit dem Dinghy hinaus zur angrenzenden kleinen Nebeninsel, was wir aber angesichts zu geringer Wassertiefe abbrechen und stattdessen die Robinson-Insel, gegenüber unseres Ankerplatzes, ansteuern. Das Aussteigen aus dem Dinghy werde ich noch ein bisschen perfektionieren, um beim nächsten Mal dann trocken an Land zu kommen ?? Zum Glück ist mein Handy im wasserdichten Beutel sicher verstaut. Die Mini-Insel macht den Eindruck, als würden öfters mal Partys hier gefeiert. Spuren eines Lagerfeuers und liegen gebliebener Müll deuten darauf hin.


Zurück auf der VAVA-U machen Hannah und ich ausgiebig Mittagspause und genießen das angenehme Lüftchen an Bord während Martin und Spüli sich auf die Hauptinsel begeben, um dort noch ein paar Eindrücke fotografisch und filmisch festzuhalten. Mittig auf der Insel lässt Martin hierfür seine Drohne steigen. Hannah und Martin brechen später noch zu einer Schnorchel-Runde auf und Spüli begibt sich auf eine Kanu-Tour.


Zum Abendessen soll es heute Kochbananen-Kokos Puffer geben und Martin bereitet alles nach einem improvisierten Rezept vor. Eine letzte Fahrt noch rüber zur Insel, um Sia die versprochenen leeren Plastikflaschen und eine Nähnadel – um die sie uns gebeten hatte – vorbeizubringen.


Zurück bereitet Martin die „Tonga-Puffer“ (Kochbananen, Kokosraspel, Haferflocken, Eier) zu, die wir uns mit abwechselnd süßem und salzigem Belag schmecken lassen.