Der Kat den ich gekauft habe, heißt momentan noch „VAVAU“ und das schon seit dem ersten Eigner, seit 2004.
Was meint Ihr, soll ich den Namen behalten oder habt ihr andere Vorschläge.
Ich bin gespannt auf Eure Meinung.
Grüße aus der Karibik
Martin
Feb.
24
Der Kat den ich gekauft habe, heißt momentan noch „VAVAU“ und das schon seit dem ersten Eigner, seit 2004.
Was meint Ihr, soll ich den Namen behalten oder habt ihr andere Vorschläge.
Ich bin gespannt auf Eure Meinung.
Grüße aus der Karibik
Martin
Feb.
24
Es gibt wieder einen Kat!
Hier schon mal die ersten Bilder vom Testsegeln von Vorgestern südlich Martinique bei Le Marin.
Mehr Bilder und Infos folgen die nächsten Tage.
Auch um den Törnplan werde ich mich kümmern:
der erste Törn in der Karibik ist ab Ende März/Anfang April geplant.
Der wird drei Wochen dauern; von Martinique aus nach St. Martin / Sint Marten.
Ab Anfang Mai geht’s dann von St. Martin / Sint Marten aus über den Atlantik zurück ins Mittelmeer.
Und ab Ende Juni segeln wir wieder in Griechenland.
Wie gesagt, genaue Daten folgen in Kürze. Und wer „etwa“ schon jetzt buchen will um bei den Ersten dabei zu sein, der meldet sich bei mir, denn am Anfang sind Daten und Preise noch sehr variabel.
Auf bald
Euer Skipper Martin (wieder mit „Schiffsplanken“ unter den Füßen)
Feb.
18
Schon seit Beginn meiner Recherchen in Sachen neuer Kat hatte ich einen
Alu-Cat, der derzeit auf Martinique liegt im Auge.
Ein französicher Werftbau und „Coustom built“ aus dem Jahre 2004/5 mit den Abmessungen knapp 18×8,5m.
Laut Beschreibung und vorliegenden Fotos macht die „VAVAU“ einen guten Eindruck – wurde aber auch seit einem Jahr nicht mehr gesegelt.
Mein Flug geht am 20. um 10.35, dann bin ich wenn alles klappt gegen 22.00 Uhr Ortszeit in LeMarin auf Martinique und werde dann ab Donnerstag mehr wissen und berichten.
Ihr könnt ja schon mal die Dauemn drücken.
Euer Skipper Martin
Feb.
14
Die Regatta für Fahrtensegler im Fernsehen
Ein Film von Alois Sulzer
Der „1000 Meilen Cup“ ist eine weltweit einmalige Regatta über 1.000 Seemeilen quer durch das Mittelmeer. 1990 erstmals von dem österreichischen Charter-Unternehmer Kurt Ecker initiiert, ist sie inzwischen zu einem Fixpunkt im Segelsport geworden. Die Teilnehmer, alles Freizeitsegler, kommen aus ganz Europa – zum Großteil aber aus Österreich. Nahmen 1990 gerade einmal 20 Jachten teil, starteten beim zwölften „1000 Meilen Cup“ am 13. Oktober 2012 im kroatischen Zadar schon 70 Jachten. Das Ziel war der türkische Badeort Alanya, der bis zum 25. Oktober 2012 erreicht werden sollte. Eine Regatta über die große Distanz von 1.000 Seemeilen ist eine einzigartige Herausforderung.
Wie diese Herausforderung bewältigt wurde, zeigt die Dokumentation „1.000 Meilen gegen den Wind“.
Sendetermin:
am Sonntag, den 17.02.2013 um 13:05 h auf 3SAT.
Feb.
10
Meine zweite Reise auf der Suche nach einem passenden Kat für mich führte mich nach Kopenhagen.
Genauer gesagt nach HUNDESTED, 85Km nordwestlich von Kopenhagen, direkt am Kattegat.
Mit Lufthansa konnte ich in gut 1 1/2 Stunden direkt bis Kopenhagen fliegen. Dann nochmal knapp 2 Stunden mit Zug, S-Bahn und Vorortzug bis Hundested. Im Sommer sicher ein netter lebhafter Ort direkt am Wasser. Aber um diese Jahreszeit war mehr als kalt an diesem Wochenende mit Schneefall und frischem Wind.
Nach „Schneeschippen“ und „Eisklopfen“ konnte ich die SWITCH51 besichtigen und in Augenschein nehmen.
Auch ein sehr schönes, vermutlich auch schnelles Schiff mit Karbonmast und Kevlarwanten.
Ich hab mich noch nicht entschieden, weil ich noch einen weiteren Besichtigungstermin in Kürze auf Martinique haben werde.
Natürlich werde ich davon auch wieder berichten.
Grüße an Euch alle Martin
Jan.
22
Nach einer schönen Skiwoche am „WildenKaiser“ war ich übers Wochenende mit AlItalia auf Sizilien.
Auf dem ETNA lag Schnee, die Luft war klar und recht frisch.
Im ziemlich großen, sicheren aber dennoch verschlafenen Hafen von Marina di Ragusa,
http://www.portoturisticomarinadiragusa.it/
im Süden von Sizilien, hab ich mir den ersten Kat aus meiner Liste angesehen.
Eine Voyage 500 Mayonett – also 50 Fu/15,3m lang und etwa 8 m breit mit 4 Kabinen und reichlich Equipment.
Hier der Link zur offiziellen Voyage-Hompage
Mal sehen ob es dieser Kat werden wird – aber ich habe ja noch andere auf meiner Liste.
Bis zum nächsten Besichtigungsbericht
Euer Skipper Martin
Dez.
19
Hallo liebe treue Segler und Leser!
Vielleicht ist das Boot ja für mich – es fehlt nur der zweite Rumpf 😉
Bis Ostern wird es sicher noch dauern, aber dann gibt es wieder
„blu:kat“- Segelreisen und Skippertrainings auf einem Katamaran
wie gewohnt immer in warmen Gewässern.
Ich freu mich auf Euch und das Ihr wieder dabei seid.
Bis dahin Frohe Weihnachten und alles Gute für das Neue Jahr,
sofern wir den morgigen Weltuntergang alle heil überstehen 😉
Liebe Grüße und auf bald
Martin
Nov.
25
… natürlich nach einem Kat.
Zu den Überlegungen und Gedanken meinen „blu:kat“ noch mal und zwar diesmal eventuell in China bauen zu lassen, hat sich bisher nicht viel ergeben. Genau so viele Leute die mich mit dieser Idee bestärkt haben finden sich auch mit kritischen Aspekten.
Ich denke es wird wohl besser sein im neuen Jahr nach etwas gebrauchtem Ausschau zu halten.
Schöne Adventszeit
Skipper Martin
Nov.
10
Im Web habe ich mir einen Überblick über in Frage kommende Kats verschafft.
Eigentlich wird der gesamte Yachtmarkt über Broker/Vermittler abgewickelt und man bekommt daher keinen Konrtakt direkt zu den Eignern, die ihre Schiffe verkaufen möchten.
Zu Zeit beobachte ich ein wenig den Markt und habe mir dazu eine Excelliste mit den nötigsten Infos und Bildern der Kats zusammen gestellt.
Vorläufiges Fazit ist, dass Serienkatamarane in der Regel höher gehandelt werden als sogenannte Cousto-build-Kat’s,also Einzelbauten, sei es durch Eigenbau oder proffesionelle Werften. die meisten Serienkat’s stammen aus Charterpools, waren also bisher immer verchartert und haben in der Regel weniger Ausstattungsmerkmale.
Leider liegen die Schiffe in der Welt verteilt, wobei eine Häufung in der Karibik und Florida gibt, was vielleicht mit der dort beginnenden Saison zu tun hat.
Also werde ich wohl demnächst auf Reisen gehen um das passende Schiff zu finden.
Bis zum nächsten mal
Grüße aus München
Martin
Nov.
4
„Wie viele Container treiben auf den Weltmeeren herum?“
Am 4.11.2012 gab es in der Sonntagsausgabe Nr. 44 der FAZ
(Frankfurter Algemeine Zeitung) in der Rubrik „Technik&Motor“ Seite V7 einen Artikel zu desem Thema, bei dem auch „blu:kat“ erwähnt wurde.
Den vollständigen Artikel findet man gegen Bezahlung im FAZ-Archiv.
Okt.
31
Doch noch mal Sonne tanken und die Möglichkeit nutzen nach passenden Schiffen Ausschau zu halten.
Das war die Idee für meinen Kurztripp vom 22.-29.10.2012 in die Türkei.
In Dalyan, einem kleinem Ort direkt gegenüber den Lykischen Felsengräbern und nicht weit weg von Marmaris, Bodrum und Fethy, lag mein Domizil für diese Woche.
Mit Othmar Karschulin, dem Betreiber der Multihull.de Webseite, hatte ich einen guten Gedankenaustausch in Sachen Katamaraninfos und die Möglichkeit in Göchek eine „Lagoon 440“ und eine „ORANA 44“ bei herrlichstem Segelwetter in der Bucht von Marmaris Probesegeln zu können.
44 Fuß – sprich knapp 13 m, ist leider nicht sehr lang, obwohl auf diesen Serien-Kats trotzdem relativ viel Platz ist.
Das macht sich im Seegangsverhalten doch relativ schnell bemerkbar und ist leider nicht zu vergleichen mit den ruhigen Bewegungen, mit denen „blu:kat“ immer unterwegs war.
Fazit also soweit es sich für mich verwirklichen lässt:
50 Fuß (gute 15m Länge) sind wohl die Mindstgröße, nach der ich Ausschau halten muss(will).
Mal sehen was der internationale Yachtmarkt auf der Welt so alles hergibt.
Ich bleibe am Ball und werde weiter berichten, damit es alsbald wieder mit Törns weiter gehen kann.
Martin
Okt.
20
Mein diesjähriger Geburtstag fand leider nicht wie gewohnt irgendwo im sonnigen Süden statt
aber trotzdem unter Palmen und ein wenig karibischem Flair.
Dazu beigetragen haben die diversen Rum-Cocktails und die Deko des „Treibhaus“ in Pullach.
Ein schöner netter Abend mit schönen Erinnerungen und Gesprächen für die Zukunft.
Bis zum nächsten Mal
Martin
Okt.
10
Wie sicher viele von Euch noch wissen hat der Bau von „blu:kat“ zwar effektiv
„nur“ 3 Jahre gedauert, aber ich habe dafür den Zeitraum von sechs Jahren
benötigt (was alles im Bautagebuch auf blu-kat.de nachzulesen ist).
Daher denke ich im Moment nicht ernsthaft über einen erneuten alleinigen Neubau für eine 2. Auflage nach. Nur zu gut kann ich mich an die doch sehr anstrengenden Arbeiten erinnern, ganz abgesehen davon, dass sich die Gegebenheiten auch in Zusammenhang mit dem Bauplatz auf Kreta, verändert haben.
Bedingt durch einige Gespräche und flüchtige Kontakte hat sich daher unter anderem die Idee entwickelt „blu:kat-2“ eventuell in China bauen zu lassen, natürlich unter meiner Bauaufsicht vor Ort.
Im Moment bin ich dabei die Kontakte zu intensivieren und alle Gegebenheiten die für ein solches Projekt zu berücksichtigen sind zu checken und ggf. einen enstprechenden Partner/Werft in China zu finden.
Natürlich verfolge ich auch die Möglichkeit eventuell ein für mich und meine bsiherigen Ziele passendendes gebrauchtes Schiff – natürlich einen KAT! – zu finden.
Ich werde weiter berichten und freue mich, wenn Ihr mich wie bisher mit Kommentaren, Ideen usw. begleitet
Skipper Martin
Okt.
1
… es geht voran und wieder weiter!!!
Meine Versicherung die, AXA hat für den Untergang meines „blu:kat“ den Schaden übernommen und die vereinbarte Versicherungssumme ausgezahlt.
Die gesamte Schadenabwicklung bis zur Auszahlung hat zwar ein wenig Zeit in Anspruch genommen, aber die gesamte Bearbeitung und dessen Verlauf ist sehr korrekt abgewickelt worden.
Ich kann also aus meiner Sicht die AXA-Versicherung nur empfehlen und werde auch bei meinem neuen Schiff wieder auf die AXA und meinen Yacht-Versicherungsmakler, Yachtpool.de zurückgreifen.
Wie es nun weiter geht und welche Planungen ich habe und in Angriff nehme, werde ich hier alsbald im Blog veröffentlichen.
Bis dahin Grüße an alle und hoffentlich bis bald wieder an Bord eines neuen Kats
euer Skipper Martin
Juni
25
Heute haben wir einen kleinen Filmbeitrag für die Sendung
„Leipzig um 7“ zusammengestellt.
Rückblicke, Ausblicke und „viiieeel Wasser…“ verspricht Reporter Casus von info-tv-leipzig.de
Erstmalig ausgestrahlt wird die Reportage heute am 25.06.2012 ab 19.00 Uhr, mit wiederholungen alle Stunde bis zum nächsten Tag.
Wer diesen Termin verpasst kann sich auch noch später per Web „zuschalten“. Ich werde den Link noch bekanntgeben.
Bis zum nächsten Mal
Martin

Juni
24
Während meines „Zwangsurlaubes“ in Deutschland war ich jetzt am Wochenende in Leipzig bei meinem Onkel Gebhard und seiner Frau Elke und hatte auch dort wieder die Gelegenheit zum Segeln.
Auf dem Kulkwitzer See haben die beiden ihr schon vor 24 Jahren selbst gebautes Segelboot liegen. Also drehten wir mit „Karpfen Blau“ ein paar kleine Runden bei herlichstem Segelwetter.
Juni
17
Das Wasser läßt mich nicht los.
Am Wochenende hatte ich Gelegenheit mit Angelika und Simmerl auf deren Sprinta-Sport auf dem Ammersee ein wenig zu Segeln. Wir hatten sogar passenden Wind um ein paar schöne Schläge zu machen. Auch das „Pinnen-Segeln“ klappt noch gut.
Bis bald wieder, einen schönen Sommer wünscht Euch Skipper Martin
Mai
30
Hallo Ihr treuen Leser,
habt recht vielen lieben Dank für die vielen Schreiben zum Untergang von „bu:kat“.
Versteht bitte, dass ich nicht auf alle Mails, SMS-en und Kommentare im Blog oder Facebook antworten kann – es sind einfach zu viele.
Aber Eure Anteilnahme und aufmunternden Zeilen geben Kraft und Mut für die Zukunft.
Irgendwann geht es sicher wieder aufwärts und so lange werde ich hier ab und an berichten, damit ihr dabei sein könnt wenn es wieder aufs Wasser geht.
Bis bald und noch schöne Pfingstferien
Euer Skipper Martin
Mai
23
Hallo liebe Blogleser,
ich weiß es ist schon eine Weile her, doch bisher war ich nicht wirklich in der Lage Euch hier mehr an Informationen mitzuteilen. Es braucht schon eine gewisse Zeit alles zu verarbeiten und zu begreifen und sich gleichzeitig auch mit der Realität auseinanderzusetzen und das (mein) Leben neu zu organisieren.
An dieser Stelle möchte ich meinen vielen lieben Freunden für ihre moralische Unterstützung danken! Ich hatte mein Leben auf „blu:kat“ organisiert, mit dem ich die letzten drei Jahre über 40.000 sm mit vielen von euch unterwegs gewesen bin. Und es sollten in diesem Sommer wieder viele alte und neue Mitsegler dabei sein. Jetzt sind diese Urlaubspläne geplatzt, was mir unendlich leid tut.
Auch mein Traum, in den ich von 2004 bis 2009 unendlich viele Stunden an Arbeit, Engagement und Herzschmerz, Gedanken, Ideen und mein Vermögen investiert habe und in dieser Zeit nur für das Erreichen des Ziels gelebt habe, ist im Moment ausgeträumt. So gut es tut von Familie und Freunden aufgefangen zu werden, so ist es doch ein sehr schmerzlicher Verlust.
Aber wie viele von Euch in Mails und anderen Medien zusammen mit den tröstenden Anteilsnahmen schrieben: Am Wichtigsten ist es dass wir leben. Bevor ich etwas über den eigentlichen Hergang schreibe. An dieser Stelle auch nochmals ein herzliches Dankeschön an die russische Crew des norwegischen Frachters „Wilson Narvik“, die nicht nur professionell geholfen hat, sondern auch sehr herzlich und überdurchschnittlich gastfreundlich war.
Danke, Danke an Alle!!!
01.05.2012 kurz nach 03.00 UTC
Vor einigen Tagen hatte „blu:kat“ 40.000 sm seit seiner „Geburt“ auf Kreta im August 2009 zurückgelegt. Es war an sich eine ruhige, dunkle Nacht mit gutem Wind aus südlichen Richtungen um die 15 Knoten. Halbwindkurs mit Groß und Genua. Ideal – „blu:kat“ fuhr mit durchschnittlich 7 Kn und in Spitzen auch mal um die 9 Kn in der relativ ruhigen See mit vielleicht 1,5-2m hohen Wellen.
Alles war ruhig, beim letzten Ausguck gab’s nur ein paar Sterne zu sehen. Weder AIS-Signale noch Lichter von anderen Schiffen waren sichtbar, was nicht unbedingt verwunderlich war. Die letzten Tage sahen wir immer nur vereinzelt alle 2-3 Tage mal einen Frachter.
Auf einmal ein lauter Knall an STB, ein Ruck durchs Schiff. Das war anders als die „Schläge“, die „blu:kat“ schon vielfach, mal mehr, mal weniger erschüttert hatten, weil Wellen an die Bordwand, den Brückendeckboden oder unter den Katwalk schlugen. Noch bevor ich es als eine neue unbekannte Geräuschkulisse einordnen konnte, meldete der Sensor in der STB-Bilge: Wasser im Schiff. Auch das war nicht so ungewöhnlich, denn ab und an gab es schon mal – bedingt durch heftige Schiffsbewegungen – einen Fehlalarm, weil der Schwimmer einfach gewackelt hat. Trotzdem bin ich runter und hab nachgesehen. Ich hab die Sitzbank und das darunterliegende Bodenbrett hochgehoben um nach dem Schwimmer zu sehen. Da war Wasser! Viel Wasser schon knapp unter den Bodenbrettern. Woher kann es kommen? Hier in diesem Bereich gibt es keine Borddurchlässe und im einsehbaren Bereich in dem sich diverse Rohre und Kabel befinden war alles normal – jedoch versperrten die festeingebauten Tanks den Blick auf die restlichen, viel größeren Bereiche in der Bilge. Pumpe an, dann wird’s schon passen dachte ich. Immerhin hatte ich vorinstallierte feste Rohre in den Bilgen jeder Sektion, die in getrennten Sammelrohren für die jeweiligen Bereiche nach STB und BB aufgeteilt waren. Ich habe eine Pumpe angeschaltet.
Dann hab ich meinen Mitsegler geweckt. Bis der im Salon erschien, war das Wasser bereits schon weit über den Bodenbrettern. Erst mal Fahrt rausnehmen schoss es mir durch den Kopf und noch zwei Pumpen an. Ich schickte Bodo raus zum Segelbergen und ich selber schaltete die anderen Pumpen im Maschinenraum mit dazu. Leider ergebnislos, denn das Wasser stieg trotzdem weiter an.
Vermutlich „funktioniert“ man in einer solchen Situation nur. In Sekundenschnelle laufen diverse Szenarien durch den Kopf, während das Wasser weiter stetig steigt. An das Herausreißen des Bodens und der Tanks war nicht zu denken – alles fest verschraubt und die Tanks angeschweißt. Zwischenräume ausfüllen – es scheint zwecklos weil ich auf die Schnelle gar nicht an alle rankomme. Ins Wasser und versuchen dort was zu machen – womit, ggf. wie festmachen in stockfinsterere Nacht bei Seegang und nur zu zweit, ganz abgesehen dass man vermutlich nichts gesehen hätte ohne Unterwasserscheinwerfer. Was kann es noch geben um das Wasser zu stoppen? Die Pumpen laufen und trotzdem wird es mehr – sehr schnell sehr viel.
Ich will „blu:kat“ nicht verlieren und doch muss ich auch an meinen Gast denken, für den ich Verantwortung habe und der zu Hause Frau und Kinder hat. Immer noch sind keine Schiffe auf dem AIS zu sehen. Normalerweise ist die Reichweite immer so um die 25-30 sm hier im freien Atlantik.
Von Berichten anderer Yachten weiß man, dass diese teilweise in wenigen Minuten versinken. Wir scheinen etwas mehr Zeit zu haben, aber inzwischen nur noch um das Schiff verlassen zu können, denn das Wasser ist unaufhaltsam weiter gestiegen.
Während ich Bodo Wasser und Büchsen zusammensuchen lasse, verfrachte ich eine Rettungsinsel ins Beiboot, lasse dieses runter und achteraus an einer langen Leine treiben – die Außentreppen am STB-Rumpf sind schon fast alle unter Wasser! Jetzt noch die andere Rettungsinsel ins Wasser und auflasen- es klappt, aber sie liegt verkehrt rum. Nur mit Bodos Hilfe gelingt es sie umzudrehen. Der hat inzwischen einiges zusammen gesammelt und im Cockpit bereitgestellt. Seenotsignale und ein paar persönliche Sachen kramt er als nächstes zusammen, während ich eine Funkmail los schicke und es auch mit einer Seenotmeldung via UKW und Grenzwelle versuche.
Wir kramen noch weitere Sachen zusammen: EPIRB (Notfunkbake), Erste Hilfe, Schwimmwesten, Lifeleinen und diverses Tauwerk, Taschenlampen, die wasserdichte Tasche mit Papieren und Handy sowie ein paar Klamotten. Das Ölzeug und die Gummistiefel schnappe ich mir im Vorbeigehen und zieh sie gleich an.
Raus und alles ab in die Rettungsinsel. Der STB-Rumpf ist weiter abgesunken. „blu:kat“ hatte noch nie so viel Schlagseite. Ich geh noch mal rein und bemerke wie die ersten FI-Schalter auslösen. Die Pumpen sind scheinbar nass geworden und hören auf zu arbeiten.
Über UKW-Funk meldet sich ein Frachter! Anfangs schlecht zu verstehen gebe ich mehrmals die Position durch. Er ändert seinen Kurs zu uns und kann in knapp zwei Stunden da sein. Scheinbar haben wir Glück im Unglück, doch mittlerweile schlagen einzelne Wellen schon über das STB-Deck und mit jeder Weiteren sinkt der Rumpf tiefer. Beim Generator, der schon lange lief um die Batterien zu laden, ertönt jetzt immer wieder die Störungsanzeige bis er irgendwann ganz ausfällt. Durch die Batterien auf der BB-Seite haben wir Licht und „blu:kat“ ist hell erleuchtet. Durch das helle Licht der Deckscheinwerfer am Mast wird die Krängung immer deutlicher.
Ich schnappe mir die UKW-Handfunkgeräte und steige nach Bodo in die Rettungsinsel, der befürchtet, dass „blu:kat“ jetzt wohl recht bald kentern wird. Von dem Frachter ist noch nichts zu sehen. Aber er meldet sich per Funk und berichtet, dass ein anderer Frachter ebenfalls Kurs zu uns hat. Wir sind in der Insel, die an sich für 8 Personen gedacht ist und hocken dort auf Büchsen, Wasserflaschen, Leinen, Seenotsignalen und den restlichen Sachen. Nun können wir nur noch warten. Warten auf die Frachter und warten darauf zu zusehen wie mein Lebenstraum langsam aber sicher über den STB-Rumpf kentert.
Beim Eintreffen der „Wilson Narvik“ schaut nur noch ein kleiner Teil des Unterwasserschiffes vom BB-Rumpf aus dem Wasser. Es sieht aus wie ein letzter Gruß, während uns die Frachterbesatzung über die ausgebrachte Leiter an der BB-Seite an Bord hilft. Bei dem Glück im Unglück frage ich zaghaft nach der Bergung des Schlauchbootes, welche der Kapitän nach einer Anfrage des Chefingenieurs über Funk gestattet.
Nach einer Woche auf der „Wilson Narvik“ hat uns die Crew wohlbehalten in Algeciras (Spanien, gegenüber Gibraltar) an Land abgesetzt und wir konnten unsere Reise nach München antreten.
(Über die Woche auf der „Wilson Narvik“ werde ich vielleicht später hier im Blog berichten)
Zukunftsaussichten:
Wie schon eingangs erwähnt bin ich dabei mein „neues“ Leben ohne „blu:kat“ in München zu organisieren. Jobs, Wohnung, Auto und was sonst zunächst wichtig ist, nachdem mir so gut wie nichts geblieben ist.
In ersten Gesprächen mit sehr guten Freunden keimt jedoch schon wieder der Gedanke an ein neues Schiff. Für die nahe Zukunft kann ich mir nichts anders vorstellen als auf einem Schiff und dem Meer zu leben.
Was sich genau ergibt oder was ich plane, werde ich weiterhin hier im Blog schreiben und freue mich, wenn es wieder soweit ist und ihr bald wieder mit an Bord seid.
Bis dahin Danke an alle und für eure Treue.
Skipper Martin
Apr.
30
30.4.12, Tag 20
POS 12:00 UTC 37 06,0N und 041 35,0W
Kurs 080, FÜG 6 Kn mit GR + Ge bei Wind aus 180 Grad mit 11 Kn
Loggestand 40.300 sm
Kurz nach Sonnenaufgang kam er, der schon seit Tagen vorhergesagte Wind! Richtung und stärke Ideal für unseren Kurs nach Ost. Dazu wenig Welle und „blu:kat“ kann sich mal wieder ins Zeug legen. 6,5 Knoten und teilweise bis knapp 9 Knoten!
Lt. Vorhersage solls es so bleiben – wie immer werden wir weiter berichten!
Einen schönen 1. Mai-Feiertag wünscht die „blu:kat“-Crew von etwa 500 sm vor den Azoren
POS 24:00 UTC 37 18,7N und 040 11,8W
Kurs 080, FÜG 7,5 Kn mit Gr + Ge, Wind aus 180 Grad mit 15 Kn
Loggestand 40.368 sm
Apr.
29
29.4.12, Tag 19
POS 12:00 UTC 36 18,3N und 043 11,8W
Kurs 065, FÜG 3 Kn mit GR + Ge bei Wind aus 160 Grad mit 6 Kn Loggestand 40.207 sm
Heute war wieder ein ruhiger Tag mit wenig wind, dafür Sonne satt und warm im Gegensatz zum letzten Jahr um diese Zeit.
Viele „Portugiesische Galeeren“, eine besonders nesselnde Quallenart, haben wir heute oft gesehen, wie sie sich mit ihrem blau und lila schimmernden „Segel“ vom Wind treiben lässt und dabei mit den bis zu 50m langen Tentakeln Nahrung aufnehmen.
Für die restliche Nacht und morgen ist mal wieder etwas mehr Wind angesagt – na mal sehen was draus wird. Bisher liegen wir immer noch gut in der Zeit.
POS 24:00 UTC 36 35,2N und 042 33,3W
Kurs 060, FÜG 4 Kn mit Gr + Ge, Wind aus 165 Grad mit 7 Kn Loggestand 40.243 sm
Apr.
28
28.4.12, Tag 18
POS 12:00 UTC 35 36,8N und 044 37,8W
Kurs 025, FÜG 4 Kn mit GR + Ge bei Wind aus 110 Grad mit 7 Kn
Loggestand 40.121 sm
Die JURA brauchte heut mal wieder Streicheleinheiten in Form einer gründlichen Zerlegung und Reinigung mit Luftdruck aus unserem Bordkompressor,
nachdem sie die Tage zuvor immer schon ein wenig „rumgezickt“ hatte.
Nun tut sie brav wieder brav ihren Dienst und der Capo schmeckt gleich noch mal so gut.
Zum Glück hatten wir für die Pflegearbeiten ruhiges Wetter, was allerdings auch zur Folge hat, dass wir uns ein wenig auf „Schleichfahrt“ befinden.
Jedoch rückt von Westen eine kleine Kaltfront an, die uns etwas mehr Wind bescheren soll.
POS 24:00 UTC 35 59,3N und 044 02,9W
Kurs 060, FÜG 4,5 Kn mit Gr + Ge, Wind aus 155 Grad mit 7 Kn
Loggestand 40.160 sm
Apr.
27
POS 12:00 UTC 34 27,5N und 045 28,9W
Kurs 015, FÜG 4 Kn mit GR + Ge bei Wind aus 100 Grad mit 7 Kn
Loggestand 40.036 sm
Es ist geschafft und wie einige angemerkt haben war es auf die letzten Meilen doch auch recht spannend.
„Schuld“ daran war der Wind, der auf den letzten Meilen etwas launisch war und zwischen 3 und 16 Knoten immer hin und her sprang.
Mal gings mit nur zwei und dann wieder mit 8-10 Knoten dahin.
Nun letztendlich war es am 27.04.12 02:16:15 UTC soweit! 40.000 sm hat „blu:kat“ nun hinter sich.
Am nächsten dran Rainer F. aus Berlin – Glückwunsch zu Deinem Tipp und noch dazu warst du einer der ersten die einen Tipp abgegeben haben.
Na genug Erfahrung konntest du ja auf Deinem Atlantiktrip sammeln.
Der Zufallsgenerator spuckte unter allen Teilnehmern als 2. Gewinnerin Corinna S. aus Düsseldorf aus – auch hierzu unsern Glückwunsch!
Die meisten Tipps gab’s übrigens für gestern, den 26.4.12 fast zeitlich gleichmäßig verteilt über den Tag.
Einen schönen Tagesabschluss hatten wir auch noch hier an Bord als am späten Nachmittag
eine riesige Delphinschule von sicher mehr als 100 kleineren Exemplaren uns einen Besuch abstattete.
Gut dass „blu:kat“ so breit ist, denn es gab regelrecht ein Gedränge um unsere Bugspitzen.
POS 24:00 UTC 34 58,4N und 045 03,9W
Kurs 020, FÜG 3,5 Kn mit Gr + Ge, Wind aus 120 Grad mit 6 Kn
Loggestand 40.078 sm
Apr.
26
26.4.12, Tag 16
POS 12:00 UTC 32 58,5N und 046 11,4W
Kurs 005, FÜG 4 Kn mit GR + Ge bei Wind aus 080 Grad mit 8 Kn
Loggestand 39.935 sm
Anglerglück scheint uns nicht beschert zu sein auf dieser Reise.
Vielleicht weil die Kühlschränke immer noch genug hergeben.
Uschi – so gab es heute gibt lecker Gulasch statt Fisch .
Die 40.000 konnten wir heute noch nicht schaffen,
weil es zwischendurch noch mal eine kurze Flaute gab; dafür morgen dann – versprochen!
POS 24:00 UTC 33 44,3N und 045 56,8W
Kurs 010, FÜG 6,5 Kn mit Gr + Ge, Wind aus 090 Grad mit 15 Kn
Loggestand 39.985 sm
Apr.
25
25.4.12, Tag 15
POS 12:00 UTC 30 58,1N und 046 33,5W
Kurs 015, FÜG 5 Kn mit GRI + Ge bei Wind aus 090 Grad mit 10 Kn Loggestand 39.811 sm
Wir hatten einen weiteren schönen Segeltag mit konstanten Winden und einem ganz guten Etmal von 140 sm.
Jetzt sind es nur noch 120 sm bis zur 40.000-er Marke.
Es wird spannend werden!
Danke auch an Uschi für ihren langen und netten Kommentar.
POS 24:00 UTC 32 05,7N und 046 22,3W
Kurs 025, FÜG 4,5 Kn mit Gr + Ge, Wind aus 100 Grad mit 9 Kn Loggestand 39.880 sm
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