Okt

29

Tag 0, Sa – 29.10.11

Standort: Marina Miramar, Santa Pola, Spanien
38 11,314N und 000 33,675W

Die neue Crew mit Bodo, Elisabeth und Hartwig kommen am Abend an Bord.

blu-kat in Santa Pola

blu-kat in Santa Pola

Den Großeinkauf beim Lidl in Grande Alacant habe ich am Nachmittag schon per Bus und Taxi erledigt, weil morgen am Sonntag ja alles zu sein wird und wir los wollen.

In einer kleinen Hafentaverne unweit von der Marina finden wir eine reichliche Auswahl an Gerichten und entscheiden uns alle für Seehecht mit Gemüse und frischen Kartoffeln. Hmmm – war sehr lecker!

Wir besprechen noch den kommenden Törn und schreiten wegen des aufkommenden Regens schnellen Fußes zurück auf Schiff.

Okt

30

Tag 1, So – 30.10.11

Zum Frühstück scheint sogar die Sonne, anders als vorhergesagt.

Wir machen einen Rundgang durch Schiff und legen dann am Vormittag ab mit Ziel Cartagena.

Anfangs haben wir fast keinen Wind und Motoren ein wenig. Dann können wir kurze Zeit später bei halben bis raumen Wind mit teilweise 9 Kn Fahrt parallel zur Küste entlang segeln. Unser zwischenzeitlich geändertes Ziel am Mar Menor verwerfen wir wieder zu Gunsten von Cartagena.

Eine Stunde vor Sonnenuntergang runden wir Cabo Palos, machen eine Halse und können fast Cartagena anliegen.

LF Cabo Palos

LF Cabo Palos

Als der Wind am wenig später einschläft sind es nur noch 3 sm bis in den Hafen, die wir dann unter Motor zurücklegen. An der wunderschönen und belebten Hafenpromenade von Cartagena finden wir längsseits einen Platz und lassen uns unsere Pasta mit Salat und dazu einem Wein schmecken.

Elisabeth und Hartwig zieht es dann noch raus zu einem kleinen Altstadtbummel.

Cartagena

Cartagena

POS: Promenade Cartagena, 37 35,83N und 000 59,08W
Distanz heute: 59 sm, davon gesegelt 52 sm

Okt

31

Tag 2, Mo – 31.10.11

Liegeplatz Cartagena

Liegeplatz Cartagena

Die Sonne lacht schon ins Cockpit als wir uns zum Frühstück niederlassen. Danach starten wir zu einem weiteren Stadtbummel in die wunderschön renovierte und quirlige Altstadt.

Cartagena-1

Cartagena-1

Cartagena-2

Cartagena-2

Nach einem Mittagssnack verlassen wir bei Windstille Cartagena mit dem Ziel: Alicante. Gute 90 sm haben wir vor uns.

Leider weht bis zum Abend auch nur ein laues Lüftchen und so motoren wir in die Nacht hinein – immer dem Licht der zunehmenden Mondsichel entgegen.

Woklen auf See

Woklen auf See

In der Pantry brutzelt Elisabeth Bratkartoffeln und ein Huhn im Backofen – was uns allen sehr lecker schmeckt.

POS: 24.00 MOZ (auf See): 36 59,0N und 001 46,6W

Nov

1

Tag 3, Die –01.11.11 (Feiertag – Allerheiligen)

Mit der aufgehenden Sonne im Rücken runden wir Cabo de Gata.

Noch etwa 17 sm bis Alicante.

Die Sonne lacht uns wieder in’s Cockpit, so dass wir erneut kurz vor Almeria bei spiegelglatter See frühstücken können.

Um 9.00 lassen wir den Anker am Badestrand vor dem Hafen fallen und machen klar zum Landgang. Heute am Feiertag schein alles ruhig, so wie das Wetter auch.

Reede Almeria

Reede Almeria

Mit dem Beiboot fahren wir an Land zum Stadtrundgang und zur Besichtigung der alten maurischen Festung ALCAZABA oberhalb von Almeria mit den schön angelegten Gärten.

Alcazaba in Almeria-1

Alcazaba in Almeria-1

Alcazaba in Almeria-11

Alcazaba in Almeria-11

Alcazaba in Almeria-15

Alcazaba in Almeria-15

Alcazaba in Almeria-23

Alcazaba in Almeria-23

Bevor wir wieder Anker auf gehen genehmigen wir uns noch eine kleine Erfrischung in einem Straßencafe.

Almeria-Strassecafe

Almeria-Strassecafe

 

Nach Sonnenuntergang mit Halbmondlicht und Sternen Abendessen im Cockpit: Pasta mit Krabben, Salat und Wein.

22.30 Anker fallen vor Hafen Adra auf 36 44.592N und 003 00,993W

Distanzen:

– Cartagena – Almeria: 95sm

– Almeria – Adra: 32 sm

Nov

2

Tag 4, Mi –02.11.11

Standort am Morgen: Reede von Adra

Adra-Reede

Adra-Reede

Wir haben grad wieder schön gemütlich im Cockpit gefrühstückt, Elisabeth war schon schwimmen und jetzt rüsten wir uns für einen kleinen Landgang.

Hafen Adra

Hafen Adra

Ardra scheint nicht wirklich ein Ort des Massentourismus zu sein. Der gut geschützte Hafen beherbergt große und kleine Fischerboote, den Club Nautico und einen ganz neuen großen Marina-Bereich, der allerdings noch nicht in Betrieb zu sein scheint.

Leuchtturm Adra

Leuchtturm Adra

„Wahrzeichen“ des Ortes ist der alte Leuchtturm über dem Hafen in dem jetzt das Tourist-Informationsbüro untergebracht ist, aber geschlossen war. Vermutlich ist die Saison beendet – obwohl es noch ein paar Badelustige an den langen Kiesstränden rechts und links der Stadt gibt.

In den Gassen überall quirliges geschäftiges, aber gelassenes Treiben. Längere Autoschlangen wegen einem Ratsch oder Fußgängern die die Straße überqueren scheint niemanden aufzuregen.

Adra-Markthalle5

Adra-Markthalle5

 

Adra-Markthalle7

Adra-Markthalle7

Wir versorgen uns in der Markthalle noch mit ein paar frischen Sachen und machen uns auf den Weg ins 50 sm entfernte Torre del Mar.

spiegelglatt

spiegelglatt

Unterwegs auf See ist es fast immer spiegelglatt und unter Motor machen wir mit dem Neerstrom, der die Küste entlang nach Westen setzt gute Fahrt.

Zum Abendessen gibt’s frischen Fisch – allerdings aus der Markthalle von Almeria.

Ankunft in Torre del Mar / Velez um 22.00, wo wir zunächst ganz außen an der Innenmole festmachen und schlafen gehen.
POS: 36 44,83N  004 03,95W

Knapp zwei Stunden später werden wir jedoch noch mal vom der Hafenwachmannschaft geweckt und müssen in den Jachtbereich verholen, die Kosten dafür am Morgen 45,– €.

Nov

3

Tag 5, Do –03.11.11

Standort am Morgen: Hafen von Velez

Leider ist auch heute der Himmel etwas grau und so gibt es heute Frühstück im Salon.
Dank der guten UMTS Verbindung und dadurch Internetanschluss können wir immer den aktuellen Wetterbericht einholen.

Wetter

Wetter

Danach legen wir ab mit Kurs La Linea/ Gibraltar

Auf See begegnen uns immer wieder Fischer, die scheinbar schon die ganze Nacht unterwegs waren und jetzt umringt von tausenden Möwen. nach Hause fahren

Fischer

Fischer

Nov

4

Tag 6, Fr –04.11.11

05:00 MOZ – Ankunft am „Europapoint“, dem Leuchtfeuer am Kap vom Gibraltarfelsen.

Nach dem Runden erwarten uns in der Bucht von Algeciras jede Menge kleinerer und größerer Frachter, durch die wir uns bei einer kurzen und heftigen Gewitterfront bis zum Hafen von La Linea (SP), durchschlängeln.

Um 06:30 MOZ gehen wir alle bis zum Frühstück noch mal in die Kojen.

Gibraltar

Gibraltar

Leider ist das Wetter immer noch nicht das Beste denn ab und an ziehen immer mal wieder heftige Regenschauer durch. Auch grad in dem Moment wo wir im Beiboot sitzen und an Land fahren.

In der Stadt versorgen wir uns noch mal mit ein paar Kleinigkeiten in der Markthalle, und verbringen dann mit Faulenzen und Ausspannen den Nachmittag und Abend am Schiff.

Geplante Weiterfahrt nach Las Palmas ist um 23:00 UTC, da ab diesem Zeitpunkt die Gezeitenströmung am Rand der Straße von Gibraltar für etwa 6 Stunden nach Westen in den Atlantik setzen wird.

Nov

5

Tag 7, Sa -05.11.11
Es geht los: Anker auf noch am 4.11.11 um 22.10 UTC, wir verlassen Gibraltar und das Mittelmeer.
Um 00.45 UTC Runden wir Kap Punta del Canero und biegen nach West ab in die Straße von Gibraltar. Immer schön nah am Ufer, damit wir den Neerstrom ausnutzen. Der ist leider heute zur Nippzeit (Halbmond) nicht so stark – aber 0,5 – 1 Kn sind es schon.
Bei Tarifa gibt es eine neue nicht eingezeichnete Untiefe direkt vor der Hafeneinfahrt. Aber sie ist kardinal gekennzeichnet und auch befeuert.
05.00 UTC können wir Segel setzten und queren mit Groß im 1. Reff und der Genua die Straße von Gibraltar auf der Atlantikseite.

Umringt von unzähligen Frachtern schlängeln wir uns durch.

AIS Gibraltar

AIS Gibraltar

Der Wind legt etwas zu und bei 18-20 Kn aus 300 Grad laufen wir fast direkt auf Las Palmas zu.
11:30 UTC haben wir ASILAH an der Marokkanischen Küste querab. Etwa 4 sm neben uns scheint eine weitere Jacht in Richtung Kanaren zu laufen, aber wegen der recht hohen Dünung (4-5m), vom Tief der letzten Tage, sehen wir sie nicht immer.

Mit der Abenddämmerung zogen noch mal vereinzelt kleine Regenwolken auf. Jetzt wo sich der Mond langsam zum Vollmond mausert ist der Himmel ganz hell und man kann hier und da kleiner Kumuluswolken sehen. Der Wind und die Dünung haben ziemlich nach gelassen. Trotzdem zieht „blu:kat“ mit 6-7 Kn seine Bahn gen Süd.

Nov

6

Tag 8, So -06.11.11
Pos um 00.00 UTC 34 34.468N und 007 19.931W

Wind und Dünung haben nach gelassen, nur noch 2-3m Welle.
Am Morgen ist der Wind dann fast ganz weg. Also Motor an und Groß bergen, weil es sonst schlägt. Die Genua lassen wir noch stehen – sie zieht ein wenig mit.

Dann erst mal Frühstücken und ein wenig aufräumen vom Geschaukel.

Diverse Frachter ziehen parallel ihre Kurse auch nach Las Palmas oder weiter südlich an der afrikanischen Küste.

Frachter ATAIR

Frachter ATAIR

Frachter Atair-1

Frachter Atair-1

Zum Mittag- und Abendessen gibt’s die frischen Kottelets mit Kartoffeln und Rotkraut.
Dann geht’s in die Nacht hin nein. Der Mond leuchtet schon am Himmel und wird diese Nacht wohl weniger von Wolken verdeckt sein als die letzte Nacht.

POS 18.00 UTC 33 39.10N und 008 37.69W

Nov

7

Tag 9, Mo -07.11.11
Pos um 00.00 UTC 33 15.812N und 009 06.264W
Zwei Frachtern in der Nacht begegnet, die fast 30 sm vor der Küste trieben – vermutlich weil die Reede vor El Jaddida voll war. Zwei rote Rundumlichter im Top deuteten an, dass sie manövrierunfähig sind.
Auf Grund meiner AIS-Kennung hat mich auch einer von beiden über Funk angerufen und gemeint, dass er „nicht unter command sei“ und ich mich bitte freihalten soll – hab ich natürlich gemacht, auch ohne den Anruf – sonst bin ich es ja immer, der um Abstand bittet 😉
Seit 10.00 UTC können wir wieder Segeln. Wind aus 080 Grad mit 12Kn, da macht „blu:kat“ 5-6 Kn.
Am Vormittag waren wir für kurze Zeit ganz nah bei Nairobi.

Frachter NAIROBI

Frachter NAIROBI

Frachter Nairobi-1

Frachter Nairobi-1

Nachmittag ist es wieder flauer geworden und ich habe die Maschine zugeschaltet um gleichzeitig auch die Batterien zu laden, den Geschirrspüler und die Waschmaschine laufen zu lassen.
Ansonsten war es ein ruhiger und sonniger Tag, wieder ohne besondere Vorkommnisse.
Laut Wetterkarte vom DWD, die ich über Funk erhalten habe, wird wohl wieder eine ruhige Nacht werden, von der wir dann morgen berichten.

Wetter vom 08.11.11

Wetter vom 08.11.11

Pos um 17.00 UTC 32 03.790N und 010 05.849W

Nov

8

Tag 10, Di -08.11.11
Pos um 00.00 UTC 31 21.775N und 0010 11.621W
Letzte Nach konnten wir doch noch segeln. Der Wind hatte etwas aufgefrischt auf 12 Kn und mit Schmetterling ging es auf Vorwindkurs parallel zur Küste entlang weiter nach Süden.
Wir werden wohl erst recht spät nach West zu den Kanaren einschwenken, damit wir in der Zone der Nordwinde bleiben.

Am Morgen schläft mal wieder der Wind ein, aber dafür gibt es einen Sonnenaufgang in den schönsten Farben mit Dunstwolken in verschiedenen hellgrauen Abstufungen die sich vermischen mit den bizarren fast 2000m hohen Bergen hinter dem Kap GHIR an der marokkanischen Küste.
Nach den neuesten Wettermeldungen, die wir grad empfangen haben, „Halsen“ wir und ändern wir jetzt den Kurs auf 242, zunächst mit Kurs Lanzarote.
Bis dahin sind es noch ca. 188 sm – also ca. bis morgen Abend.

Kurs 240-Lanzarote

Kurs 240-Lanzarote

Die Wettervorhersage passt! Wir mussten nur kurz den Motor mit laufen lassen. Dann kam der „versprochene Wind“ zum segeln wieder. Die Maschine lief grad lang genug um alles wieder aufzuladen.

Seit dem Umlagern und begleiten uns eine Hundertschaft Möwen. Aber sie wollen die Küchenabfälle nicht wirklich haben um die sich dennoch anfangs streiten.

Möwen-0

Möwen-0

Möwen-1

Möwen-1

Möwen-2

Möwen-2

Seit etwa einer Stunde haben wir etwa 15 Knoten Wind, immer noch aus NNE und „blu:kat“ zieht wie auf Schienen mit bis zu 7 Kn dahin.

Pos um 18.30 UTC 30 13.622N und 011 11.549W

Nov

9

Tag 11, Mi -09.11.11
Pos um 00.00 UTC 29 58.135N und 0011 49.293W
In der Nacht waren dann die Möwen plötzlich alle weg. Vermutlich hatten sie es geschnallt, das es nichts zu fressen bei uns geben wird.
Es war wieder eine dieser sternenklaren Nächte in der der Mond das Meer erhellte und wie silbrig glitzernd alles an der Meeresoberfläche widerspiegelte.
Diesmal überholte uns ein riesen Containerschiff mit 18 Kn auf dem Weg nach Rio de Janeiro ganz nah in der Nacht. Er schien fast zum anfassen und sah in der Silhouette aus wie ein riesen Raumschiff, dass auf der langen Dünung auf und ab schaukelte, obwohl er doch noch fast 1000m weit weg war.
Leider ist mal wieder der Wind seit dem späten Vormittag eingeschlafen. D.h. – also wieder ein wenig Motoren.
14:30 UTC kommt Lanzarote in Sicht.

Lanzarote in Sicht

Lanzarote in Sicht

Lanzarote voraus

Lanzarote voraus

 

Um 21.00 UTC passieren wir die Durchfahrt zwischen Isla de Alegranza und Isla Graciosa im Norden von Lanzarote.
Ab hier geht’s mit direktem Kurs von 233 auf Las Palmas zu.
Es sind noch 125sm, also kommen wir vermutlich morgen noch vor Mitternacht an.
Leider versprechen der letzte aktuelle Wetterbericht und die Grib-Files, die wir eben erhalten haben, nicht viel Wind und so werden wir ohne Segel voran kommen müssen.

Pos um 20.00 UTC 29 22.163N und 013 26.000W

Nov

10

Tag 12, Do –10.11.11

Pos um 00.00 UTC 29 11.773N und  0013 44.203W

Einige Meilen sind wir in der Nacht an Lanzarote vorbeimotort.

Kurz hatten wir auch eine UMTS-Verbindung für ein paar Mails, dann war wieder Funkstille.

Es war recht warm in der Nacht und wieder Sternenklar mit dem glitzernden Mondlicht auf den kleinen Speckfaltenwellen.

Einige Zeit lang begleiteten uns ein paar Delphine auf unserem Weg.

Seit dem Morgen versuchen wir unser Glück mit der Angel, obwohl wir noch reichlich an Vorräten zu Essen haben. Aber bis zum Sonnenuntergang gab es noch keinen Biss.

Sonst war weiter nichts Besonderes los an unserem letzten Tag auf See vor Las Palmas – außer vielleicht, dass uns mal wieder ein Frachter recht eng passiert hat – aber es war ja am Tage.

 

Frachter SZAFIR

Frachter SZAFIR

 

Frachter SZAFIR-1

Frachter SZAFIR-1

 

Wenn es die letzten Stunden so weiterläuft, werden wir Las Palmas gegen Mitternacht erreichen.

Bis morgen also Martin und Crew

POS 18:00 UTC 28 20,397N und 015 02879W

LasPalmas-Ankunft bei Nacht

LasPalmas-Ankunft bei Nacht

Seit 23.00 UTC liegen wir im Hafen von Las Palmas vor Anker –
auf Pos 28 07.922N und 015 25.384W

Nov

11

Tag 13, Fr –11.11.11

Pos im Hafen Las Palmas 28 07.922N und 015 25.384W

Mal nicht Freitag der 13.!
Sondern der 11.11.11 – was für ein Tag noch etwas trüb aber die Sonne soll noch kommen.

Seit gestern Nacht sind wir in Las Palmas und liegen vor Anker.

Reede-LasPalmas

Reede-LasPalmas

Heute werden wir uns noch ein anderes Plätzchen suchen, doch vorher müssen wir ein paar Dinge regeln, denn die Fahrt verlief nicht ohne zwei kleinere Blessuren.

Das Trampolin ist leider an den Nähten ausgerissen und auch das Groß hat einen kleinen Riss, der genäht werden muss.

Trampolin

Trampolin

Aber immerhin haben wir die Fahrt ansonsten gut überstanden und es erging uns besser als den Volvo Ocean Race Schiffen. Eins von denen erlitt schon nach 6 Stunden Mastbruch und ein anderes hatte einen großen Riss im Rumpf am Vorschiff – und sie haben alle noch fast 39.000sm bis zum Ziel vor sich.

So bis die Tage, weiter geht’s bei uns mit Ankunft der neuen Crew am 18.11.11 und Start zur Atlantiküberfahrt in die Karibik am 20.11.11

 

Skipper Martin und Crew

Nov

11

Törnzusammenfassung

Alicante - Las Palmas_November 2011

Link zum Törnblog: Alicante - Las Palmas_November 2011

Angelaufene Häfen/Buchten:
Santa Pola
Cartagena
Reede Almeria
Reede Motril
Puerto Caleta de Velez
Reede La Linea (Gibraltar)
Reede Las Palmas (Gran Canaria)

Gesegelte Strecke: 1140sm
Max. Speed: 10,1Kn
Max Wind: 28Kn

Bemerkungen:
Gibraltar bis Las Palmas
nur zu zweit gesegelt.

Hohe Atlantikdünung vor der Marokanischen Küste
vom Sturmtief der vorangegangenen Tage

Nov

14

14.11.11

Ich habe mir mit „blu:kat“ noch einen anderen Liegeplatz gesucht und liege jetzt nördlich der Aussenmole vor Buganker (2) und Heckleinen.

Liegeplatz Las Palmas

Liegeplatz Las Palmas

Las Palmas

Las Palmas

Nach dem das WE leider etwas grau in grau war, scheint jetzt wieder die Sonne und es ist ruhig.

Also Zeit um entspannt das eine oder andere am Schiff zu erledigen und für die dritte Atlantiküberquerung fit zu machen.

Heute war schon mal „große Wäsche“

große Wäsche

große Wäsche

Nov

16

16.11.11

Besuch im Columbus Museum

Columbs Haus in Las Palmas

Columbs Haus in Las Palmas

Das Haus in dem Christoph Columbus hier in Las Palmas wohnte ist gleich hinter der großen Kathedrale. So ziemlich im Zentrum von Las Palmas.

Es ist ein richtiges schönes altes Herrenhaus mit einem schönen Innenhof

Columbus Haus Innenhof

Columbus Haus Innenhof

Museum

Museum

Von diesem gehen diverse Zimmer ab, in denen die verschiedensten Ausstellungstücke wie Karten, Navigationsinstrumente , die Pläne und Routen usw. sehr schön und übersichtlich angeordnet sind.

Atlantikroute-1

Atlantikroute-1

 

Atlantikroute-2

Atlantikroute-2

So ungefähr wird unsere Route auch aussehen. Nur das Schiff und die sonstiegn Voraussetzungen sind doch etwas anders als um 1450.

Die NINA

Die NINA

 

NINA innen

NINA innen

Nov

18

by Stefan
Tag 0 – Fr, 18.11.11

Crew Ankunft : Rainer, Michael, Stefan + Skipper Martin, Franz bereits vorher.

Atlanticrew 2011

Atlanticrew 2011

Großsegel genäht wieder da. Nach Masseneinkauf (120 Äpfel, 10 Kg Bananen, 20 Liter H-Milch etc. gefühlte 2 Tonnen gebunkert).
Lidl Carrefour + El Corte Ingles, Backschaft alles verstaut nach ca. 200 km Autofahrten (Supermarkt – Schiff) abgeschlossen.

Einkauf-1

Einkauf-1

 

Einkauf-2

Einkauf-2

 

Einkauf-3

Einkauf-3

Essen gemütlich in Pizzeria, im Hafen fahren mit Zodiac dort hin, Bettruhe zeitig alle platt und zufrieden.

Standort Reede Las Palmas

Nov

19

by Stefan
Tag 1 – Sa, 19.11.11

Einkauf Reste, Trampolin montiert

Blogreporter Stefan

Blogreporter Stefan

Essen an Bord, draußen 23 Grad C, Wasser 24 C, Rainer kocht raffiniert abends Tomaten mit Reis – exotisch. Klar Schiff und Wach plan fertig.
2 Std. Wache, 6 Std. Pause jeweils 1 Std. rollierend.

Wachplan

Wachplan

Standort Reede Las Palmas

Nov

20

by Stefan
Tag 2 – So, 20.11.11

Frühsport

Frühsport

Schwimmen ums Schiff, Außen Dusche, Frühstück Müsli heute mit Obst, Grüner Tee na wie gesund; Fock abholen, Montage. Auto abgeben, und letzter Walk zu blu:kat.

by by Las Palmas

by by Las Palmas

Letzter Check, Schiffsdurchgang und Einweisung Crew.

Einweisung

Einweisung

Anker auf 13:15, Auslaufen Gross Reiter am Mast klemmt, dann aber gefixt. 14:30 h unter segeln, Maschine aus. Atlantik was für ein blau. Am Horizont die Armada der ARC. Wir gemütlich hinterher. Michael macht „Besanschot an“ fertig, einen für Rasmus, einen für den Skipper und dann wir. Rainer schon wieder in der Küche. Wetter sonnig, vereinzelt Wolke, Wind 16 Kn.

POS 15:00 UTC 28 02,92’N und 015 18,056’W

Unsere erste Nacht noch im Schatten der Lichter von Mas Palomas auf Gran Canaria verlief ruhig.
Bei Anfangs bis zu 23 Kn Wind, der dann nachließ pflügte „blu:kat“ mit bis zu 10 Kn durch sein tiefblaues Element.
Nach Mitternacht zeigte sich noch kurz die abnehmende Mondsichel und ansonsten gab es einen fast klaren Sternenhimmel zu bestaunen.

Nov

21

Tag 3 – Mo, 21.11.11
POS 00:00 UTC: 27 28,734N und 015 49,472W

Nach der weiterhin ruhigen Nacht fanden wir den ersten, recht großen fliegenden Fisch an Deck, der uns inspirierte die Angel aus zu bringen.
Bestückt mit zwei neuen Hacken hinter zwei kleinen Gummikalamaren, biss auch recht bald ein kleinerer Thunfisch an. Kampflos ergab er sich seinem Schicksal und bekam vorher noch einen kräftigen Schluck Korn zum Betäuben. Zwei Stunden später lag er dann schon frisch gebraten und lecker schmeckend auf unseren Tellern.

erster Thuna

erster Thuna

POS 12:00 UTC: 26 56,170N und 016 54,446W
Wind 020, 10 Kn, KÜG 240, FÜG 5Kn Gr + Ge (Schmetterling)

So langsam hat sich der Bordalltag etabliert und jeder hat schon seinen Rhythmus zwischen Wache gehen, Schlafen, Mahlzeiten und Relaxen gefunden.

Bordalltag-1

Bordalltag-1

 

Bordalltag-2

Bordalltag-2

 

Bordalltag-3

Bordalltag-3

Um uns herum segelt nach wie vor eine kleine Armada von ARC-Yachten, die am Sonntag etwa 2 Stunden vor uns gestartet waren.
Die letzten Wetterberichte und Gribfiles die wir eben noch per Funk erhalten haben, versprechen nicht aufregendes,
also segeln wir wie gehabt mit Vollzeug (Groß und Ge) in die Nacht hinein.

Nov

22

By Stefan
Tag 4 – Di, 22.11.11
POS 00:00 UTC: 26 30,867N und 017 54,723W
Wind 016, 30 Kn, KÜG 245, FÜG 6Kn Gr + Ge (Schmetterling)
Etmal: 126sm

Nachts, bei Sternenklarem Himmel durchpflügt blu:kat den Ozean. Christopher Columbus überquerte 1492 – 1504 legendär vier Mal den Atlantik. Auf der ersten Fahrt segelte ein halbes Jahr mit seiner Bark Santa Maria. Blu:kat, der High Tech. Katamaran, etwa flotte drei Wochen. Die Crew schläft, ich tippe Interpretationen meiner Gefühle in die Tasten. Etwa 80 Seemeilen südlich des neuen, aktiven Vulkanes bei Hierro hebt blu:kat uns mit sanften 5-6 Kn über die Wogen. Drei Kilometer tiefblaues Atlantikwasser unter dem Kiel. Ein Paradies für Limnologen und Meereskundler, für Laien überwältigende Natur des Meeres. Der Passat streift angenehm auf Raumschot Kurs, in die 168 qm große Segelfläche. Dunkel der Ozean, funkelnde Sterne, Wolkenfetzen. An Steuerbord zwinkern mir fluoreszierende Plankton Teilchen (Meeresleuchten) aus den Wellen zu, nett. Blicke in die Nacht, grüne kleine Topplaternen von Mitseglern funzeln in der Ferne, es dämmert gegen 05:55 h.

Abendstimmung

Abendstimmung

POS 12:00 UTC: 26 01,300N und 019 12,978W
Wind 055, 13 Kn, KÜG 260, FÜG 6Kn Gr + Ge (Schmetterling)

By Rainer
Logbucheintrag Erdenzeit UTC 18:35 Die Sonne versank zum dritten Mal im Meer. Ob das Meer an dieser Stelle kocht? Ob die Sonne am nächsten Morgen im Osten wieder aufgeht? Ein wunderbares Gefühl sich mit diesen immer wiederkehrenden Grundsatzfragen zu beschäftigen. Genug Zeit ist ja bei allen Wachen die geschoben werden. Am spannendsten für weniger Erfahrene sind die Wachen, die um 02:00 oder 04:00 beginnen. Legt sich Man(n) danach wieder hin, taucht die Frage am nächsten Morgen auf, war es ein Traum? Langsam wird die Crew ruhiger. Ein entspannendes Miteinander stellt sich ein. Irgendwie ein Gefühl von wir segeln schon lange und wir werden noch lange segeln.

Segeln

Segeln

Heute war der spannendste Moment die Dusche auf dem Achterdeck mit heißem und kaltem Wasser. Das Ganze bei 7 Knoten Fahrt, 3900 Meter Wassertiefe und Sonnenschein. Welch Luxus! Wer ist da nicht gerne ein Warmduscher 😉
So, die Brotzeit entsteht hinter meinem Rücken, die Nacht senkt sich herab, die Positionsleuchten sind aktiviert und ich freue mich auf die 02:00 Wache.
Ende Logbucheintrag Erdenzeit UTC 18:47

Brotzeit

Brotzeit

Nov

23

Hinweis an Blogleser zu Hause:
Bilder können leider erst nach Ankunft in der Karibik online gestellt werden, die Kommentare erscheinen immer erst einen Tag später als gesendet. Danke für die Geduld besonders an Danny, Gudi und Bella.

By Stefan
Tag 5 – Mi, 23.11.11
POS 00:00 UTC: 25 29,807N und 020 22,801W
Wind 016, 13 Kn, KÜG 245, FÜG 6Kn Gr + Ge (Schmetterling)
Etmal: 147sm

Die Sonne stand zum Gruße der Planeten, bist als fort und fort gediehen, nach dem Gesetz wonach du angetreten. Ist es die Liebe stets und Sehnsucht zu dem Meer, die hinfort uns zieht in ferne Länder, zu erleben was wir sonst nicht haben. So sind wir nun, man kann sich nicht entfliehen, so sagten schon Sibyllen und Propheten, und keine Macht der Zeit gestückelt, geprägte Form die Lebend sich entwickelt. Spartanisch lebt sichs auf dem Schiff. Gewohnheit verlassen die als Macht und diebische Göttin, die Zeit uns stiehlt. Gewissen nagt hinaus zu ziehen, und lähmt wie das Wagenrad am Halse. Als dann der Tag gekommen beschwert uns wiederfindet am Grunde aller Meere, wo jedes Mannes Reise endet.

By Rainer
Logbucheintrag Erdenzeit UTC 03:17

Es ist ziemlich mühevoll jetzt wach zu bleiben und die grenzenlose Weite des Meeres mit den Augen und dem Fernglas abzusuchen. Es gibt zwei Jachten die uns am Horizont begleiten. Der große Wagen wandert am Sternenzelt und gibt die Zeit an, wann ich wieder in die Koje falle.

Nordstern

Nordstern

Apropos Koje, da es vorhin regnete wurden alle Luken geschlossen und ich hatte das erste Mal ein Luftmangelbeklemmungsgefühl in meiner Koje. Da half nur die Tür zum Mittschiff öffnen. Ansonsten ist das Schlafen in der Koje ein Genuss. Leichtes schaukeln wie in Muttern`s Bauch. Es schlagen mal lauter Mal leiser die Wellen gegen den Aluminiumrumpf der blu:kat. Das hat etwas sehr stabiles und vertrauenserweckendes. Ein tolles Schiff ! Mit vielen kleinen Details, die sich der Erbauer (Martin) ausgedacht hat. Besonders gefallen mir die in die Treppenstufen zu den Kajüten eingebauten kleinen roten LED-Lichter. Diese weisen den Weg für das müde Auge des Nächtens auf dem Weg zur nächsten Wache. Auf, das Sternenmeer wieder ansehen gehen und den Prüfblick über den nächtlichen Horizont schweifen lassen.

Ende Logbucheintrag Erdenzeit 03:28 UTC

 

POS 12:00 UTC: 24 58,112N und 021 32,998W
Wind 050, 13 Kn, KÜG 225, FÜG 6Kn Gr + Ge (Schmetterling)

By Martin
Was ist sonst so noch heute passiert:
wir haben frisches Brot gebacken, von dem die Hälfte beim Abendessen schon wieder weg war – sooooo lecker!

 

Brot backen Vorbereitung

Brot backen Vorbereitung

Unsere Kaffeemaschine hatte gestern schon das Pflegeprogramm mit entkalken und Reinigen bekommen, das genügte aber scheinbar nicht, denn heute war eine Generalüberholung der Jura notwendig. Fast in alle Einzelteile zerlegt tut sich jetzt wieder brav ihren Dienst und der Kaffee schmeckt fast besser als vorher.

Wäsche

Wäsche

Ansonsten der gewöhnliche Ablauf mit Wäsche waschen, während der Generator die Batterien lädt. Und weil heute Mittwoch war gab’s zum Nachtisch lecker Vanilleeis mit Obstsalat und Sherry.

Nov

24

By Stefan
Tag 6 – Do, 24.11.11
POS 00:00 UTC: 24 21,074N und 022 37,072W
Wind 060 10 Kn, KÜG 225, FÜG 5Kn Gr + Ge (Schmetterling)
Etmal: 140sm

Unsere Seereise erinnert an den Film „Täglich grüßt das Murmeltier“ mit Bill Murray. Der subjektiven Wahrnehmung rollierender Abläufe zur Folge wie schlafen, gemeinsames Essen, Wache halten ist die Stimmung der Crew freundlich und behutsam. Sanft hüllt die Decke für den Schlaf, Freude durchströmt wenn das Essen schmeckt, bisweilen unangenehm die Nachtwachen, tritt man preußisch und pflichtbewusst aus dem molligen Bett in die heute laue Nacht. Von einem Hauch Mystik begleitet ist es auch ein bisschen eine Reise zu uns selbst. Meditation mit Blick in die Sterne, Gedanken kommen und gehen. Der Abstand wächst und Heimat rückt in die Ferne, gibt den Geist für anderes Frei. Das Dasein, der Sinn für vieles, Fragen tauchen auf und lächelnd wieder ab wie Delfine in die Tiefe des Ozeans.

Delphine

Delphine

Das Gespräch, Interesse am anderen, zuhören, Worte dann wieder Stille. Ein Buch, etwas lesen, müde dann fallen die Augen zu. Das gluckern des Wassers umspült blu:kat, die Wanten singen ihr Lied zum Orchester der Segel gefüllt mit der Kraft des Windes. Schroff schlägt das Meer an blu:kat, reißt einen zurück und führt Vergänglichkeit jäh vors Auge. Alles kommt und geht wie die Wellen des Ozeans.

By Rainer
Logbucheintrag Erdenzeit UTC 05:10
Wir fahren 5 Knoten und das Meer ist sehr ruhig. In der Hoffnung einen paar Landratten etwas Neues zu erzählen, heißt dass, wir fahren 1,852 km/h mal 5. Zu Ende gerechnet also 9,26 km/h. Wenn die direkte Wegstrecke nach Barbados rund 2800 Seemeilen ausmacht, bedeutet es bei 5 Knoten benötigen wir ……… ? Manch einer wird sagen, das ist ja langsam. Ich antworte darauf, lieber mit 5 Knoten sonnenbadend als bei Windstärke 10 und 22 Knoten sich erbrechend an der Reling kriechend durch den Tag bewegen. Apropos Bewegung, das ist das Schöne an diesem großen Kat. Wir können laufen. Wir laufen Treppen, wir laufen vom Cockpit in die Pantry, wir laufen um das Schiff, wir laufen in die Kajüten etc. Wenn ich darüber nachdenke, laufen wir ne ganze Menge. Das tut gut, vor allem, wenn ich sonst gewöhnt bin in der Woche zu joggen und nach Zügen, Flügen, Autos und Aufträgen zu laufen. Es wurde heute gesagt an Bord, dass auf der Queen Mary 2 irgendwo 13 Restaurants existieren. Ich denke mit unserer Nahrungsauswahl haben wir mindestens 10 Restaurants auf der blu:kat.

Koch Rainer

Koch Rainer

Auch muss ich nicht in Schlips und Kragen zum Dinner erscheinen : sehr angenehm. Und wenn ich seit vier Tagen dieselbe Shorts trage stört das auch keinen. Mann, freue ich mich wieder in meine Koje zu kommen nach der 04:00 bis 06:00 Wache.
Ende Logbucheintrag Erdenzeit 05:26

POS 12:00 UTC: 23 51,233N und 023 20,224W
Wind 055, 8 Kn, KÜG 240, FÜG 4Kn Gr + Ge (Schmetterling)

By Martin
Heute gab’s außerdem noch eine kleine Einweisung in die Handhabung des Sextanten, weil es ziemlich ruhig war.

Navigator Michael

Navigator Michael

Der Wind ist ein wenig eingeschlafen, aber wir machen auf Vorwindkurs immer noch gut 4-5 Kn Fahrt – genug um den Schnitt zu halten.

Nov

25

By Stefan
Tag 7 – Fr, 25.11.11
POS 00:00 UTC: 23 23,295N und 024 03,884W
Wind 070 7 Kn, KÜG 245, FÜG 4Kn Gr + Ge
Etmal: 100sm

Erfahrungen
Unser Glaube und unsere Einstellungen bestimmen unser Leben, auch auf dem Meer. Woher kommen diese Einstellungen? Wohl aus Dispositionen resultierend aus bisher gelebtem Leben. Wie kann ich mich denn ändern und was vor allem, wenn ich etwas erfahre? Durch Arbeit am selbst die oft Jahre andauert. Es erfordert Disziplin und braucht Unterstützung von außen. Warum? Weil die Brille die wir auf haben, mit eben den Schwierigkeiten beschlagen ist die wir lösen wollen. Das Leben ist besser als jedes Buch, man muss nur genau hinsehen besonders auf dem Atlantik wo das Meer und der Himmel einander berühren.
Die Belohnung für Erfahrungen kann zur Weitsicht führen, alles andere ist dann nur Information.
Gedanken
Unsere Gedanken formen unser Antlitz, und geben Ihm sein persönliches Gepräge. Gesicht, Körper unsere gesamte Gestalt ist nichts anderes als das Resultat der dominierenden Form des Geistes. Unsere Gedanken sind also nichts anderes als die energetische Form von Materie. Man könnte auch sagen, dass unser aktueller Zustand und unsere Lebenssituation das Resultat unserer vorherigen Gedanken ist. Ergo ist unsere zukünftige Lebenssituation das Ergebnis unserer jetzigen Gedanken, und Gedanken können wir jederzeit verändern. Nur seltsam, dass man immer wieder in Lebenssituationen und Probleme kommt die sich wiederholen. Offensichtlich hat das Leben doch einen Plan der nur an der Oberfläche zu ändern ist?
„Nichts ist einer neuen Wahrheit hinderlicher, als ein alter Irrtum „(Goethe)

By Rainer
Logbucheintrag Erdenzeit UTC 07:05
Es hat aufgefrischt und blu:kat bekommt auch mehr als 10 Knoten drauf. Nach der zweiten Wache diese Nacht (die erste 22:00 bis 24:00) fange ich an mich nach einer durchschlafenen Nacht zu sehnen. Ich kann mir vorstellen am Anfang an Land automatisch aufzustehen und nach dem Wetter zu schauen. Und da ja die Gedanken die eigene Realität formen, werde ich das ausgesprochene wohl jetzt erleben und aufstehen nachts : Es graut langsam am Himmel. Jeder motiviert sich anders. Ich werde mir zur Belohnung für meinen Blogeintrag bei schwankendem Keyboard am Computer eine Banane gönnen. Die hängen draußen unter der Sonnenschutzplane und reifen bei Meeresrauschen und – wind langsam weiter. Das sieht einfach super aus.

Bananen

Bananen

Die deutschen Zeitschriften Der Spiegel (welch Pessimisten Blatt) , Gala (also ob die Welt nur aus Reichen und Schönen besteht), das Investment (jede Industrie hält sich für unersetzbar), Mens Health (mein Gott, ich müsste sicherlich 24 Stunden am Tag trainieren um dieses Weltbild zu erfüllen), der Tagesspiegel (oh mein Berlin ich liebe dich, ob dreckig und grau und doch so schön in jeder Jahreszeit), das Handelsblatt (mehr und mehr Manipulationsinstrument und weniger objektiv), sind alle gelesen. Nichts Wichtiges steht geschrieben, denn wichtig sind Wind, Süßwasser, etwas zum Essen und kein Leck im Schiff. Kommt wie schon erwähnt, (daran sieht Mensch wie wichtig es ist) eine durchschlafene Nacht noch hinzu. Gleich gibt es die Belohnungsbanane und einen Sonnenaufgang mit Wolken. Wir kommen voran und ich fange an von braunen weiblichen Wesen zu träumen die uns mit Blumengirlanden am Strand erwarten. Oh, die geliebten Klischees. Wahrscheinlich wird es Mac Donalds am Hafen von Barbados geben. Welch unerwartete Enttäuschung dann 😉
Ende Logbucheintrag Erdenzeit 07:21

POS 12:00 UTC: 22 31,533N und 025 05,024W
Wind 090, 17 Kn, KÜG 220, FÜG 7Kn Gr I + Ge

Wir hatten heute ein wenig wechselnde Winde mit ein paar Regenschauern in denen wir reffen mussten.
Am Nachmittag hatte sich dann allerdings alles normalisiert und wir Segeln wieder mit Vollzeug.

Vorschiffsarbeit

Vorschiffsarbeit

G

Heute versuchen wir auch mal wieder unser Anglerglück, bleiben aber leider erfolglos, obwohl wir dachten einen Biss zu haben.

doch kein frischer Fisch

doch kein frischer Fisch