Nach einem leckeren Frühstück unter den schattigen Bäumen legten wir wieder ab und nahmen Kurs auf Straßburg. Auf dem Weg mussten wir drei Schleusen bergab passieren. Für eine kleine Pause steuerte Martin den Rastplatz mit dem kuriosen Namen „Le Fleischwurst“ an. Natürlich habe ich gleich versucht herauszufinden, woher dieser Name stammt. Nach einer ausgiebigen Recherche musste ich allerdings feststellen: Das Geheimnis bleibt vorerst ungelüftet .Stattdessen wurde empfohlen, sich an den Heimatverein oder das Ortsarchiv zu wenden.







Derweil machten sich Martin und Richard mit den Fahrrädern auf den Weg zurück nach Dettwiller, um die Autos bereits nach Hochfelden zu bringen. Dort wollten wir nach dem Anlegen die Brauerei Meteor besichtigen. Andrea und ich blieben im Schatten am Rastplatz zurück.


Die Brasserie Meteor in Hochfelden ist eine echte Institution der französischen Bierkultur. Sie gilt als die älteste Brauerei Frankreichs, die noch immer an ihrem ursprünglichen Standort produziert. Gegründet wurde sie bereits im Jahr 1640 und befindet sich bis heute in Familienbesitz – inzwischen in der achten Generation der Familie Haag.
Leider stellte sich vor Ort heraus, dass die Brauerei montags geschlossen ist , ganz anders, als es im Internet angegeben war. Also wurde kurzerhand umgeplant: Statt Brauereibesichtigung gab es Kaffee und Rhabarberkuchen an Bord.
Unser Liegeplatz bot erneut Sitzmöglichkeiten im Schatten großer Bäume. Bei hochsommerlichen Temperaturen von 36 Grad war das genau das Richtige . Dort genossen wir später auch unser Abendessen und wurden dabei immer wieder freundlich von vorbeikommenden Spaziergängern und Radfahrern gegrüßt, die trotz der Hitze unterwegs waren.
Am Abend versuchte Martin noch, das Boot mit Wasser etwas herunterzukühlen. Wirklich viel brachte das allerdings nicht, weil sich das Wasser vom Kanal natürlich auch erwärmt hat. . So blieben wir an Deck, spielten eine Runde Kniffel und Wizard und genossen die laue Sommernacht, bis wir nichts mehr gesehen haben.


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