Von Xures aus waren es heute Morgen nur drei Kilometer mit dem Fahrrad zurück nach Lagarde.
Unterwegs kam mir die „Horizon II“ entgegen – genau das Hotelboot, wegen dem wir gestern noch weiterfahren mussten.
Nach etwa 15 Minuten erreichte ich das Auto, verstaute das kleine Klapprad im Kofferraum und fuhr voraus nach Parroy. Von dort ging es noch einmal fünf Kilometer mit dem Fahrrad am Kanal zurück zum Boot.
Kurz nach 10 Uhr legten wir bei grauem Himmel ab. Wir befinden uns immer noch im Pays du Etangs- im Land der Seen. Ursel bedauerte sehr, dass das Wetter ihr einen Platz draußen an Deck vermieste. Vor uns lagen zunächst zwei Schleusen bergab, bevor wir nach rund anderthalb Stunden Fahrt in Parroy festmachten.
Eigentlich hatten wir uns vorgenommen, das wunderschöne Barockschloss in Lunéville zu besichtigen. Doch das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung. Immer wieder setzte kräftiger Regen ein, und zwar nicht nur für ein paar Minuten. So vertrieben wir uns die Zeit an Bord mit einer Partie Backgammon, während Ursel gelesen hat.
Das Schloss fiel damit buchstäblich ins Wasser. Martin und ich fuhren dennoch nach Lunéville, allerdings nur zum Einkaufen. Ursel hielt währenddessen an Bord die Stellung.


Zum Abendessen gab es eine leckere Shrimpspfanne mit Reis und Salat. Kaum waren wir fertig, öffnete der Himmel erneut seine Schleusen. Ein Gewitter zog auf und plötzlich leuchtete der Himmel in den unterschiedlichsten Farben.
Damit stand die nächste Bewährungsprobe für unser selbst genähtes Sonnendach an. Mit etwas Sorge blickten wir immer wieder aus dem Fenster auf das Deck: Würde das Dach dem aufkommenden Sturm und den Wassermassen standhalten? Aber alles hielt perfekt. Danach wurden wir noch mit einem Regenbogen belohnt.



Später spielten wir noch eine halbe Runde Wizard, bevor Ursels Augen eine Pause verlangten. Den Abend ließen wir mit einem kurzweiligen Film auf Ursels Empfehlung mit Hape Kerkeling ausklingen .
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