Juni

12

Da es gestern Abend etwas später geworden war, erstens wegen Fußball und zweitens wollte Johannes danach unbedingt noch eine Runde Wizard spielen, starteten wir heute ganz relaxed in den Tag. Brigitte, Manuela und ich beschlossen kurzerhand, uns ein Mädels-Sektfrühstück mit Musik zu gönnen. Bei guter Stimmung, leckeren Croissants und einem Gläschen Sekt ließ es sich wunderbar in den Morgen starten.
Nach und nach krochen auch die Männer aus ihren Kojen und gesellten sich zu uns.
Manuela und ich überlegten noch kurz, ob wir wieder die Autos vorfahren sollten. Dieser Plan erledigte sich allerdings recht schnell von selbst, denn an dem kurzen Schwimmsteg bekamen wir das E-Bike nicht vom Schiff. Also beschlossen wir, die Autos am Nachmittag zum Schiff zu holen.
Nach dem Frühstück wurde ich, wie inzwischen fast schon die letzten Tage, wieder aus der Küche verbannt. Manuela, die als selbstständige Konditorin bei genussatelierschatz.at⁠ tätig ist, übernahm das Kommando. Kurzerhand rührte sie einen leckeren Rhabarberkuchen an. Der Rhabarber dafür wurde übrigens in Parroy am Bouleplatz „gefunden“ und wartete nur darauf, verarbeitet zu werden.


Kaum hatten wir abgelegt, wartete auch schon die erste von insgesamt sechs Schleusen auf uns.
Nach der ersten Schleuse übernahm Peter einmal das Steuer. Mit großer Konzentration lenkte er das Boot durch den Kanal und meisterte seine Aufgabe souverän.

Da sich das Wetter erneut von seiner wechselhaften Seite zeigte, spielte sich das Bordleben überwiegend im gemütlichen Innen im Boot ab.
Pünktlich um 15 Uhr erreichten wir die höchste Schleuse Frankreichs in Rechicourt, die wie aber erst morgen früh passieren wollen. Beim Anlegen bekamen wir freundliche Unterstützung vom Nachbarn der CARIB III, der unsere Festmacherleinen entgegennahm. Dadurch verlief das Manöver deutlich entspannter.
Nach der Ankunft wartete für alle eine wohlverdiente Belohnung, Manuelas fluffiger Rhabarberkuchen. Mit einem Klecks Sahne war das ein echter Genuss.
Anschließend machten sich unsere Gäste auf den Weg zur Schleuse. Gerade fuhr ein Boot von der unteren Seite ein, sodass sie den Schleusenvorgang aus nächster Nähe beobachten konnten. Der Schleusenwärter zeigte sich besonders freundlich und gewährte ihnen sogar einen Blick in den Technikraum. Dadurch wurde der Besuch noch spannender und bot interessante Einblicke hinter die Kulissen.


Zurück an Bord fingen wir schon am späten Nachmittag an, Wizard zu spielen. Unsere Gäste sind auch infiziert vom Wizardfieber. Zwei Runden und danach ging’s für uns Mädels in die Küche. In einer Gemeinschaftsproduktion wurden leckere Spaghetti mit Garnelen, die ich gestern schon gepuhlt hatte, zubereitet.Manuela und Brigitte kümmerten sich um den Salat. Das Essen wurde schon im Teller serviert und war richtig lecker.


Anschließend wurde wieder Wizard gespielt. Am besten sind immer die Diskussionen nach den Spielen…hätte …hätte…hätte
So ging wieder ein lustiger Tag zu Ende.