Um kurz nach acht Uhr startete Martin den Motor und es hieß wieder „Leinen los“. Bye bye Nancy – vor uns lagen erneut knapp 30 Kilometer bis nach Einville-au-Jard sowie neun Schleusen – alle bergauf, die wir passieren müssen.
Für ein besonderes Highlight sorgte unser Einkaufsstopp unterwegs. Direkt am Supermarkt mit dem Hausboot anzulegen, erlebt man schließlich nicht alle Tage. Die Poller waren allerdings im kniehohen Gras kaum zu erkennen. Also blieb mir nichts anderes übrig, als im richtigen Moment an Land zu springen. Manuela und Johannes kamen ebenfalls von Bord, um die Heckleinen festzumachen. Da die Poller recht weit auseinanderstanden, mussten wir sogar zwei Leinen an Bäumen befestigen.
Währenddessen machte sich Martin mit unseren Gästen auf den Weg zum Einkaufen. Wenig später kamen sie mit voll beladenen Einkaufswagen zurück zum Boot. Das sah schon ziemlich lustig aus – näher kann man mit dem Einkaufswagen bis vor die Haustür wohl kaum kommen. Bequemer geht es wirklich nicht.
Nachdem alle Vorräte verstaut waren, setzten wir unsere Fahrt fort. Zwischendurch übernahm Johannes das Steuer und tuckerte ganz entspannt über den Rhein-Marne-Kanal. In den Schleusen haben sich die Aufgaben inzwischen bestens eingespielt: Johannes und Manuela kümmern sich um die Heckleine, während Peter die Signalstange bedient.
Brigitte und Peter hatten es sich zuvor auf unserem neuen Lieblingsplatz gemütlich gemacht. Auf der Bank am Bug, die Martin im Frühjahr gebaut hat, genossen sie die herrliche Aussicht und das schöne Wetter.







Doch nach einigen Schleusen wurde Peter das Zuschauen zu langweilig. Er wollte selbst mit anpacken und die Bugleine übernehmen. Nach einer kurzen Einweisung klappte das einwandfrei. Und Johannes übernahm teilweise das Ruder.





Um kurz vor 17.00 Uhr kamen wir in Einville du Jard an. Wir mussten ein bisschen ausweichen, weil ein Sonntagsfahrer mittendrin an der Anlegestelle angelegt hat.
Egal, wir haben einen Platz gefunden und im Team festgemacht. Martin und Johannes fuhren nach Nancy zurück um Johannes‘ Auto zu holen und Manuela, Brigitte und Peter gingen ein Runde durchs Dorf. Dort haben sie bei einem Hähnchengriller unser Abendessen organisiert. Perfekt, so haben wir nach dem langen Tag nicht viel Arbeit.
Um kurz vor halb sieben kamen Martin und Johannes von Nancy zurück und Peter holte die Gockel. Wir konnten sogar an Deck Abendessen.




Die waren richtig lecker. Es gab noch Ofenkartoffeln und einen Salat dazu.
Nach dem Essen gingen Manuela und Brigitte noch laufen. Die Jungs waren ein bisschen ko, es war ja doch ein langer, aber aufregender Tag.
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