Den heutigen Morgen ließen wir ganz entspannt angehen. Nach einem kleinen Frühstück machten sich Manuela, Johannes, Brigitte und Peter auf den Weg nach Lunéville, um das beeindruckende Stadtschloss zu besichtigen und ein wenig französisches Flair zu genießen.








Währenddessen fuhr ich das Auto nach Parroy und machte mich anschließend mit dem Fahrrad auf den Rückweg entlang des Kanals. Die Strecke ist einfach wunderschön und Natur pur.
Leider meinte es der Wettergott heute nicht ganz so gut mit uns. Kurz bevor ich das Hausboot erreichte, erwischte mich noch eine ordentliche Dusche von oben. Auch unsere Ausflügler blieben vom Regen nicht verschont und kamen etwas durchnässt kurz nach mir zurück.
Zum Aufwärmen gab es erst einmal heißen Tee oder Kaffee sowie eine kleine Brotzeit – oder, wie unsere österreichischen Gäste sagen würden, eine gemütliche Jause. So konnten alle wieder zu Kräften kommen und die nassen Jacken und Schirme trocknen, bevor in Richtung Parroy ablegten.
Vom gestrigen Abend war noch ein ganzes gegrilltes Hendl übrig geblieben. Manuela machte sich sofort ans Werk, zerlegte das Hähnchen mit professioneller Routine und zauberte daraus einen herrlich leckeren Geflügelsalat.


Doch damit nicht genug: Plötzlich kam ihr die Idee, ganz spontan einen Apfelstrudel zu backen. Gesagt, getan! Während ich die Äpfel schälte, knetete sie kurzerhand einen Teig und schnitt anschließend die Äpfel genau so, wie sie sie für ihren Strudel brauchte. Solche spontanen Einfälle sind oft die besten und meistens entstehen dabei die leckersten Köstlichkeiten.
Kurzerhand wurde unser Wohnzimmertisch zweckentfremdet und zum Arbeitsplatz für den Strudelteig umfunktioniert. Mit viel Geschick zog Manuela den Teig hauchdünn aus – ganz so, wie es sich für einen echten Apfelstrudel gehört.










Pünktlich um drei Uhr legten wir in Parroy an. Auf dem Weg dorthin mussten wir nur zwei Schleusen passieren, die unser eingespieltes Schleusenteam inzwischen schon mit beeindruckender Routine meisterte.



Heute gab es ausnahmsweise kein klassisches Anlegebier, sondern einen Anlegeprosecco. Dazu lief gute Laune Musik, die sofort für die passende Stimmung sorgte.

Auch in der Bordküche lief alles nach Plan: Der Apfelstrudel war fertig gebacken und Brigitte rührte noch eine leckere Vanillesoße dazu. Sogar der Himmel hatte gute Laune und die Sonne kam raus.
Der Apfelstrudel kam so gut an, dass am Ende nicht einmal ein Krümel übrig blieb. Nach dem gemütlichen Kaffeetrinken machten sich Peter und Johannes mit den Fahrrädern auf den Weg, um das Auto zurückzuholen.
Am Abend stand der leckere Geflügelsalat auf dem Speiseplan, der den ganzen Tag wunderbar durchgezogen hat. Leider zog pünktlich zum Abendessen ein Gewitter auf, so dass wir unser Essen nach drinnen verlegen mussten. Der guten Stimmung tat das allerdings keinen Abbruch.
Da wir heute etwas früher gegessen hatten, blieb noch genügend Zeit für eine Partie Boule auf dem Platz des Campingplatzes. Anfangs sah alles nach einem klaren Sieg der Männer aus, denn sie lagen stets vorne. Doch wir Mädels bewiesen Kampfgeist und drehten das Spiel. Am Ende konnten wir sogar zweimal hintereinander gewinnen!


Damit nicht genug, weil der Tag eh so ereignisreich war, lernte Martin unseren Gästen noch unser Lieblingskartenspiel Wizard.
So spielten wir noch zwei richtig lustige Runden, die einmal Manuela und einmal Martin für sich gewinnen konnte.


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