Heute schlafen alle besonders lange, denn während der Nacht nimmt der Wind zu und es schaukelt uns besonders tief in den Schlaf. Für Martin hat dies gegenteiligen Effekt – der Skipperschlaf wird in Alarmbereitschaft geschaukelt und nach dem Rundgang zieht Martin um 2:00 Uhr sicherheitshalber das Beiboot hoch und macht es fest.
Nach langem, geselligem Frühstück legen wir zur 22 Meilen langen Strecke vom Süden der Great Barrier Island (Shoal Bay) Richtung Katherine Bay im Norden ab. Da es schon der fünfte Tag auf See ist, beginnen die ersten Experimente, ohne jegliche Ingwer oder Seekrankheitstabletten auszukommen. Ui, evtl. doch zwei, drei Tage zu früh – schade ums gute Frühstück…
Der Seegang ist heute erstmals so hoch, dass die Wellen über das Deck schlagen. Wir haben Großsegel und Genua im Einsatz, der Wind weht in optimaler Richtung. Auch nach dem Reffen des Großsegels reiten wir weiterhin immer wieder mit 10 Knoten über die Wellen.
Nach knapp vier turbulenten Stunden ankern wir erneut in einer der wunderschönen Buchten vor der Great Barrier Island. Der Sandstrand sieht hübsch aus, hier möchten wir ein paar Sonnenstunden verbringen – lesen, spazieren, Yoga… Urlaubsfeeling pur.












Der Wind treibt uns mit bis zu 11 Knoten mühelos die 52 Meilen bis vor die TUTUKAKA Marina. 


Hier gönnen wir uns nach kurzer Einkaufstour und Spaziergang zum Abendessen Pizza und Muscheln. 

























Ansonsten kann man in dieser Kleinstadt hübsch in einem Restaurant an der Uferpromenade speisen oder auf den Flagstaff Hill hinaufwandern um die Aussicht auf die rundum liegenden Buchten zu genießen. Auch das Museum ist einen Besuch Wert, denn die „Endaviour“ ist hier im Maßstab 1:5 nachgebaut, was vor allem unseren Skipper erfreut.

Die Überfahrt zur Moturua Island ist kurz und bündig. So kann das sommerliche Wetter für das vielfältige Wassersportangebot der Vava’u genutzt werden: Schnorcheln, Kanu, Fischen, Schwimmen und warm duschen. 



Die Insel MOTURUA ist unbewohnt und nur mit dem Boot zu erreichen, doch wie schon zu Silvester bemerkt: alle haben frei und alle haben ein Boot ! Glücklicherweise sind die meisten Besucher am Strandleben interessiert und so sind am Wanderweg immer wieder zahlreiche Vogelstimmen zu hören. Nach ca. 1,5 Stunden erfreuen aber auch wir uns am Strand. Wir können uns in der Mittagssonne im Schatten ausruhen, schwimmen, schnorcheln und Lucia wagt es sogar, vom Strand bis zur Vava’u zurück zu schwimmen.


Doch die wahre „Action“ kommt erst: um zur neuen Bucht zu segeln müssen wir erstmals aufkreuzen. Dieses nicht alltägliche Event begeistert alle MitseglerInnen!


Als Belohnung gibt es nach der Ankunft eine köstliche, kühle Zitronentorte. Alle sind von der Lemon Cheese Cake so begeistert, dass für die vegetarisch gefüllten Paprika am Abend kaum noch Platz im Bauch bleibt und sie daher auch noch für morgen reichen. 















Lucia macht einen Ausruhtag am Boot, alle anderen werden bei der Überfahrt mit dem Beiboot von den Wellen angespritzt und leider dort auch nicht mehr ganz trocken, denn der Himmel verdunkelt sich… Um 16 Uhr ist es so finster wie kurz nach Sonnenuntergang. Von den Waldbrände in Australien kommt die Asche nun auch im Norden Neuseelands an. Es ist beeindruckend und bedrückend zugleich. 

Da er eine halbe Stunde auf den Fish wartet (wird wohl gerade frisch gefangen… so unrealistisch ist das gar nicht!), ist das Dinghy für die Rückfahrt dann auch schon wieder komplett getrocknet. Alex und Marco gönnen sich inzwischen ein Eis – denn sobald die Sonne richtig heraussen ist, kommen Sommergefühle hoch! 

























das Restaurant ist nach Ankunft um 19:30 noch geöffnet! Da wir am ersten Abend hier schon sehr gut gegessen haben ist die Speisekarte noch im Gedächtnis geblieben und jeder hat die Bestellung gedanklich schon aufgegeben. Doch im neuen Jahr gibt es eine neue Speisekarte! Nun ist Flexibilität angesagt. Die eine Lammkeule wird zum Fisch des Tages und die andere zu Muscheln. Die Käsetorte mit Beeren ist der krönende Abschluss eines rundum gelungenen Törns. 






























Bis zum Abend war genug Zeit für einen Landgang auf einen kleinen Hügel mit Blick über die Bucht sowie zur alten Walfangstation mit dahinter liegendem kleinen Wasserfall.






































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