Apr.

30

Sa. 30.4.11
Pos (12.00 UTC): 34°54.109’N, 049°50.273’W
Wind aus 140, 8 Kn, M + Gr, KÜG 050, FÜG 5,5 Kn
Etmal: 124 sm, Restdistanz 1198 sm

Heute war der Tag des „Schiffe-Treffen“.
Insgesamt vier große Frachter, zwei in der Nacht, die jeweils vor unserem Bug auf Gegenkurs waren und zwei die recht nah an uns vorbei gefahren sind – auch jeweils mit Zielen in Europa.

Frachter-3

Frachter-3

Der „Höhepunkt“ war das Treffen mit der Schweizer zwei Mast Ketsch, die von Martinique kommend auch nach Ponta Delgada will. Auch sie mussten schon eine ganze Weile Motoren, ansonsten war alles ok bei Ihnen an Bord, genau wie bei uns. Vielleicht treffen wir sie ja noch mal auf den Azoren und können Bilder tauschen von unserem Treffpunkt auf
POS: 34°51.191’N, 049°51.954’W und über 4000 m Wassertiefe.

Schweitzer Ketsch-2

Schweitzer Ketsch-2

Unsere Angelleine von der Angelroute hat sich leider samt Köder verabschiedet – vermutlich war wieder mal was Größeres dran. Auch die Schweizer hatten bisher nicht viel mehr Anglerglück als. Aber wir haben ja noch unsere „große“ Handangel für die zweite Fischmahlzeit, die wir eigentlich auf dem Speisezettel haben.

Apr.

29

Fr. 29.4.11
Pos (12.00 UTC): 33°06.847’N, 050°32.982’W
Wind aus 080, 6 Kn, Gr + M, KÜG 005, FÜG 5 Kn
Etmal: 110,5 sm, Restdistanz 1268 sm

Wieder ein schöner sonniger Tag unter Motor, da das Hoch immer noch unverändert über uns steht.

Delphine-3

Delphine-3

In der Ferne dümpelt eine kleine Delphinschule. Aber sie haben scheinbar kein Interesse mal „vorbeizuschauen“. Dafür sind wir teilweise von hunderten dieser kleinen „Segel-Quallen“ umgeben. Wir konnten richtig beobachten, wie sie den Hauch eines Windes nutzen und „Wenden“.

Segel-Qualle-4

Segel-Qualle-4

Das glatte Wasser nutze ich und klettere auf den Mast um ein Stück durch gescheuertes Großfall abzuschneiden und das Blisterfall umzudrehen. Obwohl „blu:kat“ unten ganz ruhig in der spiegelglatten See dahingleitet, ist es oben auf dem Mast recht „ruppig“.

Mastbesteigung

Mastbesteigung

Apr.

28

Do. 28.4.11
Pos (12.00 UTC): 31°21.211’N, 050°35.643’W
Wind aus 035, 08 Kn, Gr + M, KÜG 005, FÜG 4,5 Kn
Etmal: 97 sm, Restdistanz 1318 sm

Wir sitzen im Hoch „fest“. Es hilft uns nur der Motor weiter nach Norden zu kommen, wo die Winde auf uns warten.

Nachts ist es immer sternenklar, aber merklich frischer als noch vor ein paar Tagen. Auch der Atlantik ist kälter geworden- nur noch knapp 21 Grad. Tagsüber halten sich immer zäh dichte Stratuswolken am Himmel und geben nur manchmal der Sonne eine Chance.

Sonnenanbeter

Sonnenanbeter

Für uns sind die Tage zur Routine geworden: Wachwechsel alle drei Stunden, Essen, Schlafen, ratschen und lesen, Musik hören und einfach nichts tun, die Sonne genießen wenn sie sich blicken lässt und die „unendlichen Weiten“ erleben.

Wachplan

Wachplan

Apr.

27

Mi. 27.4.11
Pos (12.00 UTC): 31°18.160’N, 052°21.157’W
Wind aus 010, 10 Kn Maschine, KÜG 040, FÜG 4 Kn
Etmal: 86 sm, Restdistanz 1406 sm

In der Nacht haben sich die Simmerringe der Salzwasserpumpe vom Generator 2 vom Salz aufgelöst und die Pumpe war undicht geworden.
Also gab’s nach dem Frühstück mit Eiern und Speck erst mal wieder kleiner Reparaturarbeiten zu erledigen. Dazu gesellte sich auch mal wieder der kleine Stellmotor für die Dieselpumpe. Aber in meinen reichhaltigen Ersatzteilkisten hatte ich noch einen parat und musste ihn nur austauschen.

Segeln-16

Segeln-16

Ab dem Vormittag Segeln wir auch wieder, jedoch mit wenig Wind und fast aus Nord, damit machen wir über Grund nur knapp 80 Grad über Grund, aber der Weg ist ja das Ziel.
Zur Abwechslung haben wir heute ein paar Knoten geübt, damit man nicht aus der Übung kommt wenn’s mal schnell gehen muss.

Abends haben wir im Cockpit das „Kino“ aufgebaut und uns den Zeichentrickfilm „Ratatouille“ angesehen.

Ratatouille

Ratatouille

Apr.

26

Di. 26.4.11
Pos (12.00 UTC): 30°01.103’N, 052°39.562’W
Wind aus 070, 8 Kn, Gr + Ge, KÜG 005, FÜG 4 Kn
Etmal: 96 sm, Restdistanz 1517 sm

Noch ein ruhiger sonniger Tag der diesmal mit einem schönen Mondaufgang begann. Zumindest für mich, denn ich hatte zu dieser Zeit grade Wache, als sich die dunkelorange, fast rote Halbmondsichel langsam über die Kimm schob. Solche Bilder bekommt man nur hier draußen zu sehen und sind denke ich schon was Besonderes.

Tagsüber wurde heute die Bodenluke in der Pantry repariert, denn das Spritzwasser unter dem Brückendeck hielt sich in Grenzen und so konnten wir die Verschlüsse in Ruhe austauschen.

Zum Kaffee am Nachmittag gab’s noch ein Navigationsunterricht in Sachen Astronavigation mit dem Sextanten.

Sextant_1

Sextant_1

Der Wind wird immer weniger und nach dem Empfang der Wetterkarten über KW-Funk werden wir sicher den Rest des Tages Motoren müssen um ein paar weitere Meilen nach Norden zu kommen, wo die Westwinde hoffentlich auf uns warten.