Was für eine Nacht.
Deshalb waren heute Morgen auch alle erstaunlich früh wach. Die einhellige Meinung: Nur weg von hier.
Das ständige Ruckeln der Leinen, das Quietschen der Fender und dieses unaufhörliche Auf und Ab im Schwell hatten irgendwann zwar fast etwas Beruhigendes , aber eben nur fast. .An diese Geräuschkulisse möchten wir uns dann doch lieber nicht gewöhnen.
Nach dem Frühstück wollte Martin jedenfalls keine Zeit verlieren. Christian und Doreen machten noch schnell klar Schiff und dann ging jeder auf seinen Posten.
Leinen los, Fender rein und ab.








Nur eine kleine Herausforderung wartete noch auf uns: Wir mussten wieder durch die berühmte Engstelle. Heute wussten wir allerdings, was uns erwartet. Und siehe da ,es war tatsächlich gar nicht mehr so schlimm. Ein bisschen Rumpeln gab es natürlich wieder, aber wir waren vorbereitet und so ging auch diese Passage ohne größere Schäden über die Bühne. Als wir da durch waren, konnte ich einen Käsekuchen in den Ofen schieben .
Unser Ziel heute: Arki.
Und schon die Anfahrt fühlt sich ein bisschen an wie eine Reise in eine andere Welt.
Wir schaukelten mit gesetzter Genua und nur wenig Wind langsam auf die kleine Insel zu. Je näher wir kamen, desto mehr schien die Zeit langsamer zu werden.



Keine großen Hotels.
Kein Trubel.
Keine langen Straßen.
Dafür karge Hügel, ein paar weiße Häuser, Ziegen und dieses unglaublich tiefblaue Meer.
Arki ist winzig. Gerade einmal knapp sieben Quadratkilometer groß und keine 50 Bewohner. Und trotzdem hat die Insel etwas ganz Besonderes. Vielleicht gerade deshalb.
Wir liefen in die kleine, geschützte Bucht von Porto Augusta ein. Ein paar Segelboote lagen bereits vor Anker, dazwischen kleine Fischerboote.
Viel mehr als ein paar Tavernen, kleine Häuser und jede Menge Ziegen gibt es hier eigentlich nicht.
Und genau das macht den Charme von Arki aus.




Das Anlegen war heute wie immer unkompliziert und ging mit Hilfe unserer netten Nachbarn blitzschnell. Kaum war das Boot fest, machten Martin und ich uns zu Fuß auf den Weg zu der kleinen Kapelle am höchsten Punkt der Insel.
Der Weg war voll durch die Prärie über Stock und Stein, die Landschaft sehr karg. Erst später haben wir gesehen, dass eine Straße hoch führt. Dazwischen dufteten Kräuter und immer wieder öffnete sich dieser fantastische Blick über das Meer und die kleinen Inseln ringsum.












Und apropos Meer:
Von oben konnten wir Christian entdecken, der unten in der Bucht mit dem SUP herum paddelte.


Nach unserer kleinen Wanderung ging es zurück zum Boot. Es war schließlich Kaffee und Kuchen Zeit.
Sabine, Doreen und Jürgen machten sich zu dritt mit dem SUP auf den Weg zu einer kleinen Badebucht. Katja blieb mit ihrem Rätselheft auf der Georgina und Christian hatte es sich mit seinem Buch ebenfalls gemütlich gemacht.
Martin und ich gingen derweil in die kleine gemütliche Taverne . Dort haben wir Aperol bestellt, Backgammonbrett auf den Tisch und los ging’s.
Das Ergebnis? 2 : 1 für den Chef.



Der Wirt war ein richtig uriger, herzlicher Typ und passte perfekt zu diesem kleinen Ort.
Am Abend ging es dann mit der gesamten Crew noch einmal in die kleine, typisch griechische Taverne mit den bunten Stühlen. Es wurde richtig schön.
Auf dem Tisch landete alles, was zu einem griechischen Abend dazugehört: Lamm, Souvlaki, Ziege, griechische Salate und natürlich Käse. Dazu gute Stimmung.






Irgendwann gab Martin dann noch die Ansage für den nächsten Tag.
Morgen geht es nach Patmos.
Und wenn die Crew dort unbedingt das Johanneskloster und die Grotte besuchen möchte, heißt es früh aufstehen. Spätestens um 8.00 Uhr müssen wir los, denn montags hat das Kloster nur bis 13:30 Uhr geöffnet.
Nach dieser Ansage war plötzlich erstaunlich schnell Ruhe an Bord und alle schlüpften in die Kabinen. Außer Christian, der schlief in seiner Hängematte bei endlich mal windstiller Nacht.
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