Die Sonne lachte heute Morgen schon so kräftig vom Himmel, dass es einige Crewmitglieder gar nicht erst bis zum Frühstück aushielten. Noch bevor der erste Kaffee eingeschenkt war, ging es für fast alle zum Schwimmen. So erfrischt schmeckte das anschließende Frühstück natürlich gleich doppelt so gut.
Für die musikalische Untermalung sorgte Werner wieder höchstpersönlich und unterhielt uns mit einem kleinen Ständchen. So kann ein letzter Törntag beginnen.


Nachdem alles aufgeräumt und verstaut war, kam unser bewährtes Ankerteam wieder zum Einsatz: Lorenz und Johannes standen bereit.
Anker auf „Kurs Paros!“
Und schon ging es los.



Susi und ich saßen gemütlich unten im Cockpit, als sie plötzlich etwas durch die Luft fliegen sah. Eine kräftige Windböe hatte Lorenz’ Cappi erwischt und schwupps, landete es im Wasser.
Martin reagierte sofort, drehte kurzerhand um und Johannes nahm mit dem Bootshaken die Verfolgung auf. Mit vollem Körpereinsatz gelang es ihm tatsächlich, das Cappi wieder aus dem Wasser zu fischen.
Susi war gedanklich derweil schon einen Schritt weiter und wollte gerade im Geschäft anrufen, ob es diesen Hut vielleicht noch einmal gibt.
Aber alles paletti.
Action schon am frühen Morgen – und natürlich mit Happy End.






Nach kurzer Fahrt erreichten wir den Hafen von Paros. Leider war zunächst kein Platz für uns zu finden. Martin und Johannes machten sich deshalb mit dem Dinghi auf den Weg zum ersten Steg und fragten beim Hafenmeister nach.
Da Samstag war und gerade bei vielen Charterbooten Crewwechsel anstand, bestand zumindest Hoffnung, dass am späten Nachmittag noch ein Platz frei werden würde.
Martin und Johannes brachten noch Stefan, Susi und Lorenz an den Steg, zogen anschließend das Dinghi hoch und der Rest der Crew holte schon einmal die Fender aus der Luke und legte sie griffbereit ins Trampolin.
Dann hieß es warten.



Bis kurz vor fünf plötzlich der erlösende Funkspruch vom Hafenmeister kam:
Die Georgina darf am Kai anlegen.
Martin ließ den Anker runter und manövrierte die Georgina souverän rückwärts in die ziemlich enge Parklücke. Von der Marina kam jemand zu Hilfe und nahm unsere Leinen entgegen.
Alles sah perfekt aus.


Was wir allerdings hinten am Heck nicht mitbekommen hatten:
Vorne hatte Martin die Ankerkette verloren.
Offenbar war sie nicht richtig befestigt gewesen. Was für ein Schreck!
Der Hafenmeister hatte auch gleich einen Vorschlag: Flossen und Maske anziehen und die Ankerkette suchen.
Also verschwand Martin kurzerhand in Badehose, Flossen und Maske.
Ich begleitete ihn mit dem SUP nach vorne, damit er sich notfalls wenigstens daran hätte abstützen können. Allerdings war ich kaum hinter ihm angekommen, da hatte er die Ankerkette schon gefunden.
Also noch einmal kurz zurück zum Boot, Leine mit Schäkel geholt – und wieder abgetaucht.
Keine Minute später war alles erledigt.
Wasser ist einfach Martins Element.

Zurück an Bord wurde die Leine mit der Ankerkette befestigt und am Heck noch einmal ordentlich nachgezogen.
Jetzt war wirklich alles perfekt.
Währenddessen kamen Susi, Lorenz und Stefan von ihrem Bummel zurück. Susi und Lorenz hatten inzwischen ihre Fähre gebucht und Stefan seinen Scooter für morgen organisiert. Er bleibt noch ein paar Tage auf Paros.
Doch damit war der Hafentag noch nicht ganz geschafft.
Martin schloss den Landstrom an – und es kam kein Strom auf der Georgina an. Erst wurden Stecker getauscht, gerüttelt und herumprobiert. Schließlich kam vom Hafenmeister die entscheidende Information: Hier funktioniert der Strom über eine App.
Eine App!


Was folgte, war eine kleine technische Geduldsprobe. Die Bedienung war alles andere als selbsterklärend und entsprechend nervig. Aber natürlich hat Martin auch diese Herausforderung gemeistert.
Damit war nun wirklich alles erledigt.
Vom Nachbarboot erklärte sich noch jemand bereit, ein Gruppenfoto von uns zu machen. Und dann hatten wir uns unser Abendessen redlich verdient.
Wir machten uns auf die Suche nach einer passenden Taverne und kamen dabei an einem griechischen Abend vorbei, bei dem gerade traditionelle griechische Tänze aufgeführt wurden.
Schließlich fanden wir eine wunderschöne Taverne in einem Hinterhof, unter einer riesigen Platane. Die Kellner rückten kurzerhand einen Tisch für uns acht zusammen.
Und dann wurde es richtig gemütlich.
Moussaka, Lammsteaks, Salat, Nudeln und allerlei andere Leckereien wanderten auf unseren Tisch. Alles war ausgesprochen lecker und die Stimmung bestens. Natürlich durfte auch hier ein gemeinsames Foto nicht fehlen , der Kellner übernahm die Aufgabe gleich selbst.











Danach ging es zurück Richtung Marina.
Dort trafen wir noch Micha, Heike und Torsten, die ab morgen bei unserem neuen Törn mit an Bord sein werden. Sie wollten nach dem Abendessen ebenfalls noch ein wenig durch Paros spazieren.
Zurück auf der Georgina stand noch ein letzter Punkt auf dem Programm: die Bordkassenabrechnung. Danach bekam jeder noch sein ausgedrucktes Gruppenfoto als Erinnerung an diesen Törn.
Und dann saßen wir an unserem letzten Abend noch einmal alle zusammen.



Wir plauderten über die vergangenen Tage, ließen die schönsten Erlebnisse Revue passieren und redeten ,wie so oft an Bord , über Gott und die Welt.
Bis Werner ein Gute Nacht Liedchen gesungen hat und die halbe Crew eingeschläfert hat. So nach und nach gingen alle in die Kojen.
Morgen heißt es dann wieder: neue Crew, neue Geschichten, neue Abenteuer.
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