Apr.

16

by Ursel

Die Nacht war ruhig. Jeder musste zwei Stunden lang Wache halten und konnte die übrige Zeit bei leichtem Seegang in seiner Kabine schlafen. Martin hatte wie immer die Oberaufsicht und lag auf den schönen weißen Lederbänken im Salon.

Der Himmel war fast sternenklar und VAVA-U segelte mit durchschnittlich 5 Kn Richtung Nordwesten.

Durch eine kurzfristige Planänderung sind wir noch eine Stunde weitergesegelt und haben bei der Ile Fourche, einer unbewohnten Felseninsel, geankert.

Tanja und Ursel lesen im gemütlichen Cockpit oder im angenehm windigen Netz. Michi, Frank und Martin sind etwas eingeschränkt, da es kein Internet gibt. Aber hier gibt es ja auch noch die klare Unterwasserwelt. Korallen, Fische und Schildkröten werden mit der Unterwasserkamera gefilmt.

Da es immer noch kein Internet gibt, besteigen Michi und Martin noch einen der höheren Felsen, während Ursel dicht beim Boot leider ohne Kamera einen großen Rochen entdeckt. Ein Sundowner nach Martins bewährter Art, eine Partie Uno, und leider ist ein weiterer schöner Tag unseres Segeltörns auf VAVA-U vorbei.

Apr.

15

by Ursel
Zum Ausklarieren machen wir eine gemeinsame Fahrt mit dem Zodiak durch die Lagune nach Codrington.

Die Lagune ist ein Naturschutzgebiet mit Mangrovenwäldern und Fregattvögeln. Auch sind überall leere Gehäuse der Conchschnecke zu finden. Ein Lichtblick in der Hauptstadt sind nur die Kinder mit ihren weißen Schuluniformen. Zurück an unserem Privatstrand stärken wir uns noch einmal mit reichlich Lobster. Dann beginnt das Abenteuer Nachtfahrt.

Apr.

14

by Ursel
Gleich nach dem Frühstück segeln wir weiter nach Barbuda, das wir nach 32 sm erreichen. Barbuda ist eine der wenigen Inseln, wo Kolumbus nicht an Land gegangen ist. Wir ankern an einem ein -samen Strand umgeben vom Meer in allen erdenklichen Blautönen. Am Strand treffen wir einen Einheimischen, der kiloweise fertig gekochten Lobster für wenig Geld anbietet. Martin bereitet flink eine Sauce zu und unser Sonntagsmahl ist fertig.

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Apr.

13

by Ursel
Wettersituation auf den kleinen Antillen: nachts 25°, tagsüber 26° -28°, heiter bis wolkig und zwischendurch kurze Schauer.

Nachts weht auch in den Kabinen dank der zwei Fenster ein sanfter Wind, so dass selbst Ursel die Nacht nicht im Freien verbringt, zudem man durch das Deckenluk den Sternenhimmel sieht.

Die heutige Segel strecke beträgt nur 15sm. Es geht entlang der Westküste von Antigua bis zur Deep Bay kurz vor St. Johns. Es gibt zwar kein Ankerbier, aber der Bananenkuchen mit Rumschlagsahne ist ein gleichwertiger Ersatz.

Gestärkt schnorcheln wir zum Wrack der 1905 gesunkenen „Andres“. In 5m Tiefe treffen wir den Kofferfisch vom letzten Jahr wieder.
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Apr.

12

by Ursel
VAVA-U bleibt heute vor Anker in der Bucht liegen. Martin und Frank werkeln an Bord. Tanja, Michi und Ursel erkunden erst English Harbour und dann mit einem Mietwagen die Insel.

English Harbour war früher ein englischer Marinestützpunkt. Die mittlerweile renovierten Hafen- und Werftanlagen bilden einen Nationalpark und wurden 2009 für das Weltkulturerbe der UNESCO vorgeschlagen. Aus einem ehemaligen Lager für Kupfer und Holz ist ein Hotel mit 14 Suiten entstanden, in dem auch Madonna schon übernachtet haben soll.

Unsere Rundfahrt beginnt beim Fig Tree Drive. Die Straße führt durch hügelige Landschaft entlang tropischer Vegetation mit Ananasfeldern und Bananenstauden. Fig tree heißt auf Antigua die Bananenstaude. Die Straße endet im Süden an der Carlisle Bay, einem karibischen Strand, wie man es aus der Werbung kennt.

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Die Fahrt geht weiter an der Westküste mit schönen Stränden bis nach St. Johns, der Hauptstadt im Nordwesten. Hier ist der Hafen, wo auch die großen Kreuzfahrschiffe einlaufen. Nach einem Bummel über die geschäftige Market-Street haben wir genug von dieser typisch karibischen Stadt. Wir fahren weiter zur Dickenson Bay mit einer sehr schöner Hotelanlage und baden in der türkisblauen Lagune.

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Weiter geht die Fahrt auf den teilweise sehr holprigen Straßen Antiguas entlang der Ostküste, wo die Wellen des Atlantiks die schmale Küste umspülen. Nun sind wir nur 50km gefahren und haben fast die ganze Insel umrundet. Michi hat sicher alle Tücken des Linksverkehrs gemeistert.