Juni

11

by Haiko

Wir starten den Tag mit einem Schwimmmarathon auf die kleine Insel in der Ankerbucht, von der Martin behauptet, es gäbe dort eine Rattenplage.

Ratteninsel im Morgenlicht

Ratteninsel im Morgenlicht

Doch das war wohl Seemannsgarn, außer uns Landratten haben wir dort keine weiteren Bewohner entdecken können.

Unsere Schmach des Tages: Wegen anhaltender Flaute können wir nicht segeln, sondern müssen an der Ostküste Ithakas entlang Motoren. Gunnar erfindet für die ständigen Flauten die neue Badedisziplin „An der langen Leine von VAVA-U ziehen lassen“, so dass wir auch diesen Phasen noch etwas abgewinnen können. Und wieder einmal kommt Wind erst kurz vor Erreichen des Tagesziels auf.

Badespaß

Badespaß

Gegen Nachmittag erreichen wir unsere nächste Ankerbucht in der Nähe von Frikes. Weil Gunnar es sich zum Ziel gesetzt hat, die Lebensmittelvorräte von VAVA-U zum Törnende vollständig aufzubrauchen, beginnen wir schon heute mit dem Resteessen. Dazu bietet sich Martins berühmtes Rezept für Kartoffelauflauf an, das Kartoffeln als einzig zwingende Zutat vorsieht, der Rest ist Freestyle. Dazu gibt Martin noch eine „Schmeckt-immer-Garantie“, die er tatsächlich einlösen kann und damit sogar den skeptischen Heiko überzeugt.

KAroffelauflauf

KAroffelauflauf

Juni

10

by Haiko

So, auf nach Ithaka, Odysseus soll nicht länger auf uns warten. Leichter Rückenwind treibt uns durch die Straße zwischen Keffalonia und Ithaka nach Süden und wir können den neuen Spinnaker mit VAVA-U Logo setzen. So herausgeputzt zieht VAVA-U die Blicke auf sich, schon nach kurzer Zeit kreist ein Fotograf mit Motorboot um uns und wirbt mit Schmeicheleien um seine Dienste. Da Posen wir gerne.

Unter Spinnaker nach Ithaka

Unter Spinnaker nach Ithaka

Ausgerechnet beim Ankern in der Bucht Ormos Pegadi kommt dann doch noch stärkerer Wind auf, der kurz darauf auch noch um 180 Grad dreht. Ein Engländer hat sich in unseren Schwoij-Kreis gelegt und kommt nicht mehr weg, weil seine Ankerwinsch streikt. Als der Abstand zu ihm auf 2m schrumpft, sehen wir bei Martin zum ersten Mal einen Anflug von Nervosität. Aber alles geht gut, und wir starten wieder das Wassersportprogramm mit Wasserski und Kneeboard.

Julia macht mit Abstand die beste Figur und verdient sich den Beinamen „Eisprinzessin“, während Heiko die Wasserskifigur „Teibanker“ erfindet.

Ankunft Ormos Pegadi

Ankunft Ormos Pegadi

Juni

9

by Haiko

Wieder einmal schreibt Martin die Törnplanung in den Wind. Oder besser: Der Wind schreibt die Törnplanung, unter bestmöglicher Ausnutzung der gegen Abend kräftiger werdenden Windverhältnisse lassen wir Ithaka zunächst aus und landen gegen Abend im gleichermaßen pittoresken wie touristischen Hafenort Fiscardo auf Keffalonia.

Zum Anlegemanöver liefert Martin ein Meisterstück und parkt VAVA-U in die letzte Lücke des Hafens wie einen 40-Tonner auf dem Supermarktparkplatz. Vor den karambolagesüchtigen Blicken des Schicki-Micki-Publikums in den Hafenrestaurants direkt auf der Kaimauer wollen wir uns aber auch keine Blöße geben. Am Ende passen zwischen uns und die Nachbarboote mit Mühe noch eine Lage Fender, VAVA-U ist mit zwei Landleinen und passablen Knoten vertäut und sogar der Anker liegt knapp neben dem des deutschen Nachbarbootes (Gruß an die nette Familie aus Freiburg). Wir geben uns großzügig 10 Punkte in der Anlege-Wertung und machen uns landfein, heute ist Ausgehen angesagt.

Venezianischer Leuchtturm Fiscardo

Venezianischer Leuchtturm Fiscardo

 

Das Kultur-Sightseeing erledigen wir nebenbei, denn direkt neben dem Restaurant unserer Wahl hat man einen römischen Friedhof neu aufbereitet. Die Ruine der antiken Basilika und der historische venezianische Leuchtturm liegen in einem idyllischen Kiefernwäldchen direkt an der Küste, so dass sich die Besichtigung en passant mit einem Badegang verbinden lässt.

Antike Basilika Fiscardo

Antike Basilika Fiscardo

Juni

8

by Haiko

Die neue Woche lassen wir mit einem Törn auf die kleine Insel Kastos beginnen, wieder können wir den größten Teil der Strecke segeln.

Naja, genauer gesagt kann nur Martin segeln, von uns Mitseglern hat nur Julia ein wenig Segelvorbelastung. Aber wir sind stets bemüht und Martin sehr geduldig, sogar ein paar Knoten können wir schon, besonders gut den gordischen.

Wir legen uns in Beibootnähe des namensgebenden Inselortes, dessen Einwohnerzahl wir durch unseren Landgang kurzzeitig verdoppeln.

Selfie in Kastos

Selfie in Kastos

Wegen des großen Erfolges wird am Abend wieder gegrillt, leider versagt Heiko beim Feuermachen kläglich – die Grillanzünder sind augenscheinlich Abfallprodukte feuerfester Flugzeugverkleidungen, anders ist es nicht erklärbar. Mit viel Liebe päppelt Feuerteufel Martin in mühsamer Handarbeit dennoch eine passable Glut, der Abend ist gerettet.

Grillchef Martin

Grillchef Martin

Juni

7

by Haiko

Es geht los!

Doch zunächst ein Schock: Beim von Gunnar neu eingeführten rituellen Morgenbad in der Bucht stellt sich heraus, das Martin dieses Jahr noch nicht im Wasser war (angeblich „zu kalt“)! Das geht ja gar nicht! Im Verlauf der Woche bekommen wir ihn dann immerhin 2-3 mal hinein, ist dann doch nicht so schlimm kalt.

Bei schönem, aber launisch- wechselhaftem Wind landen wir schließlich etwas unplanmäßig in der Ambelike-Bucht auf Meganisi, wo wir am Abend feierlich den neuen Grill einweihen.

Vorbereitung zum Grillen 2

Vorbereitung zum Grillen 2

Um das schlechte Ernährungsgewissen angesichts der Fleischberge zu erleichtern, gibt’s Nudelsalat und Ofenkartoffeln dazu – lecker, das lassen wir mal als Gemüse gelten.

Vorbereitung zum Grillen 1

Vorbereitung zum Grillen 1

Noch besser schmeckt es, weil wir uns ein paar Tomaten und frischen Rosmarin aus dem schick angelegten Garten der neuen Luxusvilla am Buchtufer ausborgen – Danke dafür unbekannterweise!