Okt.

4

by Ursel und Sören

Für heute ist wieder Starkwind angesagt, daher wird nicht nur der seitliche Spritzschutz angebracht, sondern die Crew stärkt sich schon beim Frühstück mit Rührei und Speck. Aber Wind und Wellengang auf offener See erfüllen nicht ganz unsere Erwartungen. Trotzdem segeln wir mit gut acht Knoten Richtung Norden mit Blick auf die türkische Küste und dann mit mehreren Wenden Richtung Westen.

Nisyros , eine fast kreisrunde bergige Insel, liegt schon lange vor uns, ehe wir in Pali, einem kleinen Hafen im Norden der Insel, festmachen.

Paloi-Hafen_Nisyros

Paloi-Hafen_Nisyros

Das Anlegemanöver an der Uferstraße in einer passenden Lücke zwischen zwei anderen Booten klappt perfekt. Die Crew ist mittlerweile so gut eingespielt, dass eine kurze Anweisung des Skippers reicht um alles richtig zu machen.

In einer der zahlreichen Autovermietungen an der Uferstraße einigen wir uns nach kurzer Diskussion auf einen Nissan Van (Siebensitzer) für 60 Euro. Über kurvenreiche Straßen erreichen wir das Paliokastro, eine sehr gut erhaltene aus schwarzem Vulkangestein gebaute Akropolis aus dem 4. Jahrhundert vor Christus.

Akropoulis_Nisyros_5736

Akropoulis_Nisyros

Akropoulis_Nisyros

 

Bereits bei der Autofahrt haben wir einen herrlichen Blick auf Mandraki, den Hauptort und Fährhafen der Insel.

Mandraki-Nisyros

Mandraki-Nisyros

Martin führt uns bei einem Spaziergang durch die verwinkelten vom Tourismus unberührten Gassen auf einen Platz, der ganz und gar von einem Gummibaum überdacht ist. Hier gibt es dann wie immer leckeres griechisches  Essen.

Mandraki_Nisyros_5767

Mandraki_Nisyros

Mandraki_Nisyros

 

Okt.

3

by Ursel und Sören

Die Glocke ruft und wir fahren an Land, ehe die ersten Ausflugsboote ankommen. Das Kloster Panormitis ist eine bedeutende Wallfahrtsstätte, in der die Ikone des Erzengels Michael verehrt wird.

Glockenturm Kloster Panormitis_Symi

Glockenturm Kloster Panormitis_Symi

IKONE Kloster Panormitis

IKONE Kloster Panormitis

Das eigentliche Kloster wir durch zwei Bauten mit 500 Unterkünften für die Pilger, die  immer am 8. November zum Michaelstag hierherkommen, ergänzt. Im Kloster selbst gibt es außer der Kapelle zwei Museen. In einem sind die Geschenke für die Wohltaten des Heiligen Michael ausgestellt, unter anderem auch Elefantenstoßzähne. Im anderen wird das tägliche Leben der Menschen auf Symi über und unter Wasser dargestellt.

Museum Kloster Panormitis_Symi

Museum Kloster Panormitis_Symi

Kloster Panormitis_Symi

Kloster Panormitis_Symi

Nun wird es langsam Zeit um den Anker zu lichten. Wir motoren friedlich bei Windstille mit fünf Knoten aus der Bucht in Richtung Westen. Aber dann kommt der Wind. Schnell werden die Segel gesetzt und vielleicht lieber eine Ingwerpille geschluckt.

Auf See Symi nach Tilos am Mast

Auf See Symi nach Tilos am Mast

Auf See Segel setzten

Auf See Segel setzten

Wir segeln mit Fock und Groß im ersten Reff. Die Windgeschwindigkeit hat jetzt schon 28 Knoten erreicht und der Skipper trägt seine Spritzschutzjacke.

Auf See Symi nach Tilos

Auf See Symi nach Tilos

25 sm sind heute zu bewältigen, aber wir müssen kreuzen und so sind es dann 37 sm bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 7,4 Knoten.

Bei der Einfahrt in die große Ormos Livadhia an der Ostseite von Tilos ist das Meer wieder so ruhig, dass wir Steffis leckeren Kuchen genießen können.

Kuchen auf Tilos

Kuchen auf Tilos

Der Hafenort Livadhia verlockt uns nicht an Land zu fahren, da ohnehin gleich die Sonne untergeht und heute auch noch der Skipper kocht.
Lachs mit Mangoldsauce,eine sehr gute Eigenkreation.
Zu einem guten Essen an Bord gehört natürlich auch eine Runde UNO. Der eindeutige Sieger ist  diesmal Steffi.

Okt.

2

by Ursel und Sören

Unser Tag beginnt mit frischem Brot, warmen Apfeltaschen und den von Steffi individuell abgestimmten und perfekt gekochten Eiern. Wir bewegen uns heute nur 17 sm entlang der Westküste von Symi. Wind zum Segeln gibt es nicht, das heißt wir haben Ruhetag.

Zuerst motoren wir in die Bucht von Symi-Stadt, die wir gestern nur vom Land aus gesehen haben. Vorbei an kargen Felsrücken erblickt man am Ende der tiefen Bucht die malerische Häuserkulisse.

Symi von See aus_5634

Symi von See aus^

Symi von See aus

Nach 9 sm lassen wir in der einsamen Ormos Emilianos den Anker fallen und machen einen längeren Badestopp mit den üblichen Aktivitäten.

St-Emiliana_Symi

St-Emiliana_Symi

Ein immer wieder schönes Highlight ist der Sonnenuntergang im Meer.

Sonnenuntergang auf Symi

Sonnenuntergang auf Symi

Schon haben wir die Ormos Panormitou im Südwesten von Symi erreicht. Vor uns liegt das Kloster Panormitis. Die Glocke läutet zu unserer Einfahrt.

Panormitis_Symi

Panormitis_Symi

Morgen mehr hierzu. Jetzt werden erstmal die Gelüste der Crew nach Fleisch gestillt. Bifteki und Souvlaki reichen fürs Erste.

Okt.

1

by Ursel und Sören

Schon vor dem Frühstück verlassen wir die Bucht von Rhodos. Unser Ziel ist die 22 sm nordwestlich von Rhodos gelegene Insel Symi. Der Wind ist fast eingeschlafen und wir gleiten ganz ruhig übers Meer. Steuerbord liegen die Bergzüge der Türkei und backbord Rhodos. Doch dann kommt etwas Wind auf und der Ruf des Skippers „fertigmachen zum Segelsetzen“ beendet kurzfristig unsere Lesestunde. Großsegel und Genua werden gesetzt. Nach zwei Wenden erreichen wir mittags Ormos Thessalona, eine der Badebuchten an der Ostküste.

Ormos Thessala auf Symi

Ormos Thessala auf Symi

Am kleinen Strand, wo wir ankern, fallen die Felsen fast senkrecht ins Meer. Ein schöner Platz um im glasklaren Wasser zu schnorcheln, eine große Portion Salat zu essen und dann einen Mittagsschlaf zu halten. In jeder Beziehung erfrischt motoren wir die letzten zwei sm bis Pedi, einem kleinen Ort auf der Rückseite von Symi-Stadt.

Ormos Pedi auf Symi

Ormos Pedi auf Symi

40 Minuten Fußmarsch und wir blicken auf eine malerische Bucht, in der sich weiße und ockerfarbene Häuser den Hang hinaufziehen.

Symi Hafen

Symi Hafen

Der Ort steht unter Denkmalschutz, sodass auch keine großen Hotelbauten das sehr einheitliche Bild stören. An der Uferstraße gibt es viele Restaurants und Geschäfte, in den neben den üblichen Souvenirs auch Schwämme, früher ein wichtiger Industriezweig, verkauft werden.

Schwämme

Schwämme

Auch hier führt uns Martin wieder in eine in einer Seitengasse gelegene, erprobte Ouzerie,  wo die Vorspeisen für alle außer Georg mit einem Raki beginnen.

Ouzeri Symi

Ouzeri Symi

Den Fußmarsch über die Berge ersetzen wir besser durch eine Busfahrt.

Sep.

30

Nach dem Frühstück gehen wir Anker auf – müssen aber die Kette und den Anker erst am Grund etwas klarieren, weil sich alles in den vielen Steinen „verheddert“ hatte.

Ormos Vagia_Rhodos

Ormos Vagia_Rhodos

Dann können wir trotz „Windstille“ lt. Wettervorhersage Segel setzten und binden sogar für den ersten Kreuzschlag gen Rhodos Stadt das erste Reff ein. Der Wind ist heut nicht sehr konstant in Stärke und Richtung. Nach vier  Wenden ankern wir dann wieder im Außenhafen bei den Windmühlen in Rhodos Stadt, weil im Mandraki-Hafen alles belegt ist.

Rhodos-Reede

Rhodos-Reede

By URSELund Sören

Am frühen Nachmittag landen Ursel und Sören aus Berlin mit Niki Air in Rhodos. Unser Treffpunkt ist der Mandraki Hafen in Rhodos-Stadt. Gleich gegenüber der Hafeneinfahrt, die von Hirschkuh und Hirsch eingerahmt ist, erwarten wir die Dinghy-Fähre.

Rhodos-Hafen

Rhodos-Hafen

Bald fahren wir wieder an Land um die 1988 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärte mittelalterliche Altstadt zu besichtigen. Der Großmeisterpalast, ursprünglich aus dem 14. Jahrhundert, als die Ritter des Johanniterordens die Stadt eroberten, überragt alle anderen Gebäude.

Grossmeisterpalast Stadt Rhodos_3065

Grossmeisterpalast Stadt Rhodos_3065

Bei einer Schießpulverexplosion wurde er Anfang des 19. Jahrhunderts zerstört und ein Jahrhundert später während der Italienischen Besetzung wieder aufgebaut.

Mittelalterliche Stadt Rhodos_3068

Rittergasse Rhodos

Rittergasse Rhodos

 

Die Ritterstraße wird als Hauptsehenswürdigkeit von Rhodos bezeichnet. Es gibt keine Andenkenläden sondern nur die mittelalterlichen Häuser, in denen die Ritter gelebt und ihre Sitzungen abgehalten haben.

Während der türkischen Herrschaft sind an einigen Häusern vergitterte Holzerker angebaut worden, damit die Frauen sich auch am außerhäuslichen Leben erfreuen konnten!!!

Im südlichen Teil der Altstadt prägen dann einige Minarette das Stadtbild rund um den Ippokratou Platz.

Jetzt sind wir auch gleich wieder am Hafen und sorgen bei dem schon erprobten Restaurant Agora mit den besonders leckeren Vorspeisen für unser leibliches Wohl.

Ouzerie AGORA_Rhodos

Ouzerie AGORA_Rhodos

Leider geht die Sonne schon so früh unter. Um 19:30 Uhr ist es dunkel. Ein Absacker an Board, mit Ouzo oder Aperol und schon heißt es „kali nichta“.

Rhodos Impression

Rhodos Impression