Die Vava’u ist in Saint Lucia gelandet.
Dez.
9
Irene und Thomas
Die Nacht hat sich nicht von ihrer besten Seite gezeigt: Es war windig, stürmisch und nass, wir mussten mehrfach durch kurze Squalls mit über 30 Kn Wind hindurch.

Nachts im Regen
Morgens werden die Angeln eingeholt; der Thunfisch hatte seine Chance. Immerhin sind wir nur noch 40 Sm vom Ziel entfernt.
Den ganzen Vormittag lauert die Crew am Vorschiff und schaut, ob Land zu sehen ist. Leider ist es zu diesig in der Ferne um etwas zu sehen.
Dafür passieren wir zwei Fischerboote. Es gibt also doch noch Leben außer uns! Und karibische Musik im Radio.

Fische von St-Lucia
Mehr von Heute und unserer Ankunft dann später.
VAVA-U und Crew.
FORTSETZUNG…
Wir gleich sind da!
Um 11:20 Uhr ist es soweit: Karsten schreit „Land in Sicht“ und tatsächlich, im Dunst tauchen die ersten Umrisse und Hügelketten von Saint Lucia auf.

St-Lucia im Dunst
Wir köpfen eine Flasche Sekt und stoßen an, per Selbstauslöser wird das Ereignis auch festgehalten.

Prost – Land in Sicht
Die Spannung steigt, wir holen den Spinnaker ein und setzen dafür die Genua, um gut um das Cap zu kommen und mit entsprechender Leinwand eindrucksvoll das Ziel zu überfahren.

Segel bergen
Endlich ist es soweit: Zuerst taucht ein Fotografenboot auf, das uns von allen Seiten knipst, dann sehen wir die gelbe Boje und das Zielboot, die unsere Ziellinie markieren. Wir rauschen mit neun Knoten über die Ziellinie.

ARC-Zielboot
Schnell werden Genua und Groß eingeholt und die Fender für die Marina vorbereitet, dann fahren wir, vorbei an schönen Villen, in den Marinakanal ein.

Einfahrt in die RodneyBay Marina
Alle, die uns sehen oder in Dinghis entgegengekommen, klatschen, hupen und beglückwünschen uns; es ist ein wirklich beeindruckender und schöner Empfang.
Am Steg angelegt empfängt uns ein ARC-Team mit Geschenkkorb (endlich wieder Bananen!) und Rum Punches und mit einem Rastamann mit Steelband-Trommel im Gefolge.

Empfangsteam

Ankunftsfoto

Geschenkekorb
Die Atmosphäre in der Marina ist unglaublich; wir knüpfen erste Kontakte zu unseren Stegnachbarn und erkunden die Anlage.
Abends geht es aufs Straßenfest, wir verspeisen Thunfisch und Dorade an einem typischen Stand. Sehr lecker! Nach einem Rum Punch verziehen sich die ersten in die Koje, schließlich wollen wir am Morgen ein bisschen die Insel erkunden.

Grillfisch
Dez.
8
Irene und Thomas
Die Nacht hatte keine besonderen Überraschungen parat, wir sind nach wie vor gefühlt ganz alleine auf dem Atlantik. Schlafen ist schwierig, es ist heiß, die Dünung zu hoch, um die Luken zu öffnen.
Den ganzen Tag über hatten wir sehr kräftigen Wind, der uns dem Ziel entgegengeblasen hat. Ein paar Wölkchen begleiten uns stetig.
Die Schattenplätze sind nach wie vor gefragt und wir dösen oder schlafen, wann immer es möglich ist.
Die Spannung steigt, so oft wie nie steht jemand vor dem Computer und schaut sich Restmeilen, Geschwindigkeit und Route an. Es kristallisiert sich eine Favoritengruppe von Markus, Oliver und Irene bzgl. unserer Ankunftswette heraus. Unsere ETA wird voraussichtlich zwischen 14 und 16 Uhr Bordzeit am 9.12. sein.
Mittags haben wir ein feines Resteessen, abends dann Nudeln mit Krabben, da noch immer kein verflixter Thunfisch angebissen hat.

Reste-Essen
Die Zeit zwischen den Mahlzeiten überbrücken einige mit dem restlichen Kuchen von gestern.

Kaffeepause
POS 24:00 UTC: 14 37N 058 40W
Kurssdaten: KÜG um die 260, mit SPI-190 und GrII mit durchschnittlich FÜG 8,1 Kn
Etmal: 00:00 bis 24:00 192 sm
Wind und Wetter: Vormittag sonnig mit einzelnen Passatwolken, Seit Nachmittag dunkle Haufenwolken, Luft 33 Grad, Wasser 29,6 Grad, Wind um die 14-18 Kn aus ± ENE
Dez.
7
Irene und Thomas
Die Nacht ist bei gutem Wind einigermaßen ruhig, auch wenn wir, da die Luken geschlossen bleiben müssen, nicht wirklich gut schlafen. Es ist viel zu heiß in der Kajüte.
Ein sehr schöner Sonnenaufgang treibt die ersten schläfrigen Gesichter an Deck.

immer schön – Sonnenaufgang
Die Frühschicht wechselt dann, unterstützt von den Frühaufstehern, die Segel. Die Genua wird eingeholt, das Groß im zweiten Reff gesetzt und der kleine Spi mit nur 190 qm Segelfläche gesetzt. Diese Besegelung soll uns beim prognostizierten Wind bis Saint Lucia führen.

Segelwechsel
Den ganzen Tag haben wir konstant guten Wind und kommen gut voran. Nachmittags nimmt die Dünung auf teilweise vier bis fünf Meter zu.

Abendstimmung
Karsten sorgt für unser Abendessen, es gibt Schweinemedaillons à la Karsten an Tomatensugo mit Käse überbacken. Dazu säuberlichst geschälte Kartoffeln.
POS 24:00 UTC: 15 22,5N 055 31,5W
Kurssdaten: KÜG um die 250, in der ersten Nachthälfte unter Gr + Ge, seit dem Morgen dann mit SPI-190 und GrII mit durchschnittlich FÜG 7,2 Kn
Etmal: 00:00 bis 24:00 169 sm
Wind und Wetter: meist sonnig mit einzelnen Passatwolken und dunklen Haufenwolken, Luft 32 Grad, Wasser 29,3 Grad, Wind um die 13-17 Kn aus ± E
Dez.
6
Irene und Thomas
Der erste Teil der Nachtwache bekommt wieder einmal eine Dusche ab. Es regnet kurz und heftig, hört aber auch schnell wieder auf. Immerhin weht auch der Wind stetig zwischen 15 und 20 Knoten und wir machen gut Fahrt.
Am Morgen dann große Überraschung: Der Nikolaus war da und hat uns Schokolade gebracht! Wir müssen wirklich sehr brav gewesen sein, wenn er extra über den Atlantik fliegt.


Nikolaus
Nach dem Nikolaus dann wieder ein sehr gerne gesehener Besuch, die Delfine, die wir seit Tagen vermissen, sind zurück. Eine ganze Schule schwimmt mit unserem Boot mit und hat Spass.

Spielende Delphine
Ansonsten sieht unser Programm in der Hitze nicht anders aus. Wir schlafen, lesen und machen Faxen.

Isabel relaxt

Martin relaxt
Auch Thomas hängt gemütlich ab und Karsten macht sich schon vor dem Mittagessen über den restlichen Kuchen her.

Thomas relaxt

Spassvogel
Zum Mittagessen gibt es aufgewärmte Hausmannskost, die fast noch besser schmeckt als frisch gekocht.

Hausmannskost
Nachmittags wird der Wind noch mehr und wir kommen in ein paar Schlechtwetterfronten mit kräftigen Regengüssen. Diese werden von einigen sofort für eine Decksdusche benutzt, während andere sich mit Regenzeug ausstatten.

Regendusche

Skipper im REgen
Karsten beschäftigt sich dagegen mit sinnvollen Dingen und macht uns einen hervorragenden Raindowner, einen Lime Daiquiri.

Raindowner_prost

Raindowner
In der Dämmerung beißt wieder einmal ein Fisch an, ein richtiges Kaliber, der aber leider den Köder ohne den Haken schnappt. Wir sind uns nicht sicher, es könnt ein sehr großer Thunfisch gewesen sein. Schade!
Zum Abendessen gibt es den Fang von gestern, der wieder hervorragend schmeckt.
Danach entscheidet unser Skipper, den Spi einzuholen und das Groß und die Genua zu setzen, da der Wind weiter auffrischt und ein bisschen nördlich dreht. Das erspart uns eine Nachtaktion wie vor zwei Tagen.
POS 24:00 UTC: 15 24N 052 49W
Kurssdaten: KÜG um die 260, bis Abends unter SPI-220 dann mit Gr + Ge bei durchschnittlich FÜG 6,6 Kn
Etmal: 00:00 bis 24:00 158 sm
Wind und Wetter: teilweise sonnig mit einzelnen Passatwolken und Regenschauern, Luft 30 Grad, Wasser 29 Grad, Wind um die 10-14 Kn aus ± E, ab Sonnenuntergang zunehmend und nord drehend
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