Juli

11

Jutta

In der Nacht hat es wieder einmal geregnet. Der Morgen zeigt sich vielversprechend und wie geplant fahren wir noch vor dem Frühstück mit dem Dinghy hinüber zum Riff, um eine Runde bei Niedrigwasser zu schnorcheln.

Rifflandschaften Vava’u

Wir haben Glück und die Sonne kommt heraus, so dass wir das Riff mit seiner bunten Vielfalt an Meeresbewohnern in seiner ganzen Farbenpracht bewundern können. Besonders die Clownfische (Nemos), die gelben Trompetenfische und Seesterne in den tollsten Schattierungen beeindrucken uns.

Der Schnorchel Trip hat uns ordentlich hungrig gemacht und es wird Zeit für ein ausgiebiges Frühstück.

Da am Horizont Wolken aufziehen, nutzt Martin dann noch schnell das Rest-Sonnenlicht, um mit seiner Drohne das Inselparadies von Vava’u von der Luft aus filmisch festzuhalten. Damit nicht genug, bäckt er im Anschluss mal eben zwei Kuchen – mit Hannahs tatkräftiger Unterstützung. Da das Wetter doch besser bleibt als angenommen, starten Martin, Spüli und Hannah zu einem weiteren Trip mit dem Dinghy, um die beiden Höhlen in der Nähe zu erkunden. Allerdings erst, nachdem wir uns den frisch gebackenen Kuchen inklusive Latte haben schmecken lassen. Martin hat sich wieder mal selbst übertroffen und jeder greift sich noch ein zweites Stück, so dass kein Krümel übrigbleibt. Zum Glück gibt es ja noch einen zweiten für morgen…

Die erste Höhle „Swallow’s Cave“ erweist sich als sensationelles Ausflugsziel. Mit dem Dinghy kann man in die 30 Meter hohe Höhle hineinfahren und alleine schon die Farben der Felsen begeistern. Der Schnorchelgang ist ein weiteres Highlight. In den Tiefen des „Höhlenwassers“ wimmelt es nur so von Fischen. Hunderte sind es und alle „von der gleichen Sorte“. Sobald jemand durch ihren Schwarm hindurch schwimmt, bilden sie immer wieder neue Formationen, was herrlich anzusehen ist.

Swallos CAve Vava’u

Nach dem Ausflug und nach einer Erholungspause, als sich der Tag dem Ende zuneigt und die Mägen zu knurren beginnen, bereitet Martin mal auf die Schnelle ein köstliches Abendessen zu. Es gibt: Shrimps in einer Mischung aus Zwiebeln und Knoblauch angedünstet und mit grüner Currypaste sowie Weißwein und Sahne verfeinert, dazu in Kokosmilch gekochter Reis mit Erbsen. Zufrieden und satt lassen wir alle Viere grade sein bzw. können es sich Martin und Hannah nicht verkneifen, sich erneut ihrer Backgammon-Leidenschaft zu widmen.

Juli

11

Es gibt wieder mal neue Bilder vom Törn hier im Blog.

Und der gesamte Blog Samoa-Tonga in chronologischer Reihenfolge hier

 

Juli

10

Spüli alias Stephan

Morgens um 6 Uhr läuft die Fähre ein und später brechen die Anglerboote auf. Wir frühstücken gegen 9 Uhr gemütlich und schippern danach an Land um notwendige Dinge zu erledigen. Bojen-Gebühr, Müllentsorgung, Einkauf und beim Customer-Amt die fertigen Papiere abholen, bevor wir uns im Mango für WLAN-Arbeiten treffen.

Wir machen die Leinen los und tuckern raus zum Japenese Coral Garden, wo wir über Nacht ankern werden. Später schnorcheln wir eine Runde um die VAVA-U und erblicken hunderte von Seesternen und Fischen, einige Anemonen und eine Moräne!

Die Hähnchen-Schenkel brutzeln im Ofen, die Kartoffeln kochen, ich schreibe Berichte, Hannah und Martin duellieren sich beim Backgammon und Jutta muss ihren Wespenstich kühlen. Zum Sonnenuntergang steht bereits wieder ein Getränk auf dem Tisch und die Locals singen gegenüber in der Kirche, hat schon was. Die Schlegel in der eigenen Sauce, Kartoffel-Kokosnussbrei und Karotten-Gemüse mit Knobi, Zwiebeln und Kokosnuss, unsere Schiffsköche Martin und Hannah könnten auch auf jedem Luxusdampfer anheuern, es schmeckt sensationell!!! Wir gehen zeitig in die Kojen, da alle sehr müde sind. Ich schlafe draußen wie immer in dieser herrlichen Natur. Einige Boote passieren uns noch in der Dunkelheit, da wir genau auf der Verbindungsstrecke zwischen zwei Dörfern mitten in der Bucht liegen. Zwischendurch ist das Meer glatt wie ein Baby Popo und der Mond spiegelt sich darin.

 

Übrigens: unsere aktuelle Position findet Ihr auf auch auf sailblogs.com/member/vava-u

Juli

9

Spüli

Morgens um 4 Uhr beginnt es stark zu Regnen und füllt das Dinghy bis nach dem Frühstück fast zum Überlaufen an. Nach dem Auslenzen setzen wir zur MangoBar  über und erkundigen uns im Tropicana Café bezüglich Infos und Touren. Der australische Besitzer erklärt uns auch den Feiertag am 4.7., Geburtstag des Königs, dieses Datum steht seit Jahrzehnten fest und wird nicht verändert. Auch andere Feiertage werden am 4.ten eines Monats gefeiert, ein ungeschriebenes Gesetz. In einer Taxizentrale vereinbaren wir 13 Uhr für eine Inseltour, der Fahrer will uns am Mango abholen.

Mango Bar/Restaurant

Dort bestellen wir 3 x spanisches Omelett und einmal Fisch und Chips, alles sehr lecker und Riesenportionen, die Kaffeemaschine ist leider defekt. Ferner gibt es hier kostenloses WLAN, was auch noch fix funktioniert, nachdem wir zu viert saugen wie die Verrückten. Pünktlich um eins erscheint der Taxifahrer, ich entscheide mich nicht mitzufahren und so starten Jutta, Hannah und Martin zur Inselrunde. Ich probiere die lokalen Biersorten durch und arbeite meine Tagesberichte auf, wo ich stark hinten dran bin.

Jutta

Unser Taxifahrer hat seine Frau und seinen zweieinhalb jährigen Sohn mit dabei. Seine Frau spricht sehr gutes Englisch und wird uns auf der Fahrt alles erklären. Unser erstes Ziel ist der Botanische Garten. Auf dem Weg dorthin erfahren wir alles über die Flora und Fauna und über die Pflanzen, welche auf den umliegenden Feldern angebaut werden bzw. von selbst dort wachsen. Vor allem ist dies die Kava Pflanze und Yams. Als wir uns nach dem Vanille-Anbau erkundigen, halten wir an einem Resort an. Voll Stolz zeigt uns der dortige Chef einen Plastiksack voller Vanilleschoten. Die neue Ernte – fertig vorbereitet und gebündelt für den Export nach Neuseeland. Es sind vier Kilogramm Vanilleschoten.

Der Botanische Garten ist wegen des schlechten Wetters leider geschlossen. Wir erfahren außerdem, dass man sich vorher anmelden muss, um eine Führung zu bekommen. So amüsieren wir uns mit zwei Welpen, die dort herumtollen, schwatzen etwas mit der Angestellten im Souvenir-Shop, die gebürtig aus Fiji kommt und machen ein paar Fotos vom Strand. Dann setzen wir unsere Fahrt fort und passieren Dörfer mit ihren Kirchen und Schulen, kommen am Gefängnis sowie am Flughafen vorbei und stoppen kurz am Krankenhaus. Weiter besichtigen wir die königliche Plantage, eine Höhle in Strandnähe und genießen den Blick über die Inselwelt von einem Aussichtspunkt aus. Zum Abschluss schauen wir uns noch ein schickes Beach-Resort an, das „Tongan Beach Resort“. Was wir auf der Fahrt immer wieder sehen sind zahlreiche freilaufende Schweine in allen Größen und Farbschattierungen, die bestens mit dem Straßenverkehr vertraut sind und immer schön zur Seite gehen, wenn ein Auto in ihre Nähe kommt. Nach vier Stunden Rundtour sind wir angefüllt mit zahlreichen neuen Eindrücken.

 

Zurück auf der VAVA-U genehmigen wir uns dann erst einmal einen Sundowner bzw. Cappuccino und Kekse, um uns anschließend über die Reste des Vortags (Kartoffel-Bohnen-Auflauf) herzumachen. Fürs abendliche Freilichtkino wählen wir heute: Fluch der Karibik, den wir mangels genug Akkuladung jedoch nicht ganz bis zum Ende sehen können.

Juli

8

Jutta:

Morgens um 9 Uhr läuft die VAVA-U in die Gewässer ein, deren Inselgruppe sie ihren Namen verdankt. Vava’u, auch die „Kronjuwelen Tongas“ genannt, ist ein einzigartiges Labyrinth aus über 50 Inseln, Inselchen und Atollen, getrennt durch fjordähnliche Wasserstraßen.

Auf den letzten Seemeilen schlängeln wir uns auf unserem Weg zur Bucht von Neiafu, der Hauptinsel, zwischen den versprengten Inseln entlang. Im Hafen „Puerto del Refugio“ machen wir an einer der Mooring-Bojen fest. Mit uns liegen hier etwa 50 weitere Yachten, die sich in der großen Bucht gut verteilen.

Wir fahren mit dem Dinghy hinüber ans Ufer, um die Formalitäten zu erledigen und um uns etwas umzusehen. Da die Insel bei Seglern als beliebtes Ziel gilt, hat sich die Tourismusbranche dem angepasst und es gibt entlang der Hauptstraße mehrere Geschäfte, Bars, Cafés, Banken und auch eine Tourist-Office. Alles wirkt trotzdem sehr ursprünglich, der koloniale Charakter hat sich erhalten, und entlang der Hauptstraße laufen sogar ein paar Schweine frei vor den Häusern herum und manchmal auch über die Straße. Viele der Einheimischen (Frauen wie Männer) tragen den traditionellen „Rock“ aus Bastgeflecht.

Nach den Zollformalitäten relaxen wir in einem der Cafés, dem „Tropicana“, und lassen uns zum Cappuccino ein Stück Lemoncake bzw. Brownie schmecken. Sehr lecker! Danach geht’s einmal über den Markt, um Obst zu besorgen und anschließend wieder hinüber auf die VAVA-U. Nach kleiner Pause – in der Martin schnell mal den Teig für ein paar seiner köstlichen Brote fertig macht – geht es dann noch auf Erkundungstour mit dem Dinghy. Vom Boot aus lassen wir uns in den Bann dieser Inselwelt ziehen. Und es ist nicht übertrieben zu behaupten, dass die Vava’u Inselgruppe zumindest meiner Vorstellung vom Paradies sehr nahe kommt.

Hungrig kommen wir von unserem Ausflug zurück und bereiten flugs einen Kartoffel-Bohnen-Auflauf zu, den es gleich zum Abendbrot geben wird. Als Vorspeise, und um den größten Hunger zu zähmen, essen wir den Rest der gestrigen Kürbissuppe. Gut gesättigt sind wir nun bereit für eine Runde Freiluftkino an Deck der VAVA-U. „Julie und Julia“ mit Meryl Streep steht auf dem Programm.