Spüli
Gegen halb Sieben tuckern wir durch den Pass von Niuatoputapu los, die sehr ursprüngliche Insel und ihre herzlichen Bewohner verabschieden uns mit einem sonnigen Lächeln. Mit Groß- und Focksegel in einem Bogen in westlicher Richtung zwischen den kleinen Inseln durch, legt Martin unseren Kurs nach Süden auf Vava’u an. Der Seegang von 4 bis maximal 7 Meter hohen Wellen fühlt sich sehr ruppig an, das Ruckeln und Schwanken entsteht durch Wellen, die aus unterschiedlichen Richtungen kommen. Das Auftreffen von zwei Wellen gleichzeitig verursacht Deckduschen und/oder Erschütterungen und Verwindungen der VAVA’U, die einen trocken bis feucht aufschrecken. Dank der Pillen gegen Seekrankheit geht es der ganzen Besatzung bestens, zwischen den Ruderwachen schläft jeder schon mal für die Nachtwachen vor. Auf der gesamten Überfahrt sehen wir kein einziges anderes Schiff, nur vereinzelt fliegende Fische und Wellen, Wellen, Wellen in allen Variationen. Tagsüber kommen wir mit 7 bis 8 Knoten sehr flott vorwärts. Zum Abendessen gibt es eine von innen wärmende Kürbissuppe mit Kochbananen und Wursteinlage. Martin stört der Seegang nicht mal beim Kochen, sehr bemerkenswert. Gegen Abend und in der Nacht wird der Wind immer zahmer, da sind wir unserem Ziel aber bereits ein gutes Stück nähergekommen.
Bilder noch von Niuatoputapu













Nach dem leckeren Essen inklusive Martin`s Kuchen, Sia will direkt das Rezept haben, zeigt sie uns ihren Garten, in dem sie auch Süß-Kartoffeln anbaut. Sie erklärt uns auch detailliert wie aus den Blättern einer Yucca-Art, die Fasern zum Flechten von traditionellen Matten und Kleidungsstücken bearbeitet und verwendet werden. Diese Produkte werden mit einem sehr zeitaufwändigen Prozess hergestellt, auch für den Königsbesuch.

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