Sep.

25

Silvia

Der Morgen begann mit strahlendem Sonnenschein, kein Wind und blauem Himmel. Noch vor dem Frühstück nahmen wir ein Bad im Meer. Um 10.15 Uhr legten wir ab und steuerten immer unter Beobachtung der Meerestiefe raus auf den Pazifik von östlicher in westlicher Richtung quer vorbei an vielen unbewohnten Inseln.

Heute legten wir insgesamt 25 Seemeilen zurück, wovon gut neun Seemeilen unter Motor verliefen, da die Geschwindigkeit unter Segel teilweise unter drei Knoten sank.

In weiter Ferne entdeckten wir einige Wale, die vorbeizogen – leider blieb heute der erhoffte Fischfang aus. Die Überfahrt über den dunkelblauen Pazifik war gemütlich und wurde nur von leichtem Wellengang und dem Knirschen der Segel und des Baums begleitet. Nach gut fünf Stunden passierten wir die enge Passage zum Hunga Haven im Westen der Vava`u Gruppe. Die Zeit bis zum Abendessen wurde mit sportlichen Aktivitäten, wie z.B. Kneeboarding, schwimmen oder sonnenbaden vertrieben.

Anschließend genossen wir noch den schönen und farbenprächtigen Sonnenuntergang, bevor das allabendliche Wizzard-Kartenspiel auf dem Programm stand, diesmal sogar zwei Runden mit unterschiedlichen Gewinnern und Verlieren.

Sep.

24

Silvia

Unser Start war für heute gegen 11.00 Uhr angesagt, da wir das Hochwasser abwarten mussten, um sicher an unser heutiges Ziel anzukommen. Unsere Strecke war heute nur 6,5 Seemeilen aber wieder faszinierend- was die Farben des Meeres betrifft. Wir legten die Strecke unter Motor zurück und kamen aus dem Staunen nicht heraus: je nach Sonneneinstrahlung veränderten sich die Farben von ganz helltürkis bis dunkelblau von Minute zu Minute. Auch nachdem Ankern vor der Kenutu Island veränderte sich das Wasser immer wieder und wir lauschten der Brandung.

Nachmittags besuchten wir die unbewohnte Insel und Martin ging mit der Machete voran. Auf der anderen Seite der Insel bot uns ein gegensätzliches

Bild: eine starke Brandung, die an rote Felsen knallten und rote Erde bedeckte die Insel. Nach dem Öffnen einer Kokosnuss kehrten wir wieder an Bord zurück und relaxten, schwammen oder lasen.

Nach dem Abendessen war wieder das abendliche Kartenspiel angesagt, bevor die Nachtruhe bei lebhaftem Wind eintrat.

Sep.

23

Silvia

Nach dem morgendlichen Bad im Meer und ausgiebigem Frühstück legten wir gegen 10.30 Uhr von Vakaeitu ab.

Heute hatten wir bei geringem Wellengang durch die Inselwelt der Vava`u Gruppe, vorbei an zahlreichen Inseln und wunderschönen Farbtönen von helltürkis bis dunkelblau. Auffallend war heute auch, dass sehr viele Segler unseren Weg kreuzten – waren wir doch zu Beginn des Törns so gut wie alleine unterwegs.

Mit durchschnittlich 7 Knoten segelten wir mit Fog und Groß gemütlich dahin. Nach gut vier Stunden, 25 Seemeilen und elf Wenden erreichten wir unser heutiges Ziel – Tapana Island. Auch hier empfang uns ein sensationelles Farbspiel im Wasser und an Land à la Südsee.

Sep.

22

Silvia

Morgens um 5.00 Uhr weckte uns ein Starkregen, der bis kurz vor 8.00 Uhr anhielt. Nach dem Frühstück holten wir um 9.30 Uhr den Anker ein. Da der Wind heute gut war, entschieden wir uns zum Segeln durch die Inseln der Vava`u Gruppe.

Mit bis zu 9 Knoten flitzten wir über den Pazifik. Um ca. 13.00 Uhr kamen wir an unserem Ziel – der Insel Vakaeitu an.

Da es sehr windig und sich immer wieder graue Wolken am Himmel sammelten, blieben alle an Bord.

Sep.

21

Silvia

Heute war relaxen angesagt. Wir blieben in der Maurelle Bay – die einen vertrieben sich die Zeit mit Schnorcheln und Kanufahren -die anderen besuchten die Insel Maurelle, insbesondere den Hauptort, der uns sehr beeindruckte und das Reef Resort.

Nach unserer Rückkehr überraschte uns unser Skipper Martin mit einem Kuchen und einer Flasche Mionetto: er hatte Geburtstag und es gab schon wieder etwas zu feiern.

Wir ließen den Abend mit Spaghetti Carbonara und Kartenspielen in der schönen und idyllischen Bucht von Maurelle ausklingen.

Sep.

20

Silvia

Heute begann der Tag ganz entspannt. Aufstehen um 8.00 Uhr in der Früh, Frühstück an Bord und anschließend Einkäufe in der belebten Stadt Neiafu. Auf dem Markt besorgten wir Obst und Gemüse und genehmigten uns danach im Café Tropicana einen Drink. Bevor wir auf den Kat zurückkehrten gab es noch einen weiteren Drink in der Mango Bar. Danach legten wir im Hafen von Neiafu ab und unser Skipper brachte uns in die traumhaft schöne Bucht vor der Insel Maurelle.

Wir übten SUP, Kanufahren und besuchten die imposante „Swallow Cave“, welche zum Schnorcheln und Schwimmen einlud.

Danach kehrten wir in die Maurelle Bay zurück und wir bereiteten das Abendessen vor: Grillfleisch mit Kartoffelsalat, Gurkensalat, Radi und Gemüse. Heute war es wieder ein sehr schöner Tag mit allem, was die Südsee zu bieten hat: traumhaftes Wasser in allen Blau-und Türkistönen, Bayerischer Himmel, Sonne, Höhle, weißer Strand …und und und.

Sep.

18

Silvia

Heute war ein gemütlicher Tag. Wir starteten um 10 Uhr morgens und steuerten unter Motor zur naheliegenden Insel Lifuka in den Ort Hihifu. Auf dem Markt am Hafen wurde der Proviant mit kleinen Bananen, Tomaten, Karotten und anderem Gemüse ergänzt. Wir erkundeten den Ort und nahmen abschließend in der „Mariners Bar“ Bier und Kaffee zu uns.

Zurück ging es an Bord der Vava`u und wir fuhren unter Motor unserem nächsten Ziel – der Insel „Faleloa“ entgegen. Hier erlebten wir die perfekte Südsee-Stimmung: in allen erdenklichen Türkisfarben empfing uns die Insel und der Strand gab die perfekten Kontraste.  Die Crew verbrachte die Zeit mit Schnorcheln, zum Erkunden der Insel.

Heute war ein Grillabend angesagt. Bei leckerem Fleisch, geröstetem Brot und Krautsalat genossen wir unser Abendessen, bevor unser allabendliches Kartenspielen (WIZARD)angesagt war.

Sep.

16

16.9.19
Silvia
Um 9.20 Uhr verließen wir Ha´afeva und steuerten unserem nächsten Ziel entgegen: Uoleva. Mit Groß und Genua segelten wir bei 6,5 bis 9 Knoten zügig voran und auch heute sahen wir wieder zahlreiche Wale – einer sogar an Backbord in ca, 50m Entfernung. Und wieder gab es einen Biss an Jörgs Angel

Als wir vor der Insel Uovela ankamen, setzte auch wieder Regen ein. Danach setzten wir zur Insel über und genossen an der Bar der „Sea Change“ Lodge unser übliches Bierchen. Abendessen an Bord.

Sep.

15

15.9.19 22:00 MOZ
Silvia
Seit morgens um 5.00 Uhr regnete es ohne Unterlass durchgehend bis ca. 15.00 Uhr. Zum Glück hatten wir einen Geburtstag zu feiern. Der Katamaran war festlich geschmückt und unser Skipper Martin überraschte das Geburtstagskind mit einem Kuchen.

Vor dem Frühstück wurde erst einmal einer Flasche Prosecco den Garaus gemacht. Nachdem der Regen nicht aufhörte, entschlossen wir uns den dreistündigen Film „Alexander“ anzuschauen und einen Relaxtag einzulegen. Das Geburtstagsabendessen wurde zubereitet und zuvor mussten zwei Flaschen Champagner ihr Leben lassen. Danach wieder Kartenspielen und zusammensitzen. Und so schnell kann ein Tag vergehen.
POS 15.09.2019 09:00 UTC 19 56.504 S und 174 42.951 W
Bilder können wir vermutlich doch erst morgen hochladen – aber dann !

Sep.

14

14.09.20129 22:30 MOZ
Silvia
Ablegen um 10.00 Uhr von Nokuma Iki mit heutigem Ziel – 22 Seemeilen weiter – Ha´afeva. Bei heiterem Himmel war die gemütliche Überfahrt mit 6,5 bis knappen 8 Knoten erneut mit Erlebnissen bereichert:

auch heute kreuzten wieder Wale unseren Weg und Jörg konnte für unser Abendessen sorgen:

gleich drei Makrelen zog er heute aus dem Meer und bereitete diese zu. Nach der Ankunft vor der Insel Ha´afeva um 14.00 Uhr ging ein Teil der Crew zum Schnorcheln um ein nahegelegenes Wrack, der andere Teil erkundete die Insel, auf der sehr viele Hunde und Schweine anzutreffen waren.

Nach der Rückkehr an Bord war Ausruhen angesagt, bis die Makrelen – köstlich zubereitet – mit Petersilienkartoffeln und Karotten serviert wurden. Danach Kartenspiel und gemütliches Zusammensitzen.
POS 14.09.2019 09:30 UTC 19 566.475 S und 174 42.968 W

Sep.

13

13.9.19 21:30 MOZ
Silvia
Nach dem Frühstück hieß es um 9.30 wieder zum Anker einholen und Verlassen der Insel Telekivavau mit 4-5 Knoten unter Segel (Genua) bei 268-270 Grad in westlicher Richtung steuertem wir unserem Ziel entgegen.

Während der gemütlichen Überfahrt nach Nomuka Iki kreuzte wieder ein Wal unseren Weg und wir passierten zahlreiche unbewohnte und einsame Inseln. Nach gut 18 Seemeilen und ca. vier Stunden später erreichten wir die einsame Insel Nomuka Iki mit einem blinden Passagier.

Der Nachmittag wurde zum Schnorcheln an den naheliegenden Korallenriffen, faulenzen, schwimmen und sonnenbaden genutzt. 

Bei traumhaftem Sonnenuntergang und Mondaufgang wurden zahlreiche Bilder geschossen.

  Danach gab es zum Abendessen Gemüseauflauf. Der Abend verging mit Kartenspielen und gemütlichem Zusammensein.
POS 13.09.2019 08:30 UTC: 20 16.615 S und 174 48.238 W

Sep.

12

12.9.19 21:30 MOZ
Silvia
Morgens um 9.45 gings bei bewölktem Himmel und einer dunklen Nacht weiter – diesmal perfektes Segeln mit 7-8 Knoten gute 18 Seemeilen in nördlicher Richtung. Nach dem Setzen der Segel mit Kurs ca. 41 Grad steuerten wir unserem heutigen Ziel – der unbewohnten Insel Telekivavau entgegen, welche wir nach gut drei Stunden erreicht hatten. Nach dem Ankern vor der Insel ließ sich die Sonne auch immer länger blicken und die Crew vertrieb sich mit Sonnenbaden, schnorcheln zur Insel und ausruhen die Zeit.

Inselbilder der beiden Deutschen „Auswanderern“ aus dem Buch “ eine Insel nur für mich“ aus den Jahren 2010/2011
Telekivavau ist die Insel der beiden Deutschen aus dem Buch „Eine Insel nur für uns“.
18 Meilen auf Halbwindkurs waren es bis hier her und die sind wir flott mit bis zu 8,5 Kniten gesegelt.
Auf Telekivavau liegen wir jetzt allein in der Lagune und haben natürlich beim Landgang die alten Behausungen angesehen und eine
Runde zu Fuss in gut einer halben Stunde um die Insel gemacht und dabei einige Kokusnüsse mitgenommen.

Ltzte Lektüre der beiden Deutschen Auswanderer 😉

Kokosnüsse wurden vom Skipper Martin an Bord gebracht und ein köstlicher Cocktail aus frisch gepresster Kokosmilch, Rum und Orangensaft kreiert. Nach dem Abendessen wurde noch Karten gespielt und der Abend klang in einer Einsamkeit auf dem Meer und bei Rum, Wein und Bier aus. Kurzum: erneut in gelungener und ein erlebnisreicher Tag im Paradies.


POS 12.09.2019 08.30 UTC 20 19.024 S und 174 31.408 W

Bilder können wir erst am Sonntag wieder hochladen und schaut auch mal unter sailblogs.com/member/vava-u nach

Sep.

11

11.09.2019 20:00 MOZ
Silvia
Morgens um 6.30 Uhr Anker einholen und verlassen Tongatapu in nördliche Richtung zu den Ha´pai-Inseln. Mit gut sieben Knoten fuhren wir unter Motor die Strecke von gut 50 Seemeilen in sieben Stunden. Die heutigen Erlebnisse überschlugen sich: zahlreiche Wale querten unseren gesamten Weg und wir verfolgten das Treiben mit Begeisterung. Dann war das Angeln heute gleich zweimal erfolgreich. Zuerst biss ein kleinerer Thunfisch an, der als Vorspeise mit Wasabi serviert wurde und dann der „Catch of the day“: ein großer Bigeye Tuna,

der zum Abendessen – zusammen mit gestampfter Brotfrucht und Broccoli vom Skipper Martin zubereitet wurde. Tagsüber war es bewölkt. Nach der Ankunft an der Westküste von Kelefesia schnorchelte ein Teil der Crew, die anderen schwammen zur Insel und erkundeten diese zu Fuß, wo uns eine Schweinefamilie am Strand über den Weg lief. Kurz: ein gelungener Tag von Morgens bis Abends.


POS 11.09.2019 07:00 UTC 20 30,102 S und 174 44,416 W

Bilder werden dann ab dem Wochenende hochgeladen!

Sep.

10

Silvia und Jörg

Restliche Einkäufe an Land. Um Alles zusammen zu bekommen sind wir in gefühlt allen Supermärkten der Stadt unterwegs. Aber sogar Wasabi für unsere erwarteten Fischfänge haben wir letztlich bekommen.

Einweisung des Skippers Martin an Bord. Kochen und gemütliches Zusammensitzen an Bord. Morgens Sonnenschein.

Bordessen

Nachmittags bewölkt und teilweise leichter Regen.

Sep.

9

Silvia und Jörg

Inselrundfahrt und erkunden mit dem Mietauto aller Sehenswürdigkeiten (Royal Palace, Westlichster Punkt der Insel, Blowholes, Schwimmen in der Anahulu Cave, Stonehenge) der Insel,

Einkaufen und verladen der Lebensmittel an Bord. Abends Essen in der Waterfront Lodge. Es gab sensationell leckeren Fisch: wir hatten Thunfisch, Mahi-Mahi oder Marlin gegrillt.

Waterfront Restaurant

Tagsüber sonnig, Wasser ist mit 24 Grad auch für eine Abkühlung gut.

Sep.

8

Silvia und Jörg

Nach Ankunft in der Inselhauptstadt Nuku`alofa (=Wohnsitz der Liebe) beginnt unser Segeltörn auf Tongatapu in Pangaimotu beim Yachtclub von Big Mama
Abholen der Crew (Beppo, Silvia u. Erwin sowie Anja u Jörg) im Hafen.

Kennenlernen der Mannschaft und Abendessen auf der gegenüberliegenden Insel direkt vor unserem Ankerplatz. Burger und fish and chips.

Big Mama Yachtclub Pangaimotu

 

Sep.

7

Im Multihull.de Online-Magazin ist ein Törnbericht von und mit VAVA-U,

veröffentlicht worden. Mitseglerin Jutta, die von Samoa bis Tonga dabei war hat Ihre Eindrücke geschildert.

Hier ein kleiner Auszug, der „große Artikel“ ist auf Multihull.de zu lesen bereit.

Sep.

5

Aug.

11

Aug.

10

Jutta

Bei herrlichem Wetter genießen wir den Vormittag in unserer wunderschönen Ankerbucht. Wir paddeln, schnorcheln und beobachten das An- und Ablegen der anderen Yachten. Da das Wetter gestern nicht optimal fürs Höhlentauchen war, düsen Martin und Nick später nochmal hinüber in die Swallow’s Cave und machen tolle Fotos.

Am Spätnachmittag holen wir den Anker auf und tuckern die letzte Etappe für diesen Törn hinüber zur Hauptort Neiafu auf Vava‘u. In der Hafenbucht, die dieses Mal gut belegt ist, machen wir an einer der vielen Mooring-Bojen fest.

 

Heute wollen wir zum Törn-Abschluss (Nick hat zwar noch zwei weitere Tage an Bord, aber mein Flug geht morgen schon) zum Abendessen hinüber in die Mango-Bar, die wir vom letzten Törn noch in guter Erinnerung haben. Bei Songs aus den 80ern (Boney M, Milli Vanilli, Eagles, etc.) lassen wir uns leckeren Fisch (Nick), Spareribs (Martin) und Chicken-Burritos (ich) schmecken.

Neiafu auf Vava’u

Ein gelungener Abschluss für einen tollen Törn!

Aug.

8

Jutta

Schock am Morgen… Der Kaffeeautomat qualmt, als Martin sich seine Latte Macciato am Morgen herauslassen will. Das fängt ja gut an heute… Zum Frühstück gibt es also Tee. Doch gleich nach dem Frühstück macht sich Martin an die Fehlersuche der von ihm in alle Einzelteile zerlegten Maschine, und natürlich bekommt er sie wieder flott. Großes Aufatmen!

Nun kann der Tag seinen gemütlichen Lauf nehmen und Nick und ich schnorcheln noch eine Runde in unserer schönen Ankerbucht. Martin bringt inzwischen den von David gestern georderten Treibstoff im dafür ausgehändigten Kanister hinüber und die aufgeladene Powerbank von Davids Frau. Danach machen wir das Schiff zum Ablegen klar. Wir wollen heute Port Maurelle mit seiner wunderschönen Ankerbucht ansteuern. Nach einer guten Stunde haben wir unser Ziel bereits erreicht und einen schönen Ankerplatz gefunden.

Allerdings sind wir dieses Mal nicht die einzigen. Es liegen bereits sieben Schiffe dort vor Anker und später kommen noch einige dazu. Martin und Nick machen sich mit dem Dinghy auf den Weg zur Swallow’s Cave. Beim letzten Törn hatten wir sie bereits besucht und waren so begeistert, dass nun auch Nick in den Genuss dieses fantastischen Unterwasser-Schauspiels kommen soll.

 

Vormittags haben wir die letzte Packung Hühnerbrust aus der Tiefkühltruhe genommen und bereits die – ebenfalls letzte Gurke – für ein Tzatziki vorbereitet. Mit Tomatenreis zusammen gibt das ein leckeres Abendessen. Und es bleibt auch noch genügend Zeit für eine Bordkino-Vorstellung.

 

BILDER gibts dann wieder später – die Verbindung ist grad Grotten langsam ;-))

Aug.

7

Jutta

07.08.2019 21:00 MOZ
Gestern sind wir nach dem Frühstück gemütlich ein paar Meilen weiter `gen Westen gesegelt. Unterwegs gab es wieder viele schöne Inselchen und auch Wale zu sehen. Die Bucht, die Martin zum Ankern ausgesucht hat, ist paradiesisch. Ein langer weißer Sandstrand, herrliches Wasser und wir das einzige Schiff. Zwei „Behausungen“ können wir am Ufer sehen und ein größeres Steinkreuz auf einer mit Gras bewachsenen Anhöhe. Den Tag verbringen wir bei herrlichem Wetter mit Schnorcheln, Paddeln und Relaxen.
Tags darauf wollen wir die Insel erkunden. Doch vorher bekommen wir Besuch. Das kleine Fischerboot, das am Ufer lag, steuert auf die VAVA-U zu und schon von weitem winken uns zwei Tonganer zu. David heißt der ältere der beiden, mit seinem Sohn. David ist ganz begeistert vom Schiffsnamen und möchte wissen, warum das Schiff VAVA-U heißt. Als er erfährt, dass wir aus Deutschland kommen, erzählt er uns, dass sein Urgroßvater Deutscher war und dessen Grab sich beim Steinkreuz befindet. So trägt David einen deutschen Nachnamen: Wolfram. Auf der Insel lebt nur David mit seiner Familie. In der Strandhütte organisiert David tonganische Festessen für die Yachties, die in der Bucht ankern und er fragt uns, ob auch wir daran teilnehmen wollen. Ganz spontan könnte er das auch für heute Abend organisieren, meint er, nachdem wir erzählen, dass wir morgen schon weiter wollen. Das klingt gut, finden wir und sagen zu. Um 18 Uhr soll es los gehen. Bis es soweit ist haben wir noch reichlich Zeit.


Die nutzen wir für eine Inselerkundung. Wir setzen mit dem Dinghy über und schlängeln uns an Davids Haus vorbei, hinter dem eine dicke Muttersau Kokosnüsse vertilgt. Wir folgen einem schmalen Trampelpfad, der in den dichten Urwald führt und der sich irgendwann zwischen den Drachenbäumen, Palmen und Lianen fast verliert. Dann gelangen wir an eine Lichtung und Martin lässt zur Orientierung seine Drohne steigen. Von der Lichtung ist es nicht mehr weit zum Steinkreuz. Die Inschrift lässt sich kaum entziffern. Man kann aber lesen, dass Davids deutscher Urgroßvater 75 Jahre alt geworden ist. Nach der Inselerkundung wollen Martin und Nick noch mit dem Dinghy zum Korallengarten ein Stück weiter draußen, um dort zu schnorcheln. In der Bucht selbst ist kaum etwas interessantes unter Wasser zu sehen. Dafür eignet sie sich optimal zum Paddeln. Im Laufe des Nachmittags treffen noch zwei Katamarane ein und ankern. Eines der Schiffe ist ein Charterboot mit sieben Personen an Bord, die wir beim Festmahl drüben bei David noch näher kennenlernen.


Als wir um 18 Uhr eintreffen, werden wir herzlich von David begrüßt. Die anderen Gäste kommen kurz nach uns. Davids Frau hat mindestens zehn verschiedene Gerichte für uns gekocht. Darunter lecker panierter Fisch und roher Fisch in Kokossoße, ein Tintenfisch-Gericht sowie Kartoffelsalat mit Ei (Kartoffeln und Ei hat David vorher noch schnell bei uns „eingekauft“), diverse Reisgerichte, Chop Suey, Brotfrucht, Kassava und einiges mehr.

Später erzählt er noch von seinen elf Kindern und von seinem Urgroßvater, der Bootsbauer war. Bei Mondschein geht ein ausgefüllter Tag zu Ende.
POS 07.08.2019 08:00 UTC 18 43.392 S und 174 06.040 W

Aug.

5

Jutta

Nachdem es in der Nacht ausgiebig geregnet hat, sind wir sehr erfreut, als sich pünktlich zur Frühstückszeit die Sonne hinter der Wolkendecke herausschält. Das macht Laune auf Wassersport und Nick beschließt, das Standup Board zu testen, nachdem ich mir das Kanu geschnappt habe, um eine ausgedehnte Paddel-Morgentour zu unternehmen. Kurz nach Mittag holen wir dann den Anker ein und brechen zum nächsten Ziel auf: Kenutu Island. Während der Fahrt begeistert uns die Türkistöne des Wassers und die Trauminseln, die wir passieren immer wieder aufs Neue. Unterwegs sehe ich eine schwarz-weiß gestreifte Seeschlange auf dem Wasser treiben – sie muss zum Luftholen nach oben, erfahre ich.

Kenutu-Island

Kaum haben wir den Anker ausgeworfen und die restliche Kürbissuppe verspeist, stürzen sich Nick und später auch Martin ins klare Wasser um zu Schnorcheln. Nach einer kleinen Kaffeepause fahren wir dann mit dem Dinghy hinüber zur Insel. Es soll einen Pfad quer über die Insel geben, auf dem man zur anderen Seite gelangt und von wo aus man einen fantastischen Blick auf die Felsenküste haben soll, an deren Klippen sich die Pazifik-Brandung meterhoch aufpeitscht. Den Pfad entdecken wir, er ist aber schon ziemlich zugewachsen. Zum Glück hat Martin die Machete dabei und schlägt uns den Weg frei. Wir arbeiten uns durch den zum Teil undurchdringlichen Dschungel und schließlich ist der Aussichtspunkt erreicht, von wo aus wir das Spektakel eine Weile beobachten.

Kenutu-Island

Wieder zurück am Strand lässt Martin noch die Drohne steigen, um ein paar Insel-Impressionen einzufangen. Nick filmt inzwischen einen knallroten Krebs, der sich vorsichtig aus seinem Muschelhaus herauswagt.

Kenutu-Island

Der abenteuerliche Ausflug hat uns alle hungrig gemacht und zurück auf der VAVA-U stürzen wir uns in die Vorbereitungen des für heute geplanten Hackfleisch-Gemüse-Auflaufs. Während der im Backofen vor sich hin brutzelt, liefern sich Martin und Nick noch ein Backgammon-Duell und ich schreibe fleissig den Blog.

Blogschreiberin Jutta

Aug.

4

Jutta

Morgens zeigt sich das Wetter noch unentschlossen und etwas unfreundlich. Im Laufe des Tages entschließt sich dann aber die Sonne doch noch, herauszukommen und es ist Paddeln und Schnorcheln angesagt. Es gibt keine starke Strömung und glasklares, türkisblaues Wasser in der Bucht, was die Paddeltour zu einem echten Vergnügen macht.

Martin macht mit Nick zusammen das kleine Dinghy flott, mit dem wir dann später eine kleine Tour entlang unserer Bucht bis hinüber zur Nachbarbucht machen. Dort haben wir gestern aus der Ferne einige Schiffe gesehen, die auch heute noch vor Anker liegen. Unter anderem eine hypermoderne, schicke Hochseefischeryacht, ein Segelschiff mit deutscher Flagge und ein quietschgelbes Segelboot aus Hongkong. Zurück von unserem Ausflug ist Relaxen angesagt.

Aber nicht zu lange, denn damit uns der Joghurt nicht ausgeht, rühren wir schnell noch eine neue Packung an und befüllen die Gläschen des Joghurtgeräts mit der Mischung. Nachdem es hier in Tonga nirgends Joghurt zu kaufen gibt, wurde uns in einem Supermarkt Joghurtpulver empfohlen. Dass aus diesem Pulver ein derart schmackhafter Joghurt entsteht, begeistert uns immer noch. Vor allem die Geschmacksrichtung „Greek Style“ ist der Hit!

 

self made youghurt

Neben dem Joghurt müssen wir auch langsam an die Zubereitung unseres Abendessens denken und beschließen, dass es heute Kürbissuppe geben soll. Mit Kartoffeln, Möhren, Kokosfleisch, Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer peppen wir die Kürbissuppe auf. Und die gerösteten Speckwürfel runden das Gericht dann geschmacklich ab. Der Abend ist noch jung und nach dem Essen bleibt ausreichend Zeit für eine weitere Bordkino-Vorstellung.

Aug.

3

Jutta

Morgens um 6.30 Uhr holen wir den Anker ein und verlassen die Ha’apai Inselgruppe, um weiter zu den Vava’u Inseln zu segeln.

Wir haben guten Wind aus ESEund kommen mit 8 – 9 Knoten sehr flott voran. Der Wellengang wechselt zwischen moderaten und zeitweise etwas höheren Dünungs-Wellen. Aber alles in allem ist es, trotz leichter Bewölkung, ein schöner Segeltag bei angenehmen Temperaturen. Und wir bekommen auch wieder einige Wale zu sehen. Kurz vor unserem Ziel haben wir Glück und es beißt noch ein Fisch an der Angel an. Es ist ein Rainbow Runner, eine Makrelenart, den Martin fachmännisch filetiert und in zwei schöne, große Filetstücke zerteilt.

Rainbow Runner

Je näher wir unserem Ziel kommen, desto mehr ziehen sich die Wolken zusammen und kurz nachdem wir die erste Vava’u Insel – ein Bilderbuch-Atoll – passieren, fängt es an zu nieseln. Den Plan, vor Eueiki zu ankern, verwerfen wir angesichts der Wetterlage.

Wir segeln noch vier Meilen weiter nördlich und steuern die Lisa Bay auf Pangaimotu. an. Die dicht mit Palmen und Bäumen bewachsene Bucht erinnert ein bisschen an den Amazonas Regenwald.

Insbesondere auch deswegen, weil aus dem Dickicht ganz außergewöhnliche Vogelstimmen zu hören sind. Es handelt sich vermutlich um den Tongan Whistler, wie wir später per Internet herausfinden. Eine Yacht liegt hier bereits vor Anker und zwei Schiffe gesellen sich im Laufe des Abends noch dazu. Wir machen uns daran, unser heutiges Festmahl vorzubereiten, das aus frischem Fischfilet und Butterkartoffeln bestehen wird. Es sieht nicht nur lecker aus, es schmeckt auch himmlisch!

frisch auf den Teller