Nov.

10

Tag 12, Do –10.11.11

Pos um 00.00 UTC 29 11.773N und  0013 44.203W

Einige Meilen sind wir in der Nacht an Lanzarote vorbeimotort.

Kurz hatten wir auch eine UMTS-Verbindung für ein paar Mails, dann war wieder Funkstille.

Es war recht warm in der Nacht und wieder Sternenklar mit dem glitzernden Mondlicht auf den kleinen Speckfaltenwellen.

Einige Zeit lang begleiteten uns ein paar Delphine auf unserem Weg.

Seit dem Morgen versuchen wir unser Glück mit der Angel, obwohl wir noch reichlich an Vorräten zu Essen haben. Aber bis zum Sonnenuntergang gab es noch keinen Biss.

Sonst war weiter nichts Besonderes los an unserem letzten Tag auf See vor Las Palmas – außer vielleicht, dass uns mal wieder ein Frachter recht eng passiert hat – aber es war ja am Tage.

 

Frachter SZAFIR

Frachter SZAFIR

 

Frachter SZAFIR-1

Frachter SZAFIR-1

 

Wenn es die letzten Stunden so weiterläuft, werden wir Las Palmas gegen Mitternacht erreichen.

Bis morgen also Martin und Crew

POS 18:00 UTC 28 20,397N und 015 02879W

LasPalmas-Ankunft bei Nacht

LasPalmas-Ankunft bei Nacht

Seit 23.00 UTC liegen wir im Hafen von Las Palmas vor Anker –
auf Pos 28 07.922N und 015 25.384W

Nov.

9

Tag 11, Mi -09.11.11
Pos um 00.00 UTC 29 58.135N und 0011 49.293W
In der Nacht waren dann die Möwen plötzlich alle weg. Vermutlich hatten sie es geschnallt, das es nichts zu fressen bei uns geben wird.
Es war wieder eine dieser sternenklaren Nächte in der der Mond das Meer erhellte und wie silbrig glitzernd alles an der Meeresoberfläche widerspiegelte.
Diesmal überholte uns ein riesen Containerschiff mit 18 Kn auf dem Weg nach Rio de Janeiro ganz nah in der Nacht. Er schien fast zum anfassen und sah in der Silhouette aus wie ein riesen Raumschiff, dass auf der langen Dünung auf und ab schaukelte, obwohl er doch noch fast 1000m weit weg war.
Leider ist mal wieder der Wind seit dem späten Vormittag eingeschlafen. D.h. – also wieder ein wenig Motoren.
14:30 UTC kommt Lanzarote in Sicht.

Lanzarote in Sicht

Lanzarote in Sicht

Lanzarote voraus

Lanzarote voraus

 

Um 21.00 UTC passieren wir die Durchfahrt zwischen Isla de Alegranza und Isla Graciosa im Norden von Lanzarote.
Ab hier geht’s mit direktem Kurs von 233 auf Las Palmas zu.
Es sind noch 125sm, also kommen wir vermutlich morgen noch vor Mitternacht an.
Leider versprechen der letzte aktuelle Wetterbericht und die Grib-Files, die wir eben erhalten haben, nicht viel Wind und so werden wir ohne Segel voran kommen müssen.

Pos um 20.00 UTC 29 22.163N und 013 26.000W

Nov.

8

Tag 10, Di -08.11.11
Pos um 00.00 UTC 31 21.775N und 0010 11.621W
Letzte Nach konnten wir doch noch segeln. Der Wind hatte etwas aufgefrischt auf 12 Kn und mit Schmetterling ging es auf Vorwindkurs parallel zur Küste entlang weiter nach Süden.
Wir werden wohl erst recht spät nach West zu den Kanaren einschwenken, damit wir in der Zone der Nordwinde bleiben.

Am Morgen schläft mal wieder der Wind ein, aber dafür gibt es einen Sonnenaufgang in den schönsten Farben mit Dunstwolken in verschiedenen hellgrauen Abstufungen die sich vermischen mit den bizarren fast 2000m hohen Bergen hinter dem Kap GHIR an der marokkanischen Küste.
Nach den neuesten Wettermeldungen, die wir grad empfangen haben, „Halsen“ wir und ändern wir jetzt den Kurs auf 242, zunächst mit Kurs Lanzarote.
Bis dahin sind es noch ca. 188 sm – also ca. bis morgen Abend.

Kurs 240-Lanzarote

Kurs 240-Lanzarote

Die Wettervorhersage passt! Wir mussten nur kurz den Motor mit laufen lassen. Dann kam der „versprochene Wind“ zum segeln wieder. Die Maschine lief grad lang genug um alles wieder aufzuladen.

Seit dem Umlagern und begleiten uns eine Hundertschaft Möwen. Aber sie wollen die Küchenabfälle nicht wirklich haben um die sich dennoch anfangs streiten.

Möwen-0

Möwen-0

Möwen-1

Möwen-1

Möwen-2

Möwen-2

Seit etwa einer Stunde haben wir etwa 15 Knoten Wind, immer noch aus NNE und „blu:kat“ zieht wie auf Schienen mit bis zu 7 Kn dahin.

Pos um 18.30 UTC 30 13.622N und 011 11.549W

Nov.

7

Tag 9, Mo -07.11.11
Pos um 00.00 UTC 33 15.812N und 009 06.264W
Zwei Frachtern in der Nacht begegnet, die fast 30 sm vor der Küste trieben – vermutlich weil die Reede vor El Jaddida voll war. Zwei rote Rundumlichter im Top deuteten an, dass sie manövrierunfähig sind.
Auf Grund meiner AIS-Kennung hat mich auch einer von beiden über Funk angerufen und gemeint, dass er „nicht unter command sei“ und ich mich bitte freihalten soll – hab ich natürlich gemacht, auch ohne den Anruf – sonst bin ich es ja immer, der um Abstand bittet 😉
Seit 10.00 UTC können wir wieder Segeln. Wind aus 080 Grad mit 12Kn, da macht „blu:kat“ 5-6 Kn.
Am Vormittag waren wir für kurze Zeit ganz nah bei Nairobi.

Frachter NAIROBI

Frachter NAIROBI

Frachter Nairobi-1

Frachter Nairobi-1

Nachmittag ist es wieder flauer geworden und ich habe die Maschine zugeschaltet um gleichzeitig auch die Batterien zu laden, den Geschirrspüler und die Waschmaschine laufen zu lassen.
Ansonsten war es ein ruhiger und sonniger Tag, wieder ohne besondere Vorkommnisse.
Laut Wetterkarte vom DWD, die ich über Funk erhalten habe, wird wohl wieder eine ruhige Nacht werden, von der wir dann morgen berichten.

Wetter vom 08.11.11

Wetter vom 08.11.11

Pos um 17.00 UTC 32 03.790N und 010 05.849W

Nov.

6

Tag 8, So -06.11.11
Pos um 00.00 UTC 34 34.468N und 007 19.931W

Wind und Dünung haben nach gelassen, nur noch 2-3m Welle.
Am Morgen ist der Wind dann fast ganz weg. Also Motor an und Groß bergen, weil es sonst schlägt. Die Genua lassen wir noch stehen – sie zieht ein wenig mit.

Dann erst mal Frühstücken und ein wenig aufräumen vom Geschaukel.

Diverse Frachter ziehen parallel ihre Kurse auch nach Las Palmas oder weiter südlich an der afrikanischen Küste.

Frachter ATAIR

Frachter ATAIR

Frachter Atair-1

Frachter Atair-1

Zum Mittag- und Abendessen gibt’s die frischen Kottelets mit Kartoffeln und Rotkraut.
Dann geht’s in die Nacht hin nein. Der Mond leuchtet schon am Himmel und wird diese Nacht wohl weniger von Wolken verdeckt sein als die letzte Nacht.

POS 18.00 UTC 33 39.10N und 008 37.69W

Nov.

5

Tag 7, Sa -05.11.11
Es geht los: Anker auf noch am 4.11.11 um 22.10 UTC, wir verlassen Gibraltar und das Mittelmeer.
Um 00.45 UTC Runden wir Kap Punta del Canero und biegen nach West ab in die Straße von Gibraltar. Immer schön nah am Ufer, damit wir den Neerstrom ausnutzen. Der ist leider heute zur Nippzeit (Halbmond) nicht so stark – aber 0,5 – 1 Kn sind es schon.
Bei Tarifa gibt es eine neue nicht eingezeichnete Untiefe direkt vor der Hafeneinfahrt. Aber sie ist kardinal gekennzeichnet und auch befeuert.
05.00 UTC können wir Segel setzten und queren mit Groß im 1. Reff und der Genua die Straße von Gibraltar auf der Atlantikseite.

Umringt von unzähligen Frachtern schlängeln wir uns durch.

AIS Gibraltar

AIS Gibraltar

Der Wind legt etwas zu und bei 18-20 Kn aus 300 Grad laufen wir fast direkt auf Las Palmas zu.
11:30 UTC haben wir ASILAH an der Marokkanischen Küste querab. Etwa 4 sm neben uns scheint eine weitere Jacht in Richtung Kanaren zu laufen, aber wegen der recht hohen Dünung (4-5m), vom Tief der letzten Tage, sehen wir sie nicht immer.

Mit der Abenddämmerung zogen noch mal vereinzelt kleine Regenwolken auf. Jetzt wo sich der Mond langsam zum Vollmond mausert ist der Himmel ganz hell und man kann hier und da kleiner Kumuluswolken sehen. Der Wind und die Dünung haben ziemlich nach gelassen. Trotzdem zieht „blu:kat“ mit 6-7 Kn seine Bahn gen Süd.

Nov.

4

Tag 6, Fr –04.11.11

05:00 MOZ – Ankunft am „Europapoint“, dem Leuchtfeuer am Kap vom Gibraltarfelsen.

Nach dem Runden erwarten uns in der Bucht von Algeciras jede Menge kleinerer und größerer Frachter, durch die wir uns bei einer kurzen und heftigen Gewitterfront bis zum Hafen von La Linea (SP), durchschlängeln.

Um 06:30 MOZ gehen wir alle bis zum Frühstück noch mal in die Kojen.

Gibraltar

Gibraltar

Leider ist das Wetter immer noch nicht das Beste denn ab und an ziehen immer mal wieder heftige Regenschauer durch. Auch grad in dem Moment wo wir im Beiboot sitzen und an Land fahren.

In der Stadt versorgen wir uns noch mal mit ein paar Kleinigkeiten in der Markthalle, und verbringen dann mit Faulenzen und Ausspannen den Nachmittag und Abend am Schiff.

Geplante Weiterfahrt nach Las Palmas ist um 23:00 UTC, da ab diesem Zeitpunkt die Gezeitenströmung am Rand der Straße von Gibraltar für etwa 6 Stunden nach Westen in den Atlantik setzen wird.

Nov.

3

Tag 5, Do –03.11.11

Standort am Morgen: Hafen von Velez

Leider ist auch heute der Himmel etwas grau und so gibt es heute Frühstück im Salon.
Dank der guten UMTS Verbindung und dadurch Internetanschluss können wir immer den aktuellen Wetterbericht einholen.

Wetter

Wetter

Danach legen wir ab mit Kurs La Linea/ Gibraltar

Auf See begegnen uns immer wieder Fischer, die scheinbar schon die ganze Nacht unterwegs waren und jetzt umringt von tausenden Möwen. nach Hause fahren

Fischer

Fischer

Nov.

2

Tag 4, Mi –02.11.11

Standort am Morgen: Reede von Adra

Adra-Reede

Adra-Reede

Wir haben grad wieder schön gemütlich im Cockpit gefrühstückt, Elisabeth war schon schwimmen und jetzt rüsten wir uns für einen kleinen Landgang.

Hafen Adra

Hafen Adra

Ardra scheint nicht wirklich ein Ort des Massentourismus zu sein. Der gut geschützte Hafen beherbergt große und kleine Fischerboote, den Club Nautico und einen ganz neuen großen Marina-Bereich, der allerdings noch nicht in Betrieb zu sein scheint.

Leuchtturm Adra

Leuchtturm Adra

„Wahrzeichen“ des Ortes ist der alte Leuchtturm über dem Hafen in dem jetzt das Tourist-Informationsbüro untergebracht ist, aber geschlossen war. Vermutlich ist die Saison beendet – obwohl es noch ein paar Badelustige an den langen Kiesstränden rechts und links der Stadt gibt.

In den Gassen überall quirliges geschäftiges, aber gelassenes Treiben. Längere Autoschlangen wegen einem Ratsch oder Fußgängern die die Straße überqueren scheint niemanden aufzuregen.

Adra-Markthalle5

Adra-Markthalle5

 

Adra-Markthalle7

Adra-Markthalle7

Wir versorgen uns in der Markthalle noch mit ein paar frischen Sachen und machen uns auf den Weg ins 50 sm entfernte Torre del Mar.

spiegelglatt

spiegelglatt

Unterwegs auf See ist es fast immer spiegelglatt und unter Motor machen wir mit dem Neerstrom, der die Küste entlang nach Westen setzt gute Fahrt.

Zum Abendessen gibt’s frischen Fisch – allerdings aus der Markthalle von Almeria.

Ankunft in Torre del Mar / Velez um 22.00, wo wir zunächst ganz außen an der Innenmole festmachen und schlafen gehen.
POS: 36 44,83N  004 03,95W

Knapp zwei Stunden später werden wir jedoch noch mal vom der Hafenwachmannschaft geweckt und müssen in den Jachtbereich verholen, die Kosten dafür am Morgen 45,– €.

Nov.

1

Tag 3, Die –01.11.11 (Feiertag – Allerheiligen)

Mit der aufgehenden Sonne im Rücken runden wir Cabo de Gata.

Noch etwa 17 sm bis Alicante.

Die Sonne lacht uns wieder in’s Cockpit, so dass wir erneut kurz vor Almeria bei spiegelglatter See frühstücken können.

Um 9.00 lassen wir den Anker am Badestrand vor dem Hafen fallen und machen klar zum Landgang. Heute am Feiertag schein alles ruhig, so wie das Wetter auch.

Reede Almeria

Reede Almeria

Mit dem Beiboot fahren wir an Land zum Stadtrundgang und zur Besichtigung der alten maurischen Festung ALCAZABA oberhalb von Almeria mit den schön angelegten Gärten.

Alcazaba in Almeria-1

Alcazaba in Almeria-1

Alcazaba in Almeria-11

Alcazaba in Almeria-11

Alcazaba in Almeria-15

Alcazaba in Almeria-15

Alcazaba in Almeria-23

Alcazaba in Almeria-23

Bevor wir wieder Anker auf gehen genehmigen wir uns noch eine kleine Erfrischung in einem Straßencafe.

Almeria-Strassecafe

Almeria-Strassecafe

 

Nach Sonnenuntergang mit Halbmondlicht und Sternen Abendessen im Cockpit: Pasta mit Krabben, Salat und Wein.

22.30 Anker fallen vor Hafen Adra auf 36 44.592N und 003 00,993W

Distanzen:

– Cartagena – Almeria: 95sm

– Almeria – Adra: 32 sm

Okt.

31

Tag 2, Mo – 31.10.11

Liegeplatz Cartagena

Liegeplatz Cartagena

Die Sonne lacht schon ins Cockpit als wir uns zum Frühstück niederlassen. Danach starten wir zu einem weiteren Stadtbummel in die wunderschön renovierte und quirlige Altstadt.

Cartagena-1

Cartagena-1

Cartagena-2

Cartagena-2

Nach einem Mittagssnack verlassen wir bei Windstille Cartagena mit dem Ziel: Alicante. Gute 90 sm haben wir vor uns.

Leider weht bis zum Abend auch nur ein laues Lüftchen und so motoren wir in die Nacht hinein – immer dem Licht der zunehmenden Mondsichel entgegen.

Woklen auf See

Woklen auf See

In der Pantry brutzelt Elisabeth Bratkartoffeln und ein Huhn im Backofen – was uns allen sehr lecker schmeckt.

POS: 24.00 MOZ (auf See): 36 59,0N und 001 46,6W

Okt.

30

Tag 1, So – 30.10.11

Zum Frühstück scheint sogar die Sonne, anders als vorhergesagt.

Wir machen einen Rundgang durch Schiff und legen dann am Vormittag ab mit Ziel Cartagena.

Anfangs haben wir fast keinen Wind und Motoren ein wenig. Dann können wir kurze Zeit später bei halben bis raumen Wind mit teilweise 9 Kn Fahrt parallel zur Küste entlang segeln. Unser zwischenzeitlich geändertes Ziel am Mar Menor verwerfen wir wieder zu Gunsten von Cartagena.

Eine Stunde vor Sonnenuntergang runden wir Cabo Palos, machen eine Halse und können fast Cartagena anliegen.

LF Cabo Palos

LF Cabo Palos

Als der Wind am wenig später einschläft sind es nur noch 3 sm bis in den Hafen, die wir dann unter Motor zurücklegen. An der wunderschönen und belebten Hafenpromenade von Cartagena finden wir längsseits einen Platz und lassen uns unsere Pasta mit Salat und dazu einem Wein schmecken.

Elisabeth und Hartwig zieht es dann noch raus zu einem kleinen Altstadtbummel.

Cartagena

Cartagena

POS: Promenade Cartagena, 37 35,83N und 000 59,08W
Distanz heute: 59 sm, davon gesegelt 52 sm

Okt.

29

Tag 0, Sa – 29.10.11

Standort: Marina Miramar, Santa Pola, Spanien
38 11,314N und 000 33,675W

Die neue Crew mit Bodo, Elisabeth und Hartwig kommen am Abend an Bord.

blu-kat in Santa Pola

blu-kat in Santa Pola

Den Großeinkauf beim Lidl in Grande Alacant habe ich am Nachmittag schon per Bus und Taxi erledigt, weil morgen am Sonntag ja alles zu sein wird und wir los wollen.

In einer kleinen Hafentaverne unweit von der Marina finden wir eine reichliche Auswahl an Gerichten und entscheiden uns alle für Seehecht mit Gemüse und frischen Kartoffeln. Hmmm – war sehr lecker!

Wir besprechen noch den kommenden Törn und schreiten wegen des aufkommenden Regens schnellen Fußes zurück auf Schiff.

Okt.

27

Törnzusammenfassung

Malta - Alicante_Oktober 2011

Link zum Törnblog: Malta - Alicante_Oktober 2011

Angelaufene Häfen/Buchten:
Valetta (Malta)
Hafen Algier
Alicante, Marina Santa Pola (Spanien)

Gesegelte Strecke: 837sm
Max. Speed: 9Kn
Max Wind: 28Kn

Bemerkungen:
Einhand durchs Mittelmeer mit Tankstopp in Algier

Okt.

27

27. und 28.10.11

Bis zur Ankunft der neuen Crew am Samstag blieb „blu:kat“ hier liegen.

Es standen ohne hin ein paar Wartungs- und Pflegearbeiten auf dem Programm, die erledigt werden konnten.

Santa Pola selber ist eine recht gepflegte Stadt mit einem kleinen, belebten Altstadtkern. Im Sommer mag hier sicher sehr viel mehr los sein, denn die Strände mit den Apartment- und Hotelanlagen sprechen für sich.

Okt.

26

Tag 11 – 26.10.11

Am Morgen verließ ich Alicante und machte mich auf in das 13sm entfernte Santa Pola. Auf dem Weg dorthin fuhr ich bei der Insel Isla Tabarca vorbei. Dort hatte ich vor etlichen Jahren schon mal mit dem Jugendschiff, auf dem ich Skipper war, festgemacht.

Isla Talabarca-1

Isla Talabarca-1

 

Isla Talabarca-2

Isla Talabarca-2

Heute sind jedoch alle Plätze dort den Ausflugsschiffen, die sich fast halbstündlich die „Hand geben“, vorbehalten.

Dafür erwies sich dann der Hafen und die Marina Miramar in Santa Pola als sehr nett, freundlich, hilfsbereit und preiswert.

Saubere WC/Du- Anlagen, W-LAN und gute Versorgungsmöglichkeiten erwiesen sich als gute Wahl zu Alicante.

Okt.

25

Tag 10 – 25.10.11

Am Vormittag kam wie vorhergesagt der Wind und ich konnte Segel setzten. Anfangs noch auf Halb-Wind-Kurs, später dann immer mehr Hoch am Wind und schließlich musste ich den Kurs immer nördlicher ändern.

Am späten Nachmittag war ich dann kurz vor Benidorm, hab gewendet und bin mit dem weiter drehenden Wind dann mehr oder weniger die Küste entlang gesegelt.

Mit Sonnenuntergang schlief der Wind allerdings ein und so motorte ich die restliche Strecke bis Alicante, wo ich gegen 22.30 MOZ eintraf.

Wegen des Volvo Ocean Race, welches Anfang November von hier starten wird, war der Hafen mehr als voll. Ich bekam nur bis zum Morgen einen Liegeplatz und konnte ausschlafen.

Okt.

24

Tag 7 bis 9 –  22. bis 24.10.2011
POS Hafen Algier 36 46,6N und 003 03,9E
längsseits fest an Fährpier

nachdem ich fast pünktlich mit Sonnenaufgang kurz vor dem Hafen Algier ankam,
schlief der Wind fast ein und so konnte ich bequem die restlichen 2 Meilen zum Hafen tuckern.
und letztlich um 08.00 MOZ festmachen.

Das Prozedere war mir ja vom letzten Jahr im Mai noch bekannt.
1. Coastguard – Kontrolle von allem inklusive „Durchsuchung“
2. Hafenmeister – was wieso warum – ach ja tanken – kein Problem – morgen heute am Samstag ist alles zu
3. Coustom – wieder alle Papiere, wieder von allem eine Kopie, geht’s auch in Farbe !? und hast du Pornos und oder Zigaretten?
4. Immigration (kam aber erst einen Tag später) – noch mal die gleichen Fragen, die gleichen Papiere, die gleichen Kopien – aber immer sehr freundlich .

Dann war ich da – konnte ein wenig ausruhen und ein paar Dinge am Schiff erledigen und in der Nacht zum Sonntag mal wieder ausschlafen.

Sonntag Vormittag war ich mit Tanken beschäftigt. Ablegen – anlegen – warten – tanken – wieder zurück – anlegen – warten – warten – warten:
Dann kamen wieder die Offiziellen in umgekehrte Reihenfolge:
Und noch mal von vorn die gleichen Fragen, die gleichen Kopien usw. und trotzdem schreiben sie alles immer noch mit Hand auf irgendwelche verknüllten Zettel mit.
Für was das alles wirklich gut ist.
Aber bei alledem sind sie wirklich immer sehr freundlich, machen keinerlei Zicken und heissen einen willkommen in Algerien.
Auch die nichtamtlichen Leute, die immer wieder mal vorbei kommen sind sehr freundlich, finden das Schiff toll und wünschen eine gute Reise und freuen sich, wenn sie mal wieder deutsch sprechen können, weil sie schon mal 20 jahre in der DDR gearbeitet hatten.
Bei der letzten Kontrollstation, der Coastguard musste ich mit dem Bruder des beamten per Handy telefonieren, weil der deutsch studiert hatte. Vermutlich wollte der Bruder nur wissen, ob sein „kleinerer“ Bruder wirklich deutsch kann 😉 – er konnte und sogar sehr gut.

Dann kam ich gegen 16.30 MOZ endlich los und nahm Kurs unter Maschine auf Alicante.

24.10.11 POS 08:15 UTC 37 23,76 N und 001 41,59E
Mangels Wind bin ich die letzte Nacht motort und jetzt auf knappem halben Weg nach Alicante.
Lt. Wettervorhersage soll ansich demnächst Wind kommen.
Wenns stimmt aus Südwest mit ca. 25 kn – das würde gut passen und ich komme dann Morgen Mittag in Alicante an.

Bis dahin
Grüsse aus dem noch 23,2 grad warmen Mittelmeer

Skipper Martin und blu:kat

Okt.

21

Tag 6, 21.10.2011 – 16.00 UTC
POS 37 07,63N und 004 03,64E
Wind 24 Kn aus 065, Fo, FÜG 4,5 Kn, KÜG ca. 265
Restdistanz bis Algier 55 sm, ETA vermutlich 22.10.2011 06.00 UTC

Nach einer ruhigen Nacht ohne Zwischenfälle hat sich auch die Sonne zurückgemeldet.
Trozdem ist es draußen merklich kälter geworden.

Ein kleiner Kalamar hat sich an Deck verirrt, vermutlich auf der Flucht vor einem Räuber.

Da in der Nacht der Wind nachgelassen hatte und sich die Fahrt dadurch verringerte, werde ich wohl nicht vor Sonnenuntergang in Algier ankommen.

Daher habe mittags die Genua gegen die Fock getauscht, um etwas zu bremsen.

Das bedeutet zwar noch eine Nacht auf See vor der Küste Algeriens, aber Ankunft am Morgen bei Tageslicht.

unterwegs im Golf von Anaba

unterwegs im Golf von Anaba

Durch meinen AIS-Sender, den „blu:kat“ ja nun neuerdings hat, halten die großen Frachter deutlich mehr Abstand hier auf der Frachterautobahn zwischen Gibraltar und Suez.

Also dann bis morgen mit einem Blogbericht aus Algier.

blu:kat mit Martin

Okt.

20

Tag 5, 20.10.2011 – 16.23 UTC
POS 37 16,83N und 006 21,94E
Wind 13 Kn aus 025, Groß und Ge, FÜG 7-8 Kn, KÜG ca. 265
Restdistanz bis Algier 163 sm, ETA vermutlich 21.10.2011 17.00 UTC

In der vergangenen Nacht bin ich noch Motort bis etwa 06.00 Uhr.
Dann hab ich mich um etwas Sprit zu sparen und noch mal schlafen zu können treiben lassen.

Fast bilderbuchartig kam dann der Wind wie in den Grib-files vorhergesagt. Zunächst noch aus NNW, relativ rasch dann aber aus N.
Und so konnte ich seit etwa 13.00 mit flotter Fahrt in Richtung Algier wieder Segel setzen.

Am Vormittag hab ich noch mein STB-Posi Licht gewechselt, das war leider ausgefallen – funktioniert aber wieder.

Jetzt geht hier vor der algerischen Küste, die im MOment grad ziemlich genau 12 sm entfernt ist, die Sonne unter.

Leider ist es etwas grau am Himmel und vereinzelt soll es auch in der Nacht regnen.

Wenn der Wind durchhält und blu:kat weiter hin mit 7-8 Kn bei halben Wind durchs Wasser gleitet, sollte ich morgen gerade noch vor Dunkelheit in Algier ankommen.
Einen kleinen zeitlichen Vorsprung von etwa 15 Minuten bekomme ich ja noch dazu auf dem Weg nach Westen – wo die Sonne eben dann später untergeht 😉

Bis morgen wieder „blu:kat“ und Martin

Okt.

19

Tag 4, 19.10.2011 – 16.16 UTC
Position: 37 32,29’N und 008 27,86’E
Fahrt unter Maschine mit 4,5 Kn
Wind 3 Kn aus 080, ruhige See, wolkenlos und (noch) sonnig

In der letzten Nacht konnte ich ganz gut Segeln. Anfangs noch mit beiden Vorsegeln. Dann drehte der Wind und ich ließ nur die Genua oben, zusammen mit dem Groß.
Damit machte ich bei durchschnittlich 13 Kn Wind ganz gut Fahrt bis zum heutigen Nachmittag, an dem der Wind wieder einschlief.

Im Moment motore ich dem Sonnenuntergang entgegen.

Die meisten Frachter auf dem weg quer durchs Mittelmeer fahren mit etwa 5 sm parallel zu mir und da ich seit Kreta auch ein AIS-Sender besitze, werde ich auch als Segler erkannt.

Oft kommt es gar nicht mehr zu Begegnungen und die Frachter weichen früh genug aus.
Ansonsten habe ich den Tag damit verbracht einige neue und alte Informationen für die neue blu-venture Webseite zu erstellen.
Nebebei kochen und hier und da ein paar Kleinigkeiten am Schiff erledigen, den Kurs kontrollieren – und schon ist wieder ein Tag rum.

Aktuell habe ich noch 263sm bis Algier und sollte am Morgen des 22.10. einlaufen.

Bis zum nächsten Report
Skipper Martin und „blu:kat“

PS:
Ab Alicante sind noch 2 Pläte bis nach Las Palmas frei
Sondertörnpreis nur 500,– Euro.
Anmeldung unter toerns@blu-venture.de

Okt.

18

Tag 3, 18.10.2011 – 16.45 UTC

war ein schöner ruhiger sonniger Tag.
Konnte mich ein wenig erholen und auch meine Schnupfen auskurieren, den ich die letzten 4 Tage mit mir rumgeschleppt hatte. Sonnestrahlen tun doch Wunder!

Ausserdem hatte ich bei der ruhigen See Gelegenheit einen kleinen Riß im Groß nähen zu können und die Trampolinverspannung nachzuziehen.
Nebenbei wurde die Pantry kurzfristig zur Baqckstube: habe 5 kleine Brote gebacken und 4 davon gleich eingefroren – jetzt bin ich erst mal versorgt, denn vor meiner Abreise aus Malta gabs dort kein Brot mehr.

Wind ist leider nicht viel, aber im Augenblick kommt eine leichte achterkliche Briese auf und ich werde mal versuchen was die beiden Vorsegel hergeben.

Ich berichte dann morgen darüber.
POS um 16.50 UTC: 37 30,321N und 010 18,480E – noch 355 sm bis Algier; ETA (geplant) 21.10.11 16 UTC

Okt.

17

Tag 2, 17.10.2011 – 16.00 UTC

Nach Warten auf die Leinenhilfe beim Ablegen in der Grand Harbour Marina bin ich gegen 15.00 los.

Das Tief südlich Malta blies auf der Nordseite mit gut 20 Knoten und schickte eine fette Welle in die Hafenausfahrt.
Der Wind blies jedoch aus ENE und so setzte ich nach der Hafenausfahrt die Fock und ging auf leichten Raumschotkurs zunächst in Richtuing Lampedusa.

In der Nacht wurde der Wind immer schwächer, so dass ich am Morgen das Groß dazunahm.

Am Abend ist der Wind jetzt fast ganz weg und weht ein wenig aus NNW, so dass ich ohne Segel Motore.

POS 16:00 UTC 36 45,270N und 012 26,460E

Okt.

16

Nach ein wenig Verspätung, aber dennoch ohne Zeitdruck startet „blu:kat“ heute von Malta in Richtung Alicante.

Zwischenstopp ist in Algier geplant.

Lt. Wetterprognode wird es heute noch ein wenig regnen und Winde aus NE haben.

Diese sollen später nach Nord drehen, einschlafen und in 3-4 Tagen wieder aus Nördlichen Richtungen kommen.

Also ein guter Zeitpunkt zum Start, und ab morgen wird wohl auch wieder die Sonne scheinen.

Hier noch die Karte von meiner gepanten Route (583sm) bis auf bald in 5-6 Tagen

Skipper Martin

Malta - Algier

Malta - Algier

Okt.

16

Törnzusammenfassung

Rethymno - Malta_Oktober 2011

Link zum Törnblog: Rethymno - Malta_Oktober 2011

Angelaufene Häfen/Buchten:
Rethymno (Kreta)
Pylos (Peleponnes)
Valetta (Malta)
Gesegelte Strecke: 696sm
Max. Speed: 10,4Kn
Max Wind: 34Kn

Bemerkungen:
fettes Tief über der Adria
schickt wellen ins Ionische Meer wie im Atlantik 😉