Okt.

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Heute ging es schon beim Frühstück lustig zu. Das große Thema war die KI und natürlich wurde fleißig diskutiert. Was die Zukunft wohl noch so alles bringt? Wir werden sehen.
Um halb zehn hieß es dann: Anker auf! Unser Ziel war die Südseite von Samos, genauer gesagt Marathokambou.
Im Moment waren allerdings noch alle ziemlich warm eingekuschelt, denn der Wind war ordentlich frisch. Wir hofften darauf, dass sich die Sonne noch etwas besser durchsetzen würde. Der Wind blieb zwar kräftig, aber zum Glück wurde es nicht mehr ganz so eisig. Trotzdem suchte sich jeder an Bord schnell sein ganz persönliches, möglichst windgeschütztes Plätzchen.
Unter der Genua segelten wir an der Südküste von Samos entlang. Dabei kamen wir wieder an Pythagorio vorbei , jenem Ort, der nach dem berühmten Mathematiker und Philosophen Pythagoras benannt ist.
Kurz nach eins erreichten wir den Hafen von Marathokambou. Das Anlegemanöver ging diesmal relativ flott. Jeder wusste, was zu tun war, und sogar ein Deutscher vom Nachbarboot packte kurzerhand mit an.


Kaum war das Boot fest, hatten Matze, Jürgen, Sabine und Doreen schon einen Plan: Tavernen gucken.Auch Christian und Katja machten sich auf zum Bummeln.
Ich konnte allerdings noch nicht mit. Bei mir wartete nämlich noch etwas ganz anderes: ein Pflaumenkuchen im Ofen.


Nach dem Kaffee spazierten Martin und ich durch das kleine Örtchen. Dummerweise hatte ich mein Handy vergessen und konnte deshalb zunächst gar keine Fotos machen. Und natürlich war genau heute überall ein Motiv schöner als das nächste. Also musste ich später einfach noch einmal los.
Wir kamen an der schönen Kirche vorbei und trafen immer wieder auf deutsche Touristen. Damit hatten wir gar nicht gerechnet , hier in diesem kleinen verschlafenen Fischerdörfchen war tatsächlich noch erstaunlich viel los.

Als ich später alleine noch einmal durch die Gassen schlenderte um Fotos zu machen, traf ich doch tatsächlich wieder drei unserer Mitsegler vom zweiten Törn. Was für ein Zufall. Langsam stellt sich mir allerdings die Frage: Wer verfolgt hier eigentlich wen?
Zurück an Bord wurde es dann festlich. Alle machten sich schick für unseren griechischen Abend mit Musik. Für halb sieben hatte die Crew einen Tisch im The Local reserviert, einem kleinen, zauberhaften Restaurant direkt am Hafen. Freitags gibt es dort immer Live-Musik , also genau das Richtige für unseren Abend.
Der Service war unglaublich schnell und dazu noch ausgesprochen freundlich. Martin übernahm wieder die Bestellung für alle und suchte die Gerichte nach Wunsch der Gäste aus.
Die Vorspeisen waren etwas moderner interpretiert und nicht ganz so typisch griechisch, wie wir es sonst kennen – aber dafür richtig lecker. Die Hauptspeisen ließen auch nicht lange auf sich warten. Es gab unter anderem Schwertfisch mit Rote-Bete-Salat und Gyros.


Zum Abschluss gab es noch einen kleinen Gruß aus der Küche: Joghurt oder Ouzo. Die Auswahl war also durchaus eindeutig.
Später wurde es draußen doch ziemlich frisch. Deshalb machten sich Martin, Christian, Katja und ich schon einmal auf den Rückweg zum Boot. Der Rest der Crew blieb noch ein bisschen sitzen.
Christian verabschiedete sich an Bord direkt in seine Hängematte draußen an Deck unterm Großsegel, während Katja es sich schon in der Koje gemütlich machte.
Als schließlich auch Matthias, Jürgen, Sabine und Doreen wieder auf dem Schiff eintrudelten, war an Schlaf allerdings noch lange nicht zu denken.
Die Discokugel wurde ausgepackt.


Und dann wurde im Cockpit getanzt. Es war einfach mega lustig und sogar Matze schwang kurz das Tanzbein. Allerdings wirklich nur sehr kurz. Die Musik war ihm dann doch etwas zu schnulzig, und Schlager ließen sich mit seiner Wacken-Jacke offenbar nicht so richtig vereinbaren.
So nach und nach wurden aber auch die letzten Tänzer müde. Einer nach dem anderen verschwand in der Koje.
Und irgendwann war dann auch auf der Georgina wieder Ruhe eingekehrt – zumindest bis zum nächsten Morgen.