Dez.

2

Christian und Janis sind zum Frühstück schon fast wieder fit und haben sogar frische „Heuschrecken-Garnelen“ dabei – die soll es dann als Mittagssnack auf See geben. Weit wird es heute bis nach Rimini nicht sein. Also legen wir ab um möglichst noch vor Dunkelheit dort an zu kommen.

Erst jetzt bemerken wir, dass wir in der Nacht bestohlen wurden.

Der oder die Diebe waren so dreist einfach an Bord zu kommen während wir schliefen und haben sich einiger elektronischer Geräte bedient, was vor allem wegen der nun fehlenden Daten sehr ärgerlich ist. Noch von See aus lassen wir alles sperren und nehmen dann Kurs zum ca. 50 sm entfernten Rimini auf.

Hier machen wir dann doch erst am Abend im Kanal fest, an dem es reichlich „Parkplätze“ gibt.
Zu einem Landgang können wir und heute bei dem anhaltendem Regen nicht mehr aufraffen und verschwinden alle nach dem Essen in die Kojen.

 

Passatsegel

Passatsegel

Dez.

1

… seit dem Frühstück können wir wieder ein wenig Segeln. Jedoch ist die Wettervorhersage eher etwas flau. Daher entschließen wir uns Ancona anzulaufen und mit dem Wind der dann ab morgen wehen soll weiter zu Segeln.

Nach dem Runden des noch im Bau befindlichen neuen Wellenbrechers schippern wir erst durch den Fähr- und Industriehafen und finden dann im hintersten Eck bei den Fischern und der Tankstelle einen Platz an der Kaimauer. Hier ist es so eng, dass kein Anker ausgebracht werden kann. Daher liegen alle Boote mit Heck-„Kontakt“ und Achterleinen an der Pier.

Anfahrt Ancona-1

Anfahrt Ancona

Anfahrt Ancona

Nach dem alles klar ist an Bord marschieren wir am Hafen entlang in Richtung Altstadt und Fußgängerzone. Hier ist es jetzt sogar schon ein wenig Weihnachtlich.

In einer noch leeren Pizzeria finden wir Platz. Aber schnell füllt es sich, denn die Pizzen sind gut, was man von dem „rotem“ Bier nicht behaupten kann.

Altsatdt Ancona

Altsatdt Ancona

Den Absacker nehmen wir gleich nebenan und lassen uns noch erklären wo es zu dieser späten Stunde was zum Einkaufen gibt. Den Job übernehmen Christian und Janis, die bis zum nächsten Morgen damit beschäftigt sind ;-))

Der Rest der Crew beschäftigt sich mit den angebrochenen Flaschen an Bord bevor wir in die leicht klammen Kojen verschwinden.

Nov.

30

Gefrühstückt haben wir heute schon und auch in der Stadt waren wir grad per Beiboot und haben auf dem Rückweg noch die gesunkene französische Ketsch in der südlichen Hafeneinfahrt besichtigt, die an sich für Schiffe dieser Größe gesperrt ist.

In Vieste scheint die ganze Bevölkerung auf der Straße zu sein an diesem ersten Advent. Aber auch ein paar hartgesottene Surfer reiten die südliche Brandung. Auch bei uns sind einige unerschrocken und holen sich eine kleine Abkühlung.

Vieste-3

Vieste-2

Vieste

Vieste

Jetzt gehen wir dann Anker auf und steuern mit dem aufkommenden Südwind das ca. 210 Seemeilen entfernte Rimini an, wo wir morgen Abend sein wollen.

Bis später dann wieder und Bilder folgen auch noch.

Skipper Martin und Crew

Fortsetzung folgt…

… gegen 13.00 sind wir dann Anker auf gegangen und steuerten zunächst die Inselgruppe TREMITI an. Leider ist die Wetterlage nicht günstig um einen kleinen Aufenthalt hier einzulegen.  Aber wir kommen ja bald wieder.

Kurs Nord-West

Kurs Nord-West

Also weiter Kurs NW. Zur Abwechslung schiebt der Motor mal wieder VAVA-U und so geht es bis Mitternacht…

Nov.

29

Je weiter wir nordwestlicher gekommen sind und so ruhiger ist es geworden. Leider wird auch der Wind fast im Minutentakt immer weniger. Zwar haben wir das Groß nun wieder gesetzt, doch die Fahrt geht nun nicht mehr so schnell voran.

Dafür erscheint entgegen der Vorhersage die Sonne am Vormittag – zwar nicht ganz klar aber trotzdem sorgt sie für eine gute Stimmung am Morgen und ein weiteres Frühstück im Cockpit.

Seit dem Mittag müssen wir dann doch Motoren, weil der Wind eingeschlafen ist.
Wir peilen VIESTE als Zwischenziel auf unserer Fahrt nach Monfalcone an.
Vermutlich werden wir gegen 23.00MOZ ankommen.

Kakis Angelversuche fruchten leider nicht wirklich, dafür steht die Pantry umso mehr unter Dampf, was den Rauchmelder in Aktivität versetzt.
Heute gibt es zweierlei verschiedenes Putengeschnetzeltes mit Reis, das unter fachmännischer Anleitung in Gemeinschaftsarbeit gekocht und dann genüsslich verspeist wurde.

Wie nach „Fahrplan“ fällt um 23.00 der Anker direkt nördlich von VIESTE Hafen vor dem großen Sandstrand auf 5m WT.

Zeit für den ersten „wirklichen“ Absacker bevor alle in die Kojen verschwinden, nicht ohne einen Blick auf das „neue“ Wetter zu machen.

Für Morgen planen wir einen kurzen Ausflug nach Vieste und wollen dann ab Mittag wieder los mit Ziel Rimini.

Anker-POS: um 23.00 MOZ –  41°53N und 016°10E; ETMAL die letzten 23 Stunden: 132sm

Nov.

28

Der Ätna im Hintergrund

Der Ätna im Hintergrund

Am Morgen lacht uns die Sonne ins Gesicht und sofort wird es warm nach einer leicht klammen aber ruhigen Nacht mit wenig Schiffsverkehr. Also bereiten wir das Frühstück im Cockpit und wie bestellt startet danach der Wind aus südlicher Richtung.

Schnell ist Genua und Groß oben und VAVA-U zieht auf Halbwindkurs mit anfangs 7-8 Knoten gen Nordost. Langsam aber stetig frischt der Wind wie versprochen auf und wir kommen immer schneller voran, auch als wir das erste Reff ins Groß binden und die Genua ein wenig einreffen sind es immer noch um die 10 Kn.

Gegen Mittag segeln wir an dem deutschen Forschungsschiff „METEOR“ vorbei, die über einer Wassertiefe von ca. 1500m ihre Position halten. Wir fragen per Funk nach was sie denn dort machen und bekommen zur Antwort dass in diesem Gebiet diverse Unterwasser-Vulkane erforsch werden auch unter dem Einsatz eines Tauchroboters, der bis 4000m tief eingesetzt werden kann. Die dortigen Untersuchungen haben allerdings nichts mit dem schon seit Oktober inaktiven Stromboli zu tun. Wir verabschieden uns und weiter geht unsere rauschende Fahrt bei inzwischen 25 Kn Wind und einer See von 2-3 m.

Ab und an lässt sich VAVA-U von der Seite „waschen“, zieht aber trotzdem recht ruhig ihre Bahn.

Bevor es dunkel wird bekommen wir noch einen kurzen Besuch von einer Gruppe Delphinen, die wie immer scheinbar Spaß haben vor den Rümpfen zu „spielen“.

Beim Kap „Maria die Leucha“ fallen wir dann um 25 Grad ab und folgen parallel der „Absatzspitze“ im Abstand von 7-8 Sm. Sofort werden die ohnehin nicht sehr heftigen Bewegungen von VAVA-U noch weniger und es geht fast wie auf Schienen dahin – was einigen der Crew gut tut.

Der richtige Moment um die schon vorbereitete Lasagne auf den Tisch zu bringen – lecker!

Bis zum Kap Otranto sind es jetzt noch ca. 30 Sm, das wir schon gut drei Stunden später erreichen. Wir bleiben noch ein paar Meilen auf inzwischen Nordkurs und nehmen dann das Großsegel runter, schiften und reffen das Groß aus, so dass wir jetzt den Wind seit 23.00 genau von achtern haben.

POS: um 24.00 MOZ –  40°31N und 018°25E; ETMAL die letzten 24 Stunden: 196sm