Aug.

15

Heute wollen wir los in Richtung Metz mit zwei Schleusen auf dem Weg dahin. Martin hatte gedacht, obwohl er zwar eine Absage vom Hafenmeister hatte, trotzdem mal an den Hafen anzufahren.
Das war leider nur eine schöne Sightseeingtour. Der Hafen war voll und einige Ausflugsboote von Metz lagen auch da oder kamen uns entgegen.


Dann ging es wieder retour in die nächste Schleuse.


Kurz darauf erreichten wir unser Ziel. Ein Anlegeplatz mitten im Nirgendwo. Wir hätten gar nicht mit den Rädern vom Boot gekonnt, weil die Spuntwand so hoch war. Dann entschloss sich Martin, doch noch nach Talange weiterzufahren. Gute Entscheidung. Das war ein neu angelegtes Hafenbecken in einer neuen Siedlung, wo die Häuser alle gleich ausgeschaut haben.


Nach dem Anlegen meinte Martin, ist hier ein Flugplatz in der Nähe? Flugplatz nicht, aber ein größerer Freizeitpark mit Achterbahn, die genau in unserem Blickfeld lag. Und der Geräuschepegel erinnerte an ein startendes Flugzeug.
Die beiden Männer machten sich mit den Rädern die knapp 30 km auf den Weg, um das Auto zu holen. Nach guten zwei Stunden waren sie zurück . Bei den Temperaturen duschten wir uns mit dem kalten Wasser von der Wasserstation draußen ab. Die Abkühlung tat richtig gut.

Nach dem Abendessen spielten Martin und Gerd noch zwei Runden Backgammon, die unentschieden ausging. Da muss noch eine Revanche her.

Aug.

14

Martin hatte heut nur ein kurzes Stück geplant. Also Leinen los und vor der Schleuse nochmal kurz festmachen. Auf der Brücke hatten Radler Halt gemacht, um uns beim Schleusen zuzuschauen. Es ging 5.40 m abwärts.


Als wir wieder draußen waren, übernahm Gerd das Ruder. Er machte sich gut als Steuermann und meisterte gleich seine Aufgabe, als uns ein großer Frachter passierte.


Unsere Anlegestelle war wieder mitten im Grünen vor der Ortschaft Joux aux Arches,
wo das Aquädukt stand .

Am späten Nachmittag machten sich Martin und Gerd auf, das Auto mit den Rädern zu holen. Es waren nur 11 km, aber bei 35 Grad kühlt nicht mal der Fahrtwind ab. Danach wurde einfach nur im Schatten gechillt.
Gerd und ich fuhren abends nochmal mit den Rädern in die Stadt, um in einer Bäckerei was von
„to good to go“ abzuholen. Und Gerd wollte sich das Aquädukt aus der Nöhe anschauen.
Zurück an Bord grillten wir . Dazu gab es verschiedene Salate und Kräuterbutter.
Nach dem Essen genossen wir den lauen Abend an Deck und Martin und Gerd fachsimpelten übers Segeln.

Aug.

13

Heute Nachmittag kommt ein neuer Gast am Bahnhof in Metz an. Wir beschlossen, schon nach dem Frühstück in die Stadt zu fahren. Da soll es auch viele Sehenswürdigkeiten geben. Schon auf dem Weg machte Martin Halt in Joux aux Arches. Da stand noch ein sehr gut erhaltenes römisches Aquädukt. Es handelt sich um Überreste der römischen Aquädukt-Trasse von Gorze nach Metz. Einzigartig für römische Aquädukte ist der doppelte überdachte Kanal. Warum es 2 Kanäle gab ist nicht genau bekannt, die wahrscheinlichste Erklärung ist, dass durch das starke Gefälle des Aquädukts die Wände schnell abgenutzt wurden, mit 2 Kanälen konnte man einen erneuern, ohne die Wasserversorgung zu unterbrechen.
War sehr interessant. Auch hier waren überall Tafeln mit der Geschichte vom Aquädukt.


Gegen Mittag kamen wir in Metz an. Bei 35 Grad. Es war trotzdem richtig voll. In den kleinen Bistros saßen überall Leute. Als erstes steuerten wir in der Altstadt die gotische Kathedrale von Metz an, die für ihre vielen, großteils von angesehenen Künstlern geschaffenen, Buntglasfenster bekannt ist.
Schon beeindruckend, was die Bauherren früher geplant haben.


Neben der Kathedrale war gleich die Markthalle. Die hat scheinbar täglich geöffnet. Es waren aber hauptsächlich Imbissstände und kleine Kaffeebuden , wo man eine Kleinigkeit essen konnte. Einige Stände mit frischem Fisch, Obst und Gemüse, Käse, Fleisch und Wurst waren auch noch da, aber bei den Temperaturen war wenig los.

Draußen gab’s ein Eis für den Skipper und wir gingen weiter zu der Streetart Malerei. Das war aber nur ein Gemälde an einer Wand.


Um 14.00 Uhr öffnete das deutsche Tor seine Türen . Das war unser nächstes Ziel. Also einmal quer durch die Stadt. Das Deutsche Tor ist ein beeindruckendes Zeugnis der früheren Stadtbefestigung. Die Ursprünge der Torburg gehen auf die Zeit um 1230 zurück. Wunderschön, besonders mit der Kulisse am Wasser. Auch hier ist alles auf den Tafeln dreisprachig erklärt und der Eintritt ist frei.


Nach den vielen Sehenswürdigkeiten wollten wir irgendwo einen Kaffee trinken. Vorher sahen wir überall Leute sitzen und jetzt? Das war doch hier in der Gasse oder doch nicht? An der Kathedrale fanden wir dann doch noch ein Plätzchen, nachdem wir in zwei anderen Café s weggeschickt wurden wegen Mittagspause.

Um 16.00 Uhr fuhren wir dann zum Bahnhof, um Gerd abzuholen.
Zurück an Bord gab’s noch Kaffee und Kuchen . Gerd schwang sich aufs Fahrrad und schaute sich noch ein bisschen die Gegend an. Den Abend ließen wir bei einer Brotzeit ruhig ausklingen und beobachteten die riesigen Frachter, die noch nachts durch die Schleuse fuhren.

Hier noch ein paar weiter Impressionen von Metz.

Aug.

12

Das war heute nur ein kleines Stück von 10 Km und ohne Schleuse bis zum Liegeplatz vor der Schleuse Pagny am alten Mosel-Kanal.
Hier lag schon ein kleines Motorboot mit Skipperin und ihren drei (!) Hunden. Ausser dass sie dauernd bellten, waren sie ganz nett, der Barsoi-Afgane, Kaukasier und ein winziger Malteser Mix.

Aber abneds war es dann ruhig und die Lichter der Schleuse spiegelten sich im Kanal.

Aug.

11

Eigentlich wollten wir heute weiter fahren, aber der Platz hier ist einfach richtig schön und wir haben noch lange nicht alles gesehen.
Also machten wir uns nach dem Frühstück mit den Rädern auf den Weg zum Chateau de Mousson. Martins Navi hatte wieder noch nicht ausgeschlafen und führte uns durch durch enge Pfade wo jeglicher Müll abgeladen wurde. Auch einen alter LKW konnten wir in dem Gestrüpp entdecken. Davor jede Menge Reifen. Jedenfalls führte dieser Weg wieder zurück auf die Straße.

Noch knappe 5 km hatten wir vor uns, die hatten es aber in sich. Es ging steil bergauf, wo fast die E-bikes schlapp machten. Aber es hat sich wirklich gelohnt.

Das Château de Mousson ist eine Burgruine der Herzöge von Bar hoch über dem Moseltal. Von dort oben hat man einen wunderschönen Panoramablick auf die ganze Umgebung . Von der umgebenden Mauer sind nur noch Fragmente und Überreste von Kapellen (einschließlich der der Templer) erhalten .In dem ganzen Areal stehen Tafeln zu der Geschichte und mit vielen Zitaten von großen Philosophen als Denkanstöße.

Dort oben steht auch eine Kapelle aus einem Stahlgerüst mit Kreuz und Altar. Passt irgendwie nicht dahin, aber die Erbauer werden sich schon was gedacht haben dabei.


Auf dem Heimweg haben wir uns dann nochmal verfahren und so mussten wir den steilen Berg wieder hoch .


Zur Belohnung hat es im Hafenrestaurant einen großen Eisbecher für Martin gegeben.