Juli

20

Jutta

Gestern hat sich die Crew für den nächsten Törnabschnitt vervollständigt, nachdem sich Spüli und Hannah tags zuvor verabschiedet haben und schon mal gen Fidschi gestartet sind. Der Jetlag sitzt dem einen oder anderen heute noch in den Gliedern, was die Frühstückszeit an diesem Morgen etwas ausdehnt.

Gegen 12.30 Uhr hat dann aber jeder sein Frühstück eingenommen und wir können unser Tagesprogramm starten. Mit dem Dinghy düsen wir hinüber auf die Hauptinsel, um ein paar Lebensmittel zu besorgen und uns wegen eines Mietautos zu erkundigen. Leider haben die Car-Rentals, an denen wir vorbeikommen, bereits geschlossen.

cof

TouristInfo

Im Friedly Cafe mit Touristeninfo bekommen wir in Sachen Mietauto Hilfe angeboten. Eine der Angestellten dort will sich am Montag in der Früh um ein Auto für uns kümmern. Wir beschließen dennoch, vorher nochmal selbst zu eruieren. Das Cafe sieht so einladend aus und hat verlockende Kuchenstücke im Angebot, dass wir uns erst einmal eine Kaffee-Pause genehmigen. Wir werden nicht enttäuscht. Sowohl Kuchen wie auch Cappuccino schmecken vorzüglich und man sitzt sehr gemütlich dort.

Strassenmarkt Nukualofa


Nukualofa-Impressionen

Irgendwann müssen wir uns dann aber doch losreißen, um die Einkäufe zu erledigen. Der Markt ist ganz in der Nähe und bietet eine gute und reichhaltige Auswahl an frischem Gemüse und Obst. Gleich gegenüber befindet sich auch ein größerer, gut ausgestatteter Supermarkt. Lediglich ungesalzene Butter ist Mangelware bzw. gar nicht erhältlich.

Mit unseren Einkäufen beladen laufen wir zurück zum Hafen und befördern unsere Fracht sowie uns selbst im Dinghy zurück zur VAVA-U. Martin macht sich sodann an die Arbeit, um die Waschmaschine zu reparieren, da mit Nick auch das letzte fehlende Ersatzteil eingetroffen ist.

WA-MA-Reparatur

Zum Abendessen wollen wir heute hinüber auf die Insel Pangaimotu, vor der wir ankern. Uns wurde das Essen dort sehr empfohlen. Es gibt zwar nur vier verschiedene Gerichte und wir entscheiden uns geschlossen für den gegrillten Yellow Tuna mit Pommes und Salat, welcher wirklich köstlich schmeckt! Für den treu blickenden Hund der Restaurantbesitzer bleibt leider kein Krümelchen übrig.

Auch die Atmosphäre stimmt und bei Sonnenuntergangsstimmung kommen wir mit den anderen Gästen am Nebentisch ins Gespräch. Einem Belgier, der in Atlanta lebt, dessen Frau Tonganerin ist und die mit ihren zwei Kindern jedes Jahr zwei Monate hier in ihrem Haus verbringen. Zum Ausklang des Abends gibt es zurück auf der VAVA-U noch ein Backgammon-Duell zwischen Martin und Nick.

Juli

18

Törn Zusammenfassung

Samoa-Tonga_Juli 2019

Angelaufene Häfen/Buchten:

POLYNESIEN

Samoa-West:
Upolu-Apia, Savaii-Matautu Bay

Königreich TONGA:
Niuatoputapu
Vava’u Groupe
Ha’apai Groupe
Nukualofa-Tongapatu

 

Gesegelte Strecke:  660 sm, davon unter Segeln: 590 und 70 unter Maschine
Max. Boot-Speed 11,5 Kn
Max Wind 35 Kn aus ESE zwischen Vava’u und Ha‘apai

Bemerkungen:

Wetter:
Temperaturen um die 25 Grad, tags und nachts
Wasser um die 24 Grad
Tags und meist aber Nachts heftige, aber kurze Regenschauer, sehr hohe Luftfeuchtigkeit

Juli

18

Gästebuch 09-2019

 

Via Hand gegen Koje von Spüli

Traumhaft
  • Törn im Juli 2019, Seegebiet/Strecke: Samoa, Apia bis Tonga, Nuku’alofa

Ich bin vorher noch nie richtig gesegelt, vom Seegang her, aber dieser Törn trotz nicht immer perfektem Wetter war traumhaft oder gerade deswegen. Am Ende sahen wir jede Insel bei schönem Wetter, die Crew war perfekt zusammen gewürfelt und ergänzte sich optimal, obwohl unser Skipper eigentlich niemanden benötigt, keinen Koch, Handwerker oder Reiseleiter. Fast schon zu perfekt gestaltete er unsere drei Wochen, so daß ich definitiv wieder komme – hoffentlich lesen das nicht zu viele !!!
Gegen Seekrankheit gibt es Pillen, hatte danach erst richtig Spaß! Regenkleidung und schnell trocknende Sachen sollte man einpacken, für alles andere ist die VAVA’U perfekt ausgestattet. Vielen Dank für das krönende Highlight meiner längeren Reise.

Juli

17

Jutta

Da es gestern beim Ankern schon dunkel war, konnten wir nur erahnen, welch schönen Liegeplatz wir uns ausgesucht haben. Das Morgenpanorama zeigt dann, dass wir eine sehr gute Wahl getroffen haben. Wir sind begeistert! Das Meer zeigt sich heute spiegelglatt, glitzert in der Morgensonne und es liegt eine unendliche Stille über der Szenerie.

Nukualofa Pangaimotu

In unmittelbarer Nähe zu unserem Ankerplatz können wir die vom Rost durchlöcherte Bugspitze eines versunkenen Wracks sehen, welches offensichtlich als Werbetafel für die auf Pangaimotu befindliche Strandbar dient. „Big Mama Yachtclub 2019“ steht drauf. In der Ferne machen wir weitere fünf Schiffswracks aus und beschließen, uns diese nach dem Frühstück näher anzusehen. Mit dem Dinghy drehen wir die Runde. Auf fast allen der mehr oder weniger verrotteten Schiffsüberresten haben sich Krebse angesiedelt, die eifrig dort herumtummeln. In einem der Wracks hat sich der mit Meerwasser vollgelaufene Schiffsbauch zu einem schwimmenden Aquarium verwandelt, in dem bunte Fische schwimmen. Das Ganze wirkt etwas surreal aber wir finden, es hat was.

Wir steuern die „Big Mama“ Strandbar an, die bei genauer Betrachtung eher einer Bretterbude gleicht, die aber durchaus Charm ausströmt. Wir sind die einzigen Gäste und das Personal wirkt noch etwas verschlafen. Wenig später trifft dann ein Ausflugsboot am Steg ein und spukt eine Handvoll Besucher aus. Plötzlich ist Leben auf der Terrasse mit den bunten Lounge-Stühlen. Noch ein kurzer Strandspaziergang und wir kehren auf die VAVA-U zurück. Dort wartet der restliche Apfelkuchen darauf, verspeist zu werden.

VAVA-U Crew

Martin und Hannah machen sich nach kurzer Pause per Dinghy auf den Weg hinüber nach Nuku’alofa, um Formalitäten zu erledigen und etwas Obst einzukaufen. Spüli beschließt, mit dem Kanu eine kleine Paddeltour hinüber zur „Big Mama“-Bar zu unternehmen, um das Fischgericht dort zu kosten und noch ein Schwätzchen mit den anderen Gästen zu halten. Als er von seinem Ausflug zurückkommt, versuche ich das mit dem Paddeln auch noch und stelle fest: das macht richtig Spaß! Spüli versucht sich im Standup Paddeln.

So vergeht auch der Nachmittag wie im Fluge und schon senkt sich die Sonne und ein grandioser Sonnenuntergang kündigt sich an.

Zum Törnende haben wir uns nochmals Kaiserschmarrn gewünscht. Leider vergisst Martin aber im Eifer des Gefechtes, die Eier zu trennen und so werden es Eierkuchen. Die schmecken aber – zusammen mit dem Rhabarber-Apfelmus – mindestens genauso gut! Ein letztes Mal fordert Hannah Martin zum Backgammon Duell heraus. Es geht unentschieden aus. Zumindest ziemlich.

Juli

16

Jutta

Nach dem Frühstück lichten wir den Anker. Zuvor bäckt Martin aber noch schnell einen Apfelkuchen für später.

Wir haben heute die Insel Kelefisia zum Ziel, die 15 Seemeilen entfernt ist. Leider macht uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung und auch die Windverhältnisse meinen es nicht gut mit uns. Bereits kurz nachdem wir gestartet sind, fängt es auch noch zu nieseln an. Ich habe bis 14 Uhr Wache an Deck und kann beobachten, wie das Grau des Himmels immer dichter wird, der Niederschlag zunimmt und sich die Sicht extrem verschlechtert. Wir starten mit etwas Wind und der Genua. Später kommt auch das Groß zum Einsatz. Allerdings nicht dauerhaft, da der Wind heute ordentlich seine Spielchen mit uns treibt und schließlich total einschläft. Also hilft es nichts und wir müssen doch den Motor anwerfen. Kelefisia lassen wir links liegen und starten durch zur Hauptinsel Nuku’alofa.

Wenigstens haben sich die schlechte Sicht und die grauen Wolken am frühen Nachmittag schon verflüchtigt und der Himmel wird immer blauer. So schaukeln wir bei angenehmen Temperaturen gemütlich dahin. Später wärmt Martin die Reste vom Vortag auf und zaubert noch einen leckeren Krautsalat und ein paar kleine Häppchen. Wie immer schmeckt das Essen köstlich!

Richtig schön wird es dann noch, als die Sonne untergeht und sich direkt gegenüber der Mond hoch arbeitet. Es ist Vollmond heute und die große runde Kugel zeichnet sich scharf vom dunklen Firmament ab und wirft ihren leuchtenden Schein auf die Wasseroberfläche. Überzieht sie mit goldenem Glanz. Mit Martins Manövrierkünsten schlängeln wir uns durch die für mich verwirrenden Lichter überall und ankern schließlich neben zwei Schiffen vor einer kleinen Vorinsel Pangaimotu von Nuku’alofa.