Heute Morgen konnten wir es ganz entspannt angehen. Nach unserem zehnstündigen Schlag vom Vortag waren doch noch einige von uns ein bisschen „malad“. Ausschlafen, gemütlich frühstücken und einfach mal keinen Zeitdruck , auch das gehört im Urlaub dazu.

Vier aus der Crew ,Jürgen, Doreen, Sabine und Katja – wollten gleich früh mit dem Taxi zum Felsenkloster hinauffahren. Nach einem gemütlichen Frühstück packten sie ihre Sachen und machten sich auf den Weg zum Taxistand.
Dabei war eine wichtige Erkenntnis vom letzten Besuch noch bestens im Gedächtnis: Frauen keine Hosen und Männer keine Röcke.

Christian und ich machten inzwischen erst einmal klar Schiff. Danach ging ich mit Martin los, um Amorgos zu erkunden.
Das ist wirklich ein kleines, verschlafenes Inselchen mit dem Kloster als Highlight. Weiße Häuser mit hübschen blauen Türen und Fensterläden, dazwischen Bougainvilleas, die wieder überall in voller Blüte standen. Uns lockte schließlich eine kleine Kapelle direkt am Wasser am Ende des Dorfes.
Dort standen noch ein paar Häuser, fast alle mit Zimmervermietung. Da fragt man sich allerdings, wie es hier wohl in der Hochsaison aussieht. Denn jetzt wirkte alles eher so, als hätte die Insel bereits den Winterschlaf beantragt.
Auf dem Rückweg begegneten wir dann auch schon wieder unseren Klosterbesuchern. Die Taxifahrerin hatte offenbar nicht vor, stundenlang auf die Crew zu warten. Also ging es nach der Besichtigung mit dem Taxi wieder den Berg hinunter , den wir beim letzten Mal tapfer zu Fuß bewältigt hatten.
Das Felsenkloster selbst hatte aber alle beeindruckt.
Während Doreen und Jürgen noch einmal loszogen, um das Dorf anzuschauen, ließ Matze erst einmal Wasser über das Deck laufen und befreite es vom Straßenschmutz.
Ich kümmerte mich derweil um die Kaffeerunde und zauberte ein paar Apfelküchle. Aus dem restlichen Teig wurden noch Pfannkuchen oder Eierkuchen, wie unsere Gäste sagen, gemacht.
Um halb zwölf hieß es dann wie fast jeden Tag: Leinen los und Anker auf.
Alle packten mit an und mittlerweile klappt das Zusammenspiel wirklich wie am Schnürchen. Zuerst hatten wir richtig guten Wind mit etwa 10 bis 15 Knoten. Das komplette Großsegel wurde gesetzt, die Genua ausgerollt und schon ging es unter Segeln mit rund sieben Knoten dahin.Das macht Spaß.






Natürlich hatte der Wind irgendwann wieder andere Pläne und verabschiedete sich. Also dümpelten wir zunächst gemütlich vor uns hin, bevor Martin schließlich die Motoren startete.
Aber die Sonne meinte es gut mit uns. Sie war angenehm warm und so machten es sich Doreen, Sabine und Jürgen sogar vorne im Trampolin bequem. Eigentlich war die ganze Crew draußen an Deck , jeder genoss einfach diesen herrlich entspannten Segeltag.

Kurz vor halb fünf erreichten wir Iraklia.
Ein großes„Welcome“-Schild am Hafen hieß uns schon mal willkommen.






Das Anlegemanöver dauerte keine zehn Minuten und schon lagen wir fest. Nach Kaffee und einer kleinen Brotzeit gingen Sabine, Doreen und Jürgen noch schwimmen, während Christian sich wieder sein SUP schnappte.



Martin und ich machten uns auf, das kleine Dorf zu erkunden.
Ganz ruhig und fast ein bisschen verschlafen liegt es am Hang. Den Hauptweg ging es hinauf, vorbei an weißen Häusern, blauen Türen und natürlich wieder jeder Menge Bougainvillea. Vieles war bereits winterfest gemacht. Nur zwei Tavernen und eine Bar hatten noch geöffnet – und auch dort war die Speisekarte schon etwas kleiner geworden. In den nächsten Tagen sollte auch hier die Saison endgültig zu Ende gehen.
Mitten im Dorf stand eine wunderschöne Kirche mit einer großen blauen Kuppel.
Wer braucht schon Mykonos.




Martin reservierte in einer der Tavernen einen Tisch und wir machten uns wieder auf den Weg zum Boot.
Dort wartete die Crew bereits auf uns., sie hatten alle Hunger. Wir berichteten von unserer Entdeckung und dann liefen wir alle los Richtung Taverne.


Der Wirt begrüßte uns freundlich und erklärte, was er an diesem Abend noch anbieten konnte. Er war ganz allein und machte tatsächlich alles selbst. Nach und nach kamen die verschiedenen Gerichte auf den Tisch – reichlich, lecker und genau das Richtige nach so einem Tag.
Am Ende waren alle satt und zufrieden.





Zurück auf dem Boot wurde es dann noch einmal richtig lustig. Heute spielten wir alle gemeinsam unser Hornochsenspiel. Es wurde gelacht, gezockt und natürlich ordentlich kommentiert.
Leider ging das Hornochsen-Krönchen dieses Mal an Doreen.
Aber keine Sorge, Doreen – eine Revanche gibt es bestimmt noch!
Und so ging wieder ein wunderschöner, sonniger Tag zu Ende.
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