Endlich hat der Autobahnlärm ein Ende. Gegen Mittag legten wir ab Richtung Sarreguemines. Martin drehte die Vlinder und los ging es. Bye bye Saarbrücken. Die Stadt ist ja echt schnuckelig und der Liegeplatz wäre perfekt, wenn die Autobahn nicht daneben laufen würde. Wir fuhren vorbei an den kleinen Partybötchen, die noch ruhig im Wasser lagen und auf Besucher warten.


Dann ging es zur 4560 , das ist die so genannte Graffiti Hall of Fame in Saarbrücken. Da hab ich beim letzten Mal schon darüber geschrieben . An dieser Graffitiwand erlaubt die Stadt, Graffiti zu sprayen, und will auf diese Weise die Kreativität der Jugendkultur fördern. Die Wand erstreckt sich über 450 Meter und besitzt 1800 Quadratmeter Fläche.



Nach einer Stunde kam die erste Schleuse. Nach den riesigen Schleusen auf der Mosel und auf der Saar war die kleine Schleuse mit der üblichen Kammergröße 38×5 m für Kanäle eine Wohltat . Das war die letzte deutsche Schleuse, bei der nächsten sind wir zurück in Frankreich. Deswegen muss auch der Flaggenwechsel wieder vollzogen werden. Nach der zweiten Schleuse kamen wir an einem Kanuverleih vorbei. Da waren einige unterwegs und nachdem Martin hupte, reihten sich alle am Ufer auf und machten uns Platz. Kaum waren wir vorbei, verteilten sie sich wieder und paddelten hinter uns her.





4 Schleusen hatten wir insgesamt bis Sarreguemines. Ab Frankreich haben wir wieder eine Fernbedienung bekommen um die Schleusen per Funk zu aktivieren. Das funktioniert hier super.


Dann gin es noch vorbei am alten Schiffs-Schrottplatz, wo diverse alte Peniche auf ihr Ende warten.


Ankunft im Hafen war kurz nach halb vier. Unser Platz, den wir gestern reserviert hatten, war durch die Amarok belegt. Den haben wir schön öfter getroffen und er hat eigentlich weiter oben einen Jahresliegeplatz. Warum er hier immer Plätze blockiert, muss man nicht verstehen. Egal, weiter vorne war auch noch Platz und Martin hat Millimeter genau eingeparkt. Da war kein ganzer Meter mehr Platz, das kann er halt. In der Capitanerie erledigte er gleich die Bezahlung der Liegegebühr und dann kauften wir noch schnell ein paar Sachen für den Feiertag morgen ein.




Zurück auf der Vlinder forderte Martin eine Revanche ein für die verlorenen Backgammon Spiele von gestern. Auf Deck war es einigermaßen erträglich, hat aber nichts genützt. Wir spielten 2:2 unentschieden. Ich hatte ja einen guten Lehrmeister. Ich genoss noch die schöne abendliche Stimmung an Deck und hab mein Buch weitergelesen, während Martin unten im Salon eine Hausbootreportage über die Lahn angeschaut hat.
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