Heute stand ich zum ersten Mal vor einem Baguette-Automaten. Weit und breit war kein Bäcker zu finden, also probierte ich das einfach mal aus. 1,20 € eingeworfen und tatsächlich kam sofort ein frisches, knuspriges Baguette heraus. Super unkompliziert und irgendwie typisch Frankreich beziehungsweise Luxemburg
Der letzte Tag im Juli begann dann mit einem gemütlichen Frühstück zu viert an Deck in der Schengen Marina. Martin füllte noch unseren Wassertank auf, bevor wir ebenfalls ablegten und Kurs auf Ehnen nahmen.
Kurz darauf funkte Martin die Schleuse Palzem an. Dort bekamen wir die Auskunft, dass sich noch ein Sportboot in der Schleuse befinde – es war die Diogene. Ihr Kapitän musste deshalb noch einen Moment auf uns warten. Der Schleusenvorgang selbst ging recht schnell, denn heute überwanden wir nur vier Meter Höhenunterschied bergab.

Nach der Schleuse übernahm Norwin ganz souverän das Steuer. Das kannte er schließlich schon von unserer gemeinsamen Tour im vergangenen Jahr. Martina machte es sich derweil gemütlich auf dem Sonnendeck und genoss den herrlichen Blick auf die steilen Weinberge, die sich rechts und links der Mosel entlangzogen.




Auf dem Wasser hatten einige Leute Wasserski Unterricht.
Unsere heutige Etappe war mit rund 18 Kilometern angenehm kurz. Gegen 13:30 Uhr legten wir am langen Anleger in Ehnen an. Die Diogene lag auch schon da. Der Skipper ist ganz alleine unterwegs, hat er mir erzählt.




Martin und Norwin schnappten sich sofort die Fahrräder und fuhren zurück nach Schwebsange, um die Autos zu holen – schließlich wollten sie pünktlich um drei Uhr wieder zum Nachmittagskaffee zurück sein.



Martina suchte in der Zwischenzeit nach Weingütern und telefonierte wegen einer Weinprobe. Leider waren wir für spontane Besuche etwas zu spät dran, sodass es heute nicht mehr klappte. Ich machte mich stattdessen zu Fuß auf den Weg ins Nachbardorf Wormeldange. Dort entdeckte ich einen kleinen Laden, in dem ich noch Tomaten und Paprika für mein Ratatouille kaufte. Außerdem gab es dort frische Brötchen . Ein guter Grund, morgen früh noch einmal den kleinen Spaziergang dorthin zu machen.
Am späten Nachmittag erkundeten wir gemeinsam Ehnen. Das kleine Winzerdorf gehört zu den schönsten und am besten erhaltenen Orten Luxemburgs. Besonders beeindruckt hat uns die außergewöhnliche Rundkirche aus dem Jahr 1826 mit ihrem deutlich älteren mittelalterlichen Wehrturm. Die schmalen Gassen, die liebevoll restaurierten Winzerhäuser, die Torbögen und versteckten Innenhöfe verleihen dem Ort einen ganz besonderen Charme. Beim Spaziergang fühlt man sich tatsächlich ein wenig ins Mittelalter zurückversetzt. Viele der Häuser stammen aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Was diese alten Mauern wohl alles erzählen könnten? Und von oben hat man einen tollen Blick auf die Mosel.

















Im ehemaligen Wäinhaus befindet sich das Weinmuseum, das die Geschichte des Weinbaus an der Mosel erzählt. Derzeit wird das Gebäude umfassend modernisiert und soll künftig als Erlebniszentrum rund um den Wein und die Mosellandschaft Besucher begeistern.




Nach dem Abendessen wurde es noch einmal richtig unterhaltsam. Gemeinsam spielten wir eine lustige Runde Wizard und anschließend noch Hitster , natürlich in der „Guilty Pleasure“-Version. Es wurde viel gelacht und geraten. So ging wieder ein schöner Tag zu Ende.


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