Juni

17

Heute Morgen gab es endlich wieder frische Croissants aus der tollen Boulangerie in Lutzelburg. Die Männer blieben allerdings ihrer herzhaften Frühstücksvariante mit Spiegeleiern und Schinken treu. Nach einem gemütlichen Frühstück an Deck mit Blick auf die Lutzelburg legten wir kurz nach 10 Uhr ab.


Vorher haben Manuela und ich noch einen Käsekuchen mit Kirschen gebacken. Sie hatte sich diesen Kuchen für heute gewünscht, und dann haben wir ihn gemeinsam zubereitet.
Auf dieser Etappe übernahm Johannes wieder das Steuer. Vor uns lagen auf dem Weg nach Saverne neun Schleusen. Außerdem verabschiedeten wir uns von Lothringen und erreichten das Elsass. Irgendwie wirken die Ortschaften hier gleich noch ein bisschen gemütlicher , allein schon wegen der vielen urigen Fachwerkhäuser.


Es war eine schöne entspannte Fahrt durch eine herrlich grüne Landschaft mit viel Wald. An den Schleusen bergab mussten wir heute kaum warten. Ein besonderes Highlight war die große Schleuse mit ihren fünf Metern Höhenunterschied hinunter zur Marina von Saverne. Hier hatten wir wieder viele Zuschauer, denn durch das schöne Wetter waren viele Leute unterwegs.
In der Marina wurden wir bereits erwartet und bekamen direkt unseren Liegeplatz zugewiesen. Anders als beim letzten Mal lagen wir heute nicht im Seitenkanal, sondern durften ganz am Ende der Marina festmachen.
Kaum waren wir fertig, stand Peter Herden vor uns , der ehemalige Besitzer von Martins Hausboot. Das war eine Überraschung. Er liegt mit seinem neuen, kleineren Boot im Seitenkanal. Nach einem kurzen Plausch ging er wieder zurück auf sein Boot. Bei uns lief inzwischen die Kaffeemaschine, und unser Käsekuchen mit Kirschen stand schon auf dem Tisch an Deck. Langsam haben wir den Dreh mit dem neuen Ofen raus , der Kuchen war perfekt gelungen.


Anschließend machten sich Manuela, Johannes, Brigitte und Peter auf den Weg, um Saverne zu erkunden und vielleicht noch das eine oder andere Souvenir zu ergattern. Ich blieb an Bord und las entspannt an Deck. Später kamen Ellen und Peter Herden noch kurz vorbei – wir werden uns in den nächsten zwei Tagen sicher noch öfter über den Weg laufen.


Währenddessen kam auch schon eine WhatsApp-Nachricht mit dem Treffpunkt für das Abendessen: Die anderen hatten eine Pizzeria in der Altstadt ausgesucht.
Die Gerichte waren ok und reichlich.


Zurück auf dem Boot spielten wir an Deck eine letzte Runde Wizard, bevor es in den Salon zur nächsten Fussballpartie England gegen Kroatien ging. Manuela und ich saßen oben und lasen in unseren Büchern. Den Kommentaren zufolge, die aus dem Salon nach oben drangen, muss die Partie äußerst spannend gewesen sein.