Heute Morgen starteten wir ganz entspannt mit einem ausgiebigen Frühstück in den Tag. Gut gestärkt machten sich Manuela und ich anschließend auf den Weg, um die Autos nach Lagarde vorzufahren. Für die kurze Strecke benötigten wir mit dem Auto gerade einmal knapp 15 Minuten.






In Lagarde angekommen, schauten wir uns zunächst den Hafen an und prüften, ob dort genügend Platz für die Vlinder sein würde. Das große Flusskreuzfahrtschiff Madeleine lag bereits im Hafen und die kleineren Mietboote hatten sich in Reih und Glied verteilt. Sicherheitshalber fragte ich in der Capitainerie nach, ob wir am Nachmittag hinter der Madeleine festmachen könnten. Die freundliche Dame meinte: Klar, kein Problem.“
Damit war alles geklärt und wir machten uns mit den Fahrrädern auf den Rückweg nach Parroy zum Boot. Kaum angekommen, hieß es auch schon wieder, Leinen los!



Während wir Kurs auf Lagarde nahmen, wurde in der Bordküche fleißig gearbeitet. Manuela setzte einen Hefeteig für Buchteln an. Nach der Gehzeit wurde der Teig fachgerecht in gleich große Stücke geteilt und Brigitte half beim Füllen. Ein Teil bekam Aprikosenmarmelade, der andere Zwetschgenmarmelade – das sah schon beim Zubereiten total lecker aus.





Auf unserer Strecke lagen drei Schleusen bergauf. Mittlerweile klappt das Schleusen bei uns wirklich super .Die Landschaft wird wieder immer ländlicher, grüner und ruhiger.






Schließlich erreichten wir Lagarde. Und dann das: Irgendein Möchtegern-Kapitän hatte tatsächlich unseren reservierten Liegeplatz belegt! Martin machte sich mit der Hupe bemerkbar, doch die Verantwortlichen waren leider nicht an Bord . Dabei hätten sie im vorderen Bereich des Hafens problemlos Platz gehabt.
Kurzerhand entschied Martin, am kurzen Schwimmsteg festzumachen. Das war eine etwas wackelige Angelegenheit. Doch ganz ruhig und professionell dirigierte er das Anlegemanöver, und gemeinsam schafften wir es, die Vlinder sicher festzumachen. Zwar ragte das Boot vorne und hinten jeweils mehrere Meter über den Steg hinaus, aber irgendwie passte es doch.
Inzwischen hatte sich an Bord ein herrlicher Duft verbreitet. Die frisch gebackenen Buchteln waren fertig. Schnell wurde die Kaffeemaschine eingeschaltet. Da auch das Wetter perfekt mitspielte, konnten wir Kaffee und Buchteln gemütlich an Deck genießen.
Nebenbei kümmerte ich mich noch um die Garnelen und puhlte sie fertig, damit wir sie einfrieren konnten und später keinen Stress mit dem Verderb hatten.
Währenddessen gingen Brigitte und Johannes zum Hafenrestaurant und reservierten einen Tisch für das Abendessen. Anschließend nutzten unsere Gäste die Gelegenheit für einen kleinen Spaziergang durch das Dorf.








Nach einer entspannten Pause an Bord machten wir uns schließlich auf den Weg ins Restaurant. Die Bedienung war ausgesprochen aufmerksam und brachte uns sofort eine deutsche Speisekarte. Schnell waren die Bestellungen aufgegeben.
Das Essen war für alle hervorragend. Besonders Martin und Manuela staunten nicht schlecht, als ihnen ein riesiges Cordon Bleu serviert wurde. Aber auch die anderen Gerichte sahen ausgezeichnet aus und schmeckten ebenso gut.






Nach dem Essen zog es die Männer recht zügig zurück aufs Boot vor den Fernseher, denn das Eröffnungsspiel der Fußball-Weltmeisterschaft stand auf dem Programm. Wir Mädels ließen den Abend dagegen ganz gemütlich oben im Steuerstand ausklingen und genossen die ruhige Stimmung im Hafen von Lagarde.

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