Dez.

20

Bridgetown – Barbados, 16-18.12.09

Das Ein- und Ausklarieren war problemlos. Wir trafen überall auf nette und höfliche, fast mehr als zuvorkommende Leute, denen man es ansieht, dass sie Spaß am Leben haben.

Ständig hört man: „wellcome“, „have a nice day“, „sorry we are closed“ „how are you“, „have a nice christmas“, „take care of you“ and so on. Die Liste kann man beliebig fortsetzen und das auch von Beamten!

In der Stadt wird man zwar viel angequatscht aber immer sehr freundlich und wenn man nein sagt, ist alles gut und nichts lästig. Die Leute sind chic und lebenslustig – Gewusel in den Gassen, überall Musik und lassy fair.

Wahrscheinlich liegt es das Klima, dass alle so gut und locker drauf sind. Tagsüber um die 30 Grad und das Wasser bei 29 Grad lassen einen aber auch relaxen. Und wenn man abtaucht, dann schwimmen immer bunte Fische um einen herum und es wimmelt fast von Schildkröten, die unter Wasser ihre Bahnen ziehen und ab und zu zum Luft holen recht entspannt zwischen all den Ankerliegern mal an die Wasseroberfläche kommen.

Bucht

Bucht

Die tollen weißen und sauberen Strände laden zum Baden und Schnorcheln ein. Auch sonst ist es in der Stadt und in den Gassen sauber, auch wenn der Unterschied zwischen Arm und Reich erkennbar ist.

Bridgetown1

Bridgetown1

Ankunft in Bridgetown – Barbados

Am 16.12.09 um 17:30 UTC / 13:30 Ortszeit

Nach 2821 sm und genau 18 Tagen und 5 Stunden machen wir an der Zollpier fest.

Atlantik-Track.jpg

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Zollpier.JPG

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Schnell und freundlich werden die Formalitäten erledigt und dann können wir in die Carlisle Bay verholen und lassen den Anker auf 7m Sandgrund fallen.

CarlisleBay.JPG

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Und dann erst mal ein Bad nehmen – im warmen karibischen türkisenem Meer umgeben von bunten Fischen und mehreren Schildkröten.

Schildkröte.JPG

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Natürlich darf das erste Bier nicht fehlen.

Bier.JPG

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Tag 18,  16.12.09

Position 12:00 UTC: 12°59.981’N, 059°23.532’W
Etmal: 114 sm
bisher gesegelt: 2800  sm – noch ca. 15 sm
Wind: ENE 12  Kn
Schnellste  Fahrt: 6,9 Kn
Sonstiges: der Wind „Ärgert“ uns und will uns nicht ankommen lassen.

Immer wieder Winddrehungen – aus 45°bis über 120°  – wir ändern dauernd die Segelstellung. Groß rauf und wieder runter, Passatsegel und wieder nur eine Fock. Für eine letzte ruhige Nacht setzten wir nun nur noch die große Fock und am Babystag die Sturmfock und laufen raumen Wind die letzten 80 Meilen.

Gegen 02:00 sichten wir den Lichterschein von Barbados hinter der Kimm. Wenn es hell wird sollten wir es sehen können. Trotz Freiwache wollen alle an Deck sein.

„Landfein“ machen ist angesagt:

Landfein.JPG

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Tag 17,  15.12.09

Position 12:00 UTC: 12°57.703’N, 057°32.817’W
Etmal: 114 sm
bisher gesegelt: 2686  sm – noch ca. 114 sm
Wind: E 9 Kn
Schnellste  Fahrt: 6,0 Kn
Sonstiges: geplante Ankunft in Bridgetown – Barbados (war) um 01:00 am 15.12.09 UTC, auf Grund des nur leichten Windes wird sich diese um ca. 12 Stunden nach hinten verschieben ;-((

Plotter-2.JPG

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aber trotzdem setzen wir schon mal Flagge.

Barbados.JPG

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Tag 16,  14.12.09

Position 12:00 UTC: 13°12.500’N, 055°40.184’W
Etmal: 174 sm
bisher gesegelt: 2572  sm – noch ca. 228 sm
Wind: NE 23 Kn
Schnellste  Fahrt: 10,3 Kn
Sonstiges: Unser „Chefkoch“ macht drei verschiedene Gnocci mit Tomaten- und Gorgonzola-Soße

Gnocci.JPG

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Tag 15,  13.12.09

Position 12:00 UTC: 13°31.612’N, 052°51.761’W
Etmal: 164 sm
bisher gesegelt: 2398  sm – noch ca. 402 sm
Wind: NE 30 Kn
Schnellste  Fahrt:  13,5 Kn
Sonstiges: Regenguss mit Windböen am Morgen

Wassermacher: Täglich erzeugt unser Wassermacher 300 Liter Frischwasser aus dem Meer – nach dem Test wird es für die Tanks „freigegeben“

Suesswasser.JPG

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Tag 14,  12.12.09

Position 12:00 UTC: 14°10.569’N, 050°08.580’W
Etmal: 164 sm
bisher gesegelt: 2234  sm – noch ca. 566 sm
Wind: ENE 23 Kn
Schnellste  Fahrt: 9,0 Kn
Sonstiges: Gute Stimmung an Bord, voraussichtliches ETA 16.12.09 gegen 12:00 UTC

Gute Stimmung.JPG

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Alle Focksegel gesetzt als Passatsegel.

Passatsegel.jpg

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Blister beim Bergen gerissen (Windbö 30Kn und Drehung von 20 °)

Rein Schiff nach Sonnenaufgang um 09:19 UTC / 06:19 MOZ

Unser  Sonnensegel „gebastelt“ aus einem alten Lacken.

Sonnensegel.JPG

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Tag 13,  11.12.09

Position 12:00 UTC: 14°45.713’N, 047°26.416’W
Etmal: 194 sm
bisher gesegelt: 2070  sm – noch ca. 730 sm
Wind: ENE 25 Kn
Schnellste Fahrt: 14,7 Kn
Sonstiges: kurz nach Sonnenaufgang Begegnung mit einem Frachter

Frachter.JPG

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18:46 UTC: 45ster Längengrad (minus 3 Stunden zu UTC) „überfahren“

Die letzten 100 Stunden 703 sm zurückgelegt – 7,03 Kn im Schnitt

Nachts vereinzelt Regenwolken mit bis zu 25Kn Wind

Regenwolke.JPG

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„blu:kat“ im surf mit bis zu 13,5 Kn

Tag 12,  10.12.09

Position 12:00 UTC: 15°03.646’N, 044°09.286’W
Etmal: 176 sm
bisher gesegelt: 1876  sm – noch ca. 924 sm
Wind: NE 25 Kn
Schnellste Fahrt: 13,5 Kn

Regenbögen unter den vereinzeln verteilten Wolken mit kleinen „Regen-Schauern“

Wolken1.JPG

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Wolken2.JPG

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Sextantablesung 54° zur Mittagsbreite kurz vor Sonnenwende am 21.12.09 ;
In Deutschland wären das nur rund 19° und damit ziemlich kalt.

Tag 11,  09.12.09

Position 12:00 UTC: 15°42.199’N, 041°13.516’W
Etmal: 156 sm
bisher gesegelt: 1700  sm – noch ca. 1100sm
Wind: NE 20,1 Kn
Schnellste Fahrt: 10,5 Kn

Angel repariert, „wieder“ Blistern, Sonnenbaden, Lesen, Bilder sortieren, Brot backen – Lange Weile kommt  da nicht auf.

Angeln.JPG

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Abendessen mit Kerzen – 2. Advent, bei 27° Wassertemperatur und 30 Grad an der Luft.

Tag 10,  08.12.09

Position 12:00 UTC: 15°55.730’N, 038°34.980’W
Etmal: 161 sm
bisher gesegelt: 1544  sm – noch ca. 1256 sm
Wind: NE 21 Kn
Schnellste Fahrt: 12 Kn

„Galadinner“: Aperitif, Suppe, Sahne-Geschnetzeltes mit Lauch und Reis, Kaiserschmarren

Galadinner.jpg

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„Poolparty“

Poolparty.jpg

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Blister bei 20Kn geborgen, mit Groß und Fock auch auf RaumWindKurs 10Kn,
Es fällt ja doch mal was um (!) … die fast leere Rumflasche ist runter gefallen – zum Glück war es nur ein kleiner Rest – aber es reicht noch fürs Dessert.

Tag 9,  07.12.09

Position 12:00 UTC: 16°44.817’N, 036°05.517’W
Etmal: 179 sm
bisher gesegelt: 1383  sm – noch ca. 1417 sm
Wind: NE 20 Kn
Schnellste Fahrt: 12, 2 Kn
Sonstiges: HALBZEIT nach Strecke!

Unser Autopilot mit der Windsteuerung macht wirklich gute Arbeit, auch beim Surf und seitlichen wellen gleicht er alles super aus und hält den Kurs zum Wind

Als Nachtprogramm gibt’s heute mal Kino: „The Beach“

Tag 8,  06.12.09

Position 12:00 UTC: 17°26.126’N, 033°05.840’W
Etmal: 176 sm
bisher gesegelt: 1204 sm – noch ca. 1596 sm
Wind: NE 18 Kn
Schnellste Fahrt: 12, 8 Kn
Sonstiges: heuet ist Nikolaus – aber unser Badelatschen sind wohl alle zu klein für ein paar Süßigkeiten

Blister  bei Sonnenuntergang geschiftet

BlisterSonnenuntergang.JPG

BlisterSonnenuntergang.JPG

Tag 7,  05.12.09

Position 12:00 UTC: 18°15.914’N, 030°10.311’W
Etmal: 177 sm
bisher gesegelt: 1028 sm – noch ca. 1772 sm
Wind: NE 15 Kn
Schnellste Fahrt: 12,2 Kn
Sonstiges: Deck schrubben – muss auch mal sein. Bei den Temperaturen und mit der Salzwasserdruckanlage aber doch (fast) ein Vergnügen.

Deck schrubben.JPG

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Abendkino im Cockpit unter Vollmond: 2. Teil Fluch der Karibik – sozusagen mit „original Kulisse“

Unser tägliches Frühstück mit Ei und Tischdecke

Fruehstueck.JPG

Fruehstueck.JPG

In der Nacht haben wir den 30. Längengrad W überfahren.

Tag 6,  04.12.09

Position 12:00 UTC: 19°54.757’N, 027°45.129’W
Etmal: 164 sm
bisher gesegelt: 851 sm – noch ca. 1949 sm
Wind: ENE 14 Kn
Schnellste Fahrt:  9,5 Kn
Sonstiges: schon seit Beginn an Blister

Blister von oben.JPG

Blister von oben.JPG

Immer wieder pech beim Angeln – die Köderfische werden einfach abgerissen, und wir haben ke3in Stahlvorfach – aber es kommt auf die Einkaufsliste für die Karibik.
Dafür sammeln wir jeden morgen mehrere „Fliegende Fische“ an Deck auf. Die sind zum Essen wohl eher nicht zu gebrauchen und stinken sehr stark nach Fisch.

Fliegende Fische.JPG

Fliegende Fische.JPG

Tag 5,  03.12.09 – ca. 250 sm nördlich der Kapverden

Position 12:00 UTC: 21°23.996’N, 025°18.726’W
Etmal: 169 sm
bisher gesegelt: 687 sm – noch ca. 2113 sm
Wind: NE 15 Kn
Schnellste Fahrt:  10,1 Kn
Sonstiges: ab etwa 9-10 Knoten Fahrt fängt „blu:kat“ an zu „brummen“, hebt sich aus der Welle und kommt so langsam ins surfen.

Wir versuchen mal ein paar Videosequenzen zu drehen und stellen diese dann ins Netz.
(YOUTUBE !!! Wird nachgereicht as soon as possible ;-))

Tag 4,  02.12.09

Position 12:00 UTC: 22°35.043’N, 022°35.779’W
Etmal: 168 sm
bisher gesegelt: 518 sm – noch ca. 2282 sm
Wind: ENE 14 Kn
Schnellste Fahrt:   10,2 Kn
Sonstiges: ziemlich konstante Winde um ENE

Wieder eine klare Mondnacht – diesmal Vollmond. Im Meer spiegelt sich der Mond und es glietern die Sterne. Unser 156m² großer Blister, der uns nun schon seit  drei Tagen zieht wird vom aus geleuchtet wie auf einer Bühne. Mit bis zu 10 Knoten rauschen wir unter Autopilot dahin und genießen die „Stille“ des Meeres und des Windes.

Vollmondnacht.JPG

Vollmondnacht.JPG

Zum Wachwechsel 06:00 ist es noch dunkel auf 022°11.000’W

Plotter.JPG

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Bis kurz nach Sonnenuntergang versuchen wir unser Glück, dann wird die Angel über Nach eingeholt.

Nachtangeln.JPG

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Tag 3,  01.12.09 – ca. 200sm westlich von Western Sahara

Position 12:00 UTC: 23°47.302’N, 019°50.667’W
Etmal: 175sm
bisher gesegelt: 350 sm – noch ca. 2450 sm
Wind: NE 19 Kn
Schnellste Fahrt: 12,5 Kn
Sonstiges: klare Mondnacht

Wir probieren mal eine andere Variante aus. Blister und Fock zusammen. Die Düse bewirkt fast einen Knoten mehr, aber dafür „saugt“ sich der Blister manchmal an die Fock an und fällt ein. Für die Nacht werden wir das wieder ändern.

Passatsegel-anders.JPG

Passatsegel-anders.JPG

Wache auf „blu:kat“ heißt: relaxt im Cockpit liegen, sich die Sonne auf den Bauch scheinen lasen und ab und zu mal einen Rundumblick werfen und die Instrumente kontrollieren. Aber auf den Autopilot ist Verlass.

Relaxt-2.JPG

Relaxt-2.JPG

Tag 2,  30.11.09 – „kein Zurück mehr“

Position 12:00 UTC: 25°39.063’N, 017°25.236’W
Etmal: 81 sm
bisher gesegelt: 175 sm – noch ca. 2625 sm
Wind: 12:00 NE 15Kn
Schnellste Fahrt: 7,5 Kn
Sonstiges:

Am Vormittag ziehen ein paar Regenwolken durch, dafür hatten wir schon 2 „Bisse“ aber leider waren die Fische zu klein und wir hatten sie auch noch beim rausholen verloren.

Das sollten nicht die letzten gewesen sein. Am Abend hatten wir wieder vier Bisse, aber nie Fische dazu. Der Letzte hat uns dann noch den gesamten Köder abgerissen – uns blieb nur die leere Angelschnur.

neue Angel

neue Angel

Aber morgen versuchen wir es wieder weiter!

Relaxt-1.JPG

Relaxt-1.JPG

Dafür segeln wir jetzt bei fast Vollmond und sternenklarer Nacht in Richtung Süden unter Blister mit teilweise bis zu 10 Knoten. Es ist fast taghell, wenn nicht grade eine kleine Wolke den Mond verdeckt. Doch die ziehen schnell vorbei und geben den Blick wieder frei auf das glitzernde Meer.

Tag 1,  29.11.09 – Südlich  Las Palmas

Position 12:00 UTC: 26°57.020’N, 016°19.742’W
Etmal: 94 sm – noch ca. 2700 sm
Wind: NE 3-5Kn
Schnellste Fahrt: 5,5 Kn
Sonstiges: wenig Wind

Mit Sonnenaufgang haben wir Blister gesetzt, bei nur 5 Kn Wind aus NE machen wir 3 Knoten FdW.

Unsere neue Angel hängt auch bereits draußen, aber die Fahrt ist wohl zu langsam für die großen, schnellen Thuns (die wir fangen wollen).

Der erste Fisch beißt an: ein kleiner Kugelfisch (?) Für uns zu wenig, also lassen wir ihn wieder schwimmen.

Kugelfisch1_klein.jpg

Kugelfisch1_klein.jpg

Inzwischen hat auch der Wind etwas aufgefrischt und bringt uns nun unter Blister mit gut 4 Kn voran.

Zum Abendessen nach dem Sundowner gibt’s Blumenkohl, Kartoffeln und gebratene Hühnerbrust.

Backschaft.JPG

Backschaft.JPG

Die Wachen bei Vollmond und Sternenklarem Himmel machen richtig Spaß und gehen schnell vorbei.



Nov.

28

08:00
Frühstück nach einem super Sonnenaufgang der uns ins Cockpit scheint.

09:00
Einen Wassertank als Reserve voll machen (das andere Wasser können wir ja dann wieder selber machen). Diesel tanken und bei der Marina-Office abmelden.

10:00
Sicherheitseinweisung für die Crew: Lifebelts, Rettungsinsel, Seenotsignale, Funk, Pumpen und ….

11:00
Ein letzter Check und los geht’s! Leinen los und ablegen zunächst Kurs Süd an Gran Canaria vorbei und dann in Richtung Kapverden bevor wir dann Kurs West direkt auf die Karibik zu, einschlagen.

12:00
800 Liter Diesel getankt und los.

Tanke LasPalmas

Tanke LasPalmas

„Wir sind dann mal weg…“

Ablegen LasPalmas

Ablegen LasPalmas

Unser erstes Ziel in der Karibik nach  etwa 2600 sm wird Barbados sein, bevor dann noch die restlichen 200 sm bis Martinique haben. Dort wollen wir so um den 20.12. ankommen und die restlichen Tage bis Törnende dann dort noch relaxen.

Kurs SuedWest

Kurs SuedWest

Ob wir während der Überfahrt mitten auf dem Atlantik auch eine E-Mail Verbindung haben werden ist noch unklar. Schaut doch einfach ein paar Mal in den Blog, vielleicht klappt’s ja. Ansonsten gibt’s dann die Nachträge wenn wir „drüben“ sind.

Bis bald,  Euer Skipper Martin und Crew

Nov.

28

Tag(e)  „Null“ – Vorbereitungen in Las Palmas vom 25.-27.11.09

Die letzten drei Tage waren wir beschäftigt alles für die große Überfahrt vorzubereiten und zu checken.

Listen schreiben – abhacken, Einkaufen – Verstauen, diverse Kleinigkeiten noch richten und/oder ändern, da blieb es auch nicht aus noch mal in den Mast zu steigen und auch dort nach dem rechten zu sehen – und die Aussicht zu genießen.

Marina Las Palmas

Marina Las Palmas

Decksansicht

Decksansicht

Mole Las Palmas

Mole Las Palmas

Und dann die Odyssee mit unserem Wassermachermotor.

Der war ja noch auf Malle kaputt gegangen und ich hatte ihn von dort nach Deutschland zum Händler geschickt. Der hat auch gleich einen neuen von Trinidad aus auf den Weg schicken lassen mit Ziel: Ship „blu:kat“ Marina Las Palmas Kanaren. Und er versicherte mir auch, dass der Motor bis 25.11. da sein würde. Nun gut wir also mit vollen Wassertanks los von Malle, damit es bis auf die Kanaren reicht – hat es auch. Kurz vor Gibraltar erreicht mich von FEDEX aus Madrid ein Anruf, das das Paket schon da sei – aber noch beim Zoll in Madrid. Man benötige eine Steuernummer, aber nicht meine, sondern eine spanische! Wieso – ich bin Deutscher, der Motor ist für ein deutsches Schiff und es verlässt ohnehin die Kanaren wieder mit dem Motor !?!? Ja das sei so wegen dem besonderen Status, den die Kanaren innerhalb der EU haben. Welch Errungenschaften die die Bürokraten sich da ausgedacht haben in Madrid und Brüssel!

Woher nun eine spanische Steuernummer bekommen – aber auch nicht irgendeine, sonder eine von einer Firma. Auf die wird dann der Motor angemeldet und dann (wenn der Zoll fertig „gearbeitet“ hat) vielleicht weiter nach Las Palmas geschickt. Nun fliegt aber nur jeden Abend eine Maschine für Fedex von Madrid nach Las Palmas und die Papiere müssen aber schon am Vormittag fertig sein, sonst darf da nichts mehr mit. Also jeden Tag hin und her und Telefonieren und nachfragen und bla… bla… bla…

Aber ende gut alles gut, gestern Mittag kam endlich der Motor mit mehreren Formularen und Durchschlägen, Unterschreiben mit Passnummer und Umsatzsteuer zahlen, direkt vor Ort und in bar – wieso dann vorher all dieses hin und her mit Steuernummer und so – keiner wird es wohl je wissen.

Also lasst Euch lieber niemals was auf die Kanaren schicken – das macht stress bis es da ist.

Aber nun sind wir mit allem durch und morgen früh wird noch getankt und noch mal klar Schiff gemacht, dann geht’s los.

Bis bald wieder Skipper Martin

Nov.

27

Törnzusammenfassung

Mallorca-Las Palmas_November 2009

Link zum Törnblog: Mallorca-Las Palmas_November 2009

Angelaufene Häfen/Buchten:
Porto Colom, Marina Santa Eulalia (Ibiza), Marina Benalmadena, Las Palmas

Gesegelte Strecke: 1392sm
Max. Speed: 12Kn
Max Wind: 28Kn
Bemerkungen: erste fahrt auf den atlantik mit „blu:kat“

Nov.

24

Tag 1)  19.11.09

  • Position um 08:00: 35°23.461’N, 006°18.211’W
  • Etmal: 110sm
  • schnellste Fahrt: 8,8Kn
  • Wind: am Kap Ra‘s Spartel (NW-Marokko) NE 4-5

Unterwegs gab’s  in der Nacht ringsherum ein paar Gewitter mit Himmel-Himmel-Blitzen und kurzem Regen. Seit heute Mittag hat es aufgeklart und es scheint die Sonne.

Mit dem neuen Köder aus Benalmádena klappt auch zusehends das Angeln.
Gleich im Morgengrauen beißt ein kleiner Thunfisch.

Fisch geangelt

Fisch geangelt

Ofenfisch mit Kartoffel und Gemüse

Fisch 1 im Ofen

Fisch 1 im Ofen

Ein zweiter folgt als der erste schon im Ofen schmort.

Fisch 2

Fisch 2

Tagsüber war Blister segeln auf Halbwind. Die kommende Nacht setzten wir Groß und Fock.

Tag 2)  20.11.09

  • Position um 08:00: 34°02.313’N, 007°22.241’W
  • Etmal: 104 sm
  • schnellste Fahrt: 7,1 Kn
  • Wind: meistens NE 2-3 Bft

In der Früh haben wir gleich nach dem Ausbringen der Angel den Fisch wieder verloren. Vielleicht waren wir zu schnell. Aber es liegt ja noch einer auf Eis und der Tag ist noch lang.
Also: erstmal ein kräftiges Frühstück – Omelette nach Art des Küchenchefs.
Mittags haben wir Casablanca quer ab. Aber wir lassen Rick’s Cafe diesmal aus und nehmen ab jetzt direkten Kurs – ca. 230 Grad – nach Las Palmas.

Die „übliche“ Mittagsvisite: viele kleine Fischerboote vor der marokkanischen Küste.

Mittagsvisite

Mittagsvisite

18:00 UTC zum Segelwechsel haben wir Begleitung von einem Delphinschwarm, die vor dem Boot umherspringen. Leider ist es schon zu dunkel zum Fotografieren.

Tag 3)  21.11.09

  • Position um 08:00: 33°06.739’N, 009°08.710’W
  • Etmal: 110 sm
  • schnellste Fahrt: 6,0 Kn
  • Wind: Windstille seit Vormittag
Grib_Wetter

Grib Wetter

In der Früh hat uns der Wind verlassen, daher motoren wir ein wenig. Die Batterien benötigen ohnehin Strom. Gleichzeitig nutzen wir das Stromangebot für die Spül- und Waschmaschine. Dann lohnt sich das heiß Duschen mitten im Atlantik wenigstens, wenn es wieder frische Klamotten gibt.

Haben heute auch unseren Autopilot neu verkabelt und siehe da – er arbeitet besser denn je. Dann können wir ja heute Abend mal wieder einen Film anschauen ohne immer dauernd nach dem Ruder sehen zu müssen.

Beim Fall klarieren können wir gleich mal ein paar Fotos machen.

Bug von oben

Bug von oben

Tag 4)  22.11.09

  • Position um 08:00: 32°09.107’N, 010°59.239’W
  • Etmal: 114 sm
  • schnellste Fahrt: 10,5 Kn
  • Wind: Anfangs bei der kleinen Gewitterfront 19 kn aus NNE, später 25 kn

Unser neuestes Hobby: angeln aus der Pantryluke – nachdem wir entdeckt haben, dass uns einige recht große Fische unter dem Boot begleiten – aber unser „Whoppler“ hat sich der schnellen Fahrt doch etwas vertörnt.

Whoppler

Whoppler

Zweites Reff im Groß bei 25 Kn aus scheinbar 150 Grad von STB. Wir machen bis zu 10,5 kn Fahrt.

zweites Reff bei 25kn

zweites Reff bei 25kn

Uns begegnete eine Maxiyacht aus NNW, sie segelte bei gleichem Wind Raumschots auf BB-Bug mit dem 1.Reff im Groß und Spi (!). Sie war doch ein wenig schneller als wir, aber Rekorde wollen wir nicht brechen.

Morgen früh haben wir dann vielleicht schon Lanzarote voraus, wenn der Wind so bleibt.

Tag 5)  23.11.09

  • Position um 08:00: 31°14.547’N, 014°23.405’W
  • Etmal: 175 sm
  • schnellste Fahrt:  12,2 kn
  • Wind: meist um die 18-20 Kn aus NE

Es gab keine besonderen Vorkommnisse auf See. Nach dem Frühstück haben wir „umgelegt“, sprich eine Halse gemacht und sind auf neuem Kurs direkt nach Las Palmas mit 190 Grad. Bei raumen Wind rauscht „blu:kat“ so dahin.
Wir haben mal die Vorräte gecheckt und verglichen mit den Listen des letzten Einkaufs. Jetzt geht’s an die Planung für den Atlantiktörneinkauf. Immerhin sind wir ja dann so um die 3 Wochen auf See.

23:00 wir haben Las Palmas direkt südlich anliegen, noch 100 sm. Wenn der Wind bleibt, sind wir morgen Mittag da.

Logge

Logge

Tag 6)  24.11.09

  • Position um 08:00: 28°53.826’N, 015°06.025’W
  • Etmal:  152 sm
  • schnellste Fahrt:  9,8 Kn
  • Wind: dreht in der Nacht auf ENE und wird schwächer

Es war ’ne ruhige „letzte“ Nacht vor den Kanaren. Kein so schöner Sonnenaufgang, dafür aber jetzt Sonne und blauer Himmel. Seit 14:00 UTC können wir die Berge von Gran Canaria im Dunst sehen.

GC wir kommen

Gran Canaria wir kommen

Noch 10 sm – doch es sieht viel weiter aus. Ein großer Tanker hat uns gerade noch überholt; hoffentlich lässt er uns Platz im Hafen, wo laut AIS auch noch jede Menge andere Frachter liegen ;-).

Tanker vor den Kanaren

Tanker vor den Kanaren

Gesamtdistanz Malle-Gran Canaria 1300sm in insgesamt 9,5 Tagen.

Am 27.11. werden wir dann in die Karibik aufbrechen – also dranbleiben und dabei sein.
Wer live Blogeinträge schreiben möchte, der muss mitfahren!

Bis bald an Bord – Skipper Martin

Nov.

24

  • Position um 08:00: 28°53.826’N, 015°06.025’W
  • Etmal:  152 sm
  • schnellste Fahrt:  9,8 Kn
  • Wind: dreht in der Nacht auf ENE und wird schwächer

Es war ’ne ruhige „letzte“ Nacht vor den Kanaren. Kein so schöner Sonnenaufgang, dafür aber jetzt Sonne und blauer Himmel. Seit 14:00 UTC können wir die Berge von Gran Canaria im Dunst sehen.

GC wir kommen
Gran Canaria wir kommen

Noch 10 sm – doch es sieht viel weiter aus. Ein großer Tanker hat uns gerade noch überholt; hoffentlich lässt er uns Platz im Hafen, wo laut AIS auch noch jede Menge andere Frachter liegen ;-).

Tanker vor den Kanaren
Tanker vor den Kanaren

Gesamtdistanz Malle-Gran Canaria 1300sm in insgesamt 9,5 Tagen.

Am 27.11. werden wir dann in die Karibik aufbrechen – also dranbleiben und dabei sein.
Wer live Blogeinträge schreiben möchte, der muss mitfahren!

Bis bald an Bord – Skipper Martin

Nov.

23

  • Position um 08:00: 31°14.547’N, 014°23.405’W
  • Etmal: 175 sm
  • schnellste Fahrt:  12,2 kn
  • Wind: meist um die 18-20 Kn aus NE

Es gab keine besonderen Vorkommnisse auf See. Nach dem Frühstück haben wir „umgelegt“, sprich eine Halse gemacht und sind auf neuem Kurs direkt nach Las Palmas mit 190 Grad. Bei raumen Wind rauscht „blu:kat“ so dahin.
Wir haben mal die Vorräte gecheckt und verglichen mit den Listen des letzten Einkaufs. Jetzt geht’s an die Planung für den Atlantiktörneinkauf. Immerhin sind wir ja dann so um die 3 Wochen auf See.

23:00 wir haben Las Palmas direkt südlich anliegen, noch 100 sm. Wenn der Wind bleibt, sind wir morgen Mittag da.

Logge
Logge

Nov.

22

  • Position um 08:00: 32°09.107’N, 010°59.239’W
  • Etmal: 114 sm
  • schnellste Fahrt: 10,5 Kn
  • Wind: Anfangs bei der kleinen Gewitterfront 19 kn aus NNE, später 25 kn

Unser neuestes Hobby: angeln aus der Pantryluke – nachdem wir entdeckt haben, dass uns einige recht große Fische unter dem Boot begleiten – aber unser „Whoppler“ hat sich der schnellen Fahrt doch etwas vertörnt.

Whoppler
Whoppler

Zweites Reff im Groß bei 25 Kn aus scheinbar 150 Grad von STB. Wir machen bis zu 10,5 kn Fahrt.

zweites Reff bei 25kn
zweites Reff bei 25kn

Uns begegnete eine Maxiyacht aus NNW, sie segelte bei gleichem Wind Raumschots auf BB-Bug mit dem 1.Reff im Groß und Spi (!). Sie war doch ein wenig schneller als wir, aber Rekorde wollen wir nicht brechen.

Morgen früh haben wir dann vielleicht schon Lanzarote voraus, wenn der Wind so bleibt.

Nov.

21

  • Position um 08:00: 33°06.739’N, 009°08.710’W
  • Etmal: 110 sm
  • schnellste Fahrt: 6,0 Kn
  • Wind: Windstille seit Vormittag
Grib_Wetter
Grib Wetter

In der Früh hat uns der Wind verlassen, daher motoren wir ein wenig. Die Batterien benötigen ohnehin Strom. Gleichzeitig nutzen wir das Stromangebot für die Spül- und Waschmaschine. Dann lohnt sich das heiß Duschen mitten im Atlantik wenigstens, wenn es wieder frische Klamotten gibt.

Haben heute auch unseren Autopilot neu verkabelt und siehe da – er arbeitet besser denn je. Dann können wir ja heute Abend mal wieder einen Film anschauen ohne immer dauernd nach dem Ruder sehen zu müssen.

Beim Fall klarieren können wir gleich mal ein paar Fotos machen.

Bug von oben
Bug von oben

Nov.

20

  • Position um 08:00: 34°02.313’N, 007°22.241’W
  • Etmal: 104 sm
  • schnellste Fahrt: 7,1 Kn
  • Wind: meistens NE 2-3 Bft

In der Früh haben wir gleich nach dem Ausbringen der Angel den Fisch wieder verloren. Vielleicht waren wir zu schnell. Aber es liegt ja noch einer auf Eis und der Tag ist noch lang.
Also: erstmal ein kräftiges Frühstück – Omelette nach Art des Küchenchefs.
Mittags haben wir Casablanca quer ab. Aber wir lassen Rick’s Cafe diesmal aus und nehmen ab jetzt direkten Kurs – ca. 230 Grad – nach Las Palmas.

Die „übliche“ Mittagsvisite: viele kleine Fischerboote vor der marokkanischen Küste.

Mittagsvisite
Mittagsvisite

18:00 UTC zum Segelwechsel haben wir Begleitung von einem Delphinschwarm, die vor dem Boot umherspringen. Leider ist es schon zu dunkel zum Fotografieren.

Nov.

19

  • Position um 08:00: 35°23.461’N, 006°18.211’W
  • Etmal: 110sm
  • schnellste Fahrt: 8,8Kn
  • Wind: am Kap Ra‘s Spartel (NW-Marokko) NE 4-5

Unterwegs gab’s  in der Nacht ringsherum ein paar Gewitter mit Himmel-Himmel-Blitzen und kurzem Regen. Seit heute Mittag hat es aufgeklart und es scheint die Sonne.

Mit dem neuen Köder aus Benalmádena klappt auch zusehends das Angeln.
Gleich im Morgengrauen beißt ein kleiner Thunfisch.

Fisch geangelt
Fisch geangelt

Ofenfisch mit Kartoffel und Gemüse

Fisch 1 im Ofen
Fisch 1 im Ofen

Ein zweiter folgt als der erste schon im Ofen schmort.

Fisch 2
Fisch 2

Tagsüber war Blister segeln auf Halbwind. Die kommende Nacht setzten wir Groß und Fock.

Nov.

18

Wecken um 05:30 UTC – klar Schiff und auslaufen nach Gibraltar. NE 2 reicht leider wieder noch nicht zum Segeln – aber es soll heute noch mehr kommen.
Hauptsache wir können den Zeitplan halten, damit wir gut aus dem Mittelmeer rauskommen. E-Wind ist schon mal gut und zu den richtigen Zeiten hilft auch noch ein nach West setzender Strom. Heute ist das im Zeitraum ab Gibraltar von ca. 18:00 bis 24:00 unter der Küsten und von 21:00 bis 03:00 in der „Straßenmitte“. Bis dahin sollten wir durch sein und vor Afrikas Westküste segeln.
Mal sehen, wie viel Frachter uns passieren lassen wenn wir queren. Im Moment zeigt uns das AIS – Signal gut 20-25 Frachter, die sich in der Straße tummeln.

AIS-Gibraltar

AIS-Gibraltar

Und viele liegen auch vor Anker oder lassen sich einfach treiben.

Anklieger vor Gibraltar

Ankerlieger vor Gibraltar

Fast pünktlich erreichen wir  LT Europapoint an der Südspitze von Gibraltar-Felsen. Wir sind eine Stunde zu früh aber der Weststrom wird uns trotzdem in einer Stunde in den Atlantik, vorbei an Tarifa, schieben.

Europapoint mit S-Tonne

Europapoint mit S-Tonne

Es ist jetzt gleich 18:00 UTC; bis wir Tarifa erreichen werden bleiben wir noch auf der Nordseite der Straße, dann werden wir Richtung Süden queren und auf die vielen Frachter die aus dem Atlantik kommen aufpassen müssen. Aber dank AIS und Radar können wir das alles schon im Vorfeld gut sehen und kalkulieren.

Danach geht’s dann auf Kurs SW direkt zu den Kanaren.

Von dort werden wir uns wieder melden – so in ca. 5 Tagen.

Bis bald, Grüße Martin

Nov.

18

Die Fahrt war ruhig. Leider blieb der versprochene Wind aus, so mussten wir mit Motor fahren.

Spiegelglattes Wasser, fast ölig und ein wenig dreckig.
Dafür warm und sonnig – 25 Grad – T-Shirt-Wetter.

Da bleibt Zeit für ein Paar Aufnahmen.

Bugspiegelung

Bugspiegelung

Málaga ist ein großer Industriehafen mit nur einer kleinen Yachtecke – für uns zu klein.
Ein Hafenangestellter lotste uns schon früh nach ganz hinten an die Berufspier und half mit den Leinen. Nach akribischer Aufnahme der Bootsdaten usw. erklärte er uns, dass es hier recht teuer sei – 350€ für 2 Nächte, aber in Benalmádena im Jachthafen wäre es viel billiger. Na mal sehen!

Also auf nach Benalmádena. Die Anfahrt im Dunkeln ist nicht einfach zu erkennen bei den vielen Lichtern im Hintergrund. Dafür ebenfalls ein netter Hafenmensch und tatsächlich – sehr preiswert. Nur 54€/Tag. Also bleiben wir zwei Tage, bis es an Gibraltar vorbei und raus aus dem Mittelmeer auf die Kanaren gehen soll.

Benalmadena bei Nacht

Benalmádena bei Nacht

Den Tag in Benalmádena nutzen wir für ein paar Landgänge, Einkauf im BAUHAUS und Besorgung von Schiffszubehör.

Bis bald, Grüße Martin

Nov.

15

… 100 sm östlich vor Malaga an der Costa del Sol.

Jetzt haben wir es 19:00 Uhr UTC (Koordinierte Weltzeit), es ist schon dunkel. Wir sind satt – es gab lecker Essen vom „Chefkoch“: Bratwurst, Rotkohl, Sauerkraut und Kartoffelpüree mit lecker Soße.

Danach den legendären Cappu aus der „JURA“.  Cabo de Cata blinkt uns an (1 Blitz alle 4 Sec.) ansonsten ist es stockfinster bis auf die Sterne – undendlich viele!

Wir legen Kurs um 270 Grad nach Malaga. Leider dreht der Wind am Kap genau mit – also wieder von vorn. Zwar nur leicht aber leider nicht Segeln. Das hatte wir aber heute ein paar Mal Tagsüber, etwas nervig mit wechselnden Winden. Dafür gab‘s Delphine zu sehen! Mehrfach und auch am Bug. 4 Stück in Reihe zwischen den Rümpfen unter dem Beam – ein toller Anblick. Leider waren Sie kamerascheu und es gelangen nur ein paar nicht so schöne Bilder. Aber der Eindruck zählt, den wollen wir gerne Teilen! Siehe unten.

Dienstag werden wir einen Tag Pause machen und ab Mittwoch soll es bis auf die Kanaren Ost und ab dem Atlantik NE Wind geben. Wir freuen uns schon aufs Blistern. Bilder folgen!

Bis dahin, Kali Nichta (ist noch so drin nach den vielen Jahren Kreta)

Bis bald, Grüße Martin

Delphine zwischen "blu:kat"

Delphine zwischen "blu:kat"

Nov.

15

Sind nach dem Wasser bunkern auf Ibiza gleich wieder weiter.

Erst mussten wir Motoren, weil es keinen Wind gab. Aber ein paar Meilen nach der „Meerenge“ zwischen Ibiza und Formentera konnten wir Segeln.
Leider dreht der Wind mit 12-16 Knoten immer mehr nach SW, so dass wir nun an Aufkreuzen sind und zunächst Cartagena nicht direkt anlegen können. Aber immer hin läuft „blu:kat“ mit 7-8 Knoten hoch am Wind.

Vielleicht könnt Ihr den Kurs ja auf der Karte im Bild erkennen, sonst bleibt nur der Sonnenaufgang zu bestaunen.

Bis bald, Grüße Martin

Kartentisch vor Carthagena

Kartentisch vor Carthagena

Sonnenaufgang bei Chartagena

Sonnenaufgang bei Chartagena

Nov.

13

Ansteuerung St.Eulalia auf Ibiza

Ansteuerung St.Eulalia auf Ibiza

Nach 18 Stunden und knapp 100 sm erreichen wir gerade Ibizas Nordostküste.

Wir brauchen Wasser und versuchen in der Marina St. Eulalia welches zu bekommen. Unser Wassermachermotor hat nämlich auch seinen Dienst versagt. Aber es ist schon ein neuer unterwegs zu den Kanaren. Direkt aus der Karibik kommt der dort dann hoffentlich pünktlich an, um ihn noch für die Atlantikquerung wieder einbauen zu können.

Dann ist wieder Duschen satt angesagt und auch die Toiletten freuen sich immer über Süßwasser.

Wenn’s klappt, werden wir gleich wieder ablegen und weiter Richtung Gibraltar unterwegs sein.

Der Wind weht grad mit ca. 12Knoten aus SW. Nicht gerade die beste Richtung für uns – aber was soll’s.

Bis zum nächsten Mal Skipper Martin

Nov.

13

Jetzt endlich konnten wir weiter, nachdem wir unseren BB-Azipropp (elektrischer Antriebsmotor, Backbord/links) wieder einbauen konnten. Das war auch der Grund, weshalb wir so lange nichts von uns hören ließen.

Aber vielleicht kurz der Reihe nach:
Nach der gelungenen ersten Überfahrt von Kreta nach Mallorca sind wir am 6.10. dort angekommen.
Pünktlich fand dann der zweite Törn „Rund Mallorca“ mit kleiner Crew statt. (Dazu gibt es ja einige Einträge)
Nun ging aber leider besagter Azipropp mitten unter der Fahrt, bei schönstem Wetter einfach mal so kaputt. D.h. er blieb einfach stehen. Da es sich um einen Elektromotor handelt, der eigentlich fast nie kaputt gehen sollte, waren uns leider die Hände gebunden was die Reparatur vor Ort an ging.

Also blieb nur Ausbauen, nach unserem speziellen System, auch unter Wasser! Und dann ab damit nach Deutschland zu FischerPanda, wo die Dinger herkommen. Dort konnte man den Motor aber auch nicht reparieren.
Er war nämlich die Wicklung durch. Und die konnte nur in Polen neu gemacht werden. Dort ist er dann auch hingeschickt worden und seit gestern Mittag haben wir ihn wieder zurück.
„Einsam und verlassen“ hatte ihn der spanische Spediteur einfach auf die Mole in Porto Colom gestellt. Nur durch Zufall haben wir ihn entdeckt und natürlich gleich zu „blu:kat“  mit dem Beiboot verfrachtet.
Jetzt endlich konnten wir loslegen und ihn wieder einbauen (Auf dem Bild sieht man ihn schon mal am „Kran“ hängen, an dem sonst eigentlich das Beiboot hochgezogen ist.
Nach gut drei Stunden war es dann soweit: Probelauf! Alles war gut – beim ersten Anlauf drehte sich der Azipropp wie es sein sollte. Jetzt ist „blu:kat“ wieder seetüchtig mit zwei Motoren.

Also los – zu neuen Ufern ab auf die Kanaren, wo schon die Crew für die Atlantiküberquerung wartet.
Lieder mussten wir den ursprünglichen Termin wegen des Motorproblems“ ja nun um eine Woche verschieben. Aber insgesamt bleibt es wie gewohnt beim alten Törnplan.

Skipper Martin

Einbauvorbereitung des Aziopropp-Motores

Einbauvorbereitung des Aziopropp-Motores

Am Kran hängend ... muss er nur noch unter den Rumpf

Am Kran hängend ... muss er nur noch unter den Rumpf

... und ich ins kalte Wasser ... brrrrrrrr

... und ich ins kalte Wasser ... brrrrrrrr

Nov.

13

… die sind leider nicht unbedingt so schön.

Zwar kann man jeden Tag im „Inselradio“ auf UKW 95,8 hören wie toll es überall ist, aber leider stimmt das nicht wirklich immer.

Mit einem defektem Azipropp-Motor in Palma am Stadtkai liegend hat uns die Hafenpolizei um 02.30 Uhr nachts weiter geschickt, weil es dort, wo wir lagen nicht erlaubt war. Der Größe wegen aber der einzig mögliche Platz im Hafen und in den Marinas für blu:kat.
Also mitten in der Nacht raus aus dem Hafen und einen anderen Platz suchen. Der „freundliche“ Hinweis der Hafenpolizei, dass wir vor dem Hafen ja eben ankern könnten – aber nur bis 07.00 Uhr in der Früh – tagsüber sei das auch nicht erlaubt!
Nun gut, wenigstes waren die Mitarbeiter im nahegelegenen Club Nautico recht freundlich und haben telefonisch in einer anderen Marina nachgefragt ob Platz für uns sein, denn für ihre Marina waren wir zu groß.

In Porto Colom hat man uns ein zweites Mal einfach die Leinen losgeworfen und das bei Windstärke 7-8 mit riesigem Schwell in der gegenüberliegenden Hafenbucht. Aus der sind wir gekommen, weil der Anker nicht hielt. In der Marina war eine ganze Mole frei und auch groß genug. Andere Schiffe wurden nicht erwartet (die waren ohnehin schon alle da, denn es wehte schon seit 2 Tagen mit 7-8) und trotzdem machten uns die beiden „freundlichen“ Marina-Mitarbeiter vom Real-Club-Nautico Porto Colom auch auf mehrfaches nachfragen ohne Begründung die Leinen los und schickten uns weiter. Sehr gastfreundlich, vor allem weil am nächsten Tag gleich zwei andere Kats dort auch festmachen durften (und trotzdem war noch mehr als genug Platz an der Mole).

Aller „guten“ Dinge sind drei:
Auch die Leute von der Tauchbasis in Porto Colom sind nicht die nettesten oder gar wirklich hilfsbereit. Hauptsache die Kohle stimmt, dies erzählte uns ein Nachbar Ankerlieger. Unser Anliegen war: für die bevorstehende Reparatur bzw. den Einbau des Azipropp einen Neoprenanzug ausleihen zu dürfen. Mein dünner Surf-Shorty hält doch nicht so gut das inzwischen nur noch 18 Grad kalte Wasser ab. Aber Ausleihen – das geht nicht! Auch nicht bei Hinterlegung einer Kaution zum Preis eines neuen Anzugs.

Allerdings hatte ich zum Schluss jetzt auch noch nette Erfahrungen gemacht.
Auf der Suche nach der Post um ein Paket zu versenden fragte ich einen jungen Passanten auf der Straße nach dem Weg dorthin. Mangels Sprachverständigung stieg er kurzer Hand mit ins Mietauto und zeigte mir den Weg direkt, obwohl ich ihn dabei ca. 500m mit zurückgenommen hatte.

Ein Schlosser, bei dem ich eine Modifikation an den Ankerrollen habe schweißen lassen rief gleich drei Mal per Dolmetscher an, um Details nachzufragen, damit er nichts falsch macht.

Es gibt sie also noch: hilfsbereite, nette Menschen.
Trotzdem bleibt ein fahler Beigeschmack, weil darüber hinaus auch alles recht teuer geworden ist. Es fallen sogar Ankergebühren in einigen Buchten an, was sonst eigentlich nur von der ehemals jugoslawischen Küste bekannt ist.

Daher werde ich wohl meinen Törnplan ändern und Mallorca streichen, bzw. hier nur einen Crewwechsel machen.

Bis bald wieder Martin

PortoColom

Okt.

13

Törnzusammenfassung

Mallorca-Mallorca_Oktober 2009

Link zum Törnblog: Mallorca-Mallorca_Oktober 2009

Angelaufene Häfen/Buchten:

Porto Colom, Cala Dor, Sant Jordi, Cala Pi, Palma de Mallorca, Isla de Porasa, El Arenal

Gesegelte Strecke: 94sm
Max. Speed: 8,3Kn
Max Wind: 18Kn
Bemerkungen: leider kurzer Motorschaden – wurde natürlich schnell behoben!

Okt.

12

Hatten heute schönstes Segelwetter:

Am Wind bei 3-4 Bft lief blu:kat unter Groß und Fock gut 8 Knoten 70 Grad zum wahren Wind.

Jetzt liegen wir in der Bucht bei Magaluf südlich Palma.

Bei Yotrep könnt Ihr die aktulle Position sehen und unter

ShipTrak kann man unsere Segelreisen verfolgen.

Ausserdem haben wir heute noch mal ein Video von gestern hochgeladen, dass es bei Youtube zu sehen gibt.

Und grad eben gabs mal wieder lecker Esssen von unserm Smutje Christian alias Kaki, der sich gerade für ein kleines Schläfchen zurückgezogen hat.

Lunch auf blu:kat

Lunch auf blu:kat

Okt.

11

Heute konnten wir bei leichtem achterlichen Wind von Cala Pi in die Nähe von Palma segeln, wo uns Michi morgen verlassen wird.

Doch vorher hat er noch schöne Bilder unter Segeln (Blister) und ein kleines Video gemacht.

Unsere aktuelle Position könnt ihr bei Yotreps sehen.

blu:kat unter Blister

blu:kat unter Blister

Okt.

7

Törnzusammenfassung

Rethymno-Mallorca_September 2009

Link zum Törnblog: Rethymno-Mallorca_September 2009

Angelaufene Häfen/Buchten:

Rethymno-Stadthafen, Marathi, Zakynthos, Reggio, Scilla, Cefalu, Südsardinien, Cala Figuera, Porto Pedro, Porto Colom

Gesegelte Strecke: 1210sm
Max. Speed: 12,9Kn
Max Wind: 35Kn
Bemerkungen: heftiges Gewitter Nördlich Sizilien

Sep.

28

Törn: Kreta -> Mallorca – Tag Nr. 4 abends:

Kurz vor Italien haben wir wieder Handyempfang. Wir brauchen noch etwa 3 Stunden bis Reggio. Heute haben wir bis zu 14 Knoten Fahrt bei Windstärke 6 gemacht. Unglaublich. Insgesamt haben wir seit gestern Mittag etwa 200 Seemeilen zurückgelegt.

Smutje Christian mit der Vorspeise

Smutje Christian mit der Vorspeise

Der Kapitän am Steuer

Der Kapitän am Steuer

Falki - der blinde Passagier

Falki - der blinde Passagier

Standort bei Google Maps

Sep.

27

Törn: Kreta -> Mallorca – Tag Nr. 3:

11,9 Knoten bei perfektem Halbwind. Das ist der neue Geschwindigkeitsrekord von blu:kat unter Segeln. Heute ging es im Norden um Zakynthos herum auf die westliche Seite, um das dort gestrandete Schiffswrack zu besichtigen.

Die nächsten 30 Stunden geht es weiter Richtung Westen nach Italien.

Segeln unter Blister

Segeln unter Blister

Schiffswrack auf Zakynthos

Schiffswrack auf Zakynthos

Standort bei Google Maps

Sep.

26

Törn: Kreta -> Mallorca – Tag Nr. 2:

blu:kat hat zwei Tage auf seinem ersten Törn zurückgelegt. Die Reise führte von Rethymnon nordwestwärts auf das griechische Festland zu und dann weiter zur Insel Zakynthos, wo blu:kat jetzt friedlich im Hafen von Zakynthos Stadt liegt und die Besatzung zum Eis essen an Land gegangen ist. Morgen gehts weiter Richtung Italien.

blu:kat verlässt die Marina in Rethymno
blu:kat verlässt die Marina in Rethymno
Ankunft im Hafen von Zakynthos

Ankunft im Hafen von Zakynthos

Kartenansicht bei Google Maps