Aug.

4

  • Achse in Position fixiert – check

    Mission Control Center

    Mission Control Center

  • Planierraupe entfernen – check
  • Werkzeug wegräumen – check
  • Drehstromkabel vom Strand abbauen – check
  • Schubstangen: Verlängerung holen – check
  • Wellengang verringern – check
  • Lange Schubstangen: befestigen – check
  • Schweissgerät wegräumen – check
  • Planierraupe: Eingang ins Meer räumen – check
  • 10..9..8..7..6..5..4..3..1..Take off
  • First Contact: 18:40 LOT, Ruderblätter + Motoren

Aug.

4

Ja, das war’s erstmal.

Morgen geht’s weiter in alter Frische auch wenn jetzt noch „Kleinigkeiten“ gemacht werden.

Sonnenuntergang hinter der Halbinsel von Akrotiri an Bord von blu:kat

Sonnenuntergang hinter der Halbinsel von Akrotiri an Bord von blu:kat

Aufgang des Vollmondes über dem Psiloritis

Aufgang des Vollmondes über dem Psiloritis

Aug.

4

DSC_1122DSC_1122Die Nacht bricht herein über den Strand von Rethymnon. Letzte Strandspaziergänger verlassen die ungemütlich kühl gewordene Zone am Meer und ziehen sich in die hell erleuchtete Stadt, ihre Wohnungen oder Tavernen zurück. Auch die Fischer, die vereinzelt noch am Ufer stehen, immer hoffend, dass doch wenigstens heute ein grosser Fisch anbeissen möge, eine Goldbrasse vielleicht, eine die man auf dem Markt oder in einer Fischtaverne für einen guten Preis feilbieten könnte, auch die Fischer packen ihre Angeln ein und gehen unverrichteter Dinge nach Hause oder in eine Ouzeria, wo sie Freunden wieder und wieder von einem grossen Fang berichten, der schon Jahre zurückliegt. So lange zurück, dass der Fisch immer grösser wird in der Erzählung und es auch nicht mehr nachprüfbar ist, ob jemals ein Fisch angebissen hat. Der letzte Fischer tritt seinen Rückweg an und sucht seinen kleinen Uferweg, auf dem er frühmorgens zum Meer kam, doch er findet ihn nicht. Eine breite, hellsandige Strasse ist dort, wo sein Weg sein sollte, als hätten Ausserirdischen mit irgendeiner hohen Energie dort eine breite Schneise auf die Erde gebrannt. Unwirklich sieht das alles im Mondschein aus. Vollmond noch dazu. Der Fischer wird das Gesehene berichten, bei einem Raki, noch einem Raki und wenn die Flasche leer ist wird niemand ihm glauben und es als die Spinnerei eines Trunkenboldes abtun. Er wird auch berichten, dass er ein riesiges dunkles Schiff am Ufer liegen gesehen hat, gestrandet, ein Geisterschiff, ohne Segel, aber mit einem Mast, der bis in den Himmel reicht. Unter dem Schiff waren Dämonen, einer von Ihnen, ein ganz Dunkler mit silbernen Haaren hat Funken aus seinem Gesicht versprüht. Um ihn herum standen andere und haben ihr höllisches Fest gefeiert. Ein Wesen mit funkelnden Augen und einer riesigen Pranke, gross wie eine Schaufel, hat ein Opfertier durch den Sand gezerrt und oben auf dem Schiff sass in der Dunkelheit einer, der in einer fremden Sprache Geisterbeschwörungen zum Vollmond gesprochen hat.
Der Fischer wird das berichten, immer und immer wieder und diesen Abschnitt des Strandes für alle Zeiten meiden.

Die Nacht bricht herein über den Strand von Rethymnon. Letzte Strandspaziergänger verlassen die ungemütlich kühl gewordene Zone am Meer und ziehen sich in die hell erleuchtete Stadt, ihre Wohnungen oder Tavernen zurück. Auch die Fischer, die vereinzelt noch am Ufer stehen, immer hoffend, dass doch wenigstens heute ein grosser Fisch anbeissen möge, eine Goldbrasse vielleicht, eine die man auf dem Markt oder in einer Fischtaverne für einen guten Preis feilbieten könnte, auch die Fischer packen ihre Angeln ein und gehen unverrichteter Dinge nach Hause oder in eine Ouzeria, wo sie Freunden wieder und wieder von einem grossen Fang berichten, der schon Jahre zurückliegt. So lange zurück, dass der Fisch immer grösser wird in der Erzählung und es auch nicht mehr nachprüfbar ist, ob jemals ein Fisch angebissen hat. Der letzte Fischer tritt seinen Rückweg an und sucht seinen kleinen Uferweg, auf dem er frühmorgens zum Meer kam, doch er findet ihn nicht. Eine breite, hellsandige Strasse ist dort, wo sein Weg sein sollte, als hätten Ausserirdischen mit irgendeiner hohen Energie dort eine breite Schneise auf die Erde gebrannt. Unwirklich sieht das alles im Mondschein aus. Vollmond noch dazu. Der Fischer wird das Gesehene berichten, bei einem Raki, noch einem Raki und wenn die Flasche leer ist wird niemand ihm glauben und es als die Spinnerei eines Trunkenboldes abtun. DSC_1111Er wird auch berichten, dass er ein riesiges dunkles Schiff am Ufer liegen gesehen hat, gestrandet, ein Geisterschiff, ohne Segel, aber mit einem Mast, der bis in den Himmel reicht. Unter dem Schiff waren Dämonen, einer von Ihnen, ein ganz Dunkler mit silbernen Haaren hat Funken aus seinem Gesicht versprüht. Um ihn herum standen andere und haben ihr höllisches Fest gefeiert. Ein Wesen mit funkelnden Augen und einer riesigen Pranke, gross wie eine Schaufel, hat ein Opfertier durch den Sand gezerrt und oben auf dem Schiff sass in der Dunkelheit einer, der in einer fremden Sprache Geisterbeschwörungen zum Vollmond gesprochen hat.

Der Fischer wird das berichten – immer und immer wieder – und diesen Abschnitt des Strandes für alle Zeiten meiden.DSC_1122

DSC_1116DSC_1120

Aug.

4

Kalimera. Heute früh ging es gemütlich los, Aufstehen um 6:30 (also 5:30 in Deutschland), Sonnenaufgang am Meer angucken (ich schlafe ja seit Montag auf dem Kat, jetzt auch als Wache), Semmeln (vulgo: psomi megalla = grosses Weissbrot) holen und ein entspanntes Frühstück um 7 Uhr auf Martins Balkon einnehmen. Zum Glück kam gleich nach dem ersten Bissen Georgo, der Kranfahrer und hat seinen Kran angeschmissen. Es war eh kurz davor, dass uns die Gesprächsthemen ausgehen. Und zu leise war es auch. Nachdem der Kran-Laster-Motor dann mal zehn Minuten gelaufen war hat Martin mit seinem Plasma-Schneider die Räder von den Resten  der defekten Achse abgetrennt. Georgo nam die Räder an seinen Kranhaken und  prompt kam noch ein zweiter Laster mit Kran, auf den dann die Räder geladen wurden.
Aus den Rädern und einer noch nachts organisierten neuen Laster-Achse wird heute ein Ersatz-Radsatz gebaut. Nicht nur die Deutsche Bahn hat da Probleme, sondern auch wir hier. Wenigstens sind wir nicht alleine damit.
Stefan nutzt inzwischen die Gunst der Stunde und hat den Steuerbord-Elektro-Motor nochmal abgebaut. Der hatte ja ein wenig Öl verloren und bekommt jetzt neue Dichtungen verpasst. Da das 30kW Motörchen doch einiges auf die Waage bringt, assistieren ihm dabei einige Leute. Der Motor befindet sich später im Wasser direkt vor dem Ruderblatt, an jedem Rumpf ein Motor.
Zum Frühstück schauen wir Laster-TV

Zum Frühstück schauen wir Laster-TV

Kalimera. Heute früh ging es gemütlich los, Aufstehen um 6:30 (also 5:30 in Deutschland), Sonnenaufgang am Meer angucken (ich schlafe ja seit Montag auf dem Kat, jetzt auch als Wache), Semmeln (vulgo: psomi megalla = grosses Weissbrot) holen und ein entspanntes Frühstück um 7 Uhr auf Martins Balkon einnehmen. Zum Glück kam gleich nach dem ersten Bissen Georgo, der Kranfahrer und hat seinen Kran angeschmissen. Es war eh kurz davor, dass uns die Gesprächsthemen ausgehen. Und zu leise war es auch. Nachdem der Kran-Laster-Motor dann mal zehn Minuten gelaufen war hat Martin mit seinem Plasma-Schneider die Räder von den Resten  der defekten Achse abgetrennt. Georgo nam die Räder an seinen Kranhaken und  prompt kam noch ein zweiter Laster mit Kran, auf den dann die Räder geladen wurden.

Aus den Rädern und einer noch nachts organisierten neuen Laster-Achse wird heute ein Ersatz-Radsatz gebaut. Nicht nur die Deutsche Bahn hat da Probleme, sondern auch wir hier. Wenigstens sind wir nicht alleine damit.

Stefan nutzt inzwischen die Gunst der Stunde und hat den Steuerbord-Elektro-Motor nochmal abgebaut. Der hatte ja ein wenig Öl verloren und bekommt jetzt neue Dichtungen verpasst. Da das 30kW Motörchen doch einiges auf die Waage bringt, assistieren ihm dabei einige Leute. Der Motor befindet sich später im Wasser direkt vor dem Ruderblatt, an jedem Rumpf ein Motor.

Inzwischen haben wir auch unser Offline-Problem in den Griff bekommen, bzw. der Techniker von der OTE und jetzt wird die Ersatzachse montiert.

Die neue Achse wird in Position gebracht.

Die neue Achse wird in Position gebracht.

Aug.

4

Highway to Beach

Highway to Beach

Endlich wird sie gebaut, eine ausreichend breite Strasse zum Strand, auf der in beiden Richtungen zweispurig der Verkehr fliessen kann. Und für alle Väter: die Planierraupe zeigt da unten am Wasser mal allen, wie Sandburgen wirklich gebaut werden.

Sandburgen bauen

Sandburgen bauen

Aug.

4

DSC_0873Martins Portalkran auf der Werft (das gelbe Teil) muss weg, damit nachher mit blu:kat rangiert werden kann. Also schnappt sich der Kranfahrer seine Fernbedienung, scheucht Martin und seine Jungs herum, damit sie die Gurtbänder sauber befestigen, an allen Ecken und Enden festhalten und schon geht’s in die Luft mit dem Portalkran.

Mittlerweile haben der Raupenfahrer und der Radladerfahrer ihre Motoren gestartet und machen auch noch ein wenig Krach.

Aug.

4

Der Typ mit der Planierraupe hat jetzt angefangen, für den Katamaran eine Strasse auf dem Nachbargrundstück zu bauen. Der dabei entstehende Lärm ist nicht unerheblich und man ist geneigt ihm ein Kännchen Öl vorbeizubringen, um seine Kette zu schmieren.

Martin hat ja mit dem Nachbarn gesprochen und sein Einverständnis bekommen, das Grundstück zu benutzen. Der Nachbar wollte nur, dass es nachher wieder so aussieht wie vorher. Aha.DSC_0917

Nachtrag: Am Strand ist es jetzt bestimmt auch gemütlich und entspannend.

Aug.

4

DSC_0886Der Kranwagen macht sich bereit, blu:kat beim Ausparken zu helfen. Und damit dafür ordentlich Platz ist, wird jetzt auch der rote Werkstatt-Container noch beiseite geschafft. Dieser Container ist natürlich noch ziemlich voll – mit einer Werkstatt eben. Ich bin ja sehr gespannt, ob der Kranfahrer das hinkriegt, den Container umzustellen, ohne, dass im Container eine Schraube von der Werkbank fällt.

Aug.

4

Der Container ist weggeräumt und eben habe ich noch die „Strasse“ zum Strand gesperrt. Die Griechen fahren ja mit dem Auto überall hin, also auch direkt ans Meer. Wenn es ginge würden Sie reinfahren und zum Baden nicht mal aussteigen. Damit wir keine Parkplatzräumung am Strand veranlassen müssen steht jetzt Martins roter Bus mit Trailer und Beiboot quer in der Zufahrtsstrasse.

Aug.

4

Soeben ist der Kran gekommen. Jetzt wird mal kurz der blaue Vorratscontainer auf die Seite gestellt, damit blu:kat bequem ausparken kann. Das wünscht man sich doch in der Stadt auch manchmal, wenn man in einer engen Parklücke steht; man müsste halt nur immer einen Kran dabei haben.

Aug.

4

Um 6:45 betreten die Frühaufsteher das auf dem Trockendock schlafende Schiff und räumen die letzten Dinge hoch, andere runter. Denn ist der Kahn mal im Wasser möchte Martin alle wichtigen Dinge bei sich auf blu:kat haben. Man will ja für alles gerüstet sein. Moment! Hoffentlich lässt er sich jetzt nicht seinen roten Werkstatt-Container an Bord bringen. Ich gehe das jetzt mal überprüfen.

Aug.

3

Morgen ist Stapellauf. Natürlich ist blu:kat fix und fertig, saubergemacht und poliert. Alle, die mitgeholfen haben und morgen dabei sein werden, sitzen gemütlich im Schatten unter dem Katamaran und fiebern dem grossen Ereignis entgegen.

Nun – das stimmt so fast alles. Oder zumindest der Teil, dass die Mannschaft im Schatten sitzt, Kaffee trinkt und Kuchen isst. Doch schon jetzt sind sie alle wieder auf, unter und am Schiff unterwegs. Es wird gesaugt, Farbe ausgebessert und letzte Kleinigkeiten werden montiert: Beispielsweise liegen die beiden Antriebsschrauben noch gemütlich auf der grossen Betonplatte, die Martin als Werftbauplatz dient. Sie warten in der Sonne darauf, endlich an die Motoren montiert zu werden. Und das bei 33° im Schatten. Immerhin haben es die beiden 30kW Elektromotoren gestern schon geschafft, montiert zu werden.

Dann wäre da die Elektrik. Wenn man Stefan – von aussen betrachtet – noch gestern so schrauben, verkabeln und löten sah, dann war klar: das dauert noch ein paar Wochen. Aber je öfter man hinschaut, umso schneller scheint alles fertig zu werden. Jetzt, nach den erfolgreichen Funktionstests von allen Systemen steigt auch die Stimmung im Team.

RaupeDass der grosse Tag unaufhaltsam näher rückt, bemerkten wir auch daran, dass heute vormittag ein Sattelschlepper angefahren kam und auf dem Nachbargrundstück eine Planierraupe ablud. Die Planierraupe wird den Katamaran morgen an den Haken nehmen und ins Meer schleppen. Natürlich nicht direkt, dass wäre ja zu einfach, sondern erstmal einen Halbkreis Richtung Strasse, damit das Heck des Katamarans zum Wasser „schaut“. Dann wird umgespannt und die Planierraupe zieht blu:kat in einer schönen weiten S-Kurve vor zum Strand, vorbei an malerischen Büschen, einer Bauruine und Dünen.

Martin rechnet hier mit einer Geschwindigkeit von 1 Meter pro Minute.

Ab morgen früh werde ich dann an dieser Stelle „live“ berichten und Fotos einstellen.

Bis dahin,

Euer Andi.