Juni

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Der Morgen begann recht frisch, trotzdem genossen wir unser Frühstück an Deck. Einige Boote waren bereits unterwegs, meist Richtung Schräglift oder zur Le Boat Marina in Hesse.Nach dem Frühstück hieß es „Leinen los“. Joki übernahm schon kurz nach dem Ablegen routiniert das Steuer. Die rund 12 Kilometer lange Strecke führte uns durch einen schmalen Kanal, der sich malerisch durch grüne Auen und Wälder schlängelt. Mit der stärker werdenden Sonne machten es sich Ruth und Ursel auf den Liegestühlen gemütlich und genossen die entspannte Fahrt. Auf der Strecke passierten wir eine Schleuse  abwärts . Im Saar-Kanal fuhren wir über den Étang du Stock, einen der größten Seen Lothringens. Ursprünglich im Mittelalter angelegt, wurde er Anfang des 20. Jahrhunderts als Wasserreservoir für den Kanal stark erweitert. Heute ist er ein beliebtes Freizeitgebiet für Wassersportler. 

Martin und Joki machten sich sofort mit den Fahrrädern auf den Weg, um die Autos zu holen, nachdem wir angelegt hatten. Wir Mädels genossen derweil die Sonne an Deck. Ruth packte bereits ihre Koffer, denn für sie und Joki stand am späten Nachmittag die Heimreise an. Nach gut einer Stunde kehrten die Männer zurück, und Kaffee und  Kuchen warteten schon auf sie.Ein besonderer Höhepunkt war die feierliche Ernennung von Joki zum Co-Matrosen. Die Übergabe der Urkunde sorgte für ein Schmunzeln und einen gelungenen Abschied.

Ruth hinterließ außerdem einige liebe Worte in Martins Gästebuch.

Danke dafür . Den Abend ließen wir gemeinsam mit Ursel in einem kleinen Bistro in Sarrebourg ausklingen. Bei Flammkuchen, Rippchen und guten Gesprächen ging ein schöner Tag zu Ende.