Juli

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Ramona und Silvia gehören ebenfalls zu den Frühaufstehern. Nach ihrem ersten Kaffee begleiteten sie mich zum Bäcker, wo wir uns allerlei leckere Sachen für das Frühstück aussuchten. Anschließend machten die beiden noch einen kleinen Spaziergang durch den Ort, während ich zurück aufs Boot ging und das Frühstück vorbereitete.
Helene ist von unserem Törn in der Südsee schöne Fruchtplatten zum Frühstück gewohnt. Deshalb zauberte ich heute statt Obstsalat eine lustig angerichtete Fruchtplatte. Die sorgte prompt für Erinnerungen an Palmen, Sonne und türkisblaues Wasser. Für einen kurzen Moment lag die Vlinder gedanklich vor Bora Bora.


Danach machten sich Helene und Martin gemeinsam auf den Weg zum Gemeindeamt, das auch für den langen Kai und die Marina zuständig ist. Martin hatte eine Frage und Helene übernahm freundlicherweise das Dolmetschen für ihn. Vielen Dank dafür 💖
Später besuchten unsere Gäste noch einen Glasschleifer sowie den Künstler, der Dachziegel bemalt. Beim Letzteren wurde Helene sogar fündig und nahm eine schöne Erinnerung mit.
Als schließlich alle wieder an Bord waren, hieß es „Leinen los! Heute stand allerdings nur eine kurze Etappe mit vier Schleusen auf dem Programm. Die Landschaft wurde wieder felsiger, blieb aber genauso grün und waldreich wie zuvor.


Zwischendurch übernahm Slivia das Ruder, auch als es mal ziemlich eng wurde schlängelte sie sich elegant mit der Vlinder hindurch.

Auf dem Wasser war einiges los und als wir unterhalb des Schrägaufzugs ankamen, war nur noch der Liegeplatz für die großen Passagierschiffe frei. So voll haben wir diesen Platz tatsächlich noch nie erlebt. Für den Nachmittag und die Nacht passte der Platz, da weder die Madeleine noch die Jeanine im Anmarsch waren.

Vor dem Nachmittagskaffee schauten wir noch bei den Glasbläsern vorbei. Dort war es heute allerdings besonders warm, denn die Öfen liefen auf Hochtouren.


Nach dem Kaffee und Kuchen machten sich Helene und Martin mit den E-bikes auf den Weg zurück nach Lutzelbourg, um die Autos zu holen. Diese haben sie dann nach Niderviller vorausgefahren und kamen anschließend über den alten Schleusenweg wieder zurück zum Boot.
Silvia und Ramona nutzten die anderen Fahrräder, um ebenfalls den alten Schleusenweg zu erkunden und das „Valle des Éclusiers“ kennenzulernen. Die beeindruckende Schleusentreppe bestand aus insgesamt 17 Schleusen auf einer Strecke von nur 3,8 Kilometern und ermöglichte es früher, einen Höhenunterschied von 44,55 Metern zu überwinden.
Das Tal ist ein beeindruckender Zeuge der intensiven Fluss- und Industrieaktivität des 19. Jahrhunderts. Seit der Inbetriebnahme des Schiffshebewerks von Arzviller im Jahr 1969 ist die Schleusentreppe für die Schifffahrt geschlossen. Heute ist dieser besondere Ort ein Paradies für Wanderer, Radfahrer, Kletterer sowie Natur- und Kulturliebhaber. Als Rad- und Wanderweg angelegt, lässt sich das Tal der Schleusenwärter wunderbar zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden.


Am späten Nachmittag wurde dann erst einmal ausgiebig gechillt und die Seele baumeln gelassen, bevor ich in der Küche das Abendessen vorbereitete. Es gab zweierlei Tortellini , da Ramona Vegetarierin ist, mit Tomatensoße und zum Nachtisch eine leckere Mousse au Chocolat.
Helene hatte außerdem ihre Drohne dabei. Nach dem Abendessen ließen sie und Martin diese noch in Richtung Schrägaufzug aufsteigen. Die beiden möchten morgen unsere Fahrt mit dem Lift filmen, ja, die Vlinder fährt morgen wieder Aufzug. Zu viert spielten wir noch zwei lustige Runden Wizard, Silvia war müde und verabschiedete sich in ihre Kabine.