Juli

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Heute Morgen haben wir noch einmal das ganze Boot auf Vordermann gebracht und die Kabinen für unsere Gäste vorbereitet. Martin hat die Schubladen ausgetauscht und vorne am Bug die Sitzbank wieder zusammengebaut. So war alles bereit für den neuen Besuch mit bekannten Gesichtern.
Mittags sind wir zu einem Restaurant gelaufen, um für den Abend einen Tisch zu reservieren.

Auf dem Rückweg entdeckten wir unsere Schweizer Gäste auf einer schattigen Bank , was für eine schöne Überraschung! Nach einer herzlichen Begrüßung nahmen wir Helene, ihre Mama Silvia und ihre Nichte Ramona direkt mit an Bord. Zuvor holten wir noch ihre Einkäufe aus dem Auto.
Nachdem alles verstaut war, genossen wir Kaffee und Kuchen an Deck. Dabei erzählten unsere Gäste von ihren Erlebnissen in Straßburg. Anschließend erklärte Martin alles Wichtige rund ums Boot , von den Kabinen über Fenster, Licht und Ventilatoren bis hin zu den kleinen Besonderheiten der Vlinder.


Danach machten wir uns mit Helenes Auto auf den Weg zum Chateau du Haut Barr. Die beeindruckende Burg thront auf rund 470 Metern Höhe über dem bewaldeten Tal der Zorn und wird nicht umsonst das „Auge des Elsass“ genannt. Heute hatten wir eine fantastische Fernsicht und konnten sogar bis nach Straßburg blicken.Natürlich erkundeten wir die gesamte Anlage, überquerten schwindelfrei die berühmte Teufelsbrücke und genossen die herrlichen Ausblicke. Anschließend spazierten wir weiter zur Ruine Groß Goldseck. Die Burg wurde einst zum Schutz der Abtei Maursmünster erbaut und liegt auf einem steil abfallenden Felsplateau. Noch heute beeindrucken die mächtigen Ringmauern, die Reste der ehemaligen Vorburg und der teilweise vollständig erhaltene Bergfried, der eindrucksvoll von der einstigen Größe der Anlage erzählt.

Auf unserem Weg kamen wir außerdem an der historischen Telegrafenstation Chappe vorbei. Sie gehörte zur ehemaligen optischen Telegrafenlinie zwischen Paris und Straßburg und wurde am 31. Mai 1798 als 48. von insgesamt 52 Relaisstationen in Betrieb genommen. Ursprünglich stand der Turm in der Nähe der Teufelsbrücke auf dem Gelände des Château du Haut-Barr. Weil der Zugang dorthin jedoch zu gefährlich war, wurde er bereits 1810 an seinen heutigen Standort versetzt. Bis 1852 blieb die Station in Betrieb, bevor die optische Telegrafie durch die elektrische Verbindung zwischen Paris und Straßburg ersetzt wurde.


Und dann sind wir noch ein bisschen weiter durch den Wald zur nahegelgenen Burgruine Geroldstein.Mit vielen schönen Eindrücken kehrten wir schließlich zur Vlinder zurück.

Am Abend gingen wir in ein kleines, gemütliches Restaurant direkt an der Zorn, wo wir uns ein leckeres Essen schmecken ließen.
Den Ausklang fand dieser herrliche Tag an Deck der Vlinder.

Bei angenehmen Temperaturen saßen wir noch eine Weile zusammen, plauderten und ließen die vielen Erlebnisse Revue passieren. Doch nach diesem langen und abwechslungsreichen Tag fielen schließlich alle müde, aber glücklich, in ihre Kojen.