Jan.

12

Heut morgen ließen wir es ganz chillig angehen. Ich fuhr mit dem Radl zum nächsten Supermarkt und kaufte frisches Brot und Croissants . Auf dem Rückweg sah ich ein Schild mit Tiki Village. Da musste ich unbedingt halten. Das war ein kleiner Andenkenshop, der aber Montag geschlossen hat. Läuft ja nicht davon, dann eben morgen.

Nach einem leckeren, ausgiebigeren Frühstück als gestern sind wir wieder zur Kanuvermietstation gefahren. Jeanro hatte bereits auf uns gewartet. Kanu war schon im Wasser und für die Abfahrt bereit. Nachdem alles verstaut war, ging’s quer rüber zu einer Insel. Es war viel weniger los, als sonntags. Fast am Ufer schmiss ich den Anker raus. Zuerst gingen wir ein bisschen den Strand entlang spazieren. Am Ende zwischen Bäumen war ein Bungalow, der schon mal bessere Zeiten gesehen hatte. Trotzdem, die Lage und die Bauweise hatten schon was, einfach traumhaft. Schade, dass so eine tolle Location einfach so vergessen wird. Zurück am Kajak holten wir unser Schnorchelzeug raus.

Ich hörte wieder nicht auf den Skipper, deswegen beschlug meine Maske nach wenigen Minuten. Tztztz…ging dann doch irgendwie. Wir schnorchelten durch einen wunderschönen Coral Garden. Es passte einfach alles. Das Licht von der Sonne, die bunten Fische und es gab auch noch lebendige bunte Korallen . Martins geschulter Blick sah zwischen den Korallen noch vieles mehr, wie zum Beispiel die gut versteckte Mördermuscheln oder die „Tannenbaum-Röhrenwürmer“. Die ärgerte er ein bissel, so dass sie immer wieder blitzartig verschwanden und dann langsam wieder herauskamen. Die Fische waren gar nicht scheu.

Einige Ausflugsboote waren noch unterwegs, die boten ein Barbecue am Strand an. Coole italienische Musik lief und ich hatte einen Dauerohrwurm. Langsam paddelten wir zurück zu der Stelle, wo die Schildkröten zu sehen sind. Auch heute hatten wir Glück und gleich zwei von den Turtles schauten aus dem Wasser. Wir brachten unser Kanu zurück , warfen den Anker und zogen uns dort um. Martin wollte mir noch die Saftfabrik ROTUI von Moorea zeigen. Die lag auf dem Weg zu einem Angelzubehör Laden. In der Cook Bay ankerte ein kleineres Kreuzfahrtschiff für 1000 Gäste, die Vasco da Gama.

Martin meinte noch, dann wird die Saftfabrik bestimmt auch voll sein. Wir sahen schon einige Tour Pickups, die Ausflüge mit den Gästen der Vasco da Gama durchführten. Unser Inselflitzi wurde kurzerhand unter einem riesigen Mangobaum im Schatten geparkt. Wir liefen nur schnell durch den Laden. Es gab nichts Aufregendes und in die Saftpresserei gingen wir gar nicht erst rüber.

Wir fuhren weiter durch die nächsten Buchten und fanden den Angelladen nicht, dafür eine nette kleine Strandbar. Dort aßen wir das Tagesgericht Fish and Chips. Der Fisch ist zweimal gestorben 🤣, aber die Pommes waren lecker. Der Angelladen war in Wirklichkeit ein „ Baumarkt“ und er hatte tatsächlich alles, was Martin suchte. Auf dem Heimweg hielten wir noch an einem Obststand und nahmen ein Bund mit 5 Ananas mit. Wir sind ja schließlich auf der Ananasinsel.

Zurück in unserer Ferienwohnung gab’s dann eine leckere Obstplatte. Abends haben wir die andere Hälfte von unserem Brotfruchtauflauf gegessen und noch Backgammon und Kniffel gespielt. Irgendwie machen diese Temperaturen müde, bis man sich wieder richtig daran gewöhnt hat, deswegen sind wir zeitig ins Bett gegangen.

Jan.

11

Nach einem leichten Frühstück am Morgen sind wir zu Jeanros Kanuvermietung gefahren. Die Beschreibung über WhatsApp war easy und so waren wir nach ca 5 Minuten da.

Jeanro hat uns angeboten, solange wir hier sind, können wir sein Kanu uneingeschränkt nutzen. Er hat uns noch gezeigt, wo wir unsere Flossen verstauen können und gab uns noch Tipps , wo die Haie und Stachelrochen angefüttert werden und wo wir am besten Schildkröten sehen. Dann ging’s los. Ich paddelte vorne und der Chef gab hinten Anweisungen…..hahaha…

Wir fuhren gegen den Wind Richtung Haifütterung. Den Platz kannten wir schon vom letzten Jahr. Nachdem der Anker geworfen und fest war, hüpften wir ins klare Wasser und zogen unsere Flossen und Brillen an. Mit uns lagen einige Ausflugsboote dort .


Es ist echt ein Traum. Wir wurden von Blacktipps und großen Stachelrochen umrundet. Ganz gemütlich schwammen die Haie und Stingrays unter und neben uns und ließen sich nicht stören. Ein paar kleinere Fische flitzten um die einzelnen Felsen herum. Ein großer Jackfisch verfolgte immer einen Hai, er blieb aber auch nach einigen Runden immer hinten.

Nach einer halben Stunde stiegen wir wieder ins Kanu. So lange wollten wir noch nicht in der Sonne bleiben. Jetzt ging es leichter mit dem Wind. Wir legten an einer kleinen Insel an, dort haben einheimische Familien sich zum sonntäglichen Picknick getroffen. Ums Eck war ein nobler Beachclub, wo die Flasche Deutz Rosè und Deutz Brut jeweils schlappe 200€ kosteten. Da haben wir nur kurz Rast gemacht.

Weiter in Richtung Schildkröten ließen wir uns einfach treiben. Martin sah sofort die großen Panzer im Wasser und wie sie ihre Köpfe aus dem Wasser nach Luft streckten. Das waren schon mal tolle Erlebnisse für den ersten Tag auf Moorea. Wir paddelten langsam zurück. Vom Wasser aus haben wir ein schönes Restaurant , das Les Tipaniers, entdeckt, das Martin von früher kannte. Dort beschlossen wir, eine Kleinigkeit zu essen. Wir bekamen auf der Terrasse noch einen schönen Platz und genossen die wunderschöne Aussicht. Ein paar Parasailors drehten im Wasser ihre Runden und zeigten waghalsige Sprünge. Wir teilten uns ein leckeres Clubsandwich mit Pommes. Martin trank noch einen Cappuccino, bevor wir zu unserem nächsten Ziel fuhren.

Ein China Supermarkt hatte geöffnet und wir hatten am Vortag die Milch vergessen. Jeanro meinte so ca 2 km von unserer Ferienwohnung, tatsächlich waren es aber 5 und wir wollten schon fast wieder umkehren mit unserem kleinen Inselflitzer.
Daheim chillten wir ein bisschen, Martin stellte den Blog online und wählte dazu die Fotos aus. Dann bereiteten wir gemeinsam unser Gratin aus der Brotfrucht für das Abendessen.
Nachtrag, der Auflauf war sehr lecker und macht richtig satt.

Jan.

10

Wir sind Freitag Nacht mit Air Tahiti Nui von LA nach Papeete geflogen. Das war nicht so der Hit. Essen fast ungenießbar, Entertainment Angebot sehr schwach. Das einzige Gute waren unsere Sitzplätze am Notausgang mit viel Platz.

Wir kamen fast 45 Minuten früher an und fuhren gleich mit dem Taxi zum Fährhafen. Dort legte in den nächsten 10 Minuten die Aremiti Fähre ab. Eigentlich wollten wir die um 9.15 Uhr nehmen, aber eh wir uns verschaut haben, haben die kräftigen Jungs unser Gepäck noch mit auf den Gepäckwagen gehievt. Also schnell an die Kasse und Tickets für 7.00 Uhr lösen und ab auf den großen Pott. Viele Einheimische nutzten den Samstag, um auf der Insel Verwandte und Freunde zu besuchen. Die Fähre war ziemlich gut gebucht.

Die Überfahrt war ruhig und auch das Ausfahren der Autos nach Ankunft verlief unkompliziert und ohne Stress im Reißverschlussverfahren, da gegenüber noch eine Fähre angelegt hatte. An der Anlegestelle herrschte kurz ein richtiges Gewusel, bis jeder sein Gepäck hatte. Auf Empfehlung von unserem Vermieter suchten wir die Moorea Scooter and Cars Vermietung, um nach einem Auto zu schauen. Ein kleiner Hüpfer von Suzuki stand noch auf dem Hof, als wenn er auf uns gewartet hätte. Den haben wir auch bekommen. Mit unserem Gepäck mussten wir Tetris spielen. Sogar die Rückbank war voll bepackt. Nachdem wir zu früh dran waren um einzuchecken, sind wir noch an einer kleinen Strandbar namens Chez Elo eingekehrt und hatten dort ein kleines Frühstück. Immer wieder kamen Einheimische vorbei und brachten frisches Obst. Eine Frau fragte uns, ob wir nicht eine Brotfrucht möchten. Sie hat uns noch gleich ein paar Zubereitungsmöglichkeiten erklärt. Martin kannte die Frucht von früheren Reisen hier und wir entschieden, dass wir am nächsten Abend ein Gratin draus machen werden.

Gegenüber war noch ein Supermarkt, wo wir uns für die nächsten Tage mit Lebensmittel eindeckten. An einem Straßenstand hielten wir noch, weil es da Bananen gab. Das waren nur die Kochbananen , aber die nette Dame holte schnell noch Essbananen aus ihrem Garten und schenkte uns sogar noch ein paar Reifere dazu. So langsam näherten wir uns dem Ziel, der Fare Manueva. Jeanro, der Vermieter, wartete schon auf uns. Er hieß uns herzlich willkommen. Die Ferienwohnung ist zwar einfach, aber man hat alles, was man braucht und sie ist sehr geräumig.


Am Nachmittag, nach dem wir uns ein bisschen eingerichtet hatten, sind wir nur über die Straße zum Strand zum Schnorcheln gegangen. Jeanro sagte uns, dass man Stingrays und auch kleine Haie um das Riff sehen kann, da ein Nachbar diese dort anfüttert. Die sind wahrscheinlich eher in der Früh da, wir haben nur ein paar kleinere Fische gesehen. Das Wasser ist wie in der Badewanne.
Zurück in unserer Unterkunft wollten wir uns nur ein bisschen ausruhen und abends zum Essen in eine der lokalen Restaurants in der Nähe gehen. Aber wir waren so müde vom Nachtflug, dass wir einfach eine Kleinigkeit daheim gegessen haben und unseren ersten Abend auf Moorea tatsächlich verpennt haben.

Jan.

9

Da heute unser letzter Tag in LA war , bevor wir nach Papeete weiterfliegen, wollten wir einfach was chilliges machen. Wir fuhren nach Long Beach, wo die Queen Mary liegt. Die Queen Mary ist nicht nur ein Museum, sondern eine historische Institution, die den Glamour und die Herausforderungen der Atlantiküberquerungen verkörpert und heute eine einzigartige Touristenattraktion darstellt, die Geschichte und Gegenwart verbindet. 

Wir bekamen tatsächlich ein bisschen Titanic Feeling. Da wir beide noch nie auf so einem großen Schiff waren, hat uns die Größe , die ganze noble Einrichtung und alles drum herum erstmal total geflasht. Die ganze Verarbeitung und Inneneinrichtung ist der reinste Luxus. Heute kann man dort übernachten oder irgendwelche Events besuchen oder auch Führungen mitmachen. Martin hat natürlich sofort die Steam and Steel Tour gebucht und verschwand mit dem Guide in den Maschinenraum. …….Ich hab mich mit einigen anderen Gästen der Haunted Tour angeschlossen. Da hat halt unser Guide von mysteriösen Legenden und Spukgeschichten von der Queen Mary erzählt, wie Gäste würden sich umarmt fühlen, obwohl niemand da ist oder sie hören Katzen miauen. War ganz amüsant, und sie hat es auch sehr witzig rüber gebracht. Aber es sind halt Geschichten ( vielleicht so wie die aus dem Paulanergarten).


Wir haben tatsächlich den ganzen Nachmittag dort verbracht, tranken in den legendären und mondänen Bars einen Cappuccino staunten über die damalige Technik.

Als Martin vom Maschinenraum zurück kam, sind wir zurück durch das abendliche Verkehrschaos von LA Richtung Autovermietstation, um das Auto zurück zu bringen. Der Shuttle brachte uns dann zum Flughafen, wo wir uns wieder recht mühsam eineinhalb Stunden durch die Gepäckaufgabe und den Security Check kämpften. Jetzt bleiben uns noch knapp 2 Stunden bis zum Abflug.

Hier noch der Blick vom Liegeplatz der Qeen Mary zum anderen Ufer

Jan.

8

Neuer Tag, neue Abenteuer hier in LA. Wir besuchen die Warner Brothers Studio Tour, nachdem ich die ganzen Bewertungen gelesen habe. Die Paramount Tour war nicht unbedingt der Hit, also auf geht’s zu Warners.

Schon der Eingang war einladender als bei Paramount. Wir konnten uns erst mal in einem großen Raum umsehen und die Geschichte der Brüder nachvollziehen. Kindheitserinnerungen wurden geweckt mit Bugs Bunny usw.

Als wir hier fertig waren, stiegen wir in ein Golf Car und los ging es über das Gelände. Unser Guide zeigte uns viele Filmkulissen und spielte sogar manche Szenen nach. Das war viel spannender als bei Paramounts. Also wenn jemand von euch mal nach LA kommt, dann besser die WB-Tour buchen. Nach einer Stunde lieferte er uns in einer Halle ab, wo man verschiedene Produktionen selber ausprobieren konnte, wie zum Beispiel am Harry Potter Set auf einem Besen reiten. Dahinter wurde dann auf dem Green Screen die Szene eingeblendet und schwubs flog man mit dem Besen über Hogwarts. An einigen Filmsets von zum Beispiel Friends konnte man sich professionell fotografieren lassen. Diese Einblicke waren echt interessant.

Nach der Studio Tour fuhren wir Richtung Marina del Rey. Martin wollte sich dort die Boote anschauen. Wir quälten uns sechsspurig stopp and go durch den Freeway. An der riesigen Marina angekommen war weit und breit kein Café zu sehen. Vielleicht sind wir auch nur an der falschen Stelle ausgestiegen. Jedenfalls ging’s dann weiter zum Santa Monica Pier. Kurz vor dem Sonnenuntergang herrschte hier reges Treiben. Hier finden ja jeden Abend die Sunset Partys statt. Einige Mutige trauten sich sogar ins Wasser. Ein Musiker rappte und betete sie Sonne an, sie möge doch morgen wieder kommen. Hier hat man schon sehr skurrile Leute gesehen. Aber es war trotzdem sehr schön und romantisch, wenn auch mit eisigem Wind.

Als die Sonne verschwunden war, beschlossen wir noch ins Griffith Observatorium zu fahren. Da sind wir ja am Vortag drüber geflogen. Navi sagte knapp 2 Stunden für 40 Meilen. Also wieder überall Stau. Wir fuhren dann kreuz und quer über Land, gingen dazwischen noch in ein Burger Lokal namens HOME, zum Essen. Dann sind wir endlich am Observatorium angekommen. Da war echt viel los, aber als wir das Gebäude betraten, wussten wir warum. Von dort oben hat man einen gigantischen Ausblick über ganz LA. Dieser Lichterglanz war echt besonders und wir waren froh, dass wir hoch gefahren sind. Auch das Observatorium bietet innen ganz viel Information, auch interaktiv. Man konnte zu Vorträgen und oben mit einem riesigen Teleskop in die Sterne schauen. Da standen aber ganz viele Menschen an. Draußen auf der Terrasse boten auch zwei Privatleute mit großen Teleskopen einen Blick auf die Sterne. Man konnte deutlich den Jupiter erkennen. Das war ein tolles Erlebnis. Durchgefroren wärmten wir uns im Auto auf und fuhren dann zurück in die Hollywood Hills zu unserem Airbnb.