Um halb sechs morgens prasselten Regentropfen aufs Boot . Endlich Regen für die Natur! Leider blieb es nur bei einem kurzen Gewitter, und schon nach einer halben Stunde war der Spuk wieder vorbei. Vielleicht kennt ja jemand von euch eine gute Anleitung für einen wirkungsvollen Regentanz? Das wäre hier in der ganzen Region sehr notwendig.
Etwas später machten wir uns mit dem Auto auf den Weg Richtung Sarreguemines, wohin unsere nächste Etappe führen soll. Die Dörfer entlang der Strecke könnten unterschiedlicher kaum sein: Einige sind liebevoll gepflegt und wunderschön herausgeputzt, andere wirken dagegen eher schmucklos und verlassen und dann kam uns fast noch ein Güterzug entgegen.

In Zettingen an der Schleuse hat Martin das Auto abgestellt.
Zurück ging es anschließend mit den Fahrrädern am Wasser entlang. Auch der Kanal zeigt sich hier wieder von einer ganz anderen Seite. Viel Schilf säumt die Ufer, und auch hier sind die Folgen des Wassermangels deutlich sichtbar. Viele Radfahrer waren unterwegs – schließlich ist heute Feiertag in Frankreich.



Um elf Uhr , zurück auf dem Boot ,hieß es dann wieder: Leinen los! Erneut waren wir ganz allein auf dem Kanal unterwegs. Links und rechts leuchteten die frisch abgeernteten Felder in der Sonne, übersät mit riesigen Strohballen.





Aber auch Spuren der Geschichte begegnen einem hier immer wieder. Kleine Bunker mit Schießöffnungen rundherum erinnern an die Zeit zwischen 1932 und 1935, als sie zur Verteidigung des Herbitzheimer Staudamms errichtet wurden.


Kurz vor unserem Tagesziel lag am Ufer noch ein „Rasenmäher“ für den Kanal.


In Zettingen, kurz vor Sarreguemines, legten wir schließlich kurz nach drei an. Die Luft war drückend schwül und die Hitze kaum auszuhalten. Martin gönnte sich deshalb erst einmal eine Siesta auf dem Deck.
Am Abend machten wir noch einen Spaziergang durch das kleine Dorf Zetting, das allerdings nicht viel zu bieten hatte – mit einer Ausnahme: der Kirche mit ihrem ungewöhnlichen runden Glockenturm, wie man ihn nur im Saarland oder in Irland findet.



Kaum waren wir wieder zurück auf dem Boot, begann es erneut zu regnen. Doch auch dieses Gewitter war nur von kurzer Dauer und brachte leider nicht die erhoffte Abkühlung. Also blieb uns nichts anderes übrig, als den Ventilator laufen zu lassen.
Den Abend ließen wir wieder gemütlich ausklingen.
Kommentare