Aug.

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DSC_1122DSC_1122Die Nacht bricht herein über den Strand von Rethymnon. Letzte Strandspaziergänger verlassen die ungemütlich kühl gewordene Zone am Meer und ziehen sich in die hell erleuchtete Stadt, ihre Wohnungen oder Tavernen zurück. Auch die Fischer, die vereinzelt noch am Ufer stehen, immer hoffend, dass doch wenigstens heute ein grosser Fisch anbeissen möge, eine Goldbrasse vielleicht, eine die man auf dem Markt oder in einer Fischtaverne für einen guten Preis feilbieten könnte, auch die Fischer packen ihre Angeln ein und gehen unverrichteter Dinge nach Hause oder in eine Ouzeria, wo sie Freunden wieder und wieder von einem grossen Fang berichten, der schon Jahre zurückliegt. So lange zurück, dass der Fisch immer grösser wird in der Erzählung und es auch nicht mehr nachprüfbar ist, ob jemals ein Fisch angebissen hat. Der letzte Fischer tritt seinen Rückweg an und sucht seinen kleinen Uferweg, auf dem er frühmorgens zum Meer kam, doch er findet ihn nicht. Eine breite, hellsandige Strasse ist dort, wo sein Weg sein sollte, als hätten Ausserirdischen mit irgendeiner hohen Energie dort eine breite Schneise auf die Erde gebrannt. Unwirklich sieht das alles im Mondschein aus. Vollmond noch dazu. Der Fischer wird das Gesehene berichten, bei einem Raki, noch einem Raki und wenn die Flasche leer ist wird niemand ihm glauben und es als die Spinnerei eines Trunkenboldes abtun. Er wird auch berichten, dass er ein riesiges dunkles Schiff am Ufer liegen gesehen hat, gestrandet, ein Geisterschiff, ohne Segel, aber mit einem Mast, der bis in den Himmel reicht. Unter dem Schiff waren Dämonen, einer von Ihnen, ein ganz Dunkler mit silbernen Haaren hat Funken aus seinem Gesicht versprüht. Um ihn herum standen andere und haben ihr höllisches Fest gefeiert. Ein Wesen mit funkelnden Augen und einer riesigen Pranke, gross wie eine Schaufel, hat ein Opfertier durch den Sand gezerrt und oben auf dem Schiff sass in der Dunkelheit einer, der in einer fremden Sprache Geisterbeschwörungen zum Vollmond gesprochen hat.
Der Fischer wird das berichten, immer und immer wieder und diesen Abschnitt des Strandes für alle Zeiten meiden.

Die Nacht bricht herein über den Strand von Rethymnon. Letzte Strandspaziergänger verlassen die ungemütlich kühl gewordene Zone am Meer und ziehen sich in die hell erleuchtete Stadt, ihre Wohnungen oder Tavernen zurück. Auch die Fischer, die vereinzelt noch am Ufer stehen, immer hoffend, dass doch wenigstens heute ein grosser Fisch anbeissen möge, eine Goldbrasse vielleicht, eine die man auf dem Markt oder in einer Fischtaverne für einen guten Preis feilbieten könnte, auch die Fischer packen ihre Angeln ein und gehen unverrichteter Dinge nach Hause oder in eine Ouzeria, wo sie Freunden wieder und wieder von einem grossen Fang berichten, der schon Jahre zurückliegt. So lange zurück, dass der Fisch immer grösser wird in der Erzählung und es auch nicht mehr nachprüfbar ist, ob jemals ein Fisch angebissen hat. Der letzte Fischer tritt seinen Rückweg an und sucht seinen kleinen Uferweg, auf dem er frühmorgens zum Meer kam, doch er findet ihn nicht. Eine breite, hellsandige Strasse ist dort, wo sein Weg sein sollte, als hätten Ausserirdischen mit irgendeiner hohen Energie dort eine breite Schneise auf die Erde gebrannt. Unwirklich sieht das alles im Mondschein aus. Vollmond noch dazu. Der Fischer wird das Gesehene berichten, bei einem Raki, noch einem Raki und wenn die Flasche leer ist wird niemand ihm glauben und es als die Spinnerei eines Trunkenboldes abtun. DSC_1111Er wird auch berichten, dass er ein riesiges dunkles Schiff am Ufer liegen gesehen hat, gestrandet, ein Geisterschiff, ohne Segel, aber mit einem Mast, der bis in den Himmel reicht. Unter dem Schiff waren Dämonen, einer von Ihnen, ein ganz Dunkler mit silbernen Haaren hat Funken aus seinem Gesicht versprüht. Um ihn herum standen andere und haben ihr höllisches Fest gefeiert. Ein Wesen mit funkelnden Augen und einer riesigen Pranke, gross wie eine Schaufel, hat ein Opfertier durch den Sand gezerrt und oben auf dem Schiff sass in der Dunkelheit einer, der in einer fremden Sprache Geisterbeschwörungen zum Vollmond gesprochen hat.

Der Fischer wird das berichten – immer und immer wieder – und diesen Abschnitt des Strandes für alle Zeiten meiden.DSC_1122

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One Response

  1. Superklasse! Das ist Prosa und sehr, sehr lustig. Ich freue mich.

    Alles Gute,
    Marc



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