Apr.

21

Auf mehrfache Nachfrage hier nun mein Bortbackrezept.
Das hatte ich schon auf der VAVA-U immer so gehandhabt.

Und aktuell (siehe Bilder) auch so auf den beiden Charter-Kats in
French Polynesien so gemacht.

Also um es vorweg zu nehmen – eigentlich habe ich kein richtiges Rezept und mache es immer etwas „freihändig“.

Zutaten:

  • Wasser, ca. 1-1,2 Liter
  • 1 Kg Mehl, kein spezielles – also das was man vor Ort bekommt
  • Trockenhefe, 2 Pkg. (passend für 1 Kilo Mehl)
  • Salz, nach Gefühl, aber nicht zu wenig
  • Zucker, eine Prise
  • Körner nach Verfügbarkeit (Sonnenblume, Leinsamen, Kürbis, Chia, Nüsse etc.)

Ich erwärme das Wasser handwarm.

Dann gieße ich in einen Messbecher (o.ä.) ca. 100-150ml ab, verrühre die Prise Zucker
und gebe unter Rühren mit Schneebesen die Trockenhefe dazu, und lass das erst mal mit einem Tuch abgedeckt stehen, bis die Hefe deutlich reagiert, also eine Art Schaum bildet, der durchaus die doppelte Wasserhöhe dabei erreicht.

Das restliche Wasser in eine Rührform/Schüssel mit ordentlich Salz geben und verrühren bis es sich auflöst. Dann nach Gusto die verfügbaren Körner (je nach Geschmack) hinzugeben und etwas quellen lassen.

Dann das Mehl am Rand vorsichtig in die Rührform/Schüssel geben, wobei ich darauf achte, dass in der Mitte Wasser zu stehen bleibt.

Jetzt vorsichtig mit der Gabel/oder Ähnlichem ein wenig Mehl in der Wassermulde verquirlen und stehen lassen.

Wenn dann die Hefe soweit wie oben beschrieben reagiert hat, gebe ich diese unter Rühren mit der Gabel/oder Ähnlichem in die Wassermulde der Rührform/Schüssel und vermenge dann langsam alles mit dem Mehl.

Nun mit dem Mixer alles gut durchkneten und je nach Bedarf noch etwas Mehl oder lauwarmes Wasser hinzugeben bis der Teig grad nicht mehr glasig ist und sich vom Rand löst.
Insgesamt sollte die Teigmenge nur in etwa die Hälfte der Rührform/Schüssel ausfüllen.

Nun alles abgedeckt an einem ruhigen, warmen Ort ohne Zugluft stehen lassen bis der Teig in etwa die doppelte Größe erreicht hat.
Dies dauert manchmal bis zu zwei Stunden. Das hängt von den Umgebungstemperaturen und der Teigkonsistenz ab. Eher feucht geht schneller, aber Brot wird sehr luftig. Eher trocken dauerts länger, aber das Brot wird ggf. zu fest

In der Zwischenzeit die Backform(en) vorbereiten.
Auf VAVA-U hatte ich am Anfang vier Kastenformen um das Brot im Gasbackofen zu Backen.
Später benutzte ich vier verschiedene Größen von Kasserollen mit Deckel um auf dem Herd zu backen. Auf den Charterkats hatte ich einen großen runden Aluminium-Topf (ca.30cm Durchmesser) ebenfalls mit Deckel.

Also den/die Töpfe mit Margarine einfetten und den Teig bis zur jeweiligen Hälfte einfüllen und dabei etwas mit dem Teigschaber durchdrücken. Das Ganze ggf. nochmals etwas ruhen lassen bis der Teig um maximal 1/3 größer geworden ist.
Bei dem Aluminiumtopf ist mir das erste Mal das Brot trotz einfetten am Boden festgeklebt.
daher habe ich später dann immer den Boden im Topf auch mit Backpapier belegt bevor der Teig hinein kam.

Nun den Topf mit Deckel auf den Herd.
Damit der Teig beim backen nicht am Deckel festklebt (denn der Teig wächst nochmal)
habe ich zwischen Topf und Deckel immer Backpapier dazwischen gelegt.

Die ersten 10-15 Minuten auf große Flamme. Dann die nächsten 20-30 Minuten auf kleine Flamme. Den Teig im Topf kontrollieren. Also Deckel runter und schauen ob der Teig auch mittig im Topf leicht fest wird. Ist dies der Fall kann man „umdrehen“.

Ich habe zum umdrehen immer ein großes Brett auf dem Backpapier liegt.
Dann nimmt man den Topf vom Herd und dreht ihn schnell über dem Brett um, so dass das halbfertige Brot herausfällt.

Topf am Boden neu einfetten/ beim Alutopf Backpapier wieder in den Boden legen.
Nun das halbfertige Brot wieder in den Topf geben und weitere 30-40 Minuten auf dem Herd ohne Deckel bei kleiner Flamme backen.

Ggf. das Brot nochmals umdrehen und 10-15 weiter auf dem Herd ohne Deckel bei kleiner Flamme backen.

FERTIG.

Das Brot aus dem Topf nehmen und wenn möglich auf einem Gitter abkühlen lassen. Dabei ab und an mal Umdrehen.

Ihr müsst ein wenig mit der Teigmenge, der Konsistenz und den Temperaturen/Zeiten ausprobieren wie es für Euch am besten passt.
Übung macht den Meister ,-)

Das fertige Brot lässt sich als Ganzes oder in Teilstücken wunderbar einfrieren und ist nach dem Auftauen wieder super frisch. Ansonsten lagere ich das Brot nach dem Abkühlen im Kühlschrank.

Guten Appetit  Euer Skipper Martin