„Aufwachen im Paradies“ könnte den Start in unseren Tag beschreiben. Während ich das Frühstück zubereite, drehen Isabel und Hartmut wieder die ersten Runden im Wasser und Annemarie und Ludwig genossen den ersten heißen Kaffee . So nach und nach wurden alle anderen auch wach. Über dem Piti Aau Motu sind heute ein paar dicke Wolken und es geht ein bisschen Wind. Das tut richtig gut. Nach dem reichhaltigen Frühstück gehen alle nochmal in das unfassbar türkise Wasser, bevor es heißt Abschied nehmen und Leinen los von der Mooring . Dafür musste Ludwig heute nicht ins Wasser. Das Großsegel wurde noch hochgezogen und als wir dort wegfuhren, zog sich der Himmel total zu und es fing zu regnen an , so als ob der Himmel weint. Ciao Ciao Paradies , auch für Martin und mich das letzte Mal in dieser Saison.



Wir wollen nach Vaitape, in den Hauptort von Bora Bora um noch ein paar Sachen zu kaufen, die wir für die letzten Tage noch zum Kochen benötigen. Um halb eins machten wir vor dem Bora Bora Yachtclub fest und Hartmut und ich peilten von dort aus zu Fuß den Super U gegenüber vom St. James an. Ludwig wollte noch ein paar Kilometer joggen und lief erstmal in die andere Richtung los. Mit dem Einkaufszettel bewaffnet erreichten wir gerade noch vor einem Wolkenbruch den Supermarkt. Ich weiß ja nicht, wo die Einheimischen ihre Sachen kaufen, aber der Markt war halb leer. Kein Yoghurt, keine Auswahl an Obst und Gemüse und keine Eier. Ludwig war inzwischen auch angekommen. Zu dritt suchten wir die Regale ab. Dann warteten wir den Schauer noch ab und machten uns auf den Weg zum ChinLee, einem chinesischen Supermarkt 5 Minuten weiter. Dort ergatterten wir wenigsten ein paar Zwiebeln und einen Yoghurt. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite stehen normalerweise einige Frauen, die Obst verkaufen. Heute war nur eine da, die Auswahl war dementsprechend wenig. Aber ein paar grüne Bananen, zwei Pomelos und Maracujas für 1000xpf wanderten in unsere Tasche, dafür bekamen wir noch eine Avocado geschenkt. Dann liefen wir im Gänsemarsch die zwei Kilometer wieder zurück zum Yachtclub, wo uns Martin einsammelte. Ich hab noch schnell die Einkäufe verstaut und setzte das Kaffeewasser auf. Währenddessen machten die Jungs die Leinen los und Martin steuerte das Motu Toopua an, wo wir auch festmachen wollen. Da ist es recht schön zum Schwimmen und zum Schnorcheln. Endlich schafften wir es heute, mit Isas Geburtstagssekt nach 4 Tagen anzustoßen. Den haben wir immer vergessen. Zum Kaffee gab es Isabels leckeren Quarkkuchen mit Pfirsichen. Ratzeputz war die Kuchenplatte wieder leer.



Egal, die Kalorien wurden gleich im Wasser wieder abgestrampelt. Erst ein bisschen spooky, dann voll begeistert schnorchelten Annemarie, Christine, Ludwig und Hartmut den Blacktipp Haien hinterher, die sich ums Boot tummelten. Später chillten die Jungs vorne am Bug und Annemarie und Christine waren nicht aus dem Wasser zu kriegen. Isabel und ich machten es uns auf der Flybridge gemütlich. Martin ging auch nochmal schnorcheln. Als er zurück kam, mixte er für die Crew einen tollen Sundowner und servierte ihn persönlich.


Aber vor lauter Haien verpasste die Crew den tollen Sonnenuntergang, den wir heute hatten. Zum Abendessen kocht heute auch der Skipper, so langsam müssen wir unsere Vorräte aufbrauchen.
Martin hat es gut gemeint und einen Riesentopf leckere Spaghetti Carbonara gekocht. Die Crew langte zwar kräftig zu, aber der Topf wurde nicht leerer. Dann gibt’s eben morgen nochmal Nudeln. Das eingespielte Küchenteam Leo und Annemarie sorgte für eine saubere Küche danach.


Leo hat sich heute Bordkino gewünscht und zwar Mamma Mia. War sehr lustig, obwohl alle den Film kannten. Solche Filme kann man immer wieder anschauen. War ein schöner, abwechslungsreicher Tag.


Kommentare