Jan.

5

Lucia

Der Vormittag beginnt mit einer Kanufahrt von Claudia und Stefan, nach der Stefan erstmals ins Wasser springt – 21 Grad können ganz schön kalt sein, da sind wir uns alle einig! 

Alexandra macht uns mittags köstliche Palatschinken, leider ungefähr 142 Stück zu wenig um die süße Crew nachhaltig zufrieden zu stellen. Martin ist unfreiwillig besonders fleißig: die Cafémaschine wird gleich von drei auftretenden Fehlern behoben. Wie gut, dass die alte Maschine noch vorhanden ist und nun als Ersatzteillager fungiert. Einige wollen bei der Reparatur hilfreich sein, doch schaffen es nur aufs Foto – Martin ist ein echter handyman (hat übrigens nix mit Mobiltelefon zu tun ;)). 

Unweit vom Ankerplatz, am Otehai Bay, ist heute Livemusik angesagt.

Lucia macht einen Ausruhtag am Boot, alle anderen werden bei der Überfahrt mit dem Beiboot von den Wellen angespritzt und leider dort auch nicht mehr ganz trocken, denn der Himmel verdunkelt sich… Um 16 Uhr ist es so finster wie kurz nach Sonnenuntergang. Von den Waldbrände in Australien kommt die Asche nun auch im Norden Neuseelands an. Es ist beeindruckend und bedrückend zugleich.

Jan.

4

Lucia

Bei der wilden Überfahrt mit dem Beiboot vom Ankerplatz zum KERIKERI BASSIN haben alle mehr oder weniger Spaß und werden alle mehr oder weniger nass, was nicht miteinander im Zusammenhang steht. Lucia schmeißt sich ganz vorne bäuchlings als Gallionsfigur auf den gut aufgeblasenen Gummirand und noch vor Ankunft auf festerem Boden hilft der Wind, uns großteils wieder zu trocknen. Die letzten feuchten Stellen werden ausgesessen.

Claudia und Stefan besuchen den Zoo, der verschiedenste neuseeländische Vögel zeigt, unter anderem sehr bunte Papageien. Am liebsten hätten die beide die Käfige geöffnet und alle frei gelassen! Alexandra, Marco, Christian und Martin machen sich auf dem Weg zum WHAREPUKE Wasserfall und treffen dabei auf Lucia, die wie immer im Wald herumtrödeld und somit der Gruppe, die es sogar bis zu den eindrucksvollen RAINBOW FALLS schafft, auch bald wieder verloren geht. 

Heute müssen noch Einkäufe erledigt werden (Erdbeeren sind bei der Crew ganz hoch im Kurs!). Die Belohnung wartet im Restaurant mit guter Lage vor der Dingi Anlegestelle: Panacottaaaaaa! Da freuen sich die Buben! 

Es gibt auch einen Wunschbrunnen hier, doch wenn man da hindurchblickt sieht man ihn schon erfüllt!

Seglerisch erlebt die Crew etwas Neues: wir segeln nur mit der FOCK weiter, Richtung URUPUKAPUKA Island. Hier können wir jedoch nicht ankern – es ist viel zu weitläufig vor der Insel viel zu flach. So finden wir uns einen geeigneten Platz näher beim Festland. 

Da wir die Tage zuvor immer wunderbar gegessen haben gibt es heute zum Abendessen ebenso wunderbares Resteessen, vorwiegend vegetarisch, mit Ausnahme der Fleischstücke ;). 

Jan.

3

Lucia

Zum Kennenlernen der Kultur eines Landes gehört in manchen Gegenden der Welt die landesspezifische Müllabfuhr dazu. Neuseeland überrascht uns mit einem System auf Wasser: die Segler dürfen in der Hauptsaison ihre Müllsäcke zu einem an bestimmten Tagen bereit stehenden Müllboot zur Entsorgung bringen. Ein freundlicher Neujahrsgruss, ein kleiner Beitrag (ca 5,- Euro pro Sack ) und schon ist die Vava’u wieder müllfrei. 

Um 11 Uhr rückt die ganze Crew zur Inselwanderung aus.

Die Insel MOTURUA ist unbewohnt und nur mit dem Boot zu erreichen, doch wie schon zu Silvester bemerkt: alle haben frei und alle haben ein Boot ! Glücklicherweise sind die meisten Besucher am Strandleben interessiert und so sind am Wanderweg immer wieder zahlreiche Vogelstimmen zu hören. Nach ca. 1,5 Stunden erfreuen aber auch wir uns am Strand. Wir können uns in der Mittagssonne im Schatten ausruhen, schwimmen, schnorcheln und Lucia wagt es sogar, vom Strand bis zur Vava’u zurück zu schwimmen.

Doch die wahre „Action“ kommt erst: um zur neuen Bucht zu segeln müssen wir erstmals aufkreuzen. Dieses nicht alltägliche Event begeistert alle MitseglerInnen!

Als Belohnung gibt es nach der Ankunft eine köstliche, kühle Zitronentorte. Alle sind von der Lemon Cheese Cake so begeistert, dass für die vegetarisch gefüllten Paprika am Abend kaum noch Platz im Bauch bleibt und sie daher auch noch für morgen reichen. 

Abends wird wieder Wizard gespielt, doch da diese Mal nicht wieder der Käpt’n gewinnt, kommt das nicht in den Blog… ;). 

Jan.

2

LUCIA

In Russel befindet sich die älteste Kirche Neuseelands: „Christ Church“, 1836.

Ansonsten kann man in dieser Kleinstadt hübsch in einem Restaurant an der Uferpromenade speisen oder auf den Flagstaff Hill hinaufwandern um die Aussicht auf die rundum liegenden Buchten zu genießen. Auch das Museum ist einen Besuch Wert, denn die „Endaviour“ ist hier im Maßstab 1:5 nachgebaut, was vor allem unseren Skipper erfreut.

Die Überfahrt zur Moturua Island ist kurz und bündig. So kann das sommerliche Wetter für das vielfältige Wassersportangebot der Vava’u genutzt werden: Schnorcheln, Kanu, Fischen, Schwimmen und warm duschen.

Als es endlich kühler wurde (noch vor einer Woche hätten wir uns nicht gedacht, dass wir uns das wünschen würden) kann die Lemon Chees Cake für den morgigen Nachmittags-Café ins Backrohr. Martin bringt uns nach Sonnenuntergang das Kartenspiel „Wizard“ bei und gewinnt sogleich (das muss natürlich in den Blog, denn es sind mehr als 500 Punkte – die inzwischen bei den Spieleabenden magisch gewordene Zahl). 

Jan.

1

Lucia

Der Sommer ist angekommen :). Heute ist es allerdings auch fast windstill. So nutzen wir die Strecke um mit den Motoren auch gleich den Stromvorrat aufzufüllen. Als wir uns der Bucht vor PAIHIA annähern ist unser Eindruck „Alle haben frei und ALLE haben ein Boot“. Sooo viel Verkehr!! Motor- und Segelboote, Fähren, Speedboats, Jetskis, Parasailer, Angler, Kanufahrer …. Martin schlängelt uns da souverän durch.

Nach den heutigen 22 Meilen finden wir trotz des großen Andranges ganz leicht einen guten Ankerplatz vor Paihia, inmitten anderer unterschiedlichster Festtagsgäste. In der Kleinstadt ist schon am Nachmittag der übliche Silvestertrubel.

Mit Martins Shuttelservice kann jeder Gast ganz nach seinem Geschmack den Tag und Abend verbringen, im bunten Treiben an Land oder ruhiger auf der VAVA-U beim Bordkino mit dem klassischen „DINNER FOR ONE“.

Noch vor Mitternacht versammeln wir uns wieder auf unserem schwimmenden Zuhause um mit Champagner und VAVA-U-Misu (einer besonders guten Abwandlung des klassischen Tiramisu) das alte Jahr zu verabschieden und das neue zu begrüßen! Die Stadt Paihia bietet ihren zahlreichen Gästen ein grandioses Feuerwerk. Dieses wird von einem Boot in der Bucht abschossen – besser gehts nicht. Wir haben erste Reihe fußfrei.

Nach dem Feuerwerk ist es relativ ruhig in unserer Umgebung und so sind wir am 1.Jänner munter und frisch genug, eine der wichtigsten Maori Kultur- und Geschichtsstätten zu entdecken: die WAITANGI TREATY GROUNDS. Nach 1 Stunde geführter Tour lässt manchen von uns bei der Tanz-, Sing- und Kriegsshow die Sehnsucht nach der Südsee erwachen.

Das informative Museum rundet den Besuch ab. Der Fußmarsch hin und zurück führt uns entlang der Strände Paihias, wo dem Wetter entsprechend viele Menschen picknicken, baden und entspannen. Claudia und Stefan hatten schon einen ähnlichen Ort besucht und wandern inzwischen in der Gegend um Opua. Durch die Whatsapp Gruppe sind wir dennoch bei Bedarf immer miteinander verbunden.

Beim folgenden gemeinsamen Großeinkauf können wir schon auf die Erfahrungswerte dieser Crew zurückgreifen und nehmen extra viel Käse, Erdbeeren, Kaffeebohnen und noch ein paar Fläschchen Wein aus Neuseeland. Nun sind wir bereit für die (kurze) Überfahrt nach RUSSEL.