Juli

15

Text: Marlene, Fotos: Marina
Gleich nach dem Frühstück gab es eine schöne Überraschung: Wir sahen Schildkröten! Alle paar Minuten steckte eine ihren Kopf aus dem Wasser. Etwas später gingen wir an Land nach Mesolongion. Wir sahen uns dort Boote und Schiffe an und liefen durch die Straßen des Städtchens.

Marina Mesolongio

Marina Mesolongio


Wharram-Gaia

Wharram-Gaia

Als wir wieder beim Schiff waren gingen wir noch einmal Baden und fuhren dann schon weiter. Die Fahrt zu unserem nächsten Halt war wieder lang. Zwischendurch gab es Mittagessen und sahen dann einen großen Tunfisch, der aus dem Wasser sprang.
Am frühen Abend fuhren wir unter der zweitgrößten Hängebrücke der Welt durch, die die etwa 45 m über dem Wasser hängt und 2,3 km lang ist.

Hängebrücke

Hängebrücke


Unter Hängebrücke

Unter Hängebrücke

Nach dem Abendessen an Bord zeigte uns Martin, wie man die Fender festmacht.

Fender

Fender


Kurz vor Ankunft genossen wir noch den malerischen Untergang der griechischen Sonne, dann legten wir im Dunkeln an der Insel Trizonia an.
BILD: Abends anlegen

Juli

14

Text: Marlene, Fotos: Marina
Nach dem täglichen Schwimmen und dem Frühstück, verbrachten wir noch etwas Zeit in der kleinen Bucht und fuhren dann weiter, die bisher längste Strecke.

Klimmzug_DSC02641

Sprung und Klimmzug

Sprung und Klimmzug

Das Mittag-und Abendessen verbrachten wir auf der Fahrt. Leider war wenig Wind und so dauerte die Überfahrt bis in den Abend. Wir fuhren durch den Kanal von Mesolongion, vorbei an Häusern, die auf Pfählen ins Wasser gebaut sind.

Abendstimmung

Abendstimmung


Pfahlhäuser

Pfahlhäuser

Als wir in der Bucht mit einem kleinen Hafen ankamen, war der Tag schon fast vorbei. Wir blieben noch etwas länger draußen, gingen nach einiger Zeit aber auch schlafen.

Ankerplatz

Ankerplatz

Juli

13

Text: Marlene, Fotos: Marina
Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem kleinen Beiboot in den nahegelegenen Ort Kastos, gingen in ein Café bei einer Mühle und liefen in dem Dorf herum.

In der Mühle

In der Mühle


Kastos

Kastos


Shoping in Kastos

Shoping in Kastos

Danach, als wir wieder am Schiff waren, gingen wir noch baden und segelten dann weiter zu einer schönen, kleinen Bucht von Ithaka, in der wir auch gut baden konnten und für die Nacht blieben.

Nach Ithaka

Nach Ithaka


Srakino-Bucht auf Ithaka

Srakino-Bucht auf Ithaka


Abends vor Anker

Abends vor Anker

In der Koje_DSC02452

Juli

12

Text: Marlene, Fotos: Marina
Noch vor dem Frühstück schwimmen wir im türkis blauen, warmen Meer und segeln anschließend weiter bis zu den Inseln Kalamos und Kastos. Martin erklärt uns mit viel Geduld und Freundlichkeit das Schiff und vieles über das Segeln.

Baden

Baden


Angel präparieren

Angel präparieren


Angler Mathis

Angler Mathis

Juli

11

Text: Marlene, Fotos: Marina
Endlich ist das Großsegel fertig und wir können das Segel montieren und ablegen.

Zodiac an Bord

Zodiac an Bord


Grosssegelmontage

Grosssegelmontage


Segelsetzen

Segelsetzen

Die erste Station ist eine kleine Bucht östlich von Lefkas, in der wir ankern und schwimmen gehen.

Skipper am Ruder

Skipper am Ruder


Sprungturm

Sprungturm

Juli

10

Text: Marlene, Fotos: Marina
Am Mittwochnachmittag um 16:00 Uhr beziehen wir das Schiff. Wir marschieren mit allem Gepäck auf den großen Katamaran. Skipper Martin heißt uns gleich herzlich willkommen.

Ankunft

Ankunft


Einweisung

Einweisung

Da wir noch auf die Reparatur des Großsegels warten müssen, starten wir erst am nächsten Tag.

Juni

9

By Jessica

Heute sind wir um 7:30 Ortszeit in Valetta angekommen. Hier haben wir auch endlich den Sommer gefunden.

Valetta

Valetta

Das Großsegel hat auf der Überfahrt einiges abbekommen und so haben wir es abgetakelt und für den Segelmacher abholbereit verpackt.

Valerian fliegt schon heute nach Hause, wir anderen bleiben noch etwas auf der VAVA-U, die jetzt im Royal Marine Yacht Club liegt.

NACHTRAG von MARTIN:

Jetzt sind auch wieder alle Bilder aktuell nachgetragen, auch noch die fehlenden vom Atlantiktörn!

Viel Spaß damit und bis auf bald auf VAVA-U.

Skipper Martin

Juni

8

By Jessica

Der Tag fängt gut an – wir können mit dem Blister segeln und kommen mit durchschnittlich 5 Knoten gut voran. Pünktlich zum Abschluss des Frühstücks ist allerdings dann gar kein Wind mehr da und nach einem Blick auf die aktuelle Wetterprognose wird schnell klar: Das letzte Stück nach Malta müssen wir wohl Motoren.

Ein Gutes hat der fehlende Wind: Es ist endlich etwas wärmer.

Der unendliche Strom Spanischer Galeeren lässt dann auch irgendwann nach – und so können wir doch noch im Meer baden.

Schwimmen-2

Schwimmen

Schwimmen

 

Es ist überraschend salzig und hat – je nachdem welcher Anzeige wir glauben – entweder -8°C oder 23.8°C. Und so lassen wir uns treiben.

Martin macht uns noch einen Sundowner, da das Cockpit aber gerade im Schatten liegt, beschließen Michi und Valerian, die VAVA-U zu drehen.

Schwimmen an der Leine

Sundowner

Sundowner

 

Nach unserem letzten gemeinsamen Abendessen bricht die Nacht der letzten Nachtwachen an. Gegen 23:30 funkt uns die Primorsky Prospect an – ein Frachter der 244 m lang und 44 m breit ist – und bittet uns, mit mehr als einer Seemeile Abstand an ihm vorbeizufahren. Die 0,8sm waren ihm wohl zu knapp und er hatte scheinbar Angst, dass wir ihn versenken könnten.

Juni

7

By Jessica
Nachdem der letzte Tag sehr frisch war und wir alle mehr oder weniger nass geworden sind, genießen wir einen wunderbaren ruhigen Segeltag mit dem Blister entlang der tunesischen Küste.
Den ganzen Tag ziehen wir einen Tross Möwen hinter uns her – eine davon hängt dann auch bei Michael an der Angel, aber nur kurz.
Wir sehen auch immer wieder Fischerboote rausfahren – irgendwo scheint es also doch Fische zu geben.
Martin und Isabel kochen abends ein tolles Menü mit Buletten (oder Fleischpflanzerl oder Fleischküchle und Fleischlaberl – selten gab es für ein Gericht so viele Namen).
Abends ist dann schon die italienische Insel Pantelleria auf der Kimm zu sehen und so nähern wir uns immer weiter unserem Ziel.

Juni

6

By Jessica
… und das wurde es dann auch – eine sehr spannende Nacht. Mit Teilweise bis zu 32 kn Wind hat es die VAVA-U schon sehr hin und hergeworfen – die Wellen kamen gefühlt aus allen Richtungen – und wir gut voran Richtung tunesischer Küste nach SSE.
Ich habe 5 Minuten nach Beginn meiner Wache einen kalten Salzwasserguss abbekommen – die Wellen waren doch höher als erwartet und ich zu konzentriert darauf, gemeinsam mit Valerian das Reff aus der Fock rauszunehmen.
Nachdem in der Nacht niemand wirklich gut schlafen konnte, dösen wir alle den ganzen Tag vor uns hin, beobachten Wind und Wellen, aber es geht uns gut!
Bild: Wellen
Gegen Abend wird es ruhiger und wir machen eine Wende, um dann Richtung NE zu fahren.
Inzwischen haben wir den 10. Längengrad überschritten – es geht also immer weiter ostwärts.

Juni

5

By Jessica
Der Tag beginnt mit Arbeit: Erst mal Segel setzen – dann Frühstück machen. Und als wir so alle gemütlich am Frühstückstisch sitzen, hört Stefan Michis Angel surren – da hängt was dran. Nach einem harten Kampf sehen wir, dass es ein Thunfisch ist. Mich kämpft mit aller Kraft – und kurz bevor der Thunfisch an Bord gezogen werden kann, biegt sich der Haken auf und er entkommt. Glück für den Thunfisch – schade für uns.
Angeln

Angeln - fast wieder Thunfisch

Angeln – fast wieder Thunfisch

Jetzt haben wir zwar Wind – aber leider aus der falschen Richtung. Also motoren wir ein Stück nach Ostenen Richtung Sardinien.
Der Tag ist ruhig und gemütlich – wieder mal ein Urlaubstag auf See.
Erst nach dem Abendessen setzen wir erneut die Segel und steuern die Ile de la Galite an. Der Wind frischt immer weiter auf und auch die Wellen werden höher – es scheint eine spannende Nacht zu werden…

Juni

4

By Jessica
Rund um uns her schwimmen lauter kleine Stöpsel – nachdem Stefan einen Eimer voll gefischt hat, erkennt Martin, dass das nicht die Stöpsel-Fracht eines gesunkenen Containers ist, sondern dass es spanische Galeeren sind. Die begleiten uns auch den ganzen Tag und so können wir trotz Flaute nicht baden gehen.

Meduse-Qualle

Meduse-Qualle

Pünktlich zum Mittagessen bekommen wir Besuch: 3 Delfine schwimmen ein Stück mit uns mit!

Zum Kaffeetrinken kommt ein anderer Besucher: Ein kleiner Vogel. Zuerst ist er sehr scheu, schließlich findet er aber ein bequemes Plätzchen.
Blinder Passagier-1

Blinder Passagier

Blinder Passagier

Juni

3

By Jessica
Vor dem Frühstück macht sich ein Teil der Crew nochmal auf in die Stadt – es müssen ja noch die restlichen Dinare verpulvert werden und so kaufen wir einige Mitbringsel – oder auch interessante Kleidung für uns:
Bild: Michi und Stefan traditionell gekleidet

Traditionel gekleidet

Traditionel gekleidet

Wir warten nach wie vor auf die Naphtal Marine – und das Tanken wird zum Abenteuer. Die Herren laufen mit 4 Mann und einem Tanklaster auf. Nach einigem hin und her tanken wir und sind nach erstaunlich kurzer Zeit klar zum Ablegen – also auf nach Malta.
Ein Pilot würde sagen, es ist ein bumpy flight – es schüttelt uns kräftig durch, aber immerhin ist Wind und wir kommen voran – allerdings erst mal fast Richtung Mallorca – aber da soll‘s ja auch ganz schöne Ecken geben

Juni

2

By Jessica
Kurz vor der Ankunft in Algier gibt’s noch Frühstück auf See. Dann tauchen auch schon viele Frachter auf, die vor Algier liegen. Hier darf Jessica am Ruder stehen – kurz vor dem Anlegepunkt der Coast Guard übernimmt dann Martin.

Ansteuerung Algier

Ansteuerung Algier

Nun beginnt ein Behördenmarathon. Zuerst die Coast Guard, dann der Zoll, dann der Hafenmeister und schließlich noch die Immigration. Alle wollen das Selbe: Crewliste, Kopien unserer Pässe, Schiffspapiere – und bitte alles als Kopie zum Mitnehmen. Die Fragen „Woher, wohin, warum Algier“ müssen auch immer beantwortet werden. Nach erstaunlich kurzer Zeit – es hat nur etwa 4 Stunden gedauert – bekommen wir aber unsere Shorepässe und dürfen nach Algier einreisen.

Algier-1 Algier-2

Algier

Algier

Da die Tankstelle „busy“ ist, gehen wir gleich in die Stadt. Hier gibt’s einiges zu sehen – und gerade für Michi und Jessica ist‘s spannend – beide waren wir noch nie in Afrika. Wir entdecken also die Stadt und finden schließlich ein Restaurant zum Abendessen.

Algier bei Nacht

Algier bei Nacht

Wir fallen auf wie bunte Hunde – Touristen gibt’s wohl nicht so oft in Algier. Alle sind freundlich, begrüßen uns, fragen wie es uns geht. Und so geht der Tag in Algier zu Ende

Juni

1

By Jessica
Beim Abendessen haben wir uns kurz diese Frage gestellt – nach und nach ist uns dann doch einiges eingefallen, was wir an diesem Tag erlebt haben:
– Wir haben den Meridian von Greenwich überschritten
– Wir haben die Mette Maersk getroffen, ein Frachter, der 367 Meter lang ist.
– Tagsüber gabs maximal 8 kn Wind aus 050, wir segeln also bis 5 sm an die algerische Küste ran – was dann wieder dazu geführt hat, dass die Nachtwachen viel spannender wurden, weil sehr viele Fischer unterwegs waren.
Abends war dann fast kein Wind mehr und so Motoren wir weiter Richtung Algier.
Alles in allem war es doch ein wunderbar ruhiger, sonniger Tag – also Urlaub auf See!

Mai

31

by  Jessica
Morgens ist es sehr neblig und wir hören vereinzelt Nebelhörner.

Nebelfrachter

Nebelfrachter

Als dann aber alle wach sind, ist auch der Nebel weg und wir können bei sehr wenig Wind den Blister setzen.
Tagsüber frischt der Wind (entgegen der Wettervorhersage) deutlich auf und so segeln wir ruhig mit dem Blister vor uns hin. In der Sonne ist es schön warm und wir lassen es uns gut gehen. Zum Abschied vom spanischen Festland, das jetzt schon langsam am Horizont verschwindet, gibt’s mittags Gazpacho.
Nachmittags beobachten wir einen Flugzeugträger, dass die Christos XXIII schleppt. Michi und Valerian packen ihre Mathe-Kenntnisse aus und berechnen anhand vom Kurs, unserem Abstand zur Christos und dem Winkel der beiden Schiffe zueinander die Länge des Schlepp-Taus. Michi wills dann noch genau wissen und funkt die Christos an – das Tau ist 1000 m lang und die Länge des Verbands ist 1200 m.
Wir sind immer wieder überrascht, wie viel Verkehr im Mittelmeer ist – der größte Frachter den wir sehen ist die NYC Herkules mit 366 m Länge.

Containerfrachter

Containerfrachter

Abends holen wir dann den Blister rein und setzen das Groß und die Genua – der Wind reicht aus und wir kommen langsam, aber sicher voran.

Grillen-1

Grillen auf See

Grillen auf See

Zum Abendessen gibt’s Ratatouille mit Steaks, die auf dem von Michi auf dem wieder zum Gas-Betrieb zurückgebauten Grill gegrillt wurden.

Mai

30

by Jessica
Um 6 Uhr klingelt der Wecker – wir nutzen noch die Gelegenheit, in der Marina zu duschen, Michi holt nochmal frische Baguettes und wir frühstücken gemütlich. Danach legen wir ab und freuen uns aufs erste setzen der Segel, weil wir momentan schön viel, aber sehr kalten Wind haben. Der Wind lässt langsam nach und so probieren wir nach und nach diverse Segel-Kombinationen aus: Groß und Genua, Passatsegel (also Genua und Fock) und schließlich Blister und Groß.

Blogautor Jessica beim Segeln

Blogautor Jessica beim Segeln

Kurz nachdem der Blister gesetzt ist, entdecke ich auf der Steuerbord-Seite eine Rückenflosse, nach genauerer Betrachtung stellt sich heraus, dass es ein Wal sein muss, wir sehen eine weiße Zeichnung hinter den Augen – es könnte also ein Orca sein  (aber ein sehr kleiner).

Die Crew wird von einer gewissen See-Müdigkeit erfasst und mittags schlafen dann mal alle (bis auf den Wachhabenden).
Vor dem Abendessen sehen wir 2 Delfine, die uns kurz begleiten und dann wieder abtauchen.  Es taucht auch immer wieder ein Delfin auf – die große Aufregung, die die erste Sichtung ausgelöst hat, kommt aber nicht mehr auf.
Nach dem Abendessen erklärt uns Martin, was wir bei den Nachtwachen zu tun haben – zur Sicherheit schläft er aber im Salon.
So geht unser erster Tag auf See zu Ende – wir sehen noch die schneebedeckte Sierra Nevada und Spanien bleibt in Sicht.

Mai

29

By Jessica
Nachdem Stefan und ich die Vava U ab etwa 4:30 auf dem AIS verfolgen konnten, durften wir sie beim Einlaufen beobachten. Zur Begrüßung gab es für uns einen „Anleger“ mit karibischem Rum. Wir lassen der Atlantik-Crew noch etwas Zeit für den Abschied und holen Valerian an seinem Hotel ab. Dann geht’s auch schon nach Malaga, Heinz und Knut zum Flughafen bringen und Shopping bei Bauhaus, Mediamarkt und IKEA – typisch Spanisch also.
Nachmittags geht’s dann zum Großeinkauf – und wir bleiben den internationalen Supermärkten treu also ist der Lidl in Torrelmolinos unser Ziel.
Die Einkaufsliste ist 2 DIN A4-Seiten lang und wir füllen 5 Einkaufswägen. Eine deutsche Touristin hat uns die ganze Zeit beobachtet und als die Männer dann mit der Einkaufswagen-Kolonne zum Auto verschwunden sind, fragt sie mich ganz schüchtern: „Sind das alles ihre Männer?“

Einkauf bei LIDL

Einkauf bei LIDL

Der Einkauf ist deswegen so groß ausgefallen, weil wir aktuell nicht damit rechnen, in Algier einkaufen zu können – die Vorratsschränke der Vava U sind gut gefüllt und wir brauchen uns keine Sorgen machen, mitten im Mittelmeer kläglich zu verhungern.
Zum Abschluß gehen wir Pizza essen – typisch spanisch eben.
Am nächsten Tag erledigen wir letzte Einkäufe und nachmittags kommt Isabel an, damit ist die Crew für den Törn nach Malta komplett.
Für ein erstes Highlight sorgt unser Abendessen in Irinas Taverne – sie ist Rumänin und sehr gastfreundlich. Zum Abschied gibt’s für die Männer Kugelschreiber als Geschenk, für Isabel und mich Ketten und Ohrringe.

Mai

26

By Nick

Nun ist es doch passiert, der Kaffee  ist alle. Es ist noch nicht klar ob gemeutert wird oder nicht. Da  Martin uns mit einem leckeren Apfelkuchen und verwöhnt sehen wir jedoch von dieser Maßnahme ab und geniessen gemeinsam den Kuchen und den letzten Tag im Atlantik.
An dieser Stelle einen großen Dank an Martin, der geduldig jeden zweiten Tag Brote gebacken hat und damit unser Frühstück sicherte.

Morgen mittag fahren wir durch die Meerenge von Gibraltar, da kommen die großen Pötte schonmal ein wenig näher. In diesem Fall wurden wir in die Zange genommen. Einer an Steuerbord und der andere an Backboard vorbei.

In der Zange

In der Zange

Der Atlantik gibt heute nochmal alles und das Cockpit wird gegen Abend mehrfach komplett geflutet.
So verbringen wir die letzte Nacht auf dem Atlantik hauptsächlich drinnen, nur der Wachgänger darf alle paar Minuten die Sternklare Nacht und die rauschende Dünung genießen. Kaum einer der da trocken wieder reinkommt

Mai

25

By Michi

Sonne haben wir immer noch keine, aber der Wind bläst mit konstant über 20kn aus Nord und lässt uns bei halbem Wind sehr gut Fahrt machen.
Doch liegt wohl ein Fehler in der Navigation vor: Es ist eindeutig, dass wir uns hier auf einer schlecht ausgebauten Nebenstraße befinden – überall Schlaglöcher!
Trotz des desolaten Straßenzustandes nimmt der Schiffsverkehr merklich zu. Schon hier, 350sm vor Gibraltar macht sich dieses Nadelöhr bemerkbar.

Heute verbringen wir den Tag nicht nur Drinnen, wie schon öfters in der letzten Woche, sondern haben auch noch die Tür geschlossen und öffnen sie nur kurz für die regelmäßigen Rundumblicke,
weil immer wieder Wellen übers Boot schlagen und das Cockpit unter Wasser setzen.

Heute gegen Mitternacht werden wir die seichteste Stelle seit dem Ablegen in der Karibik passieren. Die Unterwasserberge der Gorringe Ridge.
Zwischen Mont Gettysburg und Mont Ormonde, die sich beide aus der sonst 5000m tiefen Umgebung bis auf 25m unter Null erheben verläuft unsere Route.

Unterwasser-Gebirge

Unterwasser-Gebirge

Natürlich werden hier äußerst reiche Fischgründe vermutet (wie wir uns selbst oft bestätigt haben), wenn nicht sogar Meerjungfrauen!
Deshalb werden nach der abendlichen Currywurst jetzt die Leinen bestückt, um unser Anglerglück nochmals auf die Probe zu stellen

NachtAngeln

NachtAngeln

Mai

24

By Michi

„Schau mal nach draußen“, sagt Martin als ich morgens zur Wachübernahme nach oben komme.
„Ja, Wieso? Was ist?“, sag ich unbeeindruckt und mit anscheinend sehr verschlafenen Augen.
„Na, schau noch mal, so klein ist er nicht!“

OceanCompass

OceanCompass

Und auf den zweiten Blick fällt mir dann wirklich was auf: ein 288m Frachter – die Ocean Compass, direkt hinter uns, nur 500m entfernt. Wieder mal den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen…
Aber die Ocean Compass ist friedlich und treibt „not under command“ mit 2kn dahin. Haben kurz zuvor nach Absprache über Funk mit der phillipinischen Mannschaft direkt vor ihrem Bug gekreuzt. Noch schnell ein paar Fotos geschossen und weiter gehts im „daily buisness“ = Frühstück…

Die Wetterlage bringt nicht nur unbeständiges Wetter für euch Landratten in Mitteleuropa, sondern auch einen , beständigen Nordwind, der uns die letzten Tage noch gut voranbringen wird in Richtung Gibraltar. Die Sonne zeigt sich zwar nicht und die Wellen werden höher, aber der Zweck heiligt ja bekanntlich die Mittel.

Mai

23

By Nick

Nein, bei uns geht’s nicht dekadent zu. Mein Geburtstag ist der Grund für dieses opulente Frühstück. Martin hat sich nicht nehmen lassen, in aller Frühe einen Kuchen zu backen und ein paar Blumen auszudrucken 😉

Geburtstag von Nick-2

Geburtstag von Nick

Geburtstag von Nick

Ansonsten war es ein unaufgeregter Tag, die See ist weiterhin etwas „ruppig“ und wir sind beschäftigt mit Genua rein, Fock raus und umgedreht. Dafür kommen wir jetzt endlich wieder gut vorwärts. Noch knapp 750sm bis Malaga.

Mai

21

By Michi
Morgens kommt ein großer Frachter ganz nah und geht dann nach kurzem Gespräch doch hinter uns und nicht vor uns durch. Von Delfinen werden wir auch wieder begleitet, aber man sieht sie nicht mehr so schön, weil jetzt deutlich mehr Seegang ist und das Wetter nicht so schön ist. Ein paar kleine Schauer bekommen wir auch ab von den dicken Wolken, durch die wir immer wieder steuern. Dafür sind wir teilweise mit über 10kn unterwegs!

Frachter

Frachter

Heute traten wir unsere letzten 1000sm an (-> sind schon in UTC – 1 Stunde)!
Das schreit nach einer Lebensmittelinventur… Aber auch nach gründlichem Suchen wird der Kaffee nicht mehr – ein bisschen ist noch in der Kaffeemaschine, aber der wird kein Land mehr sehen. Aber dafür gibts am Abend Schweinsbraten mit Rotkraut und Knödel!

Schweinebraten mit Ködel

Schweinebraten mit Ködel

Wind und Seegang werden gegen Abend hin stärker. Das lässt nicht nur die Knödel am Teller wandern sondern schaukelt uns auch im Bett ganz schön hin und her.

Mai

20

By Nick
Der Kurs passt, wenn nicht der fehlende Wind wäre. So schön es ist ohne störenden Fahrtwind in der Sonne zu liegen, zu relaxen und die teilweise spiegelglatte See zu beobachten, so schlecht kommt man vorwärts… Also Motoren wir am Mittag für ein paar Stunden dem Wind hinterher. Mit Erfolg, denn am Nachmittag erwischen wir günstige Winde und machen wieder einigen Boden bzw. Wasser gut.
An einen Erfolg beim Angeln glaubt an Bord so recht keiner mehr. Denn obwohl genug Quallen (Spanischen Galeeren und Medusen) im Wasser treiben, teilweise ganze Teppiche, und Fische anlocken müssten tut sich am Haken nichts. Dafür gibt es wieder Delphine zu sehen.
Derlphine-1

Derlphine

Derlphine

Eine Bitte der Crew an die hoffentlich zahlreichen Blogleser: Kommentare sind ausdrücklich erwünscht.

Mai

19

By Nick
Der dritte Sonntag auf hoher See. Und der Tag verspricht abwechslungsreich zu werden.
Zunächst sichten wir mindestens 3 Wale, davon ein junger Pottwal, der direkt achteraus unbeirrt seinen Kurs hält. Die beiden anderen lassen sich am Horizont nur durch die Wasserfontänen ausmachen.

Wal in Sicht

Wal in Sicht


Am Nachmittag begleiten uns einige Delfine ein paar Minuten lang. Fast könnte man meinen, sie haben Spass dabei in der Bugwelle zu toben. Toll, so nah an der Natur zu sein.
Wie immer Sonntags verwöhnt uns Heinz mit einem Kuchen, heute gibt’s Zitronenkuchen. Und zum Ausklang des Tages bleibt Zeit für einen tollen Sundowner, passend zum wirklich schönen Sonnenuntergang.
Sundowner

Sundowner