Juni

12

Auf See im Ionischen Meer mit Kurs Kefallonia.

Der Wind meint es mal gut mit uns und mit leichter Halbwindbrise setzten wir zum Blister auch noch das Groß und machen ab und an sogar 7 Kn Fahrt bei 10-12 Kn aus SSW.

Mittags wie üblich was leckeres aus der Küche vom Chefkoch Matthias und Mundschenk Helmut, Toast mit Rucocla, Balsamicozwiebeln und Steak à la Jamie Oliver  mit einem Chardonnay Veranza 2009

SAlat mit Steakstreifen

SAlat mit Steakstreifen

Mundschenk

Mundschenk

18:00 POS 38° 13,0’N, 018° 36,8‘E

blu:kat ist „WIEDER DAHEIM“ – in Griechenland!

wieder daheim in GR

wieder daheim in GR

Wir übersegeln die Grenze im Ionischen Meer

Grenze auf See

Grenze auf See

Und auch diesen Abend gab‘s wieder lecker Essen im Cockpit unter dem Sternenhimmel.

Anschließend haben wir uns den Zeichentrickfilm „RATATOUILLE“ angesehen.

POS um 24:00 MOZ: 38° 20’N, 019° 29’E Etmal heute 125sm, Wind max. 12 Kn aus 220°, schnellste FÜG mit Groß und Blister bei HW-Kurs 7,8 Kn.

Juni

11

05:00 Uhr wecken, Kaffee und dann Anker auf, ablegen nach Messina.

Und wir haben Wind, gut 20 Kn, aus WSW, der uns mit bis zu 9 Kn in Richtung Straße von Messina schiebt. Leider weht er nur bis kurz vor dem „Eingang“, dann kommt uns schon ein Südwind entgegen, den uns Anis schon per SMS angekündigt hatte.

Aber wir sind „Pünktlich“ und haben mitlaufenden Strom mit bis zu 3,5 Kn bis ca. 10 sm südlich von Reggio/Calabrien Segel setzten können.

Messina_1

Messina_1

Messina_2

Messina_2

In der Straße von Messina ist viel Schiffsverkehr. Frachter, Fähren und Schwertfisch-Fischer mit ihren Auslegerbooten.

Fähre-Messina

Fähre-Messina

Schwertfischfischer

Schwertfischfischer

Leider ist am Ausgang der Straße der Wind dann eingeschlafen und so Motoren wir die Stiefelspitze entlang.

Aber 2 Stunden vor Sonnenuntergang, am Cap Spartivento, ist er wieder da, der Wind.
Mit gut 15 Knoten aus Südwest  macht „blu:kat“ jetzt unter Blister zwischen 6 und 7 Kn Fahrt – direkt auf die Nordspitze Kefallonia zu.

Und so segeln wir nach dem leckeren Abendessen Ossobucco (Kalbshaxenscheibe in Rotweinsauce) mit Safranrissotto und Salat in die Nacht hin nein.

Ossobucco

Ossobucco

POS 24:00 UTC 37° 59’N; 016° 53’E, heute zurückgelegte Strecke: 122 sm; noch ca. 180 sm bis Kefallonia.

Juni

10

Um 12. Uhr kommt die Insel Vulcano (gehört mit zur Inselgruppe der Liparischen Inseln) in Sicht.

Und um 16.00 Uhr lassen wir den Anker in der Nördlichen Bucht vom Hafen Fallen.

POS: 38° 25,11’N; 014° 57,63’E, Distanz Marettimo bis Vulcano 147sm.

Vulcano_1

Vulcano_1

Und dann machen wir erst mal einen Landgang zur Erkundung.

Vulcano_2

Vulcano_2

So schön und gemütlich wie der Ort und die Insel von außen wirkte ist es nicht. Aber zum Einkauf und einem Tavernenbesuch mit Fischessen reicht es und wir wollen ja ohne hin am nächsten Morgen früh los um den mitlaufenden Strom in der Straße von Messina zu erwischen.

Am Schiff gibt’s noch einen Absacker – Sangria aus Spanien mit Eiswürfeln.

Sangria

Sangria

Kali Nichta

Skipper und Crew!

Juni

9

9.6.10

Nachts gab es anfangs noch Wind und ein wenig Welle an der Mole, am Morgen war es dann schon wieder ruhig. Trotzdem sind wir gleich nach dem üblichen reichhaltigen Frühstück los und haben Segel gesetzt.

Aber unser Opfergaben an Rasmus, Poseidon und Neptun scheinen keine Wirkung gehabt zu haben, denn der Wind spielte den ganzen Tag verrückt.

Opfergabe

Opfergabe

Wind –kein Wind, Segel rauf Segel wieder runter, Wenig Wind Blister rauf, Winddreher Blister wieder runter – so ging es den ganzen Tag und dazu kamen auch noch Winddreher.

Blister

Blister

Scheinbar hat‘s den „Jungs“ nicht geschmeckt und so Motoren wir in die Nacht hinein entlang der Sizilianischen Nordküste mit Ziel VULCANO für morgen  Mittag.

Aber wenigstens hatten wir immer gutes Essen von unserm unermüdlich kochendem Koch Matthias!

Kleiner Mittagssnack und Schweinekotelett vom Sardischen Landschwein am Abend.

Mittagssnack_1

Mittagssnack_1

Mittagssnack_2

Mittagssnack_2

Abendessen

Abendessen

Kurz vor Mitternacht haben wir Palermo querab an STB auf POS 38° 16,0‘ N, 013° 20‘  E

Die Wachen für die Nacht beginnen:
00-03-Skipper; 03-06-Helmut; 06-09-Matthias

Juni

8

Frühstück

Frühstück

Frühstück am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen – aber die gibt’s bei uns ja gar nicht.

Mittags kommt schon Marittimo in Sicht und pünktlich zum Kaffee machen wir an der Mole fest und erkunden den Ort.

Marettimo_0

Marettimo_0

Marettimo_1

Marettimo_1

Alles schön sauber und gepflegt, ein wenig verschlafen aber sehr schön und natürlich haben wir das passende Wetter mit Sonnenschein.

Marettimo_6

Marettimo_6

Marettimo_7

Marettimo_7

Für den Abend haben wir schon einen Tisch reserviert. Eine Karte gibt es nicht denn es kommt nur der frische Fang des Tages in die Pfanne, also „Überraschungsessen“

Es gab verschiedene Gänge:

Sardellennest gefüllt mit einem Teig mit Rosinen und Pistazien auf einer Vinaigrette

Spaghetti mit Rogen vom Seeigel und Crouper? und Pistazien

Thunfischtartar mit Limonenstreifen

und als Hauptgang Fisch im Feigenblatt, welches ein unvergleichliches Aroma ausströmte.

Als „Dolce“ sehr empfehlenswert ist die Sizilianische Torte „Cassata Siciliana“

Fisch im Feigenblatt_1

Fisch im Feigenblatt_1

Fisch im Feigenblatt_2

Fisch im Feigenblatt_2

Inklusive Abschlussfoto mit der Tavernencrew

taverne Marettimo

taverne Marettimo

Von links nach rechts:

Helmut, Skipper Martin, kochender Fischer – Promi und Macho Giovanni, Matthias, Giovannis Tochter welche in Wirklichkeit kochte, seine wirklich nette Schwiegertochter aus den USA und sein Sohn als Bedienung.

Von Sardiniern bis hierher waren es 166sm bei fast Flaute den ganzen Tag.
Pos Hafen Marettimo 37° 58,0‘ N, 012° 04,6‘  E

Juni

7

Wie immer gab’s ein gutes Frühstück an Bord. Danach war Matthias auf Einkaufstour um unsere Küchenbestände bis Sizilien aufzufüllen.

Von Andi versorgt mit einem aktuellen Gribfile für die Wettervorhersage sind wir dann am Mittag wieder los mit direktem Kurs von 118 Grad Richtung „Marettimo“, einer kleiner Insel an der Nordwestseite von Sizilien. Bis dorthin haben wir ca. 160m sm – werden also morgen pünktlich zum Abendessen ankommen.

Marettimo

Marettimo

Unser Koch Matthias hat schon im Vorfeld recherchiert, dass es auf Marettimo eine Fischtaverne „ La Scaletta“ gibt, die auch schon von dem englischen Fernsehkoch Jamie Oliver in seiner Kochsendung vor ein paar Jahren portraitiert wurde. Es soll auch noch eine unverheiratete Tochter des Fischers, dem die Taverne gehört,  geben. An der ist unser Koch „interessiert“ 😉

Knödel

Knödel

Doch heute kocht er erst mal wieder für uns.
Zum Abendessen gibt es ganz deftig ein „Eibauer Schwarzbierfleisch“ mit selbstgemachten Böhmischen Knödeln. Zur Verdauung hatten wir vorher auf Sardinien nach Andis Empfehlung extra noch einen Mirto besorgt, welcher alles hervorragend hinunter spülte.

Eibauer Schwarzbierfleisch

Eibauer Schwarzbierfleisch

Lecker war‘s wie immer!

POS um 24.00 UTC: 38°31.902’N, 010°47.246’E, noch 70 sm bis Marettimo

Juni

6

In der Bucht von Cagliari bekommen wir in den Morgenstunden Besuch von der „Guardia di Finanza“. Sie wollen die Schiffspapiere und Pässe sehen und verschwinden mit einem freundlichen Lächeln nach 5 Minuten wieder.

Wir machen erst mal wieder Frühstück und backen Brot.

10:30: Mani ruft uns an und teilt uns mit, dass die Marina in Villasimius knapp 200 € /Nacht kosten soll. Daher entschließen wir uns direkt vor dem Hotel am Strand zu ankern.

Ankunft in Capo Boi auf POS 39° 07,43‘ N, 009° 27,54’W um 12.30 MESZ nach bisher 336 sm.

Capo Boi

Nachmittags und zum Abendessen am Strand mit karibischem Flair haben wir uns mit Mani und seiner Frau Sabine getroffen.

Abendessen_1

Abendessen_1

Abendessen_2

Abendessen_2

Morgen starten wir dann nach dem Einkauf, der unsere Küche wieder komplettieren soll, in Richtung Sizilien.

Bis dahin

Grüße von Skipper Martin und Crew

Juni

5

Auch heute haben wir oder besser Koch Matthias, uns mangels Wind mehr auf die Küche besonnen.

Heraus kommen immer wieder leckere Spezialitäten die mit passenden Weinen den Weg in unsere „hungrigen“ Mägen finden.

Angefangen haben wir mit einem kräftigen Frühstück nach der „arbeitsreichen Segelnacht“

Seemannsfrühstück

Seemannsfrühstück

Mittags mussten wir uns schon wieder mit Nudelauflauf stärken. Abends dann wie immer pünktlich zum feuerroten Sonnenuntergang bei spiegelglatter See, Gurkenkaltschale und danach Lammkottelets mit Kuskussalat, Kräuterbutter und Minzsauce.

Nudelauflauf

Nudelauflauf

Kus-Kus

Kus-Kus

Und dann kam doch noch Wind aus 330 mit 13 Knoten und sofort haben wir die Segel ausgepackt. Mit knapp 6 Kn ging’s dahin –leider nur für eine kurze Zeit denn der Wind legte sich wieder schlafen als wir die sardinische Küste erreichten.

Tageszusammenfassung: Etmal 120 sm Wind für kurze Zeit 13 Kn, FÜG max. 6Kn,
POS um 24.00 38° 51,4‘ N, 008° 35,3’W noch 46 sm bis Villasimius – dort werden wir wohl pünktlich zum Frühstück ankommen.

Juni

4

Leider immer noch kein Wind und wir Motoren.

Dafür ist es warm, die Sonne scheint und das Thermometer klettert auf über 30 Grad.

Klar Schiff

Klar Schiff

Wir nutzen die Gelegenheit bei der ruhigen Fahrt um alle Polster und das Deck zu schrubben.

Koch Matthias

Koch Matthias

Zwischendurch versorgt uns unser Koch mit Spagetti Aglio a Olio und bereitet für das Abendessen schon mal die Sauce Hollandaise zum Spargel vor.

Spargel

Spargel

Ohne Wind haben wir heute unter Motor 120 sm zurückgelegt und es verbleiben noch  ca. 160 sm bis nach Villasimius auf Sardinien. Wenn es so weiterläuft werden wir am 6.6.10 gegen 08:00 Uhr MESZ  dort ankommen.

Juni

2

Törnzusammenfassung

Benalmadena-Mallorca_Mai2010

Link zum Törnblog: Benalmadena-Mallorca_Mai2010

Angelaufene Häfen/Buchten:
Benalmadena (Spanien), Algier (Algerien),  Cala Portals, Can Pastilla (Mallorca)

Gesegelte Strecke: 607sm
Max. Speed: 16,8Kn
Max Wind: 35Kn
Bemerkungen:
– bisher schnellste gesegelte Geschwindigkeit auf Raumwindkurs (Stand 04.02.2012)

Juni

2

Heute sind auf Mallorca Helmut und Matthias, seines Zeichens Koch, zu gestiegen.

Schon die Menulisten die er mit gebracht hat lassen auf kulinarische Höchstgenüsse während des Törns bis Lefkas schließen.

Menueliste

Menueliste

Andi, Katrin und die Kids konnten nach dem Einkauf im Großmarkt schon die erste Kostprobe (Hühnerschenkel mit Salat und selbstgemachten American-Dressing) genießen. Allerdings mussten sie dann auch schon wieder abmustern, da die Heimat in München nach ihnen rief.

Am Abend auf See, weil wir ja doch auch noch unterwegs sind, gab’s dann mit Mallorca und der untergehenden Sonne im Rücken Meeresfrüchte-Paella mit Sangria.

Paella

Paella

Und gesegelt, mangels Wind leider Motort, sind wir auch noch.
Start ab Malle war am 3.6. um 16.00 Uhr Ortszeit. Entlang der Südküste haben wir bis Mitternacht noch knapp 50 sm in Richtung Südsardinien geschafft.

Dort wollen wir als erstes Ziel Villasimius ansteuern, wo uns Mani vom Atlantiktörn, der dort gerade Urlaub mit seiner Family macht, erwartet.

Juni

2

Hi alle Zusammen,

der letzte Törn war recht aufregend wir haben viel erlebt und gesehen.

Mehr dazu wird der Andi schreiben, der mit dabei war und das viel besser kann als ich.

Also hier nur die „technischen“ Daten vom Törn.

Gestartet sind wir um 05:00 in der Früh am 27.5.2010 in Benlamadena (meiner ersten Station nach der Atlantiküberführung)

Es hatte gleich gut Wind und so konnten wir von Anfang an in Richtung ALGIER segeln.

Zunächst recht moderat mit 18-20 Knoten und dann hat der Wind sich langsam gesteigert bis auf gut 30 Knoten und es entwickelten sich entsprechend hohe kurze Wellen, bis zu 4-5 m hoch und recht kurz. War ich gar nicht mehr gewohnt.

Wir haben dann in Etappen gerefft – bis zum 2.Reff im Groß. Aber „blu:kat“ war immer gut unterwegs bei dem achterlichen Wind den wir hatten. Immer so um die 10 Knoten. Der Rekord war einmal die Welle hinunter mit 16,8 Knoten !!

Leider hat der Wind nicht durchgehalten bis Algier, so dass wir den letzten  Tag motoren mussten.

Bis Algier waren es direkt 360 sm, wir haben einen kleinen „Umweg“ gesegelt und kamen dann auf knapp 400 sm.

Am 31.5. Vormittag sind wir wieder von Algier aus in Richtung Malle gestartet.

Leider kein oder fast gar kein Wind- also Motor und dann gings mit beiden Generatoren auf schnelle Marschfahrt mit 7,5, Knoten, so dass wir nach knapp 24 Stunden und 170 sm den Anker in einer kleinen Bucht südlich von Palma de Mallorca fallen lassen konnten.

Motorboot klar machen für einen kleinen „Ausflug“ die Küste entlang, Baden im „eiskalten Wasser“ -22 Grad! und relaxen.

Am 2.6. haben wir uns 10 sm nach Ca’n Pastilla verholt.

Hier steigen heute am 3.6.  Andi und Familie aus, dafür sind seit gestern Helmut und Matthias an Bord bis nach Lefkas.

So das wars an Infos zunächst, ausfühlicheres folgt in Kürze

Vor Anker

Vor Anker

Euer Skipper Martin und Crew

Mai

26

Törnzusammenfassung

St-Martin-Benalmadena_Mai 2010

Link zum Törnblog: St-Martin-Benalmadena_Mai 2010

Angelaufene Häfen/Buchten:

Gesegelte Strecke: 3599sm
Max. Speed: 13,6Kn
Max Wind: 37Kn
Bemerkungen:
– bisher größtes Etmal von 225sm (Stand 04.02.2012)
– Einhand direkt von St. Martin nach Benalmadena bei Malaga, mit kurzem „Landkontakt“ per Handy bei den Azoren

Mai

26

Die letzten Stunden bis Benalmadena

01:30 berge ich die Segel und nehme Kurs direkt auf Benalmadena, d.h. noch vorbei an der kleinen Untiefe, die dem Hafen mit einem Kardinalen Feuer vorgelagert ist.

Und da stehen sie: Andi und Katrin aus München und warten schon seit ein paar Stunden.
jetzt werden sie gleich meine Leinen annehmen und dann gibt’s erst mal ein schönes freudiges Wiedersehen.

Ankunft Benalmadena_Empfangskommando

Ankunft Benalmadena_Empfangskommando

Ende 27.Tag -26.05.10; POS 03:00(UTC) 36°35,7’N, 004°30,7’W

Fest in der Marina Benalmadena/ Torremolinios (bei Malaga)

Zusammenfassung:

Zeit vom 30.4.10 22:00 UTC bis 26.05.10 03:00 UTC  .- 25 Tage und 5 Stunden

Gesamtstrecke von St. Martin bis Benalmadena 3637 sm

Durchschnittsgeschwindigkeit: 6,01 Kn– schnellste FÜG: 12,6 Kn

Größtes Etmal 221sm, Durchschnitt: 144

größte Windstärke/Richtung: knapp 30 Kn
Tage mit Windstille: 6

Mai

25

Mittags-Etmal (12.00 UTC): 118sm

Noch knapp 70 sm entfernt vom Eingang zur Straße von Gibraltar werde ich „umzingelt“ von lauter Frachtern.

Aber sie halten alle gehörig Abstand, weil ich unter segeln bin.

rushhour

rushhour

Seit dem Morgen ist der Wind komplett eingeschlafen und so muss ich wieder mal Motoren.

Es sind noch knapp 40 sm bis Gibraltar.

12:00 LAND IN SICHT!

Jetzt kann ich deutlich  beide Küsten (die spanische und afrikanische) sowie den Eingang in die Straße von Gibraltar sehen.

Das Mittelmeer hat mich bald wieder!

14.00 UTC  Ich habe Handy-Empfang und bekomme die SMS von Andi, dass sie Mittags in Malaga landen werden.

Gleich beim ersten Versuch ihn zu erreichen klappt die Verbindung zwar nur kurz, aber ich verstehe, dass sie in Gibraltar sind und die Durchfahrt von „blu:kat“ sehen wollen.

Ich fahre unter Groß und mitlaufender Maschine, weil immer noch wenig Wind ist.

Mit dem mitlaufenden Strom in der Straßenmitte macht „blu:kat“ gut 9 Kn Fahrt.

So nah es geht im Verkehrstrennungsgebiet steuere ich auf die spanische Seite.

Dann kommt sogar achterlicher Wind und ich setzte die Fock und kann die Maschinen ausmachen. Trotzdem immer noch 8-9 Kn Fahrt.

Gibraltar

Gibraltar

Andi kann nun super Bilder machen, denn „blu:kat“ ist voll  angeleuchtet von der Sonne.

Sie hatten mich schon lange entdeckt – ich kann nur erahnen, wo sie ungefähr sind, denn Gibraltar ist mir von früher her noch bekannt.

Irgendwo da oben in der Mitte vom Felsen müssen sie stehen.

Nach der Durchfahrt nehme ich mit der untergehenden Sonne Kurs auf Malaga. Das sind noch knapp 50 Meilen und dort sind wir dann verabredet.

Eine Weile wird es noch dauern, aber schon jetzt freue ich mich, denn es ist irgendwie wie nach Hause kommen.

Zusammen werden wir dann über Algier nach Malle segeln.

Dazu dann mehr im nächsten Blogeintrag.

Ende 26.Tag -25.05.10; POS 24:00(UTC) 36°26.993’N, 004°40.598’W
Etmal: 140 sm – größte Windstärke/Richtung: WSW 10,5 Kn – schnellste FÜG: 9,8 Kn

Mai

24

Mittags-Etmal (12.00 UTC): 134sm

Frachter SLAVIANKA

Frachter SLAVIANKA

Nach dem „treffen“ mit Slovanka musste ich ein wenig Motoren, weil der Wind bis auf 3 Kn nachgelassen hatte.

Blister_5

Blister_5

Aber seit heute Morgen „weht2 es wieder mit 8 Kn und so setzte ich Blister und segle durch die vielen Frachter hindurch, die mir aus der Straße von Gibraltar  (noch knapp 140sm bis dahin) entgegenkommen.

Mal sehen, welchen ich mir für eine weitere E-Mail-Aktion herauspicke.

Leider kein Erfolg, es sind zwar um die 6 Schiffe um mich herum, aber die beiden ersten die ich gerade gefragt habe, können angeblich keine Mails senden (?)

Na irgendeiner wird mir schon noch entgegenkommen.

Containership MAERSK KOBE_2

Containership MAERSK KOBE_2

Containership MAERSK KOBE

Containership MAERSK KOBE

Ende 25.Tag -24.05.10; POS 24:00(UTC) 35°53.570’N, 007°22.779’W
Etmal: 118 sm – größte Windstärke/Richtung: WSW 11,5 Kn – schnellste FÜG: 6,8 Kn

Mai

22

Mittags-Etmal (12.00 UTC): 133 sm

In den frühen Morgenstunden, es ist noch dunkel – wobei sich schon die aufgehende Sonne im Osten abzeichnet, kommt ein wenig Wind auf. Er hat gedreht und weht nun aus 240 Grad.

Also Groß „rüber“ und die Fock wieder hoch. Zunächst segle ich mit 5 Kn. Gut das der Wind etwas zulegt – auf 11Kn so komme ich nun doch wieder gut  mit 6-7 Kn voran gen Osten genau auf die Straße von Gibraltar zuhaltend.

Ich merke die Nähe zu Gibraltar und dem Mittelmeer, denn jetzt sind ständig Schiffe auf meinem AIS – Display zu sehen. Gibraltar, Algeciras und Tanger sind ein großer Dreh- und Angelpunkt für die „Großen“.

10:30 UTC: Soeben ist mal wieder einer nah genug um Funkkontakt aufzunehmen und meine Bitte nach einem Positionreport loszuwerden. War ein etwas „holpriges“ Gespräch, mal sehen ob es klappt, aber auf alle Fälle trotzdem DANKE Frachter MADEIRO!

Frachter MADEIRO

Frachter MADEIRO

Und die Sonne schein mal wieder, nach drei Tage grau in grau hebt das die Stimmung!

Hoffentlich hält er Wind an, so dass ich weiter gut voran komme!

Seit ein paar Stunden begleitet mich ein „blinder Passagier“ – die Brotkrümel, die ich ihm hingestellt habe hat er noch nicht angerührt.

Blinder Passagier

Blinder Passagier

Ende 24.Tag -23.05.10; POS 24:00(UTC) 36°06.381’N, 009°44.562’W
Etmal: 128 sm – größte Windstärke/Richtung: WSW 11,5 Kn – schnellste FÜG: 6,8 Kn

Mai

22

Mittags-Etmal (12.00 UTC): 188 sm

Leider hat ab Nachmittag, der Wind stetig nachgelassen und auch immer weiter westlich gedreht, so dass ich immer mehr an Fahrt verloren habe.

Am Abend berge ich die Fock und lass die Maschine laufen, muss ohne hin die Batterien laden.

Über mir ein paar dunkle Wolken und eine kleine Wasserhose.

Unten auf dem Wasser kann man sehen wie es nach oben gezogen wird.

Es dauerte aber nur ein paar Minuten, dann war wieder alles vorbei

Wasserhose

Wasserhose

Ansonsten gab’s nichts Besonderes den Tag über und so Motore ich in die Nacht hinein.

Kali Nichta!

Ende 23.Tag -22.05.10; POS 24:00(UTC) 36°25.312’N, 012°19.240’W
Etmal: 175 sm – größte Windstärke/Richtung: N 17,5 Kn – schnellste FÜG: 8,1 Kn

Mai

21

Mittags-Etmal (12.00 UTC): 178 sm

Wieder „treffe“ ich einen netten (russischen?) Frachterkapitän, der einen Positionreport per Mail nach Deutschland weiterleitet.

Merci vielmals!

Frachter CSAV RIO GRANDE

Frachter CSAV RIO GRANDE

Es war nichts Besonderes los den ganzen Tag. Der Wind hat des Öfteren immer mal um 10-20 Grad unter den Wolken hin und her gedreht aber ansonsten recht konstant mit ca. 18 Kn geweht, so dass ich gut voran komme.

Die 200 sm Grenze schaffe ich wohl nicht, bin aber knapp dran.

22.45 UTC: hatte grad mal wieder Kontakt zu einem Frachter, der morgen früh meine E-Mail mit der aktuellen Position nach Deutschland weiter senden wird.

Vielen Dank „ASIR“

Frachter ASIR

Frachter ASIR

Ende 22.Tag -21.05.10; POS 24:00(UTC) 36°21.729’N, 015°51.165’W
Etmal: 187 sm – größte Windstärke/Richtung: N 18,5 Kn – schnellste FÜG: 9,5 Kn

Mai

20

Mittags-Etmal (12.00 UTC): 116 sm

In der Früh musste ich noch Motoren.

Dann kam Wind auf, der allerdings immer wieder um mehr als 30 Grad hin und her drehte, so dass ich mit dem Blister gut beschäftig war.

Aber immer hin nimmt

Der Luftdruck ab, und ich segle langsam aus dem Azoren-Hoch Richtung Osten.

Blister_2

Blister_2

Blister_3

Blister_3

Der Wind hat seit Mittag ständig leicht zugelegt und mittlerweile segle ich wieder mit Groß und Fock bei 16 Kn Wind aus Nord.

Die Schiffsglocke hat am Abend auch zwei Mal kurz hintereinander von selber geläutet – was wohl heißen soll: „blu:kat“ nähert sich mal wieder der 200sm-Grenze.

Ende 21.Tag -20.05.10; POS 24:00(UTC) 36°33.383’N, 019°38.867’W
Etmal: 142 sm – größte Windstärke/Richtung: N 18,5 Kn – schnellste FÜG: 9,5 Kn

Mai

18

Mittags-Etmal (12.00 UTC): 204 sm

12.00 UTC Sonne, Sonne, Sonne und Wind  aus der richtigen Richtung! Und noch ein Mal ein Mittagsetmal von über 200 sm – da macht Segeln doch richtig Spaß!

Es geht grad so mit knapp 8 Knoten dahin.

Heckwelle bei 8 Kn

Heckwelle bei 8 Kn

„blu:kat“ ist knapp 90 sm von der südlichsten Azoren Insel SANTA MARIA entfernt.

Wenn der Wind so bleibt, habe ich heute Abend vielleicht kurz eine Handy-Verbindung beim Vorbeisegeln und werde einige SMS lossenden.

Schiffstransporter DANZIGERGRACHT

Schiffstransporter DANZIGERGRACHT

14:30 UTC : ein Schiffstransportfrachter – beladen mit Schiffen, die nicht selber über den Atlantik fahren überholt mich gerade an STB mit 17 Kn, aber mit meinen momentanen 8 Kn kann ich ganz gut mithalten.

Er will auch nach Gibraltar und schickt mal wieder einen E-Mail für mich los.
VIELEN DANK!   DANZIGERGRACHT

Schiffstransporter DANZIGERGRACHT.jpg

20:45 UTC: eben hat mich der Andi angerufen. Er hatte mit gekoppelt und auch schon die letzte Nachricht vom Frachter Danzigergracht bekommen. Daher konnte er sich ausrechnen, dass ich in Handy-Empfangsreichweite sein müsste.

Und es hat geklappt. Ich war auch schon dabei eine SMS zu tippen.
Daher habe ich auch schon jetzt erfahren, dass bis auf eine Mail die ich per Funk immer an Frachter gesendet hatte auch alle angekommen sind.

Also noch Mals Dank an alle Frachterkapitäne!

Ende 19.Tag – 18.05.10; POS 24:00(UTC) 36°54.155’N, 024°57.640’W
Etmal: 173 sm – größte Windstärke/Richtung: SW 13,5 Kn – schnellste FÜG: 8,2 Kn

Mai

17

Mittags-Etmal (12.00 UTC): 202 sm

Jetzt hab ich sie doch geknackt – die 200-sm-Marke.

Von gestern Mittag bis heute Mittag waren es 202 sm!!

Das ist eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 8,41Kn mit Spitzen bis 12,5Kn

12-5 Knoten

12-5 Knoten

Mal wieder hat ein russischer Frachter meinen weg gekreuzt. Er will nach St. Petersburg.

Wie üblich nach einem kurzen Smalltalk versprach er in einer Stunde meine E-Mail weiterzuleiten – DANKE! „BALTIC-CARRIER“.

Frachter Baltic-Carrier

Frachter Baltic-Carrier

Fast unbemerkt mit stetigem Halbwind und nur leichter Dünung schräg von Achtern hat sich 2blu:kat“ heute seinen Weg durch den Atlantik Richtung Gibraltar geschoben.

Die letzten 24 Stunden insgesamt 220 sm – das entspricht einer durchschnittlichen Fahrt von über 9,1 Kn. Ich bin begeistert! Schade, dass Ihr nicht dabei wart.

„Aber heute ist nicht alle Tage … wir machen das wieder – keine Frage“ !

Mit Euch natürlich das nächste Mal.
Euer Skipper Martin

Ende 18.Tag – 17.05.10; POS 24:00(UTC) 36°51.145’N, 028°31.979’W
Etmal: 221 sm – größte Windstärke/Richtung: SW 17,6 Kn – schnellste FÜG: 12,5 Kn

Mai

16

Mittags-Etmal (12.00 UTC): 124 sm

Als ich in der Früh aufwache scheint die Sonne – überall blauer Himmel.

Das ist doch wieder mal was! Aber es ist Ar…kalt – es hat nur 19 Grad und wenn man aus der karibischen Wärme mit über 30 Grad kommt, ist das doch schon recht frisch! Aber der Sommer naht ja auch im Mittelmeer.

Halbwind_1

Halbwind_1

Ich kann auch mal wieder seit Tagen einen „Sonnenschuß“ mit dem Sextanten machen. Die letzten Tage hat man sie ja nicht sehen können.

Sextant_1

Sextant_1

11.00 UTC der Wind hat zurückgedreht, auf 200 Grad mit 111,5 Kn und nun ist „blu:kat“ in seinem Element:

Mit Halbwind und knapp 8 Kn geht es dahin mit hoher und schiebender achterlicher Dünung.

Dünung-1

Dünung-1

Dünung-2

Dünung-2

Ende 17.Tag – 16.05.10; POS 24:00(UTC) 36°31.830’N, 033°03.348’W

Etmal:150 sm – größte Windstärke/Richtung: SW 18,1 Kn – schnellste FÜG: 10,3 Kn

Mai

15

Mittags-Etmal (12.00 UTC): 193 sm

Recht hoher Seegang mit langer Dünung.

Alles grau! Immer grau – seit zwei Tagen ;-(

War ich gar nicht mehr gewohnt und ich kann schon verstehen, dass einen so etwas depressiv macht.

Reff-3

Reff-3

Ansonsten alles beim alten: Groß im III-Reff, kleine Fock, bei 25Kn Wind – recht hoher Seegang mit schätzungsweise bis zu 5-6m hohen Wellen.

Mal sehen, wie lange ich noch in der Front segeln kann, bis sie mich völlig überholt hat und dann auch wieder die Sonne scheint. Aber andererseits lässt dann auch der Wind nach und es wird langsamer dahin gehen.

Aber für heute bin ich auf dem guten Weg das „200sm-Etmal“ zu knacken.
Wir werden sehen?!

16.00 UTC: Leider hat jetzt schon der Wind gedreht und auch etwas nachgelassen,
so dass die „200“ wohl warten müssen – bis ihr dann dabei seid 😉

17.00 UTC: Habe eben die große Fock gegen die Kleine getauscht.

Und dann erst mal leckeres Schweinegeschnetzeltes mit Reis gegessen. Das hat sich jetzt die letzten Tage bezahlt gemacht, dass ich schon ein paar Gerichte vorgekocht und in der Karibik eingefroren habe. Jetzt nur noch warm machen – Kali Orexi!

Der Wind wird immer schwächer – nur noch knapp 8 Kn und hat auch noch gedreht – jetzt aus 300 Grad.

Zwischendurch hatte ich nur beide Vorsegel, als Passatsegel oben, jetzt dann doch wieder große Fock und das Groß komplett ausgerefft. Mache aber leider nur um die 3 Kn Fahrt.

Auf dem Schirm sehe ich den nächsten Frachter im Anmarsch.

Mal sehen ob er wieder eine E-Mail für mich weiterleitet.

Hat leider nicht geklappt – sie wollten nicht!

FILM: „Sturmfahrt“ (folgt demnächst – muus ich erst zusammenschneiden)

Ende 16.Tag – 15.05.10; POS 24:00(UTC) 35°49.665’N, 035°35.853’W
Etmal:169 sm – größte Windstärke/Richtung: S 27,1 Kn – schnellste FÜG: 11,5 Kn

Mai

14

Mittags-Etmal (12.00 UTC): 181 sm

04.00 UTC frischt der Wind  auf – ich binde das 2. Reff bei 20Kn ins groß und gehe wieder schlafen.

Wecken tut mich in der Früh wieder der Wind – diesmal muss das  3. Reff bei 27Kn ins Groß,

trotzdem macht „blu:kat“ noch 8-8,5Kn Fahrt.

Zu ersten Mal läutet die gesponserte Schiffsglocke eigenständig auf Grund des doch etwas heftigen Seegangs!

Schiffsglocke

Schiffsglocke

10:20 UTC kreuzt wieder mal ein Frachter meinen Weg, auch wenn wir uns nicht direkt sehen können bei dem Wind und Seegang und der Himmel ist auch noch grau dazu.

Aber trotzdem kann ich dem „Russen“ meine E-Mail durchgeben. DANKE!  „SOCOL 5“

Frachter-SOCOL5

Frachter-SOCOL5

Nachmittags segle ich ganz knapp an einer gelben Messboje (Fass) auf POS. 35 09,147 N und 041 15,000 W, die nicht in der Karte war vorbei, nachdem ich sie erst 100m vorher entdeckt hatte in dem bis zu 5m hohem Seegang

Ende 15.Tag – 14.05.10; POS 24:00(UTC) 35°26.426’N, 038°55.719’W
Etmal:192 sm – größte Windstärke/Richtung: S 25,8 Kn – schnellste FÜG: 9,6 Kn