27.7.2019 19:00 MOZ
Jutta
Nachdem uns ab Samstag Nacht 24 Stunden Dauerregen beschert war und der Tag sich somit lediglich zum Abhängen bzw. einer weiteren Bordkino-Vorstellung eignete, waren wir am Sonntag Morgen dann doch froh, dass sich die Sonne wieder zeigte. So konnten wir endlich unseren Ausflug hinüber nach Nomuka Iki starten. In den frühen Morgenstunden gab es allerdings noch einen Schreckmoment. Der Anker hatte sich durch den drehenden Wind gelöst. Zum Glück ist Martin jedoch mit einem siebten Sinn ausgestattet, der ihn selbst im Schlaf nicht im Stich lässt und so wachte er auf und konnte die Lage schnell und souverän in den Griff bringen.
Bei unserem Ausflug nach Nomuka Iki wurden wir freudig vom Inselhund empfangen und nach einigem Rufen erschien auch Mathew (der junge Typ der uns vor zwei Tagen von seinem Kajak aus begrüßt und eingeladen hatte). Wir sind erstaunt, wie ordentlich hier alles aussieht. Es gibt ein paar liebevoll angelegte Beete sowie zwei Häuser und ein größeres zeltartiges Gebäude, in dem sich die Küche befindet.
Mathew berichtet uns vom Nomuka Iki Insel-Projekt, das 2015 (vom Royal Nomuka Yacht Club) ins Leben gerufen wurde und mit Unterstützung von Kronprinz TupoutoaUlukalala seitdem am Aufbau arbeitet. Neben einer Segelschule für Kinder ist u.a. ein Meeresforschungszentrum geplant und ein Erholungsort für Touristen, der sich dem Erhalt der umgebenden Meeresumwelt zum Ziel gesetzt hat. Mathew empfiehlt uns, den kleinen Bush-Trail entlangzuwandern, um die Insel zu erkunden, was wir dann auch machen. Ein wirklich schönes, friedliches Flecken! Da wir heute noch weiter nach Haafeva segeln wollen, beenden wir die Inseltour und machen die VAVA-U startklar zum Ablegen.





Das gute Wetter bleibt uns treu und wir haben sogar ein wenig Wind. Allerdings reicht er zum Segeln nicht aus und wir müssen den Motor mitlaufen lassen. Gut vier Stunden brauchen wir für unsere Wegstrecke. Auf den letzten Meilen bekommen wir sogar noch einen Fisch an die Angel. Allerdings ist es nur ein Barracuda, der laut Martin nicht so gut schmeckt.
So schenken wir ihm die Freiheit wieder
und Martin bereitet statt der fast-Fischmahlzeit ein schmackhaftes Abendessen mit Brotfrucht-Pommes und Hühnerschenkel aus dem Backofen.
Das obligatorische Backgammon-Abend-Duell – zwischen Martin und Nick – darf dann natürlich nicht fehlen.
POS 27.7.2019 06:00 UTC: 19 56.456 S und 174 42.943 W






Da die Tageszeit gerade günstig ist – die Sonne beginnt sich zu verabschieden und der Himmel hat sich schon gelb-orange eingefärbt – bietet sich ein Sundowner vor Ort an. Zumal die Karte hier auf der Insel reichlich Auswahl bietet. Die farbenprächtigen Drinks mit exotischer Deko sind dann zusätzlich noch ein Augenschmaus.































So vergeht auch der Nachmittag wie im Fluge und schon senkt sich die Sonne und ein grandioser Sonnenuntergang kündigt sich an.
Wir haben heute die Insel Kelefisia zum Ziel, die 15 Seemeilen entfernt ist. Leider macht uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung und auch die Windverhältnisse meinen es nicht gut mit uns. Bereits kurz nachdem wir gestartet sind, fängt es auch noch zu nieseln an. Ich habe bis 14 Uhr Wache an Deck und kann beobachten, wie das Grau des Himmels immer dichter wird, der Niederschlag zunimmt und sich die Sicht extrem verschlechtert. Wir starten mit etwas Wind und der Genua. Später kommt auch das Groß zum Einsatz. Allerdings nicht dauerhaft, da der Wind heute ordentlich seine Spielchen mit uns treibt und schließlich total einschläft. Also hilft es nichts und wir müssen doch den Motor anwerfen. Kelefisia lassen wir links liegen und starten durch zur Hauptinsel Nuku’alofa.






















Da am Horizont Wolken aufziehen, nutzt Martin dann noch schnell das Rest-Sonnenlicht, um mit seiner Drohne das Inselparadies von Vava’u von der Luft aus filmisch festzuhalten. Damit nicht genug, bäckt er im Anschluss mal eben zwei Kuchen – mit Hannahs tatkräftiger Unterstützung. Da das Wetter doch besser bleibt als angenommen, starten Martin, Spüli und Hannah zu einem weiteren Trip mit dem Dinghy, um die beiden Höhlen in der Nähe zu erkunden. Allerdings erst, nachdem wir uns den frisch gebackenen Kuchen inklusive Latte haben schmecken lassen. Martin hat sich wieder mal selbst übertroffen und jeder greift sich noch ein zweites Stück, so dass kein Krümel übrigbleibt. Zum Glück gibt es ja noch einen zweiten für morgen…














































Nach dem leckeren Essen inklusive Martin`s Kuchen, Sia will direkt das Rezept haben, zeigt sie uns ihren Garten, in dem sie auch Süß-Kartoffeln anbaut. Sie erklärt uns auch detailliert wie aus den Blättern einer Yucca-Art, die Fasern zum Flechten von traditionellen Matten und Kleidungsstücken bearbeitet und verwendet werden. Diese Produkte werden mit einem sehr zeitaufwändigen Prozess hergestellt, auch für den Königsbesuch.




Wir treffen unsere Taxi-Fahrerin Meeme im Ort Fagamalo und machen uns zum ersten Stopp der Peapea-Lavahöhle (50-100m) auf.
Anschließend geht es durch malerisch bunt geschmückte kleine Ortschaften – kommende Woche finden die „South Pacific Games“ auf Upolu statt – Richtung Westen.
Die Dörfer unterscheiden sich nicht nur durch ihre farbenfrohen Häuser und Gärten, sondern jedes hat charakteristischen Müll-Ständer (Der Abfall wird auf T-förmigen Stehern in ca. 1.5m Höhe gelagert, damit sich keine Tiere daran zu schaffen machen. Diese Ständer sind je nach Ort gemauert, hölzern, metallisch und in unterschiedlichen Farben.)


Nach einem geglückten Tank-Stopp (Tankstellen haben samstags nur von 7-9 Uhr und anschließend wieder von 16-18 Uhr geöffnet) geht es zum Falealupo Rainforest Preserve & Canopy Walk. Wo wir in schwindelerregender Höhe eine freischwingende Brücke und den Banyan-Baum erklimmen um die Aussicht zu genießen.
Anschließend geht es weiter zum Moso‘s Footprint (übergroßer Fußabdruck im Stein – welchen Moso‘s hinterließ als er nach Fiji sprang – nur leider in die falsche Richtung 😉
und zum westlichen Ende der Insel – malerischer weiße Sandstrände begleitet von Kokospalmen und einsamen Beach Fales (offene Strandhütten).

Auf dem Weg zum Alofaaga Blowholes treffen wir am Straßenrand auf hunderte sich tummelnde Schmetterlinge. An den Blowholes im Süden der Insel angekommen dürfen wir die Kraft des Wassers bestaunen – die Wasserfontänen schießen mit gewaltigem grollen 10-15m in die Höhe.
Im kühlen Nass des Afu Aau Wasserfalls entspannen und genießen wir die Umgebung bevor es auf der Ostseite der Insel Richtung „nach hause“ geht.
Auf den letzten Kilometern beginnt es bereits kräftig zu Regnen – durchnässter Martin wartet mit Kaffee im Le Lagoto Resort um uns wieder an Board zu bringen.





Der imposante Wasserfall ist leider an diesem Tag hinter einer Dunstglocke nur schemenhaft zu erkennen.











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