Mai

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Am Montag war es dann endlich so weit:
Wir verließen unseren Winterplatz in Niderviller und starteten offiziell in die neue Saison auf den französischen Kanälen.

Gleich zu Beginn wartete eines der Highlights der Strecke auf uns. Zuerst ging es durch die beiden Tunnel von Arzviller – Der Niderviller Tunnel misst 475 m, der Arzviller 2306 m , das ist eine ganz besondere Atmosphäre in den langen dunklen Tunnels. Früher wurden die Frachtschiffe mit einer Bahn durchgetreidelt. .

Hinter dem zweiten Tunnel erwartet uns eine technische als auch touristische Attraktion, der Schräglift Arzviller. 17 Schleusen und acht Stunden Fahrzeit wurden mit dem Hebewerk Arzviller eingespart: In der Wanne eines Schrägaufzugs, der von Gegengewichten und Stahlseilen gehalten wird, werden die Schiffe 44,5 Meter auf- oder abwärts gefahren. Das ist jedes Mal aufs Neue ein beeindruckendes Erlebnis. Langsam gleitet der riesige Trog mit uns und einem weiteren kleinen Mietboot ins Tal runter.

Unsere erste Station war der Wartebereich vor dem Schräglift. Martin und Isabel fuhren mit den Rädern durch das schöne alte Schleusental zum Auto zurück.

Es hatte zwar aufgehört zu regnen, aber es war bitterkalt. Sie fuhren Martins Auto gleich nach Lutzelburg, wo wir am nächsten Tag hinfahren wollten. Nach dem Kaffee mit leckerem Rhabarberkuchen nutzten wir die Zeit für einen Besuch bei der Cristallerie Lehrer. Besonders spannend war es, den Glasbläsern bei ihrer Arbeit zuzusehen. Mit viel Geschick und Geduld entstanden aus glühender Masse wunderschöne Glasobjekte – dort entstehen richtige Kunstwerke, die man auch im dazugehörigen Laden besichtigen kann. Die Preise dort sind sehr moderat und es gibt noch ein kleines Café im Geschäft. Wer in der Gegend ist, unbedingt dort einen Halt einlegen.