Feb.

16

Irene
Zuallererst muss hier etwas richtig gestellt werden: Es wurde behauptet, unser Skipper hätte vergeblich versucht, den Spülmittelspender zu reparieren, aber so leicht hat Martin nicht aufgegeben. Den Kampf Mann gegen Equipment konnte er nach hartem Einsatz zu seinen Gunsten entscheiden und wir sind sehr stolz auf ihn!

Der Tag heute wird vom Rhythmus der Wachschichten und Freizeiten bestimmt.
Wir haben, bis auf eine kurze Zeit am frühen Morgen, richtig guten Wind; in der Nacht fast neun Knoten.


Mit untergehender Sonne haben wir schon fast ein Drittel unserer Strecke geschafft. Hoffentlich bleibt das so, damit wir möglichst früh in Guna Yala ankommen.

Dieser ursprüngliche Name der St. Blas Inseln wird auch eingeübt, die Indianer, die das Gebiet eigenständig verwalten, mögen den ihnen von den Spaniern gegebenen neuen Namen nämlich nicht so besonders.

Der Tag startet mit einer Besonderheit, es gibt kein gemeinsames Frühstück. Bei ein paar von uns ist es ein wenig flau im Magen, der andere Teil stürzt sich gleich auf den Apfelkuchen von gestern oder macht sich einen Strammen Max, der auf vier (!) Scheiben Toastbrot ruht. Ansonsten wird der Kühlschrank auffällig gering frequentiert.

Je weiter wir südlich kommen, desto wärmer wird es, da es in den Kabinen sehr heiß ist – wir können die Luken wegen Seegang nicht öffnen – schlafen und dösen wir tagsüber im Freien.

Wladi versucht, diverse Köderwechsel inbegriffen, einen Fisch zu fangen, bis jetzt ohne Erfolg. Eine einsame Seemöwe betrachtet das Schauspiel von oben, bis es ihr langweilig wird.

Ansonsten sind wir mutterseelenalleine auf dem Teich, zwei Frachter in der Nacht sind alles, was wir seit unserer Abreise zu Gesicht bekommen haben.
Mal schauen, was die nächste Nacht bringt!

POS 16.2.18 23:59 UTC
16 18,7 N – 080 51,3 W
COG 170, SOG 6-7 Kn
Wind ENE 28-30 Kn

Feb.

15

Irene
Zeitiger als sonst lassen wir heute den Bettzipfel los, schon vor 8 Uhr morgens ist das Frühstück fertig und wir lassen es uns mit Obstsalat und allem anderen gut gehen. „Never sail on an empty stomach“ lautet die alte Seglerweisheit, an die wir uns selbstverständlich halten.

Dann wird alles für die große Fahrt verräumt und festgezurrt, Isabel setzt Ingwertee auf und so gerüstet lichten wir den Anker.
Problemlos manövriert uns Martin durch die Untiefen, wir haben ziemlich Seegang und die Wellen sind teilweise so hoch wie die VAVA-U.
Bei bestem Wind sind wir schön schnell in Georgetown und an einer Boje festgemacht.

Das Dinghi bringt neben Martin, der ausklarieren muss, auch einen kleinen Trupp an Land, der nochmal festen Boden unter den Füßen haben möchte und Besorgungen erledigt. Markus und Isabel wollen Vollkornmehl und Kleinigkeiten im Supermarkt kaufen, Wladi ist unterwegs, um Köder zu bekommen, Pet will unbedingt nochmal in den örtlichen Burger King und die Post wegbringen.

Der Rest beobachtet den Shuttle-Service der sechs riesigen Kreuzfahrtschiffe – es geht zu wie auf Münchens Mittlerem Ring zur Stoßzeit – und passt auf, dass der VAVA-U niemand eine Delle reinfährt.

Sobald alle wieder an Bord zurück sind, geht es los.
Zwischen den Kreuzfahrtriesen hindurch machen wir uns auf den Weg in den Süden.
Wir haben guten Wind und segeln mit knapp sieben Knoten dahin.

Ein Apfelkuchen ist dank Isabel im Ofen, Helmut macht sich pünktlich zum Abendessen an die „Cayman – Panama- Suppe“, unsere Kürbissuppe mit Süßkartoffeln.

Hatte ich erwähnt, dass Helmut jeder Dame hier an Bord einen Valentinsgruß geschickt hat? Da könnt ihr mal sehen!

Wer keine Wache hat, trollt sich langsam ins Bett, die Zeit bis zum Schichtwechsel ist nie lang genug ??

Feb.

14

Irene
Wieder werden wir irgendwann im Morgengrauen von Regen geweckt, die Luken klappern, dann fällt die VAVA-U erneut in Tiefschlaf.
Gegen 8 Uhr morgens sind schließlich alle wach, wir frühstücken, baden im Meer und ruhen uns aus, während Martin erfolglos versucht, den Spülmittelspender zu reparieren. Werner spleißt eine gebrochene Leine ein, dann geht es raus zu den Rochen.

Fünf Passagiere mit Schnorchelausrüstung werden verladen, bevor Martin los düst.
Wir haben ziemlich Wind und Seegang, im Nu sind wir pitschnass und werden kräftig durchgerüttelt. Kein Grund für Martin, weniger Gas zu geben!
In Stingray City, so heißt der Platz, an dem sich die Rochen tummeln sollen, ist von selbigen keine Spur.
Wir schnorcheln ein bisschen bei Korallen herum und sehen bunte Fische, bevor wir die nicht weniger wilde Rückfahrt antreten.

Nach so viel Aktivität macht die Bootsbesatzung, was sie am besten kann: Dösen und schlafen!
Martin hingegen repariert die Ansaugpumpe des Wassermachers, auch bekannt als Höllenmaschine.
Danach bringt er vier von uns an die kleine Marina, wir wollen nochmals zum Rum Point und ein bisschen im Geschäft stöbern. Den Weg von der Marina dorthin laufen wir zu Fuß an vielen schönen Villen vorbei, fast alle sind zu mieten, die wenigstens stetig bewohnt. Nach erfolgreicher Mission und Rückweg ist erst einmal ein kaltes Getränk am Abholplatz fällig, bis wir Martin anrufen.

Dieser hat in der Zwischenzeit noch eine Halterung für Dinghi Nummer 2 gebaut und selbiges mit dem Restteam der VAVA-U aufs Dach montiert. So müssen wir es nicht bis zu den St. Blas nachziehen.

Langsam wird es dann Zeit, wir machen uns ausgehfein und gehen in der kleinen Marina essen.
Wunderbar idyllisch sitzen wir unter Palmen im Sand und genießen wirklich gutes Essen. Ein kleiner Nachtisch hat auch noch Platz. Schließlich sind wir noch nicht sicher, ob wir nicht ab morgen für ein paar Tage Brezenstangerl knabbern…

Wieder zurück an Bord werden letzte Postkarten geschrieben, Absacker in Form von Rum oder Isabels Johannesbeerlikör genossen und der Blog geschrieben. Wladi bekommt seinen Likör auch real und nicht im Downloadmodus, obwohl er mit seinem Handy verwachsen zu sein scheint ??

Morgen starten wir früh zum Ausklarieren nach Georgetown, danach geht es los. Bis dahin gute Nacht!

Feb.

13

Wir sind wieder in der „Zivilisation“ auf den Cayman gelandet und haben Inetrnet satt….

daher gibts jetzt die Bilder der letzten Tage zum Nachvollziehen und ansehen.

Wie immer viel Spaß damit

 

VAVA-U und Crew

Feb.

13

Irene

Kurz vor Sonnenaufgang kommt Bewegung ins Schiff – hektisch werden alle Luken geschlossen, es regnet für ein paar Minuten ziemlich heftig, dann ist es, typisch für die Karibik, schon wieder vorbei. Also Luken wieder auf, damit wir bei unserem Restschlaf frische Luft haben.

Dank unseres Einkaufs gestern fällt das Frühstück sehr üppig aus: Es gibt Obstsalat mit Melone, Banane, Ananas, Apfel und Pfirsich; wir haben wieder Butter für unser selbstgebackenes Brot und alle fallen über den Käse her; die Salami bleibt ebenfalls nicht unbeachtet.

Ein Bad im Meer macht uns endgültig wach, danach fahren wir mit dem Dinghi an den 7-Miles-Beach. Lediglich Markus bleibt an Bord, vorgeblich um auf die VAVA-U aufzupassen – wir vermuten sehr viel eher, dass er die Stille dort genießen will ?

Die Truppe teilt sich, Martin schaut sich die Marina an, Wladi hält Ausschau nach Vollkornmehl und Toast, die gestern vergessen wurden; der Rest entscheidet sich für einen Strandspaziergang und macht sich in unterschiedliche Richtungen auf. Der Strand ist wirklich wunderschön, feinsanding und es herrscht, je weiter man in Richtung Georgetown kommt, einigermaßen Betrieb. Kein Wunder, liegen doch heute vier riesige Kreuzfahrtschiffe im Hafen!

Die Marina ist, so berichtet Martin, schön, sauber und sehr britisch, aber doch abgelegen; die Restaurants sehr teuer. Wir entscheiden uns, die paar Seemeilen zum Northsound zu düsen. Dort gibt es eine schöne und windgeschützte Ankermöglichkeit, ein paar Restaurants in Dinghinähe und am nächsten Morgen können wir die Stingrays – Rochen – gucken fahren und raus zum Riff. Die Fahrt ist ein bisschen wie Achterbahn am Oktoberfest und macht richtig Spaß. Schon während der Fahrt nimmt ein Pfirsichkäsekuchen Form an, auf den sich alle freuen. Die Jungs lungern, sobald er aus dem Ofen ist, um die Form herum und überlegen laut, wie das begehrte Naschwerk möglichst schnell gekühlt genug auf den Tisch kommen kann.

Wir schlagen uns mit Kuchen und Eis die Bäuche voll und begeben uns dann auf Erkundungstour mit dem Dinghi. Der Rum Point ist unser erklärtes Ziel, wir wollen abchecken, wie es mit dem Essen dort aussieht. Ein kleiner Laden wird geentert, er hat schließlich ein „Sale“-Schild im Fenster stehen.

Wir trinken noch etwas, um eine Bucht weiter zu fahren. Auch dort checken wir das Restaurant. Die Entscheidung wird, da dieses Mal Helmut als Ruhesuchender auf der VAVA-U bleibt, auf Morgen vertagt. Den letzten Abend auf den Caymans wollen wir uns verwöhnen lassen!

Stattdessen gibt es eine „Brotzeit à la Karibik“: Guacamole, Nachos und alles, was uns sonst noch einfällt.

Die Blogscheiberin wird mit Merlot versorgt, der Kreativität wegen ? Hicks!